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Einen kleinen Sieg konnte eBay im Dauerstreit mit dem Luxuskonzern LVMH doch noch erringen.
2008 wurde eBay zu einer Zahlung von 38,6 Millionen Euro verurteilt,weil auf der Plattform gefälschte LVMH-Produkte gehandelt wurden.
Zur LVMH – Gruppe gehört unter anderem die Marke Louis Vuitton.
Gestern wurde die Schadenersatzforderung gegen eBay von einem Pariser Berufungsgericht um 33 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro gesenkt.

Sowohl eBay als auch LVHM verbuchen das Urteil als Erfolg.

eBay sieht in der deutlichen Reduzierung der Geldstraße die Bestätigung, wie haltlos die Vorwürfe von LVMH gewesen seien.
Aber auch LVHM findet ein Argument, um den Erfolg für sich zu verbuchen:
Grundsätzlich habe das Gericht es abgelehnt der Argumentation eBays zu folgen, dass es lediglich die Plattform für einen An- und Verkauf stelle und nicht selbst aktiv werde.

2008 war es eBay durch eine Unterlassungsverfügung untersagt worden den Handel mit Produkten der Marken Christian Dior, Guerlain, Givency und Kenzo auf der eBay Plattform an französische Nutzer zu ermöglichen.
Alle Marken gehören zum Luxuskonzern LVMH, zu dem bekannte Marken wie Louis Vuitton,Moët & Chandon, Gucci, Fendi, Donna Karan, Tag Heuer und viele andere Luxusmarken gehören.
eBay hatte daraufhin Filtersoftware installiert, die Produkte der betroffenen Marken für die französischen Nutzer unsichtbar und unzugänglich machen sollte.
Nun haben natürlich einige Verkäufer Mittel und Wege gefunden die Filter zu umgehen und dadurch konnte LVMH dem Gericht 1.341 Angebote vorlegen, die trotz Unterlassungsverfügung eingestellt waren.
eBay soll nun eine Ordnungsstrafe in Höhe von 1,7 Mio Euro zahlen.
Laut eBay waren 81% der Produkte vom Verkäufer nicht richtig beschrieben, enthielten eine falsche Schreibweise oder gar keine Nennung des Markennamens oder waren nur über eingestellte Bilder des Produkts identifizierbar.
Das ist natürlich dann selbst für eine Filtersoftware ein Problem die betreffenden Produkte aufzuspüren.
eBay wird in Berufung gehen, weil eBay die Ordungsstrafe von 1,7 Mio für unverhältnismäßig hoch hält.
Kein Wunder, dass eBay die Petition zur Beschränkung des Onlinehandels gestartet hat- schließlich sind hier eBay’s eigene Interessen betroffen.
Die Berufungsverhandlungen zu der Unterlassungsverfügung und zwei weiteren Fällen mit Bezug zu LVMH sind für Mai 2010 geplant.

LVMH, der weltweit größte Luxusgüterkonzern zu dem unter anderem Marken wie Louis Vuitton und Christian Dior gehören, hatte eBay ursprünglich auf die Zahlung einer Vertragsstrafe von vier Millionen Euro verklagt.
Der Vorwurf: eBay würde seine Kunden über Links zu gefälschten Produkte des Konzerns leiten.
Ein französisches Gericht erkannte nun gestern eine Schuld von eBay an, blieb jedoch mit einer Strafe von 80.000 Euro weit unter der von LVMH geforderten Summe.


Für eBay ist es vermutlich fast unmöglich Original & Fälschung zu trennen.
Um wirklich sicher zu gehen, dass keine Fälschungen der betreffenden Markenhersteller angeboten werden müsste eBay fast den Handel mit diesen Marken verbieten oder vorab von Verkäufern Nachweise anfordern, dass es sich um Originale handelt.
Das würde vermutlich vom Personalaufwand nicht zu realisieren sein.
So haben sich dann die Markenhersteller mit diesem Urteil bereits ein kleines Hintertürchen geschaffen, falls eBay mit der Online-Petition Erfolg hat.
Dann würden Markenhersteller zwar nicht das Recht haben, den Verkauf ihrer Produkte pauschal zu verbieten oder die Preise vorzuschreiben, aber auf der anderen Seite müsste eBay den Markt frei von Produktfälschungen halten und das ist vermutlich nicht umsetzbar – also müssten die betreffenden Marken vielleicht wirklich ganz aus dem Angebot genommen werden.
Und damit hätte LVHM dann auf ganzer Linie gewonnen.