Beiträge

Seit heute ist die Google Echtzeitsuche auch in Deutschland verfügbar.
Mit einem Klick auf “ Optionen“ kann man sich die neuesten Ergebnisse anzeigen lassen.
Google durchsucht dabei im Sekundentakt Microblogging-Dienste wie Twitter, Blogs, Facebook-Profile und MySpace-Seiten auf Status-Updates.
Passend dazu habe ich heute bei basicthinking eine Umfrage gelesen, die sich mit dem Einfluss sozialer Netzwerke auf das Privatleben beschäftigt.
Der amerikanischen Online-Marktplatz Retrevo befragte 1000 Nutzer über ihr Nutzungsverhalten in Bezug auf Soziale Netzwerke. Demnach checkt rund die Hälfte der 1.000 Befragten morgens und abends als Erstes beziehungsweise Letztes ihre Accounts bei Twitter, Facebook und Co.


Insgesamt zeigt das wieder einmal wie wichtig es in Zukunft sein wird, bei Twitter, Facebook & Co oder als Blogger aktiv zu sein.

Vor der Osterreisewelle möchte ich hier ein Thema aufgreifen, das in letzter Zeit verstärkt im Netz diskutiert wird.
Via Twitter, Facebook & Co werden Urlaubsgrüße aus fernen Ländern an Freunde und Follower verschickt, Blogger versehen neuerdings ihre Posts mit “ Stadtstempeln“ – z.B. Marion von Kuczkowski am 18.03.2010 aus Bonn ( statt Berlin ) , eBayer nutzen die von eBay zur Verfügung gestellte “ Abwesenheitsbenachrichtigung“ und teilen dem Leser mit, dass sie zur Zeit nicht zu Hause sind.
Die Frage, die dabei aufkommt ist:
Ist es sinnvoll im Netz zu verbreiten, dass die Wohnung gerade nicht bewohnt ist?
Ist es möglicherweise sogar fahrlässig, wenn dann in dieser Zeit ein Einbruch stattfindet und kann die Versicherung möglicherweise sogar den Versicherungsschutz verweigern?
Durch das Netz ist es ein Kinderspiel die Anschriften der Urlaubenden herauszufinden, bei denjenigen, die Impressumpflichtig sind, sowieso.
Menschen mit krimineller Energie finden mit wenigen Klicks heraus, ob sich ein Besuch in der unbewohnten Wohnung lohnen könnte. Die Menschen verraten vieles im Netz.
Und auch bei eBay findet der “ böse Bube“ Einladungen zur „Wohnungsbesichtigung“- wenn er denn danach sucht:
Ich verlinke jetzt ganz bewusst nicht auf das Angebot und veröffentliche nur den typischen Text, den ein Verkäufer – wie viele andere auch- bei eBay im Angebot hinterlegt hat:
Liebe Käufer vom 29.01. bis 03.02. sind wir abwesend. In der Zeit erfolgt kein Versand und es werden keine Mails beantwortet. Davor und danach wie gewohnt schneller Versand und Email Beantwortung.
Im Impressum finde ich dann Name, Anschrift, Telefonnummer.
(Ich habe auch extra ein Angebot gesucht, bei dem die Verkäufer aktuell schon wieder zu Hause sind, denn natürlich würde man es finden selbst wenn ich nicht darauf verlinke)


Ich möchte mit diesem Artikel einfach zum Nachdenken anregen, denn ich persönlich wäre sehr vorsichtig mit Mitteilungen dieser Art und vielleicht haben sich einige noch gar keine Gedanken darüber gemacht welche Konsequenzen daraus entstehen könnten. ( Nicht müssen – könnten!)

Ina Steiner von Auctionbytes hat einige Zahlen einer Onlinestudie zu Facebook und anderen “ Social Media Sites“ veröffentlicht, die sicher in Zukunft auch für den deutschen Markt wegweisend sein werden.
So können laut dieser Studie die Unternehmen, die mit ihren Kunden über “ Social Websites“ wie Twitter und Facebook, verbunden sind, deutlich punkten.
Facebook ist laut Studie der beste Platz um Kunden zu erreichen, weil sie sich bei Facebook aufhalten.
Kunden informieren sich als “ Fan“ der Unternehmen z.B. über angebotene Produkte und spezielle Angebote.

Auch die neue Otto-Tocher “ Mirapodo“ geht den Weg über Facebook.
Mirapodo ist ein noch im Betatest befindlicher Online-Schuhshop, der hohe Maßstäbe setzt:
Kostenloser Hin-und Rückversand, 100 Tage Rückgaberecht gehören ebenso zum Servicestandard wie eine kostenlose Hotline und ein persönlicher Ansprechpartner.
Über Facebook wird der Shop gerade gepusht.
Wer sich bei Facebook als “ Fan“ anmeldet, bekommt einen Warengutschein in Höhe von 25 Euro geschenkt.

Auch deutsche Unternehmen haben also die Macht von Facebook und Co erkannt und nutzen sie bereits.

Fans und Freunde

Ich persönlich gehöre nicht zu den ausgesprochenen Facebook Fans, bin aber natürlich angemeldet und werde mich auch in Zunkunft weiter damit auseinandersetzen.
Es mag kleinlich klingen, aber mich stört zunächst die Bezeichnung “ Freund „.
“ Freund “ hat für mich eine ganz klare Bedeutung.
Ein “ Freund “ unterscheidet sich nach meiner Auffassung von Bekannten, Verwandten, Nachbarn, Geschäftspartnern und sonstigen Kontakten.
Bei Facebook sind alle Freunde- selbst Menschen, die sich nie im Leben gesehen haben und nie sehen werden.
Mich irritiert es, wenn Mister X, mit dem mich auf den ersten Blick gar nichts verbindet, mein “ Freund “ bei Facebook werden möchte.
Und diese neuen „Freunde“ schreiben dann plötzlich Nachrichten, die besser auf einem Flirtportal aufgehoben wären.
Das ist so gar nicht nach meinem Geschmack.
Mit “ Fans“ geht es mir ähnlich.
Täglich bekomme ich Anfragen von “ Freunden“ , einer bestimmten Gruppe als “ Fan “ beizutreten.
Bei vielen Gruppen weiß ich gar nicht genau, was deren Ziel ist.
Auf der anderen Seite ist mir bewusst, dass die Menschen Facebook offensichtlich lieben und man sich dem nicht verschließen kann, wenn man wie ich im Internet geschäftlich unterwegs ist.
Dabei sein ist alles und die Studie bestätigt das.

Das Internet entwickelt sich in den letzten Jahren rasend schnell und einige Menschen tendieren dazu ihr ganzes Leben mehr und mehr ins Netz zu verlegen.
Bei Facebook und Co plaudern einige Menschen Dinge aus, die andere nicht ihren besten Freunden anvertrauen würden, bei Twitter halten manche ihre Follower mit jeder noch so unbedeutenden Echtzeittätigkeit auf dem Laufenden, bei eBay machen sich einige den Spaß herauszufinden was der Nachbar gerade gekauft hat.
Der Mensch wird immer gläserner.
Manchmal gewollt, manchmal ungewollt.
Jetzt gibt es ein neues “ Highlight“ im Netz, das Datenschützern ( und mir auch) die Haare zu Berge stehen lässt.
Und noch schlimmer: Dieser neue “ Superwurf “ wird schon als der Newcomer in der Web 2.0 Community gefeiert. Erst einige Tage am Start und schon 5000 Mitglieder!

Blippy

Bei blibby.com geben Menschen freiwillig! ihre Kreditkartendaten und/ oder ihre Zugangsdaten für Internetplattformen wie Amazon oder den iTunes Shop ein.
Zahlen sie dann mit der bei Blippy registrierten Kreditkarte, können die anderen User in Echtzeit sehen, wie viel sie wofür ausgegeben haben und ihre Kommentare dazu abgeben.
Dabei spielt es keine Rolle, was und wo sie bezahlen. Alle Einkäufe – jede einzelne Buchung! – die über die Kreditkarte vorgenommen wird, wird gnadenlos veröffentlicht.

Spontan war mein erster Gedanke: Der Begriff “ Exhibitionismus “ muss erweitert und neu definiert werden.
Ich muss schon sagen: Ich bin fassungslos.
Da hämmert man den Internetusern täglich ein Passwörter zu schützen, auf https Verschlüsselungen zu achten, wenn man sensible Informationen eingibt, den richtigen Riecher für Phishing Mails zu entwickeln, niemals seine Kontoinformationen preiszugeben und dann gibt es Menschen, die freiwillig ihre Daten ins Netz stellen und Medien, die das auch noch bejubeln und als großen Wurf feiern!

Voyeurismus / Exhibitionismus

Der Trend “ Voyeurismus / Exhibitionismus“ – auch wenn die eigentliche Bedeutung nicht ganz zutreffend ist, erreicht mit dem Launch dieser Plattform einen neuen Höhepunkt im Netz.
Man kann es kaum anders sagen: Manche machen sich gerne nackig und andere schauen gerne dabei zu.
Ich kann diese Entwicklung nicht beklatschen und frage mich auch, ob diejenigen, die diese Entwicklung heute mittragen in 10 Jahren glücklich darüber sind, dass das Web nichts vergisst!

Spontanmenschen rate ich einen frei zitierten Ausspruch von Goethe zu verinnerlichen:
Bedenke bei allem was Du tust das Ende!

Viele Blogs, Webseiten und Onlineshops sind beim eBay-Partnerprogramm angemeldet und verdienen sich so ein paar Euro, wenn Besucher auf Partnerprogramm – Links klicken.
Chris Dawson von Tamebay warnt heute eindringlich davor für die vom eBay Partnerprogramm generierten Links sogenannte “ Url-Verkürzer“ zu nutzen.
URL Verkürzer wie bit.ly oder tinyurl verkürzen die teilweise sehr langen Links, so dass man Verlinkungen z.B. auch bei Twitter nutzen kann.
Laut Tamebay werden Nutzer, die URL Verkürzer nutzen vom eBay Partnerprogramm gekündigt.
Ich persönlich habe noch nie einen URL Verkürzer für eBay Partnerprogramm Verlinkungen genutzt, hätte mir dabei aber nichts gedacht wenn ich es getan hätte. Insofern halte ich das für eine wichtige Info für eBay Partnerprogramm Nutzer.
Für diejenigen, die sich unter URL Verkürzer nichts vorstellen können:
So sähe z.B. der Link zu diesem Artikel aus, wenn ich ihn bei Twitter einstellen würde:
https://www.take-me-to-auction.de/keine-url-verkurzer-fur-ebay-partnerprogramm-nutzen
Das würde die 140 Zeichen, die bei Twitter zur Verfügung stehen schon fast ausschöpfen.
Einen eBay Partnerprogramm Link könnte man nie bei Twitter unterbringen, weil er die 140 Zeichen bei weitem sprengt.
Also nutze ich einen URL Verkürzer wie z.B. bit.ly und dann sieht der Link so aus:
http://bit.ly/5fOT9P
und so passt er dann bei Twitter besser.
Ich habe jetzt ganz bewusst keinen Link aus dem eBay-Partnerprogramm genommen und verkürzt, schließlich will ich im Programm bleiben!

Bei eBay.com wurden gerade neue Features eingeführt, unter anderem die Funktion “ weitersagen auf Twitter“.
Hier hatte ich darüber berichtet.
Für Deutschland gibt es diese Funktion noch nicht.
Ich persönlich würde meine Twitterkontakte wenn dann überhaupt nur über wirklich besondere Angebote informieren, alles andere würde ich als Spam ansehen.
Nun hat auch Amazon diesen “ Service “ eingeführt- auch für Teilnehmer am Amazon Affiliate Programm.
Rein theortisch könnte ich also nun Angebote direkt von Amazon zu Twitter übertragen und bekäme eine Provision wenn ein Follower über den Link kauft.
Grundsätzlich finde ich die Idee gar nicht schlecht, aber nur dann wenn sie wirklich dosiert eingesetzt wird.
Heute mache ich einfach einmal einen Test: Keine Sorge- ich werde auch in Zukunft nicht zu denen gehören, die die Follower zuspammen.
Die Funktion ist sehr einfach: Einfach beim Amazon Partnerprogramm anmelden und dann das gewünschte Produkt bei Amazon suchen. Oben befindet sich dann der Link zu Twitter.
twitter
So also würde ein Tweet bei Twitter ausssehen:
twitteramazon

Bei eBay.com wurden zwei neue Features eingeführt, die ich auch bei uns begrüßen würde.

1. “ Share this item “ bei uns “ Weitersagen “
Ein bei ebay.com gelisteter Artikel kann nun über den “ Weitersagen Button“ auch direkt bei Twitter und Facebook promotet werden.
share
2. Quick look
Ergänzend zur “ Vergrößerungsfunktion“, bei der die Bilder in den Suchergebnislisten bereits vergrößert dargestellt werden, werden bei eBay.com nun auch Artikeldetails, wie z.B. “ Versand nach“ angezeigt:
quicklook