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Wie Golem.de berichtet, ist ein deutscher Onlineshop von Paypal aufgefordert worden, alle kubanischen Waren aus seinem Sortiment zu nehmen. Eine Zahlung mit PayPal ist erst wieder möglich, wenn er dieser Aufforderung nachgekommen ist.
Der US-Konzern Ebay sei dem Embargo gegen Kuba verpflichtet und wolle den Handel mit Waren aus dem Land verhindern. 1962 haben die USA im Kalten Krieg ein Handelsembargo gegen Kuba verhängt, das bis heute besteht.

Leider ist es technisch schwierig, wenn nicht gar unmöglich nur für Teile des Sortiments eine Zahlung per PayPal anzubieten.
Der Shopbesitzer könnte also nicht sagen, dass kubanische Zigarren & Rum aus Kuba im Shop angeboten werden, aber im Gegensatz zu anderen angebotenen Produkten nicht mit PayPal bezahlt werden können.
Die erste Hürde in diesem Fall ist schon der Warenkorb.
Es ist einem Kunden nicht verständlich zu machen, dass er beispielsweise bei fünf Artikeln, die im Warenkorb liegen, nur drei mit PayPal bezahlen kann, während er für die anderen beiden eine andere Zahlart wählen muss.

Ihm bleibt also nichts anderes übrig, als die Artikel zu entfernen, an denen PayPal sich stört, oder er muss tatsächlich komplett auf PayPal verzichten.

Für Händler, die die Ware bereits am Lager haben und sie natürlich auch abverkaufen müssen, ist das eine schwierige Entscheidung.
Insofern macht es Sinn, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, bevor man Ware für den Verkauf einkauft.

Wie sieht es eigentlich bei eBay aus?

Auch hier gilt: Informieren Sie sich vor dem Einstellen von Artikeln darüber, ob bei eBay Handelsbeschränkungen vorliegen.

In den eBay Grundsätzen steht deutlich, dass es ist verboten ist, Angebote einzustellen, die gegen Handelsbeschränkungen der EU oder der USA verstoßen.

Aktuell ist es bei eBay verboten Artikel aus folgenden Ländern anzubieten:

– Afghanistan
– Angola
– Liberia
– Myanmar (Birma)
– Sierra Leone
– Simbabwe
– Elfenbeinküste
– Iran
– Kongo
– Nordkorea
– Sudan
– Syrien
– Venezuela

Ausnahmen:
Rein informative Angebote zu einem Land, zu dem Handelsbeschränkungen bestehen, z.B. Bücher, auch Reiseführer, Filme, Kunst, Fotos, Musik oder ähnliches Material.

Bei Alibaba, der weltweit führenden chinesischen B2B Online-Handelsplattform ist heute eine Betrugsserie gewaltigen Ausmaßes öffentlich geworden:
Über 2300 chinesische Händler haben ihre Kunden in den letzten beiden Jahren systematisch betrogen, darunter auch einige als besonders vertrauenswürdig geltende „Gold Supplier“.
Nach ersten Medlungen sind 1219 der erst 2009 eingetretenen Gold Supplier in Betrügereien verwickelt.
Besonders tragisch: Unterstützung fanden die Betrüger bei mehr als 100 Mitarbeitern, die die Machenschaften bewusst oder auch durch Nachlässigkeit gedeckt haben.
Die Masche: Beliebte Elektronikartikel wurden in kleinen Stückzahlen zu attraktiven Preisen angeboten und nicht ausgeliefert. Der durchschnittliche Bestellwert lag bei 1200 Dollar.

Alibaba hatte im letzten Jahr angekündigt, einen Fonds aufzulegen, der Betrugsopfer entschädigt.
Hier hatte ich darüber berichtet:
Alibaba zahlt rückwirkend Entschädigung für betrogene Käufer
und es gibt auch eine schwarze Liste “auffälliger” Großhändler.
Wie eine Alibaba Sprecherin gegenüber der Londoner Zeitung „Guardian“ bestätigte, sind betrogenen Käufern bisher 1,7 Mio. Dollar (ca. 1,2 Mio. Euro) erstattet worden.

Der Firmenchef David Wei und der für das Tagesgeschäft zuständige Elvis Lee haben bereits die Konsequenzen gezogen und sind zurückgetreten.
Die Führung bei Alibaba übernimmt jetzt Jonathan Lu, der bisher ein weiteres Alibaba Unternehmen Taobao leitete.
Firmengründer Jack Ma beteuerte heute, Vorkehrungen treffen zu wollen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

Die schwarze Liste der auffällig gewordenen Großhändler bei Alibaba.com ist sicher eine erste gute Recherchemöglichkeit, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, international einzukaufen.
Auf dieser Liste stehen Händler, die vom Handel bei Alibaba ausgeschlossen wurden und das sicher aus gutem Grund!
Auch wenn viele LTD auf der Liste stehen, die nach einer Havarie einfach ausgetauscht werden, erkennt man vielleicht doch den einen oder anderen Zusammenhang, bzw. kann ihn mit ein wenig Recherche herstellen.
Auf der schwarzen Liste von Alibaba stehen viele internationale Großhändler, darunter auch Deutsche.
Hier geht es zum Anfang der Liste.
Vielleicht macht es für den einen oder anderen Sinn den Link abzuspeichern, um ihn bei Bedarf zur Hand zu haben!

Alibaba ist vielen Powersellern als führende chinesische B2B Plattform bekannt und Alibaba ist an der höchstmöglichen Sicherheit bei der Abwicklung von Transaktionen zwischen Käufern & Verkäufer gelegen.
So gibt es z.B. bei Alibaba eine “ schwarze Liste“ mit Verkäufern, die bereits vom Handel ausgeschlossen wurden.
Gestern gab Alibaba die Bereitstellung eines Fonds bekannt, aus dem Betrugsopfer rückwirkend seit 2009 eine Entschädigung erhalten, wenn sie Opfer eines Betruges durch einen chinesischen “ Gold Supplier“ geworden sind.
2009 wurden insgesamt 456 geprüfte und berechtigte Betrugsfälle gemeldet, das entspricht weniger als 0,05 % der Gesamttransaktionen.
Diejenigen, die weniger als 1400 Dollar verloren haben, erhalten 70 % der Summe als Entschädigung- diejenigen, die mehr als 1400 Dollar verloren haben, erhalten pauschal 1000 Dollar.
Zur Auszahlung steht insgesamt eine Summe in Höhe von 250.000 Dollar zur Verfügung.
Alibaba wird in der nächsten Woche beginnen die Geschädigten anzuschreiben und ihnen die Details mitteilen, wie sie ihre Entschädigung bekommen können.
Welche Summe der Fond für 2010 bereitstellen wird, wird Mitte April veröffentlicht.


Am 12. März kam übrigens das Gerücht auf, dass Alibaba in Zukunft möglicherweise PayPal anbieten wird.
Ich hatte hier darüber berichtet.
Dieses Gerücht wurde von Alibaba bisher nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert.