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Nach den zum 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Preiserhöhungen der Deutschen Post passt eBay jetzt die Obergrenzen für Versandkosten an.
Ab sofort liegt die Versandkosten-Obergrenze für einen Brief bei 3,00 Euro ( bisher 2,50 Euro) und bei einer Brief/ Warensendung bei 2,50 Euro ( bisher 2,00 Euro).

Hier finden Sie alle Obergrenzen für Versandkosten.

Bei der Recherche für ein neues Buch stoße ich bei eBay oft auf verwirrende Formulierungen.
Wir alle kennen das: Punkte sammeln.
Wenn ich Punkte gesammelt habe, kann ich mir im Normalfall eine Prämie aussuchen, oder ich bekomme einen Rabatt in der Form wie z.B. 100 Punkte = 10 Euro weniger.
Nun gibt es bei eBay mehrere Verkäufer, die die Versandkosten nach gesammelten Punkten berechnen.
Jeder Artikel bekommt eine bestimmte Punkteanzahl zugewiesen.
Ein Kleinartikel hat z.B. 1 Punkt, ein Fernseher 5 Punkte.
Spontan denkt man natürlich – je mehr Punkte ich sammeln kann, desto günstiger wird der Versand.
Das stimmt grundsätzlich auch.
Denn der Versand für Artikel mit bis zu 3 Sammelpunkten kostet 4 Euro, 7 Euro muss ich zahlen, wenn ich bis zu 10 Punkte gesammelt habe.
So würde ich also für den Kleinartikel einzeln 4 Euro Versand zahlen, mit dem Fernseher zusammen aber nur 7 Euro.
Trotzdem finde ich diese Regel verwirrend, weil es auf den ersten Blick unlogisch aussieht: Je mehr Punkte ich habe, desto teurer wird der Versand:

Punkte sammeln

Auf den zweiten Blick wird natürlich klar, was der Verkäufer vermitteln möchte, aber wie viele eBay Käufer riskieren einen zweiten Blick?
Eine Kleinigkeit nur, aber eine entscheidende, die Käufer unnötig verwirrt.
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Nach Abschaltung der Kaufabwicklung von Drittanbietern werden bei Afterbuykunden die Versandkosten teilweise mehrfach berechnet.
Bisher fühlen sich weder Afterbuy noch eBay verantwortlich und damit bleibt das Problem erst einmal bestehen.
Verkäufer sind jedoch nicht an der Klärung der Schuldfrage interessiert, sondern vor allem an Lösungen.
Die wenigsten Kunden bringen Verständnis dafür auf, wenn Versandkosten mehrfach berechnet werden und von daher ist schnelle Hilfe gefragt.
Glücklicherweise gibt es die Profis vom Sell-it-Smart Team, die wieder einmal eine 1.Hilfe Anleitung zur Verfügung stellen.

Die Anleitung: Wir spannen ein Sicherheits-Versandkosten-Netz

Amazon.co.uk bietet ab sofort ab einem Bestellwert von 25 Pfund ( aktuell ca. 28,60 Euro) den kostenlosen Versand in 17 weitere europäische Länder an.
Deutschland steht leider nicht auf der Liste.
Kunden aus Belgien, Dänemark, Luxemburg, Niederlande, Andorra, Finnland, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Portugal, San Marino, Spanien, Schweden, dem Vatikan, Polen und Irland ( bereits seit 2009 dabei) kommen in den Genuß der neuen Versandkostenregelung.
Je nach Sichtweise kann man es positiv oder negativ sehen, dass Deutschland nicht zu den ausgewählten Ländern gehört.
Abhängig vom Währungskurs kann sich der Einkauf bei Amazon.co.uk auch für deutsche Käufer durchaus lohnen. Würden jetzt bei beliebten Computerspielen, Blu-rays und DVDs auch noch die Versandkosten entfallen, bekämen deutsche Verkäufer aber auch Konkurrenz von der Insel.
Insofern werden Verkäufer in den betreffenden Kategorien im Gegensatz zu Käufern nicht traurig sein, dass Deutschland ( noch) nicht auf der Liste steht.

Aktuell scheint es nur ein Test bei eBay.com zu sein, aber es wäre die sinnvollste Änderung, die eBay überhaupt einführen könnte!
Ina Steiner von Auctionbytes hat von einer Leserin einen Screenshot bekommen, der zeigt, dass ein Top Verkäufer im Bereich Versandkosten nicht bewertet werden konnte, weil er den kostenlosen Versand anbietet.
Hier der Screenshot
Wie man sehen kann ist eine Bewertung im Bereich Versandkosten nicht möglich und eBay geht sogar einen Schritt weiter: Der Verkäufer bekommt automatisch eine 5 Sterne Bewertung wenn er den kostenlosen Versand anbietet.

Das macht Sinn und ist schon lange eine Forderung viele Verkäufer.
Warum sollte ein Käufer die Versandkosten mit weniger als 5 Sternen bewerten dürfen, wenn der Versand kostenlos erfolgt?
Das wäre eine Änderung die grundsätzlich – nicht nur für Top-Verkäufer – eingeführt werden müsste und scheinbar hat eBay das erkannt.
Ina Steiner hat bei eBay angefragt – warten wir gespannt auf die Antwort!

Es ist kein Geheimnis, dass ich zu den absoluten eBay Fans der ersten Stunde gehöre, allerdings ertappe ich mich in letzter Zeit immer öfter, dass ich als Käufer Amazon vorziehe.
Es fängt damit an, dass ich Artikel, die ich schnell geliefert haben möchte, bei Amazon bestelle – bei Amazon direkt, nicht bei Marketplace Verkäufern.
Immer mehr eBay Händler gehen durch den Versandkostendruck dazu über Warensendungen zu schicken und das dauert mir zu lange.
Bei Amazon bin ich sicher, den Artikel spätestens am übernächsten Werktag zu haben.

Was mir aktuell bei Amazon aber auch sehr positiv auffällt ist, dass bei Amazon offensichtlich kaum Keyword-Spamming betrieben wird.
Wenn ich bei Amazon einen Artikel suche, finde ich ihn und zwar exakt diesen Artikel und nicht – wie bei eBay – 1000 andere Artikel, die unter falschen oder irreführenden Keywords eingestellt sind.
Amazon kommt ohne eine immer länger werdende Liste von zusätzlichen Artikelmerkmalen aus, die meine Suche bei eBay zwar erleichtern, aber eben leider nicht die Angebote ausfiltern, die mit falschen Keywords hinterlegt sind.
So komme ich bei Amazon schneller zum Ziel – auch das schätze ich mit der Zeit immer mehr.

Eine gute Testkategorie ist z.B. Boss
Suche ich bei eBay nach Boss, bekomme ich bei Damenkleidung erst einmal Bosse ( was nicht annährend meinem Suchebgriff entspricht) Artikel angezeigt. Dann folgen Überschriften wie “ für Business & Boss“, “ f.d. Boss“, “ für Frau vom Boss“ u.ä.
Bei Amazon bekomme ich zwar ( noch) deutlich weniger Treffer, diese Treffer passen aber zu 100% und das ohne weitere Filteroptionen oder den Ausschluß von Keywords.


Mir fällt das aktuell wieder extrem auf, weil ich an einer neuen Seite arbeite, die ursprünglich nur bestimmte eBay Produkte bewerben sollte.
Die Liste meiner auszuschließenden Keywords wird immer länger, aber nur so kann ich gewährleisten, dass in der Tat nur Produkte gezeigt werden, die zu 100% passen.
Dabei fallen der Ausschlußliste dann auch „passende“ Artikel zum Opfer, weil der überwiegende Anteil einiger spezieller Keywords im Zusammenhang mit Spam stehen.
Unterm Strich müsste ich so viel ausschließen, dass fast keine Treffer mehr kommen.
Versuchsweise habe ich bei dem Thema Amazon getestet- die Liste mit den auszuschließenden Keywords wäre leer.
Zwei Parameter reichen bei Amazon aus, um eine Trefferquote von 100% zu bekommen: Keyword & Kategorie- fertig!

Manchmal haben wir es in Deutschland richtig gut bei eBay!
Bei eBay Großbritannien kostet es z.B. zwischen £0.05 und £0.30 einen Artikel international einzustellen.
Vom 15 Mai 2010 bis 29 Mai 2010 werden diese Gebühren in Großbritannien um jeweils 50 % reduziert.

Möglicherweise hat das auch Auswirkungen auf den deutschen Marktplatz, wenn sich die Listings aus Großbritannien in dieser Zeit erhöhen.
Viele Artikel sind in Großbritannien günstiger als bei uns und da Großbritannien zur EU gehört, fallen für den Käufer auch keine Zollgebühren an.
Durch PayPal ist die Bezahlung sehr einfach und auch die Versandkosten sind in der Regel erträglich.


Einen inspirierenden Artikel habe ich bei Tamebay gelesen.
Chris Dawson philosophiert auf Grundlage der entgegengesetzten Auffassungen über Versandkostenregelungen über die unterschiedlichen Servicestrategien von eBay und Amazon.
Und ich muss sagen- seine Überlegungen haben Substanz.
Die Strategie von eBay ist klar: Die Verkäufer sollen möglichst versandkostenfrei anbieten.
Dafür werden sie aktuell in einigen Kategorien mit einem Rabatt von 20% auf die Verkaufsprovision belohnt und auch in der Sortierung nach beliebtesten Artikeln werden Angebote, die versandkostenfrei verschickt prominenter positioniert.
Auf der anderen Seite profitiert eBay natürlich auch direkt davon, wenn die Verkäufer einen Artikel versandkostenfrei anbieten.
Nehmen wir einen Festpreisartikel, der für unter 50 Euro verkauft wird.
Die Verkaufsprovision beträgt 11 %.
Kostet der Artikel 49,90 Euro inkl. Versand, bekommt eBay 5,49 Euro Verkaufsprovision.
Weise ich den Versand in Höhe von durchschnittlich 5 Euro extra aus, kostet der Artikel 44,90 Euro ( + Versand) und eBay bekommt davon 4,94 Euro Verkaufsprovision.
Bei nur einem Artikel sind das bereits 0,55 Euro Unterschied.
Bei der Menge der Artikel, die täglich bei eBay verkauft werden, summiert sich diese Summe für eBay.

In der Außendarstellung heißt es:
Die Käufer bevorzugen den versandkostenfreien Versand.
Nur ist er bei diesem Beispiel eigentlich 0,55 Euro teurer – eine Summe, die letztendlich in den Preis einkalkuliert werden muss. Einen Preis, den der Käufer zahlt.
Da der Käufer aber oft nicht bereit ist, diesen Preis zu zahlen, wird ( muss!) der Verkäufer am Versand sparen und das bedeutet in der Tat eine Verschlechterung des Service.
So werden aus Paketsendungen Warensendungen, die deutlich länger brauchen und sowohl zu unzufriedenen Käufern als auch zu unzufriedenen Verkäufer führen.
Die Käufer sind unzufrieden, weil sie zu lange auf die Ware warten müssen, die Verkäufer sind unzufrieden, weil sie im Verlustfall haften und die Kunden per Mail Druck machen, wenn die Ware zu lange unterwegs ist.
So wird dann aus „immer billiger“ auch „immer schlechter“ – für Käufer und Verkäufer, einzig eBay profitiert durch die höhere Verkaufsprovsion von der Versandkostenregelung.
Natürlich könnte der Verkäufer definieren, dass versandkostenfrei z.B. Warensendung bedeutet und der Kunde – so er denn einen schnelleren Versand wünscht, für ein Upgrade zahlen kann, aber das würde bei eBay in den seltensten Fällen funktionieren.
Vor allem sind viele eBay-Käufer leider insofern aufgeklärt, dass sie wissen, dass Warensendungen nicht trackbar sind und der Verkäufer im Verlustfall haftet.
Insofern bestände hier natürlich ein erhöhtes Riskio für den Verkäufer, wenn er schon von vornherein auf den Versand per Warensendung hinzuweisen würde.

Amazon

Obwohl ich bei Amazon immer den Standardversand wähle, habe ich noch nie länger als 48 Stunden auf meine Bestellung gewartet. ( Bei Marketplace Verkäufern, die nicht über Amazon Fulfillment verschicken, mag es eBay-ähnlich sein).
Zudem bietet Amazon die Möglichkeit ein Upgrade zu buchen und den Expressversand zu wählen und ich denke, dieser Service wird bei Amazon auch viel genutzt.
Auch Amazon Prime ist ein Angebot, das in den Service Bereich fällt.
Die Kunden zahlen jährlich eine einmalige Gebühr und bekommen den Artikel dann immer am nächsten Tag zugeschickt.

Nun kann man Amazon und eBay natürlich nicht miteinander vergleichen und ich hätte im Moment auch keine Idee, wie man den Service angleichen könnte.
In diesem Fall ist es natürlich ein enormer Unterschied, ob man von Amazon, einem Online-Retailer oder von eBay – einem Marktplatzanbieter, spricht.
Bei eBay ist es in vielen Kategorien gar nicht realisierbar, höhere Versandkosten zu kalkulieren, selbst wenn man dafür schneller verschickt.
Der höhere Preis macht sich sowohl in der Sortierung der Suchergebnisse bemerkbar, als auch bei den DSR, die ja auch einen Einfluß auf die Sortierung haben.
Selbst Verkäufer, die kostenlosen Versand anbieten, haben bei eBay nicht automatisch eine 5 Sterne DSR im Bereich Versandkosten.
Nicht auszudenken, wie sich höhere Versandkosten in den DSR bemerkbar machen würden.

Auf der anderen Seite vergleichen Kunden die Versanddauer verschiedener Online-Plattformen natürlich miteinander und je länger es bei eBay dauert, desto schlechter sind die DSR im Bereich Versandzeit.
In unserer schnelllebigen Welt muss die Ware, die heute abend per PayPal gekauft und bezahlt wird, eigentlich spätestens nach 2 Werktagen beim Empfänger sein.
Bei Amazon funktioniert das auch, nur bei eBay dauert der Versand in vielen Kategorien immer länger, weil es billig sein muss.
Weil der Käufer aber nur auf die Preise und nicht seine Erwartungshaltung drückt, bleibt immer öfter ein fader Nachgeschmack zurück.

Da nicht alle geplanten eBay Neuerungen für das 1. Quartal 2010 für alle Käufer und Verkäufer gleichermaßen interessant sind, habe ich extra jeder Neuerung einen einzelnen Artikel gewidmet um so die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Hier die Gesamtübersicht mit den Links zu den entsprechenden Artikeln:

1. Pflicht zum kostenlosen Versand wird abgeschafft
2.Neue Powerseller Kriterien
3.Neue Mindeststandards
4. PayPal Zwang
5.Ausdehnung des Angebotsformats “ Varianten“
6.Ausdehnung der Bearbeitungszeit bis 90 Tage

Insgesamt sind die heute von eBay angekündigten Neuerungen weder eine Überraschung, noch besonders sensationell.
Meinen Beifall findet die Einsicht von eBay, dass der Zwang zum kostenlosen Versand endlich wieder gestrichen werden muss.
Darüber hatten sich Käufer und Verkäufer gleichermaßen geärgert.
Käufer vor allem, weil der Marktplatz in den entsprechenden Kategorien nicht mehr transparent war.
Viele Verkäufer haben die Schlupflöcher genutzt und trotz Pflicht zum kostenlosen Versand in der zweiten Versandart Versandkosten ausgewiesen.
So konnte man die Angebote auf den ersten Blick gar nicht mehr vergleichen.
Ich hatte u.a. hier darüber berichtet.


Viele Verkäufer haben in den betreffenden Kategorien gar nicht mehr bei eBay eingestellt und sind statt dessen gleich zu Amazon abgewandert.
Es war nicht zu übersehen, dass ebay sich damit geschadet hat und für mich war es nur eine Frage der Zeit, wann eBay endlich darauf reagieren wird.

Kein Zwang zum kostenlosen Versand

Der Zwang zum kostenlosen Versand entfällt also und das auch sehr schnell, nämlich bereits ab 08.Februar 2010!
Statt dessen gibt es dann eine Obergrenze für die Versandkosten von 7,00 Euro.
Das ist eine sehr gute und weise Entscheidung!
Für Briefe dürfen in Zukunft maximal 2,50 Euro, für Bücher / Warensendungen 2,00 Euro und für DHL Päckchen, DHL Paket, Hermes Paket, iloxx Transport, Paketversand, Expressversand, Sonderversand, Einschreiben oder Nachnahme (inkl. aller Gebühren), Sonstige dann bis zu 7,00 Euro berechnet werden.

Bessere Positionierung in den Suchergebnissen

Angebote mit kostenlosem Versand erzielen eine bessere Position in den Suchergebnissen.
Der Verkäufer muss also auch in Zukunft abwägen, ob er den kostenlosen Versand anbietet – in einigen Kategorien kann das durchaus sinnvoll sein.

20 % Rabatt auf die Verkaufsprovision für Shopbesitzer

Shopbesitzer erhalten auch in Zukunft einen Rabatt in Höhe von 20 % auf die Verkaufsprovision, wenn sie in ausgewählten Kategorien den kostenlosen Versand anbieten.

Fazit:
Die Entscheidung von eBay ist richtig!
In Zukunft kann wieder jeder Verkäufer die freie Entscheidung treffen, ob und wenn ja bei welchen Angeboten er den kostenlosen Versand anbieten möchte und in einigen Kategorien kann das auch durchaus verkaufsfördernd sein.