Beiträge

Wie jeden Freitag kommen hier wieder die Links und Leseempfehlungen der Woche:

e-Commerce

Google Shopping: Was die Umstellung für Online-Händler bedeutet
Via: T3N

E-Commerce-Trend erklärt: Was ist eigentlich “Dropshipping”? [Teil 1]
E-Commerce-Trend erklärt: Was ist eigentlich „Dropshipping“? [Teil 2]
Via: T3N

Tipps zur Steigerung der Conversion
Via: Internetworld

Was der Handel von „Bild“-Chef Kai Diekmann lernen kann
Via: Etailment

Das sind die besten Online-Shops der Schweiz
Via: Shopbetreiber-Blog

Praxis-Ratgeber: Die richtige Verkaufsstrategie für Amazon, eBay & Co – Teil 4: Praxistipps
Via: eCommerce-Lounge

PayPal

Verbraucherzentralen vs Paypal:Paypal vor dem Kadi?
Via: Internetworld

Recht

OLG Hamm: Eine „Garantiewerbung“ in eBay-Angeboten löst die Hinweispflicht nach § 477 BGB aus
Via: IT-Recht-Kanzlei

Eine lesenswerte Abmahnung:-)
Via: Anwalt24

Schönes Wochenende!


In der letzten Woche hatte ich einen Artikel über das neue eBay Zahlungsverfahren geschrieben, das im Sommer 2012 eingeführt wird:
Pro & (Contra): Stimmen zum neuen eBay Zahlungsverfahren

Einer meiner Leser hat sich die Mühe gemacht, mir eine ausführliche Mail mit seinen Überlegungen und Befürchtungen zu schicken.
Ich denke, dass er damit sehr vielen eBay Mitgliedern aus dem Herzen spricht und daher veröffentliche ich diese Mail ( mit seinem Einverständnis) gerne.
Hier wird vor allem deutlich: eBay ist gefordert massive Aufklärungsarbeit zu leisten und die Einwände, die ja nicht so ganz von der Hand zu weisen sind, zu widerlegen.

Hallo Frau von Kuczkowski,

Ursprünglich komme ich aus dem Versandhandelsbereich und habe mich dort
speziell um die schwierige Klientel gekümmert. D.h. für Ihre Leser: Ich habe
mich um Probleme gekümmert, die mit betrügerisch handelnden Käufern
auftraten.

Ich habe für ein Unternehmen gearbeitet, das Waren an Endkunden in der
ganzen EU versandte. Leider muss ich sagen, dass nur bei den Deutschen
Kunden der „Betrügersinn“ richtig ausgeprägt ist. Will heißen. In keinem
anderen Land der EU werden in solchem Ausmaß Gegenstände für einen
bestimmten Anlass gekauft (Hochzeitskleider für die Hochzeit, Kameras für
den Urlaub), um diese nach der Nutzung wieder im Rahmen des Widerrufrechts
zurückzugeben. Auch ist nur in Deutschland diese „Geiz ist Geil“ Mentalität
so stark ausgeprägt, welche dazu führt, dass hiesige Unternehmen zu Grunde
gehen. Denn ist etwas nicht günstig genug, wird es günstig vom Kunden
gemacht, auch wenn es bedeutet, eine Ware zu beschädigen und auf
Kaufpreisminderung zu bestehen.

Prozentual gesehen sprechen wir hier von ca. 25% der Kunden aus Deutschland,
die so handeln. Aus den anderen EU-Ländern sind es meist nicht mehr als
1-5%. Schlimm ist das, wenn man bedenkt, dass Deutschland ein reiches Land
ist und gerade dessen Einwohner dies nicht nötig haben müssten.

Es existieren im Internet Foren, wo sich Verbraucher untereinander
austauschen, wie man durch betrügerische Handlungen an Waren günstiger oder
kostenlos kommt. Ein Beispiel ist hier der Trick, mehrere Artikel zu
bestellen und zu behaupten einige Teile würden fehlen.

Nun, doch jetzt zu Ebay. Alle diese Betrügereien durch Käufer können und
werden auf Ebay übertragen werden.

Dies ist durch die Widerrufsregelungen bereits heutzutage erleichtert für
den Kunden möglich, wenn er bei einem Händler kauft.

Durch die neue Zahlungsabwicklung werden aber die Privatverkäufer bei Ebay
den Händlern gleichgestellt.

Der Gesetzgeber hat im BGB festgelegt, dass der private Verkäufer beim
Versand der Ware an den Käufer salopp ausgedrückt „aus dem Schneider“ ist.
D.h. die Gefahr für Verlust oder Beschädigung auf dem Transportweg trägt der
Empfänger.

Dieser Punkt wird durch das neue Zahlungssystem ausgehebelt. Günstige
unversicherte Sendungen, wie normale Briefe, Warensendungen oder
Büchersendungen werden nicht mehr möglich sein. Der Käufer kann – und wird
im vielen Fällen – behaupten, die Ware nicht erhalten zu haben, da kein
Empfangsnachweis und kein Versandnachweis existiert. Ebay wird ihm darauf
sein Geld erstatten. Der private Verkäufer verschenkt somit seine Ware an
den betrügerischen Käufer, damit Ebays Image glänzen kann.

Der nächste Punkt betrifft die Käuferschutzanträge wg. von der Beschreibung
abweichende Artikel.

Hier ein Fall aus meinem Bekanntenkreis:

Mein Bekannter verkaufte sein fast neues Lenovo Notebook bei Ebay und bot
Paypal an. Ein Käufer ersteigerte es, bezahlte es über Paypal und erhielt
es. Einige Tage nach Erhalt fragte der Käufer bei meinem Bekannten nach, ob
er das Notebook zurückgeben könne. Das Notebook sei ein Business-Notebook
und habe ein mattes Display. Seine Frau wünschte sich aber ein schönes in
der Sonne spiegelndes glänzendes Display.

Mein Bekannter verweigerte die Rücknahme aus diesem Grund, da dies dem
Käufer bereits vor dem Kauf bekannt gewesen sein müsste, hätte er sich mit
der Artikelbeschreibung auseinander gesetzt. Business-Notebooks werden
grundsätzlich mit matten Displays geliefert, damit diese nicht spiegeln.

Einige Tage später eröffnete der Käufer einen Fall bei Paypal wg. von der
Beschreibung abweichendem Artikel. Der Käufer gab bei Paypal an, das
Notebook hätte ein beschädigtes Display. Weitere Kommunikation mit meinem
Bekannten verweigerte der Käufer von nun an. Paypal forderte eine
Stellungnahme bei meinem Bekannten an. Dieser gab an, dass das Notebook
einwandfrei verpackt und versandt wurde. Für den Verpackungsvorgang gab es
sogar Zeugen und Fotos, die das bestätigten. Paypal interessierte das
scheinbar nicht, denn es forderte vom Käufer ein Gutachten über den Schaden
an.

Der Käufer ging mit dem Notebook zum nächsten Computerladen und ließ sich
bestätigen, dass das Notebook einen Schaden hätte. Das Display weise quer
über das komplette Display einen Kratzer auf, der mit einem scharfen
Gegenstand verursacht wurde. Das Wichtigste nämlich: Wer den Schaden
verursachten, konnte natürlich das Gutachten nicht klären.

Der Käufer schickte das „Gutachten“ an Paypal, Paypal wies den Käufer an das
Notebook an meinen Bekannten zurückzusenden und einen Versandbeleg
vorzulegen. Als der Käufer das tat, wurde das Geld – ca. 1100 EUR – dem
Käufer umgehend erstattet. Der Betrag wurde vom Paypal Guthaben meines
Bekannten eingezogen, der Rest wurde per Lastschrift vom Konto meines
Bekannten abgebucht.

Mein Bekannter hat lediglich den geringen Restbetrag von ca. 300 EUR retten
können, indem er die Lastschrift widerrief, worauf nach einigem
Schriftverkehr von Paypal sein Paypalkonto gesperrt wurde, sein Ebay-Konto
gesperrt wurde und nun eine bekannte Inkasso-Kanzlei versucht von meinem
Bekannten die Lastschrift + Inkassogebühren einzutreiben.

Was war geschehen? Nachdem mein Bekannter – als Privatverkäufer zu recht –
die unbegründete Rücknahme seines Notebooks verweigerte, hat der Käufer den
Schaden am Display selbst verursacht und bei Paypal einen Käuferschutzfall
vorgetäuscht.

Nun versucht mein Bekannter vom Käufer auf gerichtlichem Wege zu seinem
Recht zu kommen. Ob das gelingen wird ist fraglich, da der Käufer von
Sozialleistungen lebt.

Mit dem neuen Zahlungsverfahren wird diese Gefahr latent bei jedem Verkauf
über jedem Verkäufer schweben, der an einen missgünstigen Käufer gerät.

Viele werden fragen, was ändert sich denn nun? Die Menschen, die
einigermaßen die Rechtslage und das BGB kennen, würden antworten, es ändert
sich alles!

Nach BGB hätte der Käufer den Verkäufer wegen des Kratzers verklagen müssen,
den er selbst verursacht hat. Vermutlich hätten sich das die wenigsten
Käufer gewagt, wohlwissend den Schaden selbst verursacht zu haben. Und die
Käufer, welche sich das trotzdem gewagt hätten, hätten ein Nachweisproblem
vor dem Gericht gehabt und wären vermutlich ohnehin nicht zu einer
Rückabwicklung gekommen. Genau diese Vorgehensweise ist vom Gesetzgeber
gewollt worden und wurde ins BGB geschrieben.

So aber kehren Ebay und Paypal die Regelung um und entscheiden ohne
Richtervorbehalt über Verschulden und erstatten einfach Geldbeträge. Das ist
vergleichbar damit, als würde ein Arzt eine Ferndiagnose per Telefon oder
Internet stellen.

Des Weiteren bin ich der Meinung, dass Käuferschutzfälle grundsätzlich zu
Gunsten des Käufers entschieden werden, damit Ebay eine „gute Kauferfahrung“
bieten kann. Auf dem Rücken und auf den Kosten der Verkäufer natürlich!

Natürlich gibt es auch positive Stimmen zu Ebays Zahlungsverfahren. Man
sollte aber auch kritisch hinterherschauen, welcher Verkäufer diese
positiven Aspekte heraushebt und was er sich davon verspricht. Oft sind es
große Händler, die öffentlich positiv zu Ebays Zahlungsverfahren stehen. Ich
vermute, sie erhoffen sich von Ebay durch diese Positive Presse einige
Pluspunkte und Sonderbehandlung in der Zukunft, die sie wohl bekommen
werden.

Bezüglich der Tatsache, dass die Gelder von der Ebay Services s.a.r.l
verwaltet werden, die scheinbar an der angegebenen Adresse nicht einmal über
einen Briefkasten verfügt, bzw. scheinbar dort tatsächlich keinen Sitz hat,
möchte ich mich nicht äußern. Das hat nichts mehr mit fehlendem Vertrauen
oder fehlender Seriosität zu tun, sondern mit Tatbeständen, um die sich
normalerweise die Staatsanwaltschaft kümmern sollte.

Mit freundlichem Gruß

Sven Lang

Ich persönlich würde Herrn Lang nicht in allen Punkten zustimmen, aber einige Argumente – vor allem die Sorge, dass Käuferschutzfälle in Zukunft grundsätzlich zu Gunsten des Käufers entschieden werden, um den Käufern eine „gute Kauferfahrung“ zu bieten, kann ich durchaus nachvollziehen.

Es deckt sich nicht annähernd mit meiner Erfahrung, dass 25% der deutschen Käufer in betrügerischer Absicht unterwegs sind, auch wenn es die von ihm beschriebenen Fälle natürlich gibt und diese Tatsache selbstverständlich grundsätzlich ein Problem darstellt.
Auch das Problem der durch private Verkäufer unversichert verschickten Sendungen wird nicht erst jetzt durch Einführung des neuen Zahlungsverfahrens bei eBay akut.
Bei PayPalzahlungen muss auch heute schon (und das ist aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar) ein Versandnachweis erbracht werden, wenn die Ware auf dem Transportweg verloren geht.
An der Geschichte mit dem Notebook (ich bin übrigens gespannt darauf wie der Fall ausgeht) sieht man, dass die Einführung des neuen Zahlungsverfahrens in dieser Hinsicht keine Verschlechterung ( in dem Fall auch keine Verbesserung) für den (betrogenen) Verkäufer mit sich bringt. Auch heute ist es kein Einzelfall, wenn Kunden mit Paypal zahlen und es bei Käuferschutzanträgen zu Problemen kommen kann.
Käufer, die „betrügerisch“ handeln wollen, müssen also nicht unbedingt auf Einführung des neuen eBay Zahlungsverfahrens warten.

Zum Thema „Verkäufer, die sich positiv über eBay äußern“:
Ich habe viele Jahre sehr eng mit eBay zusammengearbeitet und habe dabei nie erlebt, dass eBay Unterstützer belohnt oder ein Kritiker bestraft hat.
Der Grund dafür, dass es positive Stimmen zum neuen eBay Zahlungsverfahren gibt, liegt einfach darin, dass diese Verkäufer teilweise in den Prozess eingebunden waren und damit ein besseres Verständnis dafür haben.
Ich vermute sogar, dass das neue eBay Zahlungsverfahren sehr viele Fans haben könnte, wenn eBay mehr Aufklärungsarbeit leisten würde und die „normalen“ Verkäufer auf dem Wissensstand der Verkäufer wären, die eBay bereits aufgeklärt hat, denn diese Verkäufer stehen der Umstellung offensichtlich sehr positiv gegenüber.
Nach meinem Artikel habe ich mit mehreren Powersellern gesprochen, die (teilweise nach Gesprächen mit anderen in den Prozess eingebundenen Powerseller) der Einführung des neuen eBay Zahlungsverfahrens durchaus positiv gegenüber stehen. Ich kann das bei mir selbst sehr genau beobachten: je mehr ich über das neue Zahlungsverfahren erfahre, desto geringer werden meine Zweifel daran.
Diese Aufklärungsarbeit auf breiter Front zu leisten wäre jedoch der Part den eBay dringend übernehmen müsste!

[ratings]

Am 20. April 2012 führt PayPal in der Zeit von 7.00 bis 8.00 Uhr Systemwartungsarbeiten durch. Während dieser Zeit kann es passieren, dass Käufer und Verkäufer eine Fehlermeldung beim Einloggen erhalten. Nach Abschluss der Wartungsarbeiten können Sie sich wie gewohnt wieder einloggen und PayPal nutzen.

PayPal führt die Systemwartungsarbeiten durch, damit Sie weiterhin die bestmöglichen Produkte und Services von PayPal erhalten.

Das Wochenende steht wieder einmal vor der Tür und damit kommen die Links der Woche und die Leseempfehlungen für die nächsten beiden Tage:

Social Media

Beeindruckende Facebookzahlen:
Facebook ist jetzt größer als Europa und Russland zusammen
Via: T3N

und noch einmal Zahlen zu Facebook:
Facebook: 800 Mio. Benutzer – neue Statistikdaten!
Via: Thomas Hutter

Als Shitstorm bezeichnet man ein Internet-Phänomen, bei dem sachliche Kritik von zahlreichen, unsachlichen Beiträgen übertönt wird.
Ein Shitstorm ist eine schwierige Situationen für ein Unternehmen.
Wie können sich Unternehmen vor einem Shitstorm schützen?
Via: bisculm

PayPal

Paypal eröffnet vorübergehend einen so genannten Pop-up-Store in New York:
Virtuelles Zahlen zum Anfassen
Via: Internetworld

e-Commerce

Kelkoo „Best Retail Brand”- Umfrage:
Amazon wurde zur Nummer eins unter den besten Retailern in Deutschland gewählt und lässt namhafte Marken wie Neckermann, Quelle, IKEA und Aldi hinter sich.
Via: Kelkoo

Phishing

Gehackte Paypal-Zugänge sind in kriminellen Kreisen Massenware:
Gehackte Paypal-Accounts günstig im Hunderterpack
Via: Golem

Recht

LG Hamburg: Die Bitte zur Rücksendung in Originalverpackung ist zulässig
Via: Shopbetreiber-Blog

Handel mit Textilien: Werbung für „Originalware“ ist nicht wettbewerbswidrig
Via: It-Recht-Kanzlei

Schönes Wochenende!

Erst hatte Wikileaks mit dem „Finanzembargo“ zu kämpfen, das PayPal und andere Gesellschaften verhängt hatten, nun bleiben auch noch die dringend benötigten Spendengelder aus.
Um die leeren Kassen zu füllen, wird eBay nun bemüht.
Über mehr oder weniger skurille eBay-Auktionen soll frisches Geld für Wikileaks eingesammelt werden:
Im Angebot unter anderem ein Säckchen Kaffeebohnen, die Julian Assange aus dem Gefängnis geschmuggelt hat.
Ganz besonders pikant: Ausgerechnet PayPal steht als Zahlungsoption zur Verfügung.


Zur Erinnerung: PayPal hatte im Dezember 2010 den Wikileaks Account gesperrt und das Guthaben zunächst eingefroren.
Facebook Nutzer gingen auf die Barrikaden und riefen zum PayPal Boykott auf.
Zur „Strafe“ wurde der PayPalblog gehackt, später leitete die Wau Holland Stiftung rechtliche Schritte gegen PayPal ein.
PayPal hat die eingefrorenen Gelder natürlich später ausgezahlt.
Heute scheint alles vergessen und PayPal und Wikileaks sitzen wieder gemeinsam in einem Boot.

Wie Golem.de berichtet, ist ein deutscher Onlineshop von Paypal aufgefordert worden, alle kubanischen Waren aus seinem Sortiment zu nehmen. Eine Zahlung mit PayPal ist erst wieder möglich, wenn er dieser Aufforderung nachgekommen ist.
Der US-Konzern Ebay sei dem Embargo gegen Kuba verpflichtet und wolle den Handel mit Waren aus dem Land verhindern. 1962 haben die USA im Kalten Krieg ein Handelsembargo gegen Kuba verhängt, das bis heute besteht.

Leider ist es technisch schwierig, wenn nicht gar unmöglich nur für Teile des Sortiments eine Zahlung per PayPal anzubieten.
Der Shopbesitzer könnte also nicht sagen, dass kubanische Zigarren & Rum aus Kuba im Shop angeboten werden, aber im Gegensatz zu anderen angebotenen Produkten nicht mit PayPal bezahlt werden können.
Die erste Hürde in diesem Fall ist schon der Warenkorb.
Es ist einem Kunden nicht verständlich zu machen, dass er beispielsweise bei fünf Artikeln, die im Warenkorb liegen, nur drei mit PayPal bezahlen kann, während er für die anderen beiden eine andere Zahlart wählen muss.

Ihm bleibt also nichts anderes übrig, als die Artikel zu entfernen, an denen PayPal sich stört, oder er muss tatsächlich komplett auf PayPal verzichten.

Für Händler, die die Ware bereits am Lager haben und sie natürlich auch abverkaufen müssen, ist das eine schwierige Entscheidung.
Insofern macht es Sinn, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, bevor man Ware für den Verkauf einkauft.

Wie sieht es eigentlich bei eBay aus?

Auch hier gilt: Informieren Sie sich vor dem Einstellen von Artikeln darüber, ob bei eBay Handelsbeschränkungen vorliegen.

In den eBay Grundsätzen steht deutlich, dass es ist verboten ist, Angebote einzustellen, die gegen Handelsbeschränkungen der EU oder der USA verstoßen.

Aktuell ist es bei eBay verboten Artikel aus folgenden Ländern anzubieten:

– Afghanistan
– Angola
– Liberia
– Myanmar (Birma)
– Sierra Leone
– Simbabwe
– Elfenbeinküste
– Iran
– Kongo
– Nordkorea
– Sudan
– Syrien
– Venezuela

Ausnahmen:
Rein informative Angebote zu einem Land, zu dem Handelsbeschränkungen bestehen, z.B. Bücher, auch Reiseführer, Filme, Kunst, Fotos, Musik oder ähnliches Material.

Gerade hat Google in USA sein neues mobiles Bezahlsystem Google Wallet vorgestellt, schon hat PayPal eine Klage gegen Google wegen Diebstahls geistigen Eigentums eingereicht.
PayPal wirft Osama Bedier, der neun Jahre für PayPal gearbeitet hat und nun Googles Vice President Payments ist, vor, Geschäftsgeheimnisse von PayPal zu Google mitgenommen zu haben.
Auch die ehemalige eBay-Managerin Stephanie Tilenius steht im Fokus der Anklage.
Sie soll Osama Bedier aktiv abgeworben haben.
PayPal hatte drei Jahre mit Google verhandelt, um den Zahlungsverkehr auf Handys mit dem Google-Betriebssystem Android abwickeln zu dürfen.
Die Gespräche wurden erfolglos abgebrochen und nicht nur das – Paypal verlor seinen Haupt-Verhandlungsführer, Osama Bedier an Google, der dann als neuer Google Vice President Payment maßgeblich an der Entwicklung von Google Wallet beteilgt war.
Wie auf dem PayPalblog zu lesen ist, rechtfertigt PayPal die Anklage sinngemäß mit den Worten:
“ Manchmal macht das Verhalten von Menschen und Mitbewerbern eine Klage unumgänglich, um eines der wichtigsten Besitztümer eines Unternehmens zu schützen: seine Geschäftsgeheimnisse“.

Hier der Link ( PDF) zur 28-seitigen Klageschrift

Bei Betterplace.org ist eine neue Spendenseite für die Erdbebenopfer in Japan online gegangen:
Hier können Sie spenden.
Zahlen können Sie per PayPal, PayPal berechnet keine Transaktionsgebühren.
Beworben wird diese Aktion u.a. auf der eBay-Charity Seite.
Spenden für Japan

Es wird eine Reihe von Neuerungen für den Handel bei eBay geben, über die eBay morgen offiziell informieren wird.
Heute wurden bereits die Neuerungen für den amerikanischen Marktplatz veröffentlicht, die in dieser Form jedoch ausdrücklich nicht für den deutschen Marktplatz gelten werden.

Die wichtigsten Veränderungen für den US Marktplatz:

– Die Verkaufsprovisionen werden gesenkt, aber dafür werden in Zukunft für die Berechnung der Verkaufsgebühr neben dem Verkaufspreis auch die Versandkosten berücksichtigt.

– Powersellerrabatte wird es nur noch für Top-Rated-Seller geben

– PayPal wird bei bestimmten Verkäufern ( Verkäufer, die weniger als 25 Transaktionen abgewickelt haben oder deren Umsatz unter 250 Dollar liegt, oder bei denen seit dem ersten Verkauf weniger als 90 Tage vergangen sind) die Zahlung erst dann freigegen, wenn
– eBay eine Versandbestätigung vom Verkäufer erhält. In diesem Fall wird das Guthaben nach 3 Tagen freigegeben
oder
– 7 Tage nach dem vom Verkäufer angegebenen Versanddatum. In diesem Fall muss der Artikel als verschickt markiert werden.
Wenn der Verkäufer eBay keine Versandinformationen zur Verfügung stellt, wird die Zahlung erst nach 21 Tage freigegeben.

Bei Betterplace.org läuft jetzt die erste Spendenaktion für Japan an.
Hier können Sie Ihre Spenden per PayPal bezahlen.
Projektverantwortlicher für das verlinkte Projekt ist die „Aktion Deutschland hilft“.
PayPal verzichtet im Rahmen des Engagements bei betterplace.org auf alle Transaktionsgebühren!

Auch per PayPal kann man über die Groupon Aktion spenden, über die ich gestern berichtet habe.
Sie spenden 2 Euro, Groupon legt 2 Euro dazu.
Sie finden diese Aktion auf jeder Groupon Seite rechts unter “ Weitere Angebote“.
Diese Groupon Aktion läuft nur noch bis morgen abend, 14.3.2011.

Amazon hat nun auch eine Spendenseite für Japan direkt zum Roten Kreuz verlinkt:

Sie finden die Verlinkung auf jeder Amazon Startseite.