Seit längerer Zeit bin ich nun in Asien unterwegs und habe vieles erlebt, was mich nachdenklich gemacht hat. Wenn mich in Asien jemand fragt, was ich beruflich mache und ich mit „eBay“ antworte, blicke ich in fragende Gesichter.
Die Asiaten können mit „eBay“ gar nichts anfangen und die Expats fragen dann in der Regel ganz ernst gemeint: „Gibt es das überhaupt noch?“
Lazada (gehört zur Alibaba Gruppe) kennen die meisten Asiaten und jeder kennt Alibaba und hier spreche ich nicht von China, sondern von Thailand, Malaysia und Indonesien.
Expats bestellen noch relativ oft bei Amazon, weil sie daran gewöhnt sind, jedoch nie bei eBay. Gibt es ein Produkt bei Amazon nicht, weichen sie zu Lazada aus, oder sie kaufen offline.

Asiaten verkaufen in Europa und kaufen in China

Asiaten kaufen weder bei eBay (die meisten kennen es gar nicht) noch bei Amazon, sie kaufen bei Asiaten, d.h. bei Lazada oder Alibaba.
Das Ungleichgewicht wird damit immer größer, denn immer mehr Asiaten verkaufen auf „unseren“ Plattformen, aber sie kaufen auf „ihren“ Plattformen.

Auch wenn es für asiatische Händler in Zukunft etwas schwieriger wird, in Europa zu verkaufen, so wird die Zahl der asiatischen Händler trotzdem weiter zunehmen und es wird weiterhin Preiskämpfe geben, die viele deutsche Händler nicht gewinnen können.

Alibaba erobert die Welt

Zur Zeit bin ich in Kuala Lumpur. Alibaba wird hier das größte Warenhaus der Welt errichten und damit einen weiteren großen Schritt machen, die Welt außerhalb von China zu erobern.
Kuala Lumpur ist Asiens Umschlaghub – von hier aus wird Alibaba noch einfacher die ganze Welt beliefern können. Dieser Schritt aus China heraus ist ein sehr bedeutender Schritt, der einiges verändern wird.

Verkaufen in China

Wenn ich in China mit Chinesen gesprochen habe, kam immer sofort der Vorschlag, meine Ware in China zu verkaufen. Am Anfang fand ich diesen Vorschlag immer recht abwegig: Ware aus China in China zu verkaufen – aber jeder Chinese, mit dem ich darüber gesprochen habe und das waren einige, war überzeugt davon, dass das funktionieren würde.
Nun ist es für Europäer nicht so einfach in China zu verkaufen und nicht jeder sitzt wie ich an der Quelle und hat gute Kontakte in China.

PANDA.BLACK

Hier setzt PANDA.BLACK an:

PANDA.BLACK ist eine Middleware-Plattform zwischen den Multi-Channel-Tools der Händler und Marken in Deutschland (Europa) und den Marktplätzen in China.

Im ersten Schritt ist PANDA.BLACK der Verkäufer und listet die für den chinesischen Markt angepassten Artikel auf den Marktplätzen JD.com und Kaola. Später folgen Suning und TMall sowie WeChat. Ab Mitte 2019 können Marken und Händler in eigenem Namen über PANDA.BLACK auf den Marktplätzen in China listen.

Der Händler / Hersteller verkauft die Ware an PANDA.BLACK GmbH und schickt sie auf eigene Kosten zum Bestimmungsort in Deutschland. Ab dort übernimmt PANDA.BLACK die Lieferung bis zum chinesischen Endkunden. Der Händler/Hersteller hat mit Retouren, Kundenservice, Zoll etc nichts zu tun, das alles erledigt der Panda.

Vorstellung auf dem Tag des Onlinehandels in Berlin

Oliver Prothmann, der Präsident des BVOH, wird PANDA.BLACK am 30.08. 2018 auf dem Tag des Onlinehandels ( TDOH ) in Berlin vorstellen.

Goldgräberstimmung – wer dabei sein will, muss jetzt starten

Mir hat der internationale Handel schon immer sehr viel mehr am Herzen gelegen, als der europäische Handel und in China könnten deutsche Händler noch einmal die Goldgräberstimmung der Anfangsjahre des deutschen eCommerce erleben.
China stellt mit großem Abstand (vor Indien) den größten Teil der Weltbevölkerung.
Jack Ma hat am letzten Singles Day 2017 an einem Tag mehr Umsatz gemacht, als der gesamte deutsche eCommerce in einem Jahr.

Der eCommerce wird sich in den nächsten Jahren rasant entwickeln und jeder, der langfristig im eCommerce erfolgreich bleiben will, sollte sich mit dem Thema China beschäftigen.
China gehört ganz klar auf die Agenda eines zukunftsorientierten Onlinehändlers!
Also auf nach China! Wenn nicht jetzt, wann dann?

eBay Gutscheine
Zu den interessantesten eBay Neuerungen, die im Herbst 2018 geplant sind, gehört die Einführung von Gutscheinen.
Ab Herbst 2018 können Händler bei eBay eigene Gutscheine erstellen und ihren Käufern so Rabatte gewähren.
Händler können selbst festlegen, für welches Sortiment der Gutschein gilt, wie oft er vom selben Käufer eingelöst werden darf und wie hoch der maximale Rabattbetrag ist. Wenn ein Käufer den Gutschein einlösen möchte, gibt er im Rahmen des Zahlungsprozess den entsprechenden Gutscheincode ein.
Die Möglichkeit eigene Gutscheine zu erstellen, eröffnet den eBay-Händlern neue Möglichkeiten, individuelle Rabatte zu gewähren und gezielt Artikel zu vermarkten. Für jeden Gutschein wird eine Seite mit allen teilnahmeberechtigten Artikeln angelegt. Der Gutschein und die dazugehörige Einstiegsseite sind Social Media kompatibel und können einfach geteilt werden. Es ist auch möglich, die Gutscheine gezielt zur Kundenbindung zu nutzen und beispielsweise als Anreiz für Folgekäufe ausgedruckt in Lieferungen beizulegen. Die Performance des Gutscheins und woher die Käufer kommen sehen Händler im Verkäufer-Cockpit Pro.

Telefonische Kontaktaufnahme mit Verkäufern wieder möglich
Seit Juli 2018 haben Verkäufer die Möglichkeit, ihre Telefonnummer Käufern bereits vor dem Kauf anzeigen zu lassen. eBay stellt die Telefonnummer Käufern nur dann zur Verfügung, wenn Verkäufer diesen Service im Abschnitt Kontoeinstellungen unter “Kommunikation mit Käufern verwalten” aktivieren.

Das Verbot, Telefonnummern auf Angebotsseiten anzuzeigen, oder die Käufer per Mail um telefonische Kontaktaufnahme zu bitten, hatte vielen Händlern von beratungsintensiven Produkten Probleme bereitet. Diese Neuerung ist auf jeden Fall zu begrüßen.

Käuferschutz
Ab Oktober 2018 können Käufer und Verkäufer offene Käuferschutzfälle bereits nach 3 Werktagen an eBay weiterleiten.
Diese Neuerung ist sinnvoll, denn ein Verkäufer sollte in der Lage sein, Käuferschutzfälle innerhalb von 3 Tagen zu lösen.

Neuerungen bei Rückgaben
Bereits im vergangenen Herbst hat eBay damit begonnen, Rückgabeanfragen innerhalb der Rückgabefrist automatisch zu akzeptieren, vorausgesetzt der Käufer trägt die Rücksendekosten. Ab Januar 2019 wird eBay den eBay-Rückgabeprozess weiter verbessern, indem Rückgabeanfragen innerhalb Deutschlands bereits bei Anfrage automatisch akzeptiert werden und Käufern ein Rücksendeetikett zur Verfügung gestellt wird.
Auch werden ab Januar 2019 Rückgaben unabhängig vom Grund für die Rückgabe des Artikels akzeptiert, vorausgesetzt die Rückgabeanfrage erfolgt innerhalb der vom Verkäufer hinterlegten Rückgabefrist und die Rücksendung erfolgt innerhalb Deutschlands.

Erinnerung zur HTTPS Umstellung
Eigentlich sollten alle Angebote bereits auf HTTPS umgestellt sein. Bis gibt es eine letzte Frist: Ab Januar 2019 werden unsichere Inhalte (neue, wiedereingestellte und bearbeitete Angebote) blockiert

eBay Katalogdaten
Ab 15. August 2018 wird die Verwendung des eBay-Katalogs beim Einstellen von Artikeln ausgewählter Produktlinien verpflichtend. Ab 2019 weitet eBay die Verpflichtung auf weitere Kategorien und Produktlinien aus. Händler sehen demnächst im Verkäufer-Cockpit Pro eine Übersicht mit aktiven Angebote, für die eine Verknüpfung mit dem Produktkatalog erforderlich ist und die daher bearbeitet werden müssen.

Platin Shop Änderungen
Die wichtigste Änderung für Platin-Shop Abonnenten ist die Möglichkeit jederzeit ein Platin-Shop-Abo abzuschließen und mit einer geringeren Mindestlaufzeit wieder kündigen zu können. So können Verkäufer in Zukunft testen, ob ein Platin-Shop Abo für sie sinnvoll ist.

Doppellistings
Seit längerer Zeit gibt es bei eBay den Grundsatz, der das Einstellen von mehreren identischen Angeboten verbietet. Seit Juli 2018 reduziert eBay die Sichtbarkeit identischer Angebote in den Suchergebnissen, um keine Händler zu benachteiligen, die Angebote korrekt über Mehrfachangebote einstellen. Verkäufer, die weiterhin gegen diesen Grundsatz verstoßen, werden in den Suchergebnissen schlechter platziert.
Doppellistings sind grundsätzlich nicht sinnvoll, nun jedoch wird eBay härter durchgreifen und Doppellistings mit einem schlechteren Ranking abstrafen.

Fazit
Insgesamt sind die positiven Neuerungen die Wichtigsten: die Gutscheineinführung und die Wiedereinführung der Möglichkeit zur telefonischen Kontaktaufnahme. Wichtig sind zudem die endgültige Umstellung auf HTTPS, weil hier einige Händler noch ihre Hausaufgaben zu erledigen haben und der Rankingverlust bei Doppellistings.

Hier finden Sie alle Neuerungen im Überblick.

Der chinesische Markt ist für Onlinehändler ein ganz interessanter Markt, aber bisher ist es relativ schwierig, in China Fuß zu fassen. Das könnte sich im Herbst ändern!
Wie tamebay heute berichtet, wird Newegg im Herbst die Eintrittsbarriere erleichtern.
Die Strategie hört sich vielversprechend an:
Die Artikel werden über den US Marktplatz von Newegg angeboten und sollen über diese Plattform die Chinesen erreichen. Das wäre erst einmal nichts besonderes, denn Chinesen können auch bei eBay.com und Amazon.com einkaufen.
Was jedoch anders sein wird: Newegg wird chinesische Zahlmethoden anbieten und den Versand und den Support übernehmen. Damit wird es um einiges leichter, in den chinesischen Markt einzutreten. Das dürfte spannend werden!

Eigentlich wollte ich mit neuen Posts warten, bis tmta ein neues Outfit bekommen hat und das steht auf meiner Prioritätenliste ganz oben – aber nun gibt es Neuigkeiten von eBay, die nicht warten können:
In den amerikanischen eBay Foren ist zu lesen, dass eBay ohne Ankündigung die Frist für die Beantwortung offener Fälle z.T. von 3 Tage auf 24 Stunden gekürzt hat.
Ein Verkäufer hatte einen 99 Cent Artikel -natürlich ohne Tracking- nach Japan verschickt. Der Kunde hat einen „Artikel nicht erhalten“ Fall eröffnet und eBay hat den Fall innerhalb von 24 Stunden zu Gunsten des Käufers entschieden.
Obwohl das eindeutig gegen die eBay Policies ist, in denen steht, dass der Verkäufer 3 Werktage Zeit hat, um dem Käufer zu antworten, zeigt eBay sich unerbittlich und erklärt die Entscheidung für endgültig.( In Deutschland beträgt diese Frist z.Zt. offiziell 10 Tage, nur verlassen kann man sich darauf offensichtlich nicht mehr).
Ein eBay-Moderator erklärt dazu:
Wenn ein Artikel länger als 5 Tage nach dem voraussichtlichen Liefertermin nicht eingetroffen ist,kein Tracking hinterlegt wurde und der Verkäufer nicht innerhalb von 24 Stunden antwortet, wird der Fall aktuell innerhalb von 24 Stunden zu Gunsten des Käufers entschieden. (Auch entgegen der eBay AGB). eBay testet diese neue Schikane aus, um am Ende die Ergebnisse auszuwerten (die da lauten werden – die Frist wird offiziell auf 24 Stunden verkürzt)

Verkäufer, die international verkaufen, müssen sich dem bewusst sein! Gerade durch Verzögerungen beim Zoll kann die von eBay errechnete Lieferzeit oft nicht eingehalten werden. Öffnet ein Käufer dann einen Fall, ist Eile geboten – auch am Wochenende!

Ab 1.Mai bzw. 1.Juli 2017 wird es bei eBay Veränderungen bei den Shop-Abonnements geben.

Hier die wichtigsten Vorteile in der Übersicht:

– je nach Shopabonnement wird eine bestimmte Anzahl von Angeboten im Auktionsformat inklusive sein
– je nach Shopabonnement wird es Rabatte auf Anzeigen geben
– Premiumshop-Abonnementen werden in Zukunft optional einen Account-Manager buchen können
– mit Einführung des Platinshops wird es ein neues Shopabonnement für allerhöchste Ansprüche geben
– die Rabatte auf die Verkaufsprovision für eBay Plus Angebote werden erhöht
– zusätzlich werden Wachstumsrabatte eingeführt, die Wachstum belohnen
– es wird individuelle Analysen und Tipps zur Angebotsoptimierung geben

Hier die Änderungen im Detail:

eBay Plus statt eBay Garantie
Die eBay Rabatte für eBay-Garantie-Angebote entfällt. Dafür werden die Rabatte bei eBay Plus Angeboten von bisher 15% auf 20% erhöht. Diese Änderung betrifft alle Verkäufer.

Auktionen inklusive
eBay stärkt die Auktionen und das ist gut so, denn Auktionen stellen ein Alleinstellungsmerkmal für eBay dar.
Angebote im Auktionsformat mit 7 bzw. 10 Tagen Laufzeit sind ab 1.Mai 2017 in den Shopgebühren inkludiert. ( 40 Auktionen im Basisshop, 100 im Topshop, 200 im Premiumshop und 200 im neuen Platinshop)

Rabatte auf Anzeigen
Top-und Premiumshop-Abonnementen erhalten 10% bzw. 20% Rabatte auf die Verkaufsprovisionen bei Anzeigen ( Versandkosten ausgenommen)

Wachstumsrabatte ab Juli 2017
Ab Juli 2017 werden Top-und Premiumshop-Abonnementen Wachstumsrabatte von bis zu 20% auf die Verkaufsprovision erhalten. Ein Premiumshop-Abonnement, der ein Wachstum von 15% generiert, erhält z.B. einen Wachstumsrabatt von 5%.

Account-Manager buchbar
Ab Herbst 2017 wird es für Premiumshop-Abonnementen möglich sein, einen Account-Manager zu buchen.Dieser Service kostet 999,95 Euro netto im Monat. Ab einer gewissen Größenordnung kann sich dieser Service schnell auszahlen.

Neue Stufe: Platinshop
Für die allerhöchsten Ansprüche wird es ab Mai 2017 ein weiteres Shopabonnement geben: Den Platinshop
Hier sind die größten Vorteile:
– Zugang zum WOW Programm
– Account-Manager inklusive
– Anzeigen im Wert von 2500 Euro monatlich
– 10% Rabatt auf die Verkaufsprovision

Der Platinshop kostet im Monat 4999,95 Euro – gilt dann jedoch für alle Accounts. Wenn Sie also z.B. 10 Accounts haben, dann können Sie die 2500 Euro für Anzeigen auf 10 Accounts verteilen und Sie genießen für jeden Ihrer Accounts die Betreuung durch den Account-Manager.
Die Einführung dieser Abonnementstufe ist für große Händler gedacht und macht für diese auch Sinn.

Neue Preisstruktur:
– Der Basishop wird ab 1. Mai 2017 39,95 Euro kosten ( bisher 29,95 Euro)
– Der Topshop wird ab 1. Mai 2017 79,95 Euro kosten ( bisher 54,95 Euro)
– Der Premiumshop wird ab 1. Mai 2017 299,95 Euro kosten ( bisher 254,95 Euro)
– Der Platinshop wird ab 1. Mai 2017 4999,95 Euro kosten.

Im Mai 2017 wird zudem ein neues Portal gelauncht,in dem Shopabonnementen Tipps zur Angebotsoptimierung erhalten.
Premiumshop-und Platinshopabonnementen erhalten zusätzlich Preis-und Inventaranalysen.

Hier erklärt Denis Burger die Neuerungen in einem Video: https://youtu.be/h3BBhAPq-vo

Hier finden Sie die Übersicht bei eBay:
http://verkaeuferportal.ebay.de/verkaeufer-news/2017-fruehling/details-aenderungen-gebuehren-shops

Hier finden Sie alle Informationen zum neuen Platinshop:
http://verkaeuferportal.ebay.de/verkaeufer-news/2017-fruehling/platin-shop

Buchungsbelege, Geschäftsbriefe, Faxe – auch für Onlinehändler gelten die allgemeinen Aufbewahrungspflichten. Doch nicht selten herrscht Unsicherheit darüber, welche Unterlagen in welcher Form und wie lange aufzubewahren sind. Warum der Ausdruck einer E-Mail manchmal nicht reicht, welche Vorteile eine elektronische Archivierung bringt und worauf Händler sonst noch achten sollten, verrät Tanya Stariradeff, Rechtsexpertin bei Trusted Shops.

Die Aufbewahrungspflichten sind im Wesentlichen – aber nicht abschließend – in § 147 Abgabenordnung (AO) und § 257 Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Aufbewahrungspflichtig sind danach unter anderem Bücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Eröffnungsbilanzen, Handels- und Geschäftsbriefe sowie Buchungsbelege.
Für den Online-Versandhandel sind vor allem die Handels- bzw. Geschäftsbriefe und Buchungsbelege von Bedeutung, und zwar unabhängig von ihrer Form. Erfasst werden:

• Papierdokumente wie zum Beispiel Briefe und Faxe
• Elektronische Nachrichten, zum Beispiel E-Mails oder Nachrichten über ein Online-Kontaktformular
• Listen und Protokolle im Rahmen eines EDV-Systems

Buchungsbelege
Unter Buchungsbelegen werden alle Unterlagen erfasst, die einzelne Geschäftsvorfälle dokumentieren. Den Buchungsbeleg für die Zahlung des Kaufpreises bei einer Online-Bestellung stellt die Rechnung dar. Eine Kopie hiervon unterliegt der Aufbewahrung und zwar unabhängig davon, ob sie elektronisch oder auf Papier erteilt und übermittelt wird (§ 14b Abs. 1 UstG).

Geschäfts- beziehungsweise Handelsbriefe
Jede Korrespondenz, die der Vorbereitung, dem Abschluss, der Durchführung und Rückabwicklung eines Geschäfts dient, gilt als Handels- bzw. Geschäftsbrief. Aufbewahrungspflichtig sind sowohl die empfangenen als auch Wiedergaben der abgesandten Briefe. Dazu zählen unter anderem:

• die Wiedergabe der Eingangsbestätigung (§ 312i Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BGB) und gegebenenfalls der Auftragsbestätigung. Diese geben Auskunft über den Gegenstand (Leistung und Gegenleistung) des Kaufvertrags.
• die Kopie des Lieferscheins und des Frachtbriefes nach § 407 HGB, falls solche der Warensendung beigefügt werden.
• die Wiedergabe der Versandanzeigen. Sie enthalten Informationen über die Durchführung des Vertrags (beispielsweise Auskunft über die versendeten Waren).
• Schreiben, die die Vertragsabwicklung betreffen (zum Beispiel Mahnungen, Reklamationsschreiben, eingehende Widerrufserklärungen des Kunden).

Wann besteht keine Aufbewahrungspflicht?
Nicht jede Bestellung des Kunden führt zum Abschluss eines Vertrags. So ist es denkbar, dass die Annahme einer Bestellung wegen mangelnder Bonität abgelehnt wird oder der Kunde seine Bestellung widerruft, noch bevor die Annahme erklärt wurde. In diesem Fall besteht keine Aufbewahrungspflicht für die entstandenen Unterlagen.
Ebenfalls nicht aufzubewahren sind Nachrichten mit einem reinen Werbecharakter, wie zum Beispiel ein Newsletter. Das Gleiche gilt für Unterlagen ohne Bezug zu einem konkreten Handelsgeschäft oder ohne Bedeutung für die Besteuerung. Ein Beispiel hierfür ist die Dokumentierung der Eröffnung eines Kundenkontos.

Wie und für welchen Zeitraum sind Unterlagen aufzubewahren?

• Buchungsbelege sind zehn Jahre lang aufzubewahren.
• Die Aufbewahrungspflicht für Handels- und Geschäftsbriefe beträgt sechs Jahre. Solche Briefe können jedoch gleichzeitig externe Buchungsbelege (wie Rechnungen) darstellen. In diesen Fällen ist die zehnjährige Aufbewahrungsfrist zu beachten.
• Die Unterlagen sind so aufzubewahren, dass sie während der gesamten Aufbewahrungszeit lesbar bleiben. Wer Papierunterlagen im Original aufbewahrt, muss sicherstellen, dass die Schrift nicht verblasst und die Dokumente beispielsweise vor Feuer, Wasser und Feuchtigkeit geschützt sind.
• Eine Aufbewahrung im Original ist jedoch für Rechnungen sowie Handels- und Geschäftsbriefe nicht zwingend. Die bildliche Wiedergabe, zum Beispiel in Form einer gescannten Kopie reicht aus, das heißt die Wiedergabe muss bildlich mit dem Original übereinstimmen. Wenn diese bereits digital erstellt worden sind, muss ihr Inhalt maschinell ausgewertet werden können. Es reicht also nicht aus, eine digital erstellte Rechnung auszudrucken und den Ausdruck dann aufzubewahren.

Experten-Tipp:
Handels- und Geschäftsbriefe beziehungsweise Buchungsbelege erstellen Online-Händler in der Regel digital. Diese bereits im Original zu speichern, ist wenig aufwändig. Aber auch im Zusammenhang mit Papierunterlagen empfiehlt es sich, auf eine elektronische Archivierung umzustellen, wo es zulässig ist. Diese ist vor allem kostengünstig, da keine Lagerkosten anfallen, und effektiv, da die benötigte Dokumente schnell auffindbar sind.

Via: Trusted Shops

Händler und Hersteller, die ihre Produkte international online anbieten, können sich auf enormes Wachstumspotential freuen. Das zeigt eine von DHL Express veröffentlichte Studie. Der Bericht – The 21st Century Spice Trade: A Guide to the Cross-Border E-Commerce Opportunity – geht detailliert auf Märkte und Produkte ein, die die größten Wachstumschancen haben, zeigt die Beweggründe und die Vorlieben weltweit einkaufender Kunden auf und arbeitet die Erfolgskriterien für Online Händler, die international agieren möchten, aus. Im Besonderen geht er auf die Möglichkeiten für Premium-Produkte und -Dienstleistungen ein, deren weitaus höherer Warenkorbwert einen bedeutend größeren Anteil internationaler Bestellungen ausmacht.

Die Studie zeigt auf, dass der grenzüberschreitende Handel stark steigende Wachstumsraten verzeichnet, die es in den meisten anderen Handelsmärkten so nicht gibt: das Volumen des internationalen Online Handels soll bei einem durchschnittlichen Jahreswachstum von 25 Prozent zwischen 2015 und 2020 (von 300 Milliarden US-Dollar auf 900 Milliarden US Dollar) doppelt so schnell ansteigen, wie das des inländischen. Online Händler können ihre Abverkäufe schon allein dadurch um 10-15 Prozent steigern, dass sie ihre Produkte international anbieten. Das Angebot von Premium-Diensten lässt die Verkäufe sogar noch weiter steigen: Händler und Hersteller, die in ihren Online-Shops eine Option für schnelleren Versand anbieten, wachsen 1,6-mal schneller, als jene, die dies nicht tun.

„Der internationale Versand ist viel einfacher als viele Händler glauben. Wir sehen jeden Tag, wie positiv sich der Verkauf in das internationale Ausland auf das Geschäft unserer Kunden auswirken kann“, sagt Ken Allen, CEO bei DHL Express. „Außerdem können wir beobachten, dass beinahe jede Produktsparte auf Premiumebene angehoben werden kann. Etwa indem man eine hochwertigere Luxus-Edition des Produkts anbietet und gleichzeitig eine hervorragende Servicequalität sicherstellt, um vor allem die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, die nicht so preissensibel sind. Händler in allen Märkten haben die Möglichkeit, sich international und mit Premiumprodukten und -dienstleistungen zu präsentieren. Unser derzeitiges globales Netzwerk ist wie dafür gemacht, Händler zu unterstützen, die Premiumdienste entwickeln oder einfach nur neue Märkte direkt erreichen möchten, ohne dabei viel Geld für Warenhäuser oder Vertrieb aufbringen zu müssen.“

Die Studie stützt sich auf Recherchen und Interviews, die von einer weltweiten führenden Unternehmensberatung durchgeführt wurden, sowie auf die Antworten von mehr als 1.800 befragten Händlern und Herstellern in sechs Ländern in einer Umfrage für Exporteure. Darin wird der sich wandelnde E-Commerce näher beleuchtet: Dadurch, dass Angebot und Nachfrage immer anspruchsvoller werden, nutzen Hersteller die Vorteile des E-Commerce aus, um Zugang zu direkten Einzelhandelsmodellen zu bekommen. Der „Zwischenhändler“ wird übersprungen und Produkte werden direkt an den Endkunden vertrieben. Diese Händler sollen im internationalen E-Commerce ein um 30 Prozent schnelleres Wachstum erzielen als in anderen Einzelhandelsgruppen. In den verschiedenen Märkten werden Kunden immer anspruchsvoller und geben an, dass die Verfügbarkeit des Produktes und das Vertrauen in den Anbieter sowie attraktive Angebote die Faktoren sind, die sie dazu anregen, bei Online Händlern im Ausland zu kaufen.

Die größten Herausforderungen bei Käufen aus dem Ausland liegen aus Kundensicht in der Logistik, dem Vertrauen, dem Preis und den Erfahrungsberichten. Online Händler können mit einfachen Mitteln Serviceanforderungen aus dem Ausland erkennen, fördern und ihnen gerecht werden. Im Bericht heißt es zudem, dass der E-Commerce-Trend ein neues Ökosystem von Vermittlern und Standardlösungen (wie Zahlungsdienste und Programme, die für den Kunden Kauferfahrungen zusammenfassen) erschaffen hat. Diese helfen den Händlern, ihre Angebote entsprechend anzupassen und mit ausländischen Kunden Geschäfte zu machen. Weltweite Logistik-Partner können unterstützen, um den richtigen Kompromiss zwischen zentralisierter und lokaler Lagerung und Abwicklung zu finden, wogegen schnelle, zuverlässige sowie flexible Lieferoptionen dazu beitragen können, spekulatives Interesse in eine dauerhafte Kundenbindung umzuwandeln.

Quelle: DHL

Am Mittwoch, den 25. Januar 2017, hat eBay die Geschäftszahlen für das 4. Quartal 2016 und das Gesamtjahr 2016 veröffentlicht.

Geschäftszahlen Q4-2016

– Das Handelsvolumen (der Wert der gehandelten Waren und Dienstleistungen) belief sich im 4. Quartal auf 22,3 Mrd. US-Dollar.
– Der Umsatz von eBay betrug im 4. Quartal 2,4 Mrd. US-Dollar.
– Der Nettogewinn von eBay lag bei 601 Mio. US-Dollar.
– Die Anzahl der aktiven eBay-Käufer stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 167 Mio.
– Bei eBay finden sich jederzeit 1,1 Mrd. Artikel im Angebot.
– Bei 81 Prozent der bei eBay verkauften Artikel handelt es sich um Neuware.
– Der Anteil von Festpreisangeboten am Handelsvolumen betrug rund 87 Prozent.
– Das internationale Marktplatzgeschäft außerhalb der USA war für 57 Prozent des Umsatzes verantwortlich.
– Der Anteil des mobilen Handelsvolumens betrug im 4. Quartal 48 Prozent am Gesamt-Handelsvolumen.
– Die eBay-Apps wurden weltweit 348 Mio. Mal heruntergeladen.
– Der Anteil der versandkostenfreien Transaktionen betrug 67 Prozent (bezogen auf Deutschland, Großbritannien und die USA).

Geschäftszahlen Gesamtjahr 2016

– Das Handelsvolumen (der Wert der gehandelten Waren und Dienstleistungen) betrug im gesamten Jahr 2016 84 Mrd. US-Dollar.
– Für das Gesamtjahr 2016 lag der Umsatz von eBay bei 9 Mrd. US-Dollar und der Nettogewinn bei 2,2 Mrd. US-Dollar.

Weitere Geschäftszahlen von eBay Inc.:
http://investor.ebay.com

Quelle: eBay

Die EU Kommission führt eine Umfrage durch ein extern beauftragtes Institut durch
und möchte in dieser Umfrage von den Teilnehmern gerne mehr über die Geschäftserfahrungen mit Online-Plattformen erfahren.
Hier können Händler noch bis zum 31.1.17 anonym an der Umfrage teilnehmen.

Im Kampf gegen die Markenpiraterie plant eBay die Einführung eines Authentifizierungsprogramms.
Händler werden ihre Produkte von Experten gegen eine Gebühr auf Echtheit prüfen lassen können. In der Suche werden die überprüften Produkte besonders hervorgehoben.

Nicht nur Verkäufer werden den Service in Anspruch nehmen können- auch Käufer können die bei eBay gekauften Produkte auf Echtheit prüfen lassen, müssen jedoch für die Kosten aufkommen.
Bisher gibt es keine Informationen über die Höhe der Kosten.

Stellt sich ein geprüfter Artikel im nachhinein als Fälschung heraus, zahlt eBay den doppelten Kaufpreis zurück.
Das Programm soll im Laufe des Jahres zunächst in den USA und später auch auf anderen Marktplätzen eingeführt werden.

Meine Einschätzung

Am Ende bleiben noch viele Fragen offen.
An wen richtet sich das Programm?
Würde es konsequent umgesetzt werden, müssten gewerbliche Verkäufer, die mehr als einen Artikel eines Markenproduktes verkaufen, jedes einzelne Produkt zur Überprüfung einsenden.
Richtet es sich an private Verkäufer, wird es vermutlich vielen zu lange dauern, bis sie ihr Produkt nach der Überprüfung zu cash machen können, weil sie zusätzliche Zeit für den Überprüfungsprozess einplanen müssen. Wenn auch nur ein Bruchteil der bei eBay angebotenen Markenprodukte zur Überprüfung eingeschickt wird, wird eBay eine kleine Armada an Experten beschäftigen müssen, um die Überprüfung zeitnah abschließen zu können.
Grundsätzlich finde ich die Idee gut, aber im Moment habe ich Zweifel daran, dass es sich durchsetzen wird.