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2012 war laut Statistischem Bundesamt kein leichtes Jahr für Einzelhändler in Deutschland. Nach der aktuellen Schätzung liegt der Gesamtumsatz des Einzelhandels um ca. 0,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Wer sein Geschäft online betreibt, steht besser da: Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) prognostiziert für das Gesamtjahr 2012 einen E-Commerce-Umsatz von 27,5 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 26,5 Prozent zum Jahr 2011. Damit steht 2012 in der Tradition der Vorjahre: Erneut musste der bvh seine Prognose nach oben korrigieren, E-Commerce übernimmt jährlich immer größere Teile des Gesamtumsatzes des Einzelhandels vom traditionellen Ladengeschäft.

Doch auch Onlinehändler stehen vor der kontinuierlichen Herausforderung, ihre Kunden an sich zu binden und eine attraktive Shoppingumgebung zu bieten. Kunden können überall einkaufen: im Laden, zuhause am Laptop oder PC und unterwegs über Smartphones und Tablets. Die Shoppingmeile ist jetzt überall. Bei einer solch großen Auswahl gilt es, Trends früh zu erkennen. 2013 ist dies wichtiger als je zuvor, denn laut bvh werden die Umsätze im E-Commerce weiter steigen, während neue Technologien das Einkaufsverhalten der Kunden massiv beeinflussen. So weit, dass die Kategorien „Online“ und „Offline“ schon bald abgeschafft werden könnten.

Rakuten, weltweit drittgrößtes E-Commerce-Unternehmen, hat vier dieser E-Commerce-Trends zusammengetragen, die das Jahr 2013 prägen werden und auf die sich Händler einstellen sollten:

1) On- oder offline? Noline!
„Multichannel“, das Schlagwort der letzten Jahre, entspricht nicht mehr der Realität des Shoppingverhaltens. Eine Unterscheidung zwischen On- und Offline findet kaum mehr statt, Kunden informieren sich, vergleichen und kaufen auf den Wegen bei einem Anbieter, die ihnen am besten gefallen. Eine bewusste Unterscheidung nimmt der Kunde nicht mehr vor, aus „online“ und „offline“ wird „noline“. Händler stellt das vor die Herausforderung, dem Kunden über alle Berührungspunkte hinweg das Einkaufserlebnis zu bieten, das er gewohnt ist. In diesen Erwartungen liegt viel Potential für Kundenbindung – aber auch das Risiko, Kunden zu enttäuschen und damit zu verlieren. Spezialisierte Apps, QR-Codes und Augmented Reality werden 2013 eine bedeutendere Rolle spielen als bisher. Gemeinsam mit neuen Bezahlmöglichkeiten wie Apples Passbook wird dies Shopping on- und offline verändern – der nächste Schritt bei der Verschmelzung der Absatzkanäle.

2) Bezahlen wie ich will
Kunden, die nicht mehr in eingefahrenen Shoppingkanälen denken, verändern auch ihr Bezahlverhalten. Wie schnell und einfach ein Produkt bezahlt werden kann, entscheidet oft maßgeblich über den Kauf. Bezahlmethoden über Mobilgeräte werden den Kaufprozess 2013 weiter verändern. PayPal und iTunes haben bereits mit der Zentralisierung von mobilen Transaktionen begonnen. Doch der nächste Schritt wird von Anbietern wie Square gegangen, die Kreditkartenzahlung über kompakte, an das Smartphone anschließbare Geräte ermöglichen. Egal ob auf Rechnung oder per Kreditkarte, ob zuhause oder unterwegs: Das Bedürfnis, individuell über den bevorzugten Zahlungsweg zu entscheiden, wird Händlern mit einer breiten Palette an Zahlungsmethoden auch künftig einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

3) Die Online-Frischetheke – alles bitte gleich!
Heute kann fast alles online geordert werden – bis auf Lebensmittel. Dieser bisher kaum erschlossene Markt wird nach vorsichtigen Anfängen, wie dem der Müsli-Spezialisten von MyMuesli, in diesem Jahr große Schritte machen, denn er wird durch eine andere Entwicklung begünstigt: Same Day Delivery. Nach ersten Vorstößen steigt die Nachfrage nach der Lieferung noch am Bestelltag. Das Verlangen nach schneller Lieferung bereitet den Weg für eFood: Logistikdienstleister wie DHL bauen ihre Infrastruktur auch für Kühlketten weiter aus und die ersten Anbieter positionieren sich mit dem Versand von frischen Lebensmitteln. Egal, ob der heißersehnte Laptop oder eine Gemüseauswahl für das Abendessen mit Freunden – die unmittelbare Verfügbarkeit ist kein Alleinstellungsmerkmal des stationären Handels mehr , auch die Lieferung am gleichen Tag lässt den Unterschied zwischen On- und Offlinehandel immer mehr verschwimmen.

4) Mehr Videos bei Händlern und Kunden
Zahlen von Rakuten Deutschland belegen, dass Videos zu Produkten den Absatz maßgeblich begünstigen: „In der Regel verkauft sich das gleiche Produkt bei in der Produktbeschreibung enthaltenen Videos durchschnittlich viermal so oft wie Produkte ohne Video“, stellt Beate Rank, CEO von Rakuten Deutschland, fest. Kaum verwunderlich, denn Kunden setzen selbst auf das Medium: „Unboxing“-Videos und Video-Reviews sind bereits populär und werden 2013 eine immer wichtigere Rolle spielen. Händler, die in Videos mit Fachwissen und Beratung punkten können, begegnen diesen Kunden auf Augenhöhe.

Über die Rakuten Deutschland GmbH
Die E-Commerce-Plattform Rakuten ist einer der führenden deutschen Anbieter von Onlineshop-Lösungen (mit angeschlossenem Shopping Portal) und bietet eine vielfältige und ständig wachsende Produktpalette. Besucher von www.rakuten.de haben momentan die Möglichkeit unter mehr als 14 Millionen Produkten von über 6.100 aktiven Händlern in ganz Deutschland zu wählen. Die Komplettlösung eignet sich perfekt für E-Commerce Einsteiger oder als leistungsstarker Vertriebskanal für bestehende Online-Shops sowie als Multichannel-Lösung für den stationären Einzelhandel und ist mit www.rakuten.at auch in Österreich vertreten. Das Full-Service-Angebot der Rakuten Deutschland GmbH beinhaltet die komplette Zahlungsabwicklung, die Kundenkommunikation während des Bestellprozesses, die kontinuierliche Aktualisierung von Geschäftsbedingungen sowie die Übernahme des Risikos von Zahlungsausfällen.

Der Onlinehandel fährt 2010 einen Rekordumsatz ein und blickt mit Optimismus in die Zukunft:

• Umsatzsteigerung auf 30,3 Milliarden Euro (+4,1 Prozent)
• Online-Geschäft schafft mittlerweile 60,4 Prozent des Branchenumsatzes
• Frauen sind die größeren Umsatzträger für den Online- und Versandhandel
• Vier Sparten als große Gewinner in der Steigerung der Online-Umsätze
• Mode mit Abstand die umsatzstärkste Warengruppe (12,65 Mrd. Euro)
• Internet-Ausgaben der Deutschen bei 25,3 Mrd. € (Waren + dig. Dienstleistungen)
• Relevanz des Mediums Katalog ist ungebrochen
• Nachgewiesener Einfluss auf das Online-Kaufverhalten durch Social Media
• Zukunftsperspektive: Geschätztes Branchenwachstum von 5,5 Prozent in 2011 /
Online wächst um 15,5 Prozent

Der Online- und Versandhandel boomt. Dieser Erfolgstrend wurde im Jahr 2010 durch einen neuen Rekordumsatz nochmals bestätigt. Erstmals durchbrach die Branche mit einem Gesamtumsatz von 30,3 Milliarden Euro die 30 Milliarden-Grenze und steigerte sich noch einmal um 1,2 Milliarden Euro und damit um 4,1 Prozent zum Jahr 2009. Auch der Anteil am Einzelhandel stieg auf den neuen Spitzenwert von 7,8 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent). Das Besondere an diesen hervorragenden Ergebnissen ist, dass es innerhalb der Branche praktisch keine Verlierer gibt. Die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2010 basieren auf der repräsentativen Verbraucherstudie „Distanzhandel in Deutschland – Die Entwicklung des interaktiven Handels B2C im Jahr 2010“ die das Forschungsinstitut TNS Infratest zum fünften Mal im Auftrag des bvh durchgeführt hat.
„Die in 2010 erreichte Umsatzsteigerung sprengt alle unsere Erwartungen. Wir freuen uns, dass unsere Hochrechnungen vom Juli 2010 in Höhe von 29,9 Milliarden Euro nochmals eindeutig gesteigert werden konnten und die 30-Milliarden-Grenze nun durchbrochen ist“, sagt Thomas Lipke, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) sowie Geschäftsführer des Hamburger Multi-Channel-Versenders Globetrotter Ausrüstung.

Online-Geschäft schafft mittlerweile 60,4 Prozent des Branchenumsatzes

Besonders stark entwickelte sich das Onlinegeschäft: Mit Begeisterung konnten allein von 2009 zu 2010 im E-Commerce-Bereich Umsatzsteigerungen von 2,8 Milliarden Euro auf 18,3 Milliarden Euro beobachtet werden.
Bei den Bestellmedien rangiert das Internet eindeutig ganz weit vorn – mit weiter steigender Tendenz. Lag 2009 der Umsatzanteil hier noch bei 53,3 Prozent, sind es nur ein Jahr später schon 60,4 Prozent.
„Forciert wird die Entwicklung durch eine stärkere Breitbanddurchdringung und eine zunehmende Internetaffinität aller Altersgruppen“, so Thomas Lipke.
„Außerdem ist dank eines rasant wachsenden Smartphone-Marktes und den damit verbesserten Zugangsmöglichkeiten ins mobile Internet und damit zu Mobile-Commerce-Angeboten das Einkaufen online nun von überall und jederzeit möglich“, so Lipke weiter..

Frauen sind die größten Umsatzträger für den Online- und Versandhandel

Bei der Kundenbetrachtung repräsentieren Frauen mit einem Anteil von 58 Prozent gegenüber den männlichen Kunden mit einem Anteil von 42 Prozent das starke Versandhandels-Geschlecht. Sie stehen für einen Jahresumsatz von 18,6 Milliarden Euro. Männliche Kunden bringen es auf rund zwei Drittel davon: auf 11,2 Milliarden Euro. Die Damen generieren zudem die meisten Umsätze durch eindeutig größere Warenkörbe als die Herren.
„Hervorzuheben sind hier noch die Multi-Channel-Versender, die sich als Zugpferde für die weibliche Klientel erweisen, denn die Kundinnen sorgen bei diesen Versendern allein für 11 Milliarden Euro Umsätze, der männliche Anteil schafft es hier gerade einmal auf 4,3 Milliarden Euro. Dafür sind die Internet-Pure-Player noch mehrheitlich in Männerhand“, sagt Lipke.

Vier Sparten als große Gewinner in der Steigerung der Online-Umsätze

Im Jahr 2010 gab es vier eindeutige Sparten-Gewinner die ihre Online-Umsätze im zweistelligen Bereich steigerten. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Herstellerversender, sie legten 2010 gegenüber dem Vorjahr um 42,6 Prozent zu, gefolgt von den Apothekenversendern. Diese punkteten mit einem Wachstum um plus 33,3 Prozent. Auch die Internet-Pure-Player konnten ihr Online-Geschäft um 27,9 Prozentpunkte ausbauen – auf 5,73 Milliarden Euro Umsatzvolumen. Das entspricht knapp einem Drittel des Online-Handelsvolumens von insgesamt 18,3 Milliarden Euro in 2010. Aber auch die Multichannel-Anbieter generierten im vergangenen Jahr online ebenfalls höhere Umsätze –
nämlich ein Plus von 14,7 Prozent. Anders ausgedrückt stieg ihr digitales Umsatzvolumen auf 6,7 Milliarden Euro und liegt damit über dem Online-Handels-Gesamtvolumen der Internet-Pure-Player.

Mode mit Abstand die umsatzstärkste Warengruppe (12,65 Mrd. Euro)

Der größte Umsatzbringer im interaktiven Handel waren auch im Jahr 2010 Bekleidung, Textilien und Schuhe. Deren Umsatzvolumen im Versandhandels-Geschäft ist 2010 zwar um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Wir reden hier aber immer noch von insgesamt 12,65 Milliarden Euro Umsatz. Platz zwei nehmen Medien, Bild- und Tonträger ein – wenn auch mit einem leichten Rückgang im Jahresvergleich um minus 3,9 Prozent auf 2,95 Milliarden Euro. An dritter Stelle rangieren Unterhaltungselektronik und E-Artikel mit 2,65 Milliarden Euro Umsatz. Dieses Segment kann sich zunehmenden Zuspruchs erfreuen: Der Umsatzanteil kletterte 2010 hier um enorme 44 Prozent.

Internet-Ausgaben der Deutschen bei 25,3 Mrd. € (Waren + dig. Dienstleistungen)

Im Jahr 2010 wurden nicht nur Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro geordert, sondern auch digitale Dienstleistungen wie Tickets für Veranstaltungen, Fahrkarten oder Entertainment im Wert von 7 Milliarden Euro (2009: 6,2 Mrd. Euro). Damit ergab sich 2010 für die Dienstleistungen eine Umsatzsteigerung von rund 13 Prozent. Betrachtet man die gesamten Ausgaben der Kunden im Internet 2010 kommt man auf die beachtliche Zahl von 25,3 Milliarden € (21,7 Mrd. €). Das ist ein Gesamtanstieg für Online-Waren und Dienstleistungen von rund 17 Prozent zum Jahr 2009.

Relevanz des Mediums Katalog ist ungebrochen

Der Katalog erfährt wie in den vergangenen Jahren auch nach wie vor eine tragende Rolle im Kommunikationsprozess des interaktiven Handels. Derzeit wird der klassische Papier-Katalog immer noch gern als Nachschlagewerk genutzt. So informieren sich zum Beispiel im interaktiven Handel derzeit noch mehr als durchschnittlich 65 Prozent aller Käufer aller Altersklassen (!) im papiernen Katalog, bevor sie ein Produkt über die unterschiedlichsten Bestellwege erwerben.
Peter Sonneck, TNS Infratest, bestätigt: „Trotz aller Digitalisierung ist der Katalog unverzichtbares Informations- und Inspirationsmedium, denn er liegt auch dann griffbereit in den Haushalten, wenn der Computerbildschirm einmal ausgeschaltet ist.
„Bis vor etwa einem Jahr hatte es für private Kunden immer noch einen Medienbruch zwischen Schauen und Kaufen gegeben. Diesen Effekt lösen nun Tablet-PCs wie das iPad endgültig auf. So bekommt der Katalog ein ganz neues Outfit und lebt in anderer Form neu auf. Viele unserer im Verband aktiven Händler setzen den elektronischen Katalog längst erfolgreich ein. Werfen Sie einen Blick in den App-Store, um sich einen Überblick über Tablet-PC-fähige Kataloge zu verschaffen. Mit dem elektronischen Katalog wird Inspirieren und Bestellen mittel- bis langfristig eine Veränderung erfahren, weil man nun Katalog-Feelings und Online-Bestellung in einem Medium vereinen kann“, sagt Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.

Nachgewiesener Einfluss auf das Online-Kaufverhalten durch Social Media

Social Media ist verstärkt seit dem Jahr 2010 in aller Munde. Welche Interessen Händler verfolgen, die Social-Media-Aktivitäten nachgehen, ist mit Verstärkereffekten und einem vereinfachteren Kundendialog erklärt. Die Händler bekommen zügige Rückkoppelungen und können schneller und konkreter auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden eingehen. „Derweil entstehen einfach handhabbare, offene Werbeplattformen und praxistaugliche Möglichkeiten, Produkte einem breiten Zielpublikum vorzustellen“, so Christoph Wenk-Fischer.
In der Studie 2010 wurde erstmals nach der Wahrnehmung der Kunden gegenüber Social Media gefragt. Schon während des vergangenen Jahres sind 20 Prozent aller befragten Personen auf
Angebote von Online-Händlern in sozialen Netzwerken aufmerksam geworden und nehmen die Aktivitäten der Händler positiv war.

Zukunftsperspektive: Geschätztes Branchenwachstum von 5,5 Prozent in 2011 /
Online wächst um 15,5 Prozent

Der Erfolg des Jahres 2010 wird sich auch im Jahr 2011 fortsetzen.
Der bvh schätzt aktuell ein 5,5-prozentiges Umsatzwachstum beim Gesamtversandhandel. Das entspricht 31,9 Milliarden Euro. Das E-Commerce-Volumen wird 2011 voraussichtlich um 15,5 Prozent wachsen. Der bvh rechnet die Umsatzzahlen im reinen Online-Handel auf 21,1 Milliarden Euro hoch.
„Bei der Hochrechnung der aktuellen Zahlen für 2011 wurden die Umsatzentwicklungen der letzten 5 Jahre mit der aktuellen Entwicklung verglichen. Weiterhin wurden aktuelle durch Händlerbefragungen gewonnene Erwartungen eingerechnet“, so Thomas Lipke.
„Drei Viertel der Deutschen sind Kunden einer Versandhandelslandschaft, die immer vielschichtiger wird. Nicht nur immer mehr Versender treten auf, auch die Informations- und Bestellmöglichkeiten werden immer vielfältiger. Die Grenzen zwischen verschiedenen Versendertypen scheinen zu verschwimmen: dem Grundsatz folgend, immer und überall für den Kunden erreichbar zu sein, werden alle Kommunikationswege genutzt: Internet, Katalog, Stationärhandel, Smartphone, Telefon usw.“, so Peter Sonneck, TNS Infratest.
„Die Motivation und Flexibilität der Branche macht letztendlich den Erfolg aus. Die wachsenden Zahlen haben in 2010 einmal mehr für die interaktiven Händler gesprochen“, so Christoph Wenk-Fischer weiter.

Quelle: bvh

441 gängige Abmahngründe bei eBay & Co hatten die SPD veranlasst, eine kleine Anfrage zum Thema Abmahnmissbrauch im Onlinehandel im Bundestag zu stellen.
Hier hatte ich darüber berichtet.
Die Antwort liegt nun vor:
Hier der Link.

Um es kurz zu machen:

Besonders häufig sind Verstöße gegen Impressumspflichten nach § 5 des Telemediengesetzes
(TMG), Verstöße gegen die Verordnung über Informations- und
Nachweispflichten nach bürgerlichem Recht (BGB-InfoV), Verstöße gegen Vorschriften
über Allgemeine Geschäftsbedingungen (§§ 305 ff. des Bürgerlichen
Gesetzbuchs) und Verstöße gegen die Preisangabenverordnung (PAngV).

Der Bundesregierung liegen keine Untersuchungen vor, aus denen sich verlässliche
Angaben über die Zahl missbräuchlicher Abmahnungen bzw. der dadurch
verursachten finanziellen Folgen ergeben.

Es wird derzeit sorgfältig und intensiv geprüft, ob und gegebenenfalls welche
gesetzgeberischen Maßnahmen ergriffen werden sollen. Daher gibt es derzeit
noch keine konkreten Gesetzgebungsvorschläge oder Planungen.

Als Laie würde ich die 8 Seiten umfassende Antwort in 5 Worten zusammenfassen: Alles bleibt wie es ist!

Obwohl ich fast alle Weihnachtsgeschenke online gekauft habe, musste ich mich heute doch noch ins Getümmel stürzen und habe mich gefragt, wie das früher eigentlich war?
Früher, als es das Internet noch nicht gab und man alle Geschenke im Einzelhandel kaufen musste.
Das muss Tage gedauert haben.
Und wie wird es in zehn Jahren sein?
Ich gehöre vermutlich zu den wenigen Frauen, für die Live-Shopping eine Qual ist.
Für mich ist das Internet eine Erlösung.
Ich hasse es mit Tüten bepackt in völlig überfüllten Kaufhäusern mit Musik zugedrönt zu werden, ununterbrochen angerempelt zu werden, mich über misslaunige ( kann ich ein Stück weit sogar verstehen) Verkäuferinnen zu ärgern, ewig an der falschen Kasse zu stehen – vor mir steht IMMER jemand, dessen Kreditkarte nicht funktioniert, der die Rechnung noch einmal genau aufgeschlüsselt haben möchte, im letzten Moment versucht zu handeln und auf Fehlersuche geht, oder eine Grundsatzdiskussion darüber führt, warum der Geschenkepackservice eine Etage höher ist.
Ich treffe diese Kasse mit schlafwandlerischer Sicherheit!

Dann noch schnell Lebensmittel einkaufen und das ist dann der größte Streß.
Früher gab es einmal “ Auslaufbahnen“ an den Kassen, so dass jeder Kunde in Ruhe seine Einkäufe einpacken konnte und die Ware des nächsten Kunden in der „Bahn nebenan“ landete.
Heute ist direkt nach der Kasse Schluß, der nächste fährt einem schon mit den Wagen in den Rücken wenn man nicht schnell genug alles wieder zurück in den Einkaufskorb wirft, um es dann erneut am Warenpacktisch aus- und endlich einzupacken.
Und wehe man hat kein passendes Geld dabei, oder schlimmer noch: man zahlt mit Karte- böse Blicke sind garantiert- schließlich sind alle auf der Flucht und müssen schnell, schnell, schnell weg!
Eigentlich erstaunlich, dass noch keine Sanduhren an den Eingängen stehen und ein lauter Piepton ertönt, wenn die Zeit abgelaufen ist.
Da lobe ich mir das Internet und wundere mich eigentlich, dass der Einzelhandel nicht erkennt, welche enorme Konkurrenz dort immer stärker wird.
Über den Preis kann der Handel kaum noch konkurrieren, wohl aber könnte er über den Service punkten, nur das was ich in den Geschäften heute wieder erlebt habe, ähnelt einer Kapitalflucht.
Die Kunden stören eigentlich nur, weil es noch immer viel zu viele sind. Vermutlich werden es in den nächsten Jahren weniger…!
Sie müssen schnellstmöglich durchgeschoben werden um Platz für die nächsten zu machen, die dann auch wieder zack-zack-zack abgefertigt werden.

Heute haben viele Internetshops noch große Defizite- bei vielen z.B. sind die Ladezeiten so lange, dass ich den Kauf abbreche.
Bei anderen ist die Übersicht so unübersichtlich, dass ich nicht finde was ich suche, oder die Versand-und Zahlungsbedingungen sind mir nicht geheuer, aber das wird sich alles ändern und dann?
Wird es dann im Handel wieder Verkäuferinnen geben, die sich Zeit für den Kunden nehmen?
Wird es dann wieder Kassen geben, an denen der Kunde in Ruhe einpacken und sein Wechselgeld ins Portemonaie stecken kann, ohne dass der Hintermann laut aufstöhnt?
Wird es dann wieder Verkäufer geben, die beraten können und auch Spaß daran haben?

Potential gibt es auf beiden Seiten.
Sowohl Internetshops als auch der Einzelhandel haben Optimierungsbedarf.
Ich bin ehrlich gespannt, wie es in Deutschland in zehn Jahren aussieht.

Mir hat die Live-Shoppingtour heute erst einmal wieder gereicht.
Ich habe wieder einmal mehr festgestellt: Es lebe das Internet!

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) will sich für die Beschränkung von Rückgaberechten im Online-Handel einsetzen.
Martin Wansleben, der DIHK-Hauptgeschäftsführer beklagt, dass Online-Kunden immer häufiger benutzte Waren zurückschicken würden.
Diese könnten dann nicht mehr verkauft werden und landen auf dem Müll.
Der wirtschaftliche Schaden für die Online-Verkäufer sei immens.
Schon bei kleinsten Formfehlern habe der Kunde sogar eine unbegrenzte Widerrufs- und Rückgabemöglichkeit beschwert sich Wansleben.
Das gelte auch für sogenannte anlassbezogene Artikel wie Weihnachtsdekorationen oder Kostüme für Karneval.
Es komme laut Wansleben sogar vor, dass Verbraucher über eBay einen Satz Winterreifen kauften, ihn für einen zehntägigen Urlaub nutzten und danach von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machten.
Er forderte die EU nun auf, den Ausnahmekatalog beim Rückgaberecht zu erweitern.
So solle z.B. bei Produkten, die aus hygienischen Gründen nur unbenutzt verkauft werden könnten, ein Widerrufsrecht nur dann bestehen, wenn die Ware noch originalverpackt sei.
Ich würde es begrüßen, wenn der DIHK mit seiner Forderung Erfolg hat!

“ Click & Pick “ könnte ein neues Amazon Konzept werden.
Noch ist es nicht offiziell, aber die Times und einige andere Medien berichten heute, dass Amazon in Großbritannien nach Ladengeschäften in guter Lage sucht.
Nach Vorbild des britischen Einzelhändlers “ Argos„, bei dem schon 18% der online gekauften Artikel in den stationären Ladengschäften abgeholt werden, soll auch das Amazon Modell funktionieren.
Die Kunden kaufen online ein und holen die Ware ab.
Mir persönlich ist das Konzept noch nicht ganz klar: Ich kaufe online weil es bequemer ist, weil ich die Ware ins Haus geliefert bekomme und weil ich unabhängig von Öffnungszeiten bin.
Mir würde es nicht einfallen Ware online zu kaufen und dann doch ins Geschäft zu gehen um sie abzuholen- dann könnte ich ja gleich ins Geschäft gehen.
Anders sieht es aus, wenn Amazon kein reines Lager anbietet, sondern ein klassisches Ladengeschäft, in dem ich stöbern, anfassen und ausprobieren kann.
Interessant ist die Entwicklung in jedem Fall.
Vor einigen Jahren gingen die Einzelhändler online, jetzt gehen die Onlinehändler in den Einzelhandel.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. ( bvh) jubelt:
Der Versandhandel gewinnt trotz Krise.

  • Online-Handel legt 15 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro zu (+15%)
  • Online-Anteil der Branche überspringt erstmals 50-Prozent-Marke
  • Gewerbliche Ebay-Händler können ihren Umsatz voraussichtlich um 7,2 Prozent auf rund 2,2 Mrd. Euro (2008: 2,08 Mrd. Euro) steigern.

Leicht rückläufig sind die Umsätze in den Bereichen:

  • Kleidung
  • Unterhaltungselektronik

Zuwächse werden 2009 für folgende Bereiche erwartet:

  • Medien ( Bücher, CDs, DVDs)
  • Haushaltsgeräte
  • Computer & Zubehör
  • Medikamente

Der Onlinehandel wächst gegen den allgemeinen Trend im Einzelhandel.
Den größten Umsatz erwirtschaften Versender mit parallelem Katalog- und Internetangebot.
In diesem Bereich könnte eventuell für eBay-Händler noch Potential sein.
Viele eBay-Händler betreiben heute parallel von eBay unabhängige Online-Shops aber kaum ein klassisch gewachsener eBay-Powerseller bietet seinen Kunden einen gedruckten Katalog an.
Laut bvh nutzen 69% der Internetkäufer den Katalog als Informationsquelle bevor sie im Internet bestellen.
Insgesamt machen die Zahlen Mut und verbreiten Optimismus!