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Einen kleinen Sieg konnte eBay im Dauerstreit mit dem Luxuskonzern LVMH doch noch erringen.
2008 wurde eBay zu einer Zahlung von 38,6 Millionen Euro verurteilt,weil auf der Plattform gefälschte LVMH-Produkte gehandelt wurden.
Zur LVMH – Gruppe gehört unter anderem die Marke Louis Vuitton.
Gestern wurde die Schadenersatzforderung gegen eBay von einem Pariser Berufungsgericht um 33 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro gesenkt.

Sowohl eBay als auch LVHM verbuchen das Urteil als Erfolg.

eBay sieht in der deutlichen Reduzierung der Geldstraße die Bestätigung, wie haltlos die Vorwürfe von LVMH gewesen seien.
Aber auch LVHM findet ein Argument, um den Erfolg für sich zu verbuchen:
Grundsätzlich habe das Gericht es abgelehnt der Argumentation eBays zu folgen, dass es lediglich die Plattform für einen An- und Verkauf stelle und nicht selbst aktiv werde.

Nicht nur bei eBay räumen Markenfirmen wie Louis Vuitton auf.
Wie Focus Online hier berichtet, soll eine österreichische Touristin 1000 Euro Strafe zahlen, weil sie in Italien am Strand für 7 Euro eine gefälschte Louis Vuitton Tasche gekauft hatte.
In Italien ist der Verkauf von gefälschten Markenartikeln streng verboten und zieht bei Verstoß hohe Geldbußen nach sich.
Weil das kaum jemand weiß und die Hotels vor Ort um die Touristen fürchten, denen eine Geldstrafe auferlegt wurde, haben sich die Hoteliers vor Ort zu einer ungewöhnlichen Aktion entschieden.
Sie protestierten bei der Stadtverwaltung und sammelten gleichzeitig Spenden für die Österreicherin, damit diese ihre Geldstrafe bezahlen kann.

Fazit: Es lohnt sich nicht Plagiate zu kaufen! Für 1000 Euro bekommt man auch eine echte Louis Vuitton Tasche!

Erneut soll eBay eine Schadenersatzzahlung in Höhe von 200.000 Euro an Louis Vuitton zahlen.
Zuzüglich Anwaltsgebühren in Höhe von 30.000 Euro.
Ein Pariser Gericht bestätigt mit diesem Urteil, dass eBay den Markennamen Louis Vuitton geschädigt hat.
Weitere Verstöße gegen Louis Vuittons Markenrechte sollen eBay zukünftig jeweils 1000 Euro kosten.

Google Adwords

Yohan Ruso, Geschäftsführer von Ebay in Frankreich: „In dem Fall geht es um die Benutzung von Adwords, die Käufer zu authentischen Produkten führen, die auf Ebay angeboten werden. Der Rechteinhaber nutzt seine Klage, um zu kontrollieren, was Menschen kaufen dürfen, wo sie es kaufen können und wie viel sie dafür bezahlen müssen.“
Laut eBay stehe die Entscheidung im Widerspruch zu einem Berufungsurteil, das ein belgisches Gericht in einem ähnlichen Rechtsstreit zwischen Ebay und Ralph Lauren im Februar 2009 gefällt habe.
Man warte nun auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Verwendung von Adwords.

Mir persönlich ist nicht ganz klar, wie eBay bei Google Adwords sicherstellen kann, dass tatsächlich nur Original Produkte von Louis Vuitton angezeigt werden.

Bereits im November 2009 wurde eBay dazu verurteilt, 1,7 Milllionen Euro an den Luxuskonzern LVHM zu zahlen, zu dem die Marke Louis Vuitton gehört.
Hier hatte ich darüber berichtet.


LVMH, der weltweit größte Luxusgüterkonzern zu dem unter anderem Marken wie Louis Vuitton und Christian Dior gehören, hatte eBay ursprünglich auf die Zahlung einer Vertragsstrafe von vier Millionen Euro verklagt.
Der Vorwurf: eBay würde seine Kunden über Links zu gefälschten Produkte des Konzerns leiten.
Ein französisches Gericht erkannte nun gestern eine Schuld von eBay an, blieb jedoch mit einer Strafe von 80.000 Euro weit unter der von LVMH geforderten Summe.


Für eBay ist es vermutlich fast unmöglich Original & Fälschung zu trennen.
Um wirklich sicher zu gehen, dass keine Fälschungen der betreffenden Markenhersteller angeboten werden müsste eBay fast den Handel mit diesen Marken verbieten oder vorab von Verkäufern Nachweise anfordern, dass es sich um Originale handelt.
Das würde vermutlich vom Personalaufwand nicht zu realisieren sein.
So haben sich dann die Markenhersteller mit diesem Urteil bereits ein kleines Hintertürchen geschaffen, falls eBay mit der Online-Petition Erfolg hat.
Dann würden Markenhersteller zwar nicht das Recht haben, den Verkauf ihrer Produkte pauschal zu verbieten oder die Preise vorzuschreiben, aber auf der anderen Seite müsste eBay den Markt frei von Produktfälschungen halten und das ist vermutlich nicht umsetzbar – also müssten die betreffenden Marken vielleicht wirklich ganz aus dem Angebot genommen werden.
Und damit hätte LVHM dann auf ganzer Linie gewonnen.