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Der U.S. Supreme Court ( oberste Gerichtshof) hat am Montag die Berufung von Tiffany & Co zurückgewiesen, nach der eBay für Markenrechtsverletzungen seiner Verkäufer haftbar gemacht werden sollte.
Interne Nachforschungen von Tiffany hätten ergeben, dass 75 % der bei eBay angebotenen Tiffany Artikel gefälscht seien. eBay konterte, jährlich 20 Millionen Dollar in “ safe trading“ Programme zu investieren.
eBay liegt mit Tiffany & Co bereits seit 2004 im Streit.
Schon 2008 hatte eBay den Sieg errungen.
Der damalige Richter stellte fest, dass eBay betroffene Artikel sofort löscht, sobald eBay Kenntnis davon erhält, dass es sich um Fälschungen handelt.
Der Fall wurde mit Spannung verfolgt, weil die Entscheidung nicht nur für eBay, sondern auch für andere Internetfirmen wie Google von Bedeutung ist.

Einen kleinen Sieg konnte eBay im Dauerstreit mit dem Luxuskonzern LVMH doch noch erringen.
2008 wurde eBay zu einer Zahlung von 38,6 Millionen Euro verurteilt,weil auf der Plattform gefälschte LVMH-Produkte gehandelt wurden.
Zur LVMH – Gruppe gehört unter anderem die Marke Louis Vuitton.
Gestern wurde die Schadenersatzforderung gegen eBay von einem Pariser Berufungsgericht um 33 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro gesenkt.

Sowohl eBay als auch LVHM verbuchen das Urteil als Erfolg.

eBay sieht in der deutlichen Reduzierung der Geldstraße die Bestätigung, wie haltlos die Vorwürfe von LVMH gewesen seien.
Aber auch LVHM findet ein Argument, um den Erfolg für sich zu verbuchen:
Grundsätzlich habe das Gericht es abgelehnt der Argumentation eBays zu folgen, dass es lediglich die Plattform für einen An- und Verkauf stelle und nicht selbst aktiv werde.