Ich hatte gerade eine interessante Diskussion mit einem eBay Verkäufer, dem ich keinen Vorsatz unterstellen wollen würde, aber er handelt noch meiner Einschätzung ganz klar gewerblich – über 2700 Bewertungen, 110 Angebote online, fast ausschließlich Neuware. Ich hatte ihm den gut gemeinten Ratschlag gegeben, seine Angebote auf gewerblich umzustellen, bin dabei aber auf Verständnisschwierigkeiten gestoßen. Die Begründung ist einfach und für den Laien sicher auch nachvollziehbar. eBay selbst bietet privaten Verkäufern an, monatlich bis zu 300 Angebote kostenlos einzustellen, bzw. bis zu 2500! Auktionen mit einem Startpreis von 1 Euro.
Nun kann man sagen, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, aber ich glaube ihm, dass er sich sicher war, hier auf der sicheren Seite zu stehen, weil eBay das so anbietet. Weil seine Auffassung ihm besser gefallen hat als meine, hat er sich bei eBay telefonisch rückversichert und eBay hat ihm bestätigt, dass er sich keine Gedanken machen muss.
Ich hätte mir an dieser Stelle von eBay mehr Aufklärung gewünscht – auch um die wirklich unwissenden Verkäufer- und die gibt es! zu schützen.

Buchungsbelege, Geschäftsbriefe, Faxe – auch für Onlinehändler gelten die allgemeinen Aufbewahrungspflichten. Doch nicht selten herrscht Unsicherheit darüber, welche Unterlagen in welcher Form und wie lange aufzubewahren sind. Warum der Ausdruck einer E-Mail manchmal nicht reicht, welche Vorteile eine elektronische Archivierung bringt und worauf Händler sonst noch achten sollten, verrät Tanya Stariradeff, Rechtsexpertin bei Trusted Shops.

Die Aufbewahrungspflichten sind im Wesentlichen – aber nicht abschließend – in § 147 Abgabenordnung (AO) und § 257 Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Aufbewahrungspflichtig sind danach unter anderem Bücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Eröffnungsbilanzen, Handels- und Geschäftsbriefe sowie Buchungsbelege.
Für den Online-Versandhandel sind vor allem die Handels- bzw. Geschäftsbriefe und Buchungsbelege von Bedeutung, und zwar unabhängig von ihrer Form. Erfasst werden:

• Papierdokumente wie zum Beispiel Briefe und Faxe
• Elektronische Nachrichten, zum Beispiel E-Mails oder Nachrichten über ein Online-Kontaktformular
• Listen und Protokolle im Rahmen eines EDV-Systems

Buchungsbelege
Unter Buchungsbelegen werden alle Unterlagen erfasst, die einzelne Geschäftsvorfälle dokumentieren. Den Buchungsbeleg für die Zahlung des Kaufpreises bei einer Online-Bestellung stellt die Rechnung dar. Eine Kopie hiervon unterliegt der Aufbewahrung und zwar unabhängig davon, ob sie elektronisch oder auf Papier erteilt und übermittelt wird (§ 14b Abs. 1 UstG).

Geschäfts- beziehungsweise Handelsbriefe
Jede Korrespondenz, die der Vorbereitung, dem Abschluss, der Durchführung und Rückabwicklung eines Geschäfts dient, gilt als Handels- bzw. Geschäftsbrief. Aufbewahrungspflichtig sind sowohl die empfangenen als auch Wiedergaben der abgesandten Briefe. Dazu zählen unter anderem:

• die Wiedergabe der Eingangsbestätigung (§ 312i Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BGB) und gegebenenfalls der Auftragsbestätigung. Diese geben Auskunft über den Gegenstand (Leistung und Gegenleistung) des Kaufvertrags.
• die Kopie des Lieferscheins und des Frachtbriefes nach § 407 HGB, falls solche der Warensendung beigefügt werden.
• die Wiedergabe der Versandanzeigen. Sie enthalten Informationen über die Durchführung des Vertrags (beispielsweise Auskunft über die versendeten Waren).
• Schreiben, die die Vertragsabwicklung betreffen (zum Beispiel Mahnungen, Reklamationsschreiben, eingehende Widerrufserklärungen des Kunden).

Wann besteht keine Aufbewahrungspflicht?
Nicht jede Bestellung des Kunden führt zum Abschluss eines Vertrags. So ist es denkbar, dass die Annahme einer Bestellung wegen mangelnder Bonität abgelehnt wird oder der Kunde seine Bestellung widerruft, noch bevor die Annahme erklärt wurde. In diesem Fall besteht keine Aufbewahrungspflicht für die entstandenen Unterlagen.
Ebenfalls nicht aufzubewahren sind Nachrichten mit einem reinen Werbecharakter, wie zum Beispiel ein Newsletter. Das Gleiche gilt für Unterlagen ohne Bezug zu einem konkreten Handelsgeschäft oder ohne Bedeutung für die Besteuerung. Ein Beispiel hierfür ist die Dokumentierung der Eröffnung eines Kundenkontos.

Wie und für welchen Zeitraum sind Unterlagen aufzubewahren?

• Buchungsbelege sind zehn Jahre lang aufzubewahren.
• Die Aufbewahrungspflicht für Handels- und Geschäftsbriefe beträgt sechs Jahre. Solche Briefe können jedoch gleichzeitig externe Buchungsbelege (wie Rechnungen) darstellen. In diesen Fällen ist die zehnjährige Aufbewahrungsfrist zu beachten.
• Die Unterlagen sind so aufzubewahren, dass sie während der gesamten Aufbewahrungszeit lesbar bleiben. Wer Papierunterlagen im Original aufbewahrt, muss sicherstellen, dass die Schrift nicht verblasst und die Dokumente beispielsweise vor Feuer, Wasser und Feuchtigkeit geschützt sind.
• Eine Aufbewahrung im Original ist jedoch für Rechnungen sowie Handels- und Geschäftsbriefe nicht zwingend. Die bildliche Wiedergabe, zum Beispiel in Form einer gescannten Kopie reicht aus, das heißt die Wiedergabe muss bildlich mit dem Original übereinstimmen. Wenn diese bereits digital erstellt worden sind, muss ihr Inhalt maschinell ausgewertet werden können. Es reicht also nicht aus, eine digital erstellte Rechnung auszudrucken und den Ausdruck dann aufzubewahren.

Experten-Tipp:
Handels- und Geschäftsbriefe beziehungsweise Buchungsbelege erstellen Online-Händler in der Regel digital. Diese bereits im Original zu speichern, ist wenig aufwändig. Aber auch im Zusammenhang mit Papierunterlagen empfiehlt es sich, auf eine elektronische Archivierung umzustellen, wo es zulässig ist. Diese ist vor allem kostengünstig, da keine Lagerkosten anfallen, und effektiv, da die benötigte Dokumente schnell auffindbar sind.

Via: Trusted Shops

Gestern hatte ich ein Interview mit dem Handelsblatt zum Thema eBay Umsatzmillionäre und heute ist der Artikel: Powerseller: Mit Ebay zur ersten Million online gegangen.
Erfolg mit eBay ist auch heute noch möglich – auch wenn es nicht einfach ist, aber das ist auch gut so!
Heute abend werden die eBay Quartalszahlen veröffentlicht und ich habe das gute Gefühl, dass sie positiv überraschen werden.

Immer mehr deutsche Händler erzielen durch den Verkauf über den weltweiten Online-Marktplatz eBay Umsätze in Millionenhöhe. Aktuelle, für das Jahr 2016 von eBay in Deutschland erhobene Kennzahlen zeigen, dass sich die Anzahl der Händler mit Millionenumsatz bei eBay.de in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt hat: In 2016 konnten über 1.000 Händler einen Umsatz von mindestens einer Million Euro erzielen. Im Vergleich zu 2011 ist das ein Zuwachs von 106 Prozent. In einem Video stellt eBay drei Händler und ihren spannenden Weg zum Millionen-Umsatz vor.

Die geographische Verteilung der Umsatzmillionäre stimmt in großen Teilen mit der Bevölkerungsdichte der einzelnen Bundesländer überein. Fast ein Viertel der Erfolgshändler kommt aus Nordrhein-Westfalen (22,9 Prozent), gefolgt von Bayern mit 15,9 Prozent und Baden-Württemberg (11,9 Prozent). Die umsatzstärkste Kategorie ist Haus & Garten – 34 Prozent des Umsatzes im Club der eBay-Umsatzmillionäre werden in diesem Bereich generiert. Dahinter folgen Elektronik mit 26,2 Prozent und Motors mit 23,2 Prozent.
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Die Umsatzerfolge der eBay-Händler sind ein Indikator für die Bedeutung des E-Commerce einerseits und eBay als Online-Marktplatz für den deutschen Handel andererseits. Es zeigt, wie eBay das Unternehmertum fördert und es auch kleinen Händlern ermöglicht, den boomenden Online-Markt zu erschließen. Mit kreativen Geschäftsmodellen schaffen es kleine und mittlere Unternehmen zu beachtlichen Umsätzen, wie die Erfolgsgeschichten der Umsatzmillionäre zeigen.

Zunehmend werden so auch Kunden außerhalb Deutschlands bedient. Fun Sport Vision, ein Sportartikel-Shop aus Chemnitz, vertreibt seine Produkte über eBay mittlerweile auch auf dem internationalen Markt. Thomas Müller, Inhaber des Unternehmens und ehemaliger DDR-Fußballnationalspieler, sagt: „Durch eBay erreichen wir eine viel größere Kundschaft – auch im Ausland. Mittlerweile sind wir auf sieben internationalen eBay-Seiten neben eBay.de vertreten.“

Unter den Millionären ist auch Martin Kraus, Heiztechniker und Inhaber der Solarbayer GmbH aus Bayern. „Ich habe mich damals gefragt, wie ich möglichst schnell und effektiv dafür sorgen kann, dass mein Unternehmen und unsere Produkte bekannt werden“, erinnert sich Kraus. „Ich entschied mich für eBay, da der Online-Marktplatz eine unglaubliche Reichweite hat. Zu diesem Zeitpunkt war ich der einzige Anbieter von Handelsware im Bereich Heiztechnik.“ Auch heute noch zählt Solarbayer zu den wenigen Herstellern, die eigens produzierte Produkte bei eBay anbieten. Der Shop ist und bleibt für das mittlerweile 35-köpfige Team ein wichtiger Vertriebskanal.

Die positiven Prognosen für das Millionengeschäft bei eBay stehen in enger Beziehung zum Wachstum im E-Commerce insgesamt: Auch in naher Zukunft wird die Bedeutung des Online-Handels in Deutschland weiter zunehmen. Laut einer GfK-Studie sollen sich die Online-Umsätze bereits bis 2025 verdoppeln. Somit werden Online-Shops und -Marktplätze für den gesamten Einzelhandel als Vertriebskanal immer wichtiger.

Quelle: eBay

Das Oberlandesgericht Dresden stellt in seinem Grundsatzurteil zu einer EU-Verordnung in Fragen des Verbraucherschutzes klar, dass die Marktplatzbetreiber – hier Amazon – verpflichtet sind, einen Link zur Streitschlichtungsplattform der Europäischen Union (ODR) einzubauen und nicht der Marktplatzhändler. Es ist nicht sinnvoll, dies von den Marktplatzhändlern zu verlangen, weil die Verordnung bereits nach dem klaren Wortlaut diese Pflicht zum Einbau des Links dem Betreiber des jeweiligen Onlinemarktplatzes auferlegt. BVOH-Präsident Oliver Prothmann, der bei der Verhandlung zugegen war, begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich, da mit dem so entschiedenen Präzedenzfall zugleich auch einer unsinnigen Abmahnwelle wirkungsvoll Einhalt geboten wurde. Es bestand bislang die Gefahr, dass jeder Amazon- oder eBay-Händler abgemahnt werden konnte, weil er diesen Link auf der Plattform nicht eingebaut hatte: „Der Bundesverband Onlinehandel e.V. erwartet nun von den Marktplätzen, dass sie dieses Urteil auch umsetzen. Sie müssen den Link zur OS-Plattform, soweit noch nicht geschehen, für den Verbraucher ‚leicht zugänglich‘ setzen, um der EU-Verordnung allumfassend zu genügen“, Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverbandes Onlinehandel e.V. (BVOH).

BVOH-Anwalt Wolfgang Wentzel überzeugt OLG Dresden
Ein Interessenverband aus Leverkusen hatte zunächst gegen ein BVOH-Mitglied eine Einstweilige Verfügung erwirkt. Diese wurde bereits erstinstanzlich durch den BVOH-Händler erfolgreich mit dem Widerspruch angegriffen und daraufhin von der 2. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Dresden in diesem Punkt wieder aufgehoben. In dem Berufungsverfahren bestätigte das Oberlandesgericht Dresden nun in letzter Instanz und damit rechtskräftig diese Entscheidung.

Für den Berufungsbeklagten, einen BVOH-Händler aus Dresden, machte Rechtsanwalt Wolfgang Wentzel (onlinehandelsrecht.com) in diesem Verfahren geltend, dass nach der einschlägigen EU-Verordnung der Marktplatz, nicht aber der Marktplatzhändler verpflichtet sei, diesen Link vorzuhalten. Das Oberlandesgericht Dresden bestätigte das nun. „Dem Urteil liegt der eindeutige Wortlaut der EU-Verordnung zu Grunde. Die Europäische Union hat die wachsende Bedeutung von Online-Marktplätzen erkannt. Mit dieser Rolle korrespondieren auch Pflichten, wie die Verpflichtung des Marktplatzes zur Einbindung dieses Links. Das wurde durch die heutige Entscheidung des Sächsischen Oberlandesgerichts Dresden mit deutlichen Worten bestätigt. Wir erwarten nun die schriftlichen Urteilsgründe des Oberlandesgerichts“, sagt Rechtsanwalt Wolfgang Wentzel.
Weitere laufende Verfahren zur gleichen Thematik, wie z.B. in Koblenz, werden diesem eindeutigen Ergebnis hoffentlich folgen.

Das Urteil ist rechtskräftig. (OLG Dresden, Urteil v. 17.01.2017, Az. 14 U 1462/16 zu LG Dresden, Urteil v. 16.09.2016, Az. 42 HK O 70/16 EV)

Link Online Dispute Resolution (ODR): http://ec.europa.eu/consumers/odr/

Quelle: BVOH

Manche Händler scheuen sich aus Angst vor negativen Meinungen Bewertungen zu sammeln. Doch eine aktuelle Auswertung von Trusted Shops belegt, dass die überwiegende Mehrheit der Kunden stets die Bestnote vergibt. Die Zahlen geben Aufschluss darüber, wann bewertet wird und wie einzelne Branchen abschneiden. Simon Richartz, Bewertungsexperte bei Trusted Shops, zeigt, warum es sich lohnt, Kunden um ihre Meinung zu bitten. Denn 81 Prozent aller Kunden vergeben fünf von fünf Sternen, 13 Prozent immerhin vier Sterne. Als Schulnoten entspricht dies „sehr gut“ und „gut“.

Es ist menschlich, dass einem als Händler eine negative Bewertung eher in Erinnerung bleibt als viele positive. Die Zahlen sprechen jedoch eine eindeutige Sprache: Negative Bewertungen sind sehr selten. So vergeben lediglich ein Prozent aller Kunden einen Stern, ein weiteres Prozent bewertet mit zwei Sternen. „Kritische Rezensionen schaden einem Online-Shop nicht, denn ausschließlich positive Bewertungsprofile werden von den Verbrauchern unter Umständen als unglaubwürdig wahrgenommen“, erklärt Simon Richartz.

Montagmorgen ist Bewertungszeit
Die Online Shops erhalten die meisten Beurteilungen um 10 Uhr am Montagmorgen, hingegen in der Nacht gehen die wenigsten Bewertungen ein. Das Wochenende ist tendenziell schwächer als die Werktage und insbesondere der Samstag ist eher bewertungsschwach.

16,7 Tage bis zur Bewertung
Im Schnitt liegen 16,7 Tage zwischen der Bestellung und der Abgabe einer Bewertung. „Der Grund dafür liegt an den unterschiedlichen Lieferzeiten. Ein Buch braucht nicht so lange wie ein individuell gezimmertes Möbelstück aus Italien“, so Richartz. Idealerweise sollte eine Bewertungsemail den Kunden einen bis drei Tage nachdem er die Ware erhalten hat erreichen.

Genussmittel bringen positive Rezensionen
Je nachdem, was verkauft wird, steigen oder sinken die Chancen auf positive Kundenbewertungen. Am besten bewertet ist die Branche „Genussmittel“ mit durchschnittlich 4,86 von 5 Sternen, dicht gefolgt von „Medikamenten“. Am wenigsten positiv schneiden im Vergleich die Branchen „Floristik“ mit 4,59 und „Bekleidung“ mit 4,54 von 5 Sternen ab.

Die Unterschiede erklären sich mit der Erwartungshaltung der Käufer. Wer sich beispielsweise eine Schachtel Pralinen oder ein bestimmtes Medikament bestellt, weiß in der Regel schon vor dem Kauf, was genau er oder sie benötigt. Entsprechend groß ist dann die Zufriedenheit mit der Ware. Blumen hingegen können beim Versand schnell Schaden nehmen und Kleidung muss anprobiert werden. So kommen kritische Bewertungen zustande.

Mobiles Shoppen bleibt der Hit
Der Trend zum mobile shopping ist ungebrochen. Dies spiegelt sich auch in der Bewertungsabgabe. So bewerten nur noch 68 Prozent aller Kunden am Desktop, 16 Prozent hingegen am Tablet und 18 Prozent am Smartphone.

Fazit: Bewertungen sammeln lohnt sich
Es ist sinnvoll Bewertungen zu sammeln, denn die meisten fallen positiv aus und vereinzelte kritische Stimmen verleihen dem Profil ein authentisches Erscheinungsbild. Wichtig ist, den optimalen Zeitpunkt in Bezug auf die eigene Kundschaft für eine Bewertungsemail herauszufinden. Außerdem sollte ein Online-Shop responsive sein, um auch auf mobilen Geräten zum Kauf einzuladen.

Via: Trusted Shops

Die Kölner Neustadt, Hamburg-Rahlstedt und der Prenzlauer Berg in Berlin: In diesen Vierteln werden besonders viele Pakete zugestellt. Zu diesem Ergebnis kommt das „Hermes PaketRadar“, für das Hermes bundesweit über 28 Millionen Sendungen anonym ausgewertet hat. Untersucht wurden Paketzustellungen in Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfurt, Leipzig und Stuttgart. Interaktive Karten ermöglichen die Anzeige der zugestellten Mengen auf den Stadtteil genau.

„Die Erhebung zeigt, dass in vielen deutschen Großstädten die Innenstadt- und Szeneviertel bei den transportierten Paketmengen vorn liegen“, sagt Dirk Rahn, Geschäftsführer Operations von Hermes Germany. „Ich gehe davon aus, dass die Sendungsmengen vor allem in den Städten noch deutlich weiter zunehmen werden. Uns als Logistiker stellt das zunehmend vor Herausforderungen. Schon heute kämpfen unsere Zusteller mit hohem Verkehrsaufkommen, engen Straßen und jeder Menge Unverständnis, etwa bei der Parkplatzsuche. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Konsumenten – immer präziser, schneller, umweltfreundlicher soll das Paket kommen, am besten ohne dafür zahlen zu müssen. Eine komplexe Situation. Es braucht deshalb vor allem für die City-Logistik neue Konzepte – und einen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.“

Berlin: Prenzlauer Berg top, Neukölln flop

In der Hauptstadt treiben die innerstädtischen Szeneviertel die Paketmengen in die Höhe. Unangefochtene Spitze bei den absoluten Mengen ist der Prenzlauer Berg, wo das PaketRadar 446.379 Sendungen erfasste. Friedrichshain (412.283) und Mitte (376.264) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Blickt man auf die Berliner Bezirke, ist Pankow (1,23 Mio.) der stärkste der insgesamt zwölf. Untersucht wurde auch das Verhältnis von Paketmenge und Einwohnerzahl. Dabei liegen mit Bohnsdorf (5,0 Sendungen pro Einwohner) und der Stadtrandsiedlung Malchow (5,1) zwei für Nicht-Berliner eher unbekannte Ortsteile an der Spitze. Der Wedding (1,9) und Neukölln (1,8) gehören zu den Stadtteilen mit den wenigsten Sendungen pro Kopf.

Hamburg: Rahlstedt toppt Winterhude

Hamburgs Paket-Hotspot heißt Rahlstedt. Der stark bevölkerte Stadtteil im Nordosten der Hansestadt verweist mit 252.321 Sendungen sowohl das schicke Winterhude (178.873) als auch das trendige Eimsbüttel (172.580) deutlich auf die nachfolgenden Plätze. Unter den Bezirken hat Wandsbek im PaketRadar mit 1,2 Millionen Sendungen die Nase vorn. Bei der Pro-Kopf-Verteilung liegen die innenstadtnahen Viertel in Führung: In der HafenCity kommen auf jeden Einwohner rund 12,6 Pakete, in der Altstadt sind es sogar sage und schreibe 34,8. Mitgrund: Viele Hamburger vertrauen auf die Paketzustellung am Arbeitsplatz.

München: Obergiesing an der Spitze

Was dem Berliner sein Prenzlauer Berg, ist dem Münchner sein Obergiesing. In keinem anderen Stadtbezirksteil der bayerischen Landeshauptstadt erfasste das PaketRadar mehr Sendungen als hier (79.364). Silber geht knapp an Waldtrudering (78.924), vor St. Ulrich auf Rang 3 (75.406). Unter den 25 Münchner Stadtbezirken ist Thalkirchen-Obersendling bei den absoluten Mengen vorn (217.639). Wie schon in Hamburg, liegt auch in der Münchner Altstadt das Paketaufkommen mit 3,6 Paketen pro Einwohner überdurchschnittlich hoch.

Köln: Nichts toppt die Neustadt

Westlich der Kölner Ringe haben die Zusteller in der Domstadt am meisten zu tun. 253.459 Sendungen wurden in der Neustadt gemessen, davon 136.900 im Südteil, der damit unter den Kölner Stadtteilen Platz 1 belegt. Der Trendstadtteil Ehrenfeld ist Dritter (126.105), bei den Bezirken liegt Lindenthal (495.919) in Führung. Auch in Köln ist eine Konzentration der Paketmengen in der City messbar: Der Innenstadtbezirk mit Altstadt, Neustadt und dem rechtsrheinischen Deutz liegt mit 3,8 Sendungen pro gemeldetem Einwohner messbar über dem Kölner Durchschnitt (3,0).

Frankfurt: Sachsenhausen vorn

Unter den Frankfurter Stadtteilen zählte das PaketRadar in Bockenheim die meisten Sendungen (56.095). Der eigentliche Gesamtsieger aber liegt südlich des Mains: Noch vor dem Nordend führt Sachsenhausen, administrativ in Nord- und Südteil getrennt, das Ranking an. 93.483 Päckchen und Pakete wurden hier erfasst, das Gros davon im Nordteil. Schlusslicht bei den absoluten Mengen ist Berkersheim: Nur 5.007 Päckchen und Pakete wurden hier gezählt. Die geringsten Sendungsmengen pro Einwohner verzeichnen die Stadtteile Höchst und Hausen.

Leipzig: Südvorstadt souverän auf Platz 1

In Leipzig werden rund um die Innenstadt besonders viele Päckchen transportiert. Allein in der Südvorstadt zählte Hermes insgesamt 88.494 Sendungen – rund 25 Prozent mehr als in Reudnitz (66.139), das sich Platz 2 sicherte. Klar erkennbar ist auch in Leipzig der Trend, dass sich Privatpersonen ihre Pakete an den Arbeitsplatz liefern lassen. So liegt im östlichen Zentrum der Stadt die Paketmenge pro gemeldetem Einwohner mit 4,5 Sendungen deutlich über dem Schnitt. Auf 4.220 Bewohner erfasste das PaketRadar hier 19.132 Sendungen.

Stuttgart: Zuffenhausen ist Schlusslicht

Bei Luxuskarossen top, bei Paketmengen flop: Nirgendwo sonst in Stuttgart werden pro Einwohner so wenige Pakete ausgeliefert wie im Bezirk Zuffenhausen (2,9). Besonders gering ist die Anzahl im Zuffenhausener Stadtteil Mönchsberg. Deutlich mehr ist in Stuttgart-Mitte los, hier wurden 5,8 Pakete pro Kopf gemessen – vor allem rund um den Hauptbahnhof sind die Mengen hoch. Unter allen Stuttgarter Stadtteilen liegt Weilimdorf bei den absoluten Zahlen vorn (60.720 Sendungen), bei den Bezirken sicher sich Bad Cannstadt die Pole Position (208.367).

Datenquelle: Hermes Germany | Zeitraum: November 2015 – Oktober 2016

Bewerbungsfrist verlängert:
Noch bis zum 13. Januar können Sie Bewerbungen in den Kategorien „Bester Online-Pure-Player“, „Bester Multichannel-Händler“, „Bester Markenshop“ und „Hidden Champion“ für den Internet World Shop-Award einreichen.
Eine hochkarätige Jury bewertet die Arbeiten unter Gesichtspunkten wie Originalität, Einkaufserlebnis, Produktpräsentation und Usability.
Die Einreichungsgebühr beträgt 79 Euro. Die Preisverleihung findet am 6. März im Münchner Luxushotel „Bayerischer Hof“ statt.

Nach meinem Erfahrungsbericht über die Canton Fair erreichen mich immer wieder Fragen der Leser zur Canton Fair.

Daher habe ich mich entschieden, hier eine FAQ Seite einzurichten, die Sie jederzeit unter „Nützliche Tools“ finden.

Update: 18.1.2017

Vorbereitung

F: Braucht man für die Messe den Gewerbeschein aus Deutschland in englischer Sprache- oder muss man das überhaupt mitnehmen?
A: Einen Gewerbeschein benötigt man weder für die Anmeldung noch für den Einkauf auf der Messe. Allerdings sollte man einen Stapel Visitenkarten mitnehmen.

F: Haben Sie deutsche Seiten wo man noch mehr Infos über die Messen bekommt und auch Kataloge?
A: Es gibt eine übersetzte deutsche Seite, aber ich würde die Originalversion vorziehen.
Kataloge in gedruckter Form gibt es auf der Messe.

F: Ist es denn sinnvoll eine Einladung von einem Lieferanten zu haben oder denkst du das Modell mit der Einladung von der Messe reicht aus?
A: Die Einladung zur Messe reicht aus.

Reiseplanung

F: Fuer mich ist es das erste mal und mir wurde gesagt ich brauche ein double entry visum wenn man übers Wochenende auf Hong Kong fährt und wieder zurück auf die Canton, kannst du mir da etwas auf die Sprünge helfen, was das fuer ein visum ist und wo ich es beantragen kann?
A: Ich habe das Visum hier beantragt: http://www.visaforchina.org. Ich habe die Unterlagen ausgefüllt, online einen Termin gemacht, persönlich meinen Pass abgegeben und einige Tage später konnte ich den Pass mit Visum wieder abholen. Man kann beim Visaantrag wählen, ob man eine einmalige oder mehrmalige Ein-und Ausreise benötigt.

F: Wieviel Tage Reise würden Sie mir empfehlen?
A: Die Messe ist in 3 Phasen unterteilt: Jede Phase dauert 4 Tage, dann wird die Messe für die nächste Phase komplett ab – und wieder aufgebaut.
Am letzten Tag werden viele Stände schon langsam abgebaut, ich würde die ersten 3 Tage empfehlen, obwohl 3 Tage nicht ausreichen, um alles sehen zu können.

F: Zeitgleich findet in Hongkong ebenfalls eine Messe statt, würden Sie das auch empfehlen ?
A: Diese Frage kann ich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Ich war auf den Messen in Hongkong, war aber nach der Canton Fair eher enttäuscht. Andere mögen die Messen in Hongkong, weil sie kleiner und übersichtlicher sind.
Mein Tipp wäre: Wenn Sie 2 Phasen besuchen, fahren Sie in der Zeit zwischen den Phasen nach Hongkong und besuchen Sie dort die Messe.

F: Kannst du einen Bestimmten Flug empfehlen den du gebucht hast?
A: Ich bin vorher schon in Asien und reise von dort aus an. Ich nutze zur Flugbuchung immer www.skyscanner.de. Die Seite ist sehr schnell, man kann Gabelflüge buchen, Stop-Over einplanen und einiges mehr und die Ergebnisse werden in Rekordzeit angezeigt und billigere Flüge habe ich auch noch nirgends gefunden.

F: Kannst du ein Hotel nähe der Messe empfehlen?
A: „Nähe“ der Messe ist in Guangzhou relativ. Mein Hotel, das ich empfehlen könnte, ist ca. 5 km von der Messe entfernt, was sich auf den ersten Blick nicht weit anhört. Wenn man dann aber den Verkehr in Guangzhou kennenlernt, wundert man sich nicht, dass diese 5km = ca. 40 Minuten Fahrtzeit bedeuten.

F: Ist es sinnvoller direkt nach Guangzhou zu fliegen, oder über Hong Kong?
A: Das kann ich nicht entscheiden, ich würde immer über Hongkong fliegen – hier würde ich vorschlagen, die Preise zu checken und dann zu entscheiden. Von Hongkong kommt man einfach mit der Bahn nach Guangzhou.

Canton Fair April/Mai 2017

F: Wenn man nach Guangzhou fliegt, was ist die Beste und schnellste Möglichkeit auf die Messe zu kommen?
A: Viele, wenn nicht fast alle, Hotels bieten Shuttlebusse zur Messe an. Leider beewerben die meisten Hotels das nicht, insofern würde ich mir ein Hotel suchen und dann nachfragen.

F: Natürlich möchte ich auch noch, falls mein Lieferant nicht auf der Messe ist, gerne noch in seine Fabrik fahren. Hast du damit Erfahrungen?
A: Ich habe beim letzten Mal auch meinen Lieferanten besucht und auch das hat sich gelohnt. Die Zusammenarbeit ist besser, wenn man sich kennt. Meiner war begeistert, als ich ihm vorgeschlagen hatte, ihn zu besuchen und hat ein ganzes Empfangskomitee abgestellt, die sich um mich gekümmert haben. Die Chinesen sind extrem gastfreundlich, frag also Deinen Lieferanten einfach, ob Du ihn besuchen kannst. Ich bin fast sicher, dass er einverstanden ist.

F: Sind sie auch im April 2017 auf der Messe?
A: Ja und ich werde zusammen mit Ralf Hermann, der in Hongkong eine Sourchingagentur betreibt und Mark Steier, dem Betreiber von wortfilter.de einen Stammtisch organisieren. Infos dazu gibt es später.

Sie können mir gerne weitere Fragen schicken, die Seite wird laufend ergänzt.

silvester2 Happy New Year!
Ich habe mir endlich meinen größten Traum erfüllt und bin in den nächsten Monaten als digitaler Nomade unterwegs. Bis Ende Februar bleibe ich in Dubai, dann geht es weiter nach Asien. Die Vorbereitungen waren sehr viel umfangreicher als ich mir jemals hätte vorstellen können und so ganz nebenbei habe ich 2016 mit dem besten Ergebnis der letzten Jahre abgeschlossen, weil ich so viele Coachinganfragen hatte wie nie zuvor.
Durch die vielen Coachings ist sichergestellt, dass ich nach wie vor tief im Thema bin. Auch wenn ich auf tmta aus Zeitgründen nicht geschrieben habe, ist mir nichts entgangen, denn in meiner täglichen Routine habe ich selbstverständlich alles verfolgt, was auch nur im Ansatz relevant war.
Viele Kunden waren in Sorge, dass ich meine Zeit in Dubai lieber am Strand als am PC verbringe und wollten sicherheitshalber noch vor meiner Abreise ein Coaching buchen, so dass ich gar nicht alle in 2016 unterbringen konnte und neue Termine für umfangreiche Coachings erst wieder im April 2017 frei habe. Natürlich werde ich Zeit am Strand verbringen, aber von der Rente bin ich noch weit entfernt. Dafür liebe ich meinen Job viel zu sehr!

Ausblick 2017 – telefonische Kurzberatungen

Auf Wunsch vieler Kunden werde ich in Zukunft auch telefonische Kurzberatungen via Skype anbieten. Ein Skype Account ist dafür nicht nötig. In der kommenden Woche werde ich weiter an den Details feilen und dann in der nächsten Woche mit dem neuen Service online gehen.

eBay Umsatzmillionäre

Auf der Strecke geblieben ist in den letzten Monaten leider auch meine überfällige Auswertung zu den eBay Umsatzmillionären 2016, auch daran werde ich an den nächsten Monaten arbeiten, so dass die Auswertung bis zum Frühjahr 2017 online gehen kann.

Sehr wichtige Themen, über die ich in den letzten drei Monaten nicht geschrieben habe, werde ich ergänzen, damit ich sie parat habe, wenn ich später noch einmal darauf zurückgreifen will. In den RSS Feeds werde ich diese Artikel ausblenden, auf den Seiten werden sie jedoch abrufbar sein.

Erreichbar auf allen Kanälen

Auch wenn ich nicht in Deutschland bin, bin ich auf vielen Kanälen persönlich erreichbar: Direkt zum deutschen Ortstarif unter einer deutschen Telefonnummer, die Sie im Impressum finden, per Mail (Impressum), per Whatsapp (auf Anfrage, jedoch nicht telefonisch über Whatsapp – das funktioniert in Dubai leider nicht) und über Facebook. Fotos von meiner Reise gibt es bei Instagram.

Allen Lesern wünsche ich ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2017!

Ab morgen geht es dann hier wieder wie gewohnt weiter.