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Amazon hat die Teilnahmebedingungen noch einmal geändert:
Hier der Link.
Spannend ist folgender Punkt:
1.5. Nichterfüllung von Paritätsverpflichtungen.
Wenn Sie von einer Nichterfüllung einer der Anforderungen in diesem Abschnitt 1.1 Kenntnis erhalten, werden Sie davon nachteilig betroffene Kunden unverzüglich durch entsprechende Erstattungen entschädigen.

Ich bin nicht sicher, ob das nun eine Abschwächung oder eine Verschärfung der Paritätsforderung ist.
Man könnte es beidseitig interpretieren.
Abschwächung in dem Sinn: Sie dürfen zwar gegen die Paritätsforderung verstoßen, sich aber nicht erwischen lassen und wenn sie sich erwischen lassen, zahlen Sie dem Kunden die Differenz.

Vorher hieß es- wer dagegen verstößt fliegt raus, das hört sich jetzt schon etwas moderater an.
Verkäufer, die nicht bereit sind, Preisparität zu bieten, sollten ihre Angebote entfernen, da Verkäufer, die unsere Geschäftsbedingungen nicht einhalten, das Recht auf Amazon.de zu verkaufen verlieren werden.

Verschärfung:
Wer nicht spurt, zahlt erst einmal! ( und fliegt vielleicht trotzdem raus?!)

Nachvollziehen kann ich das “ Gezicke “ so oder so nicht.
Traurig, dass Amazon das überhaupt nötig hat.

Alibaba ist vielen Powersellern als führende chinesische B2B Plattform bekannt und Alibaba ist an der höchstmöglichen Sicherheit bei der Abwicklung von Transaktionen zwischen Käufern & Verkäufer gelegen.
So gibt es z.B. bei Alibaba eine “ schwarze Liste“ mit Verkäufern, die bereits vom Handel ausgeschlossen wurden.
Gestern gab Alibaba die Bereitstellung eines Fonds bekannt, aus dem Betrugsopfer rückwirkend seit 2009 eine Entschädigung erhalten, wenn sie Opfer eines Betruges durch einen chinesischen “ Gold Supplier“ geworden sind.
2009 wurden insgesamt 456 geprüfte und berechtigte Betrugsfälle gemeldet, das entspricht weniger als 0,05 % der Gesamttransaktionen.
Diejenigen, die weniger als 1400 Dollar verloren haben, erhalten 70 % der Summe als Entschädigung- diejenigen, die mehr als 1400 Dollar verloren haben, erhalten pauschal 1000 Dollar.
Zur Auszahlung steht insgesamt eine Summe in Höhe von 250.000 Dollar zur Verfügung.
Alibaba wird in der nächsten Woche beginnen die Geschädigten anzuschreiben und ihnen die Details mitteilen, wie sie ihre Entschädigung bekommen können.
Welche Summe der Fond für 2010 bereitstellen wird, wird Mitte April veröffentlicht.


Am 12. März kam übrigens das Gerücht auf, dass Alibaba in Zukunft möglicherweise PayPal anbieten wird.
Ich hatte hier darüber berichtet.
Dieses Gerücht wurde von Alibaba bisher nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert.

eBay hat dem Sozialplan für die 400 Mitarbeiter, die gekündigt werden sollen, zugestimmt.

Die Entschädigung, die eBay an die betroffenen Mitarbeiter zahlt, liegt im zweistelligen Millionenbereich.
Laut Ver.di erhalten die Betroffenen eine Abfindung von 1,95 Bruttomonatsgehältern pro Beschäftigungsjahr.
Für Mitarbeiter über 45 erhöht sich der Betrag auf 2,1 Monatsgehälter.
Pro Kind gibt es 2.500 Euro zusätzlich, Schwerbehinderte erhalten 5.000 Euro extra.
Zusätzlich wird eine Transfergesellschaft gegründet, in der ausgeschiedene Mitarbeiter zunächst mit 80 Prozent der bisherigen Bezüge weiter beschäftigt werden.
Sie erhalten später ebenfalls ihre Abfindung mit geringen Abschlägen.
Auch soll interessierten Beschäftigten mit Qualifikationsmaßnahmen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz geholfen werden.

Wenn auch kein Grund zum jubeln, so ist es doch ein kleiner Erfolg!

LVMH, der weltweit größte Luxusgüterkonzern zu dem unter anderem Marken wie Louis Vuitton und Christian Dior gehören, hatte eBay ursprünglich auf die Zahlung einer Vertragsstrafe von vier Millionen Euro verklagt.
Der Vorwurf: eBay würde seine Kunden über Links zu gefälschten Produkte des Konzerns leiten.
Ein französisches Gericht erkannte nun gestern eine Schuld von eBay an, blieb jedoch mit einer Strafe von 80.000 Euro weit unter der von LVMH geforderten Summe.


Für eBay ist es vermutlich fast unmöglich Original & Fälschung zu trennen.
Um wirklich sicher zu gehen, dass keine Fälschungen der betreffenden Markenhersteller angeboten werden müsste eBay fast den Handel mit diesen Marken verbieten oder vorab von Verkäufern Nachweise anfordern, dass es sich um Originale handelt.
Das würde vermutlich vom Personalaufwand nicht zu realisieren sein.
So haben sich dann die Markenhersteller mit diesem Urteil bereits ein kleines Hintertürchen geschaffen, falls eBay mit der Online-Petition Erfolg hat.
Dann würden Markenhersteller zwar nicht das Recht haben, den Verkauf ihrer Produkte pauschal zu verbieten oder die Preise vorzuschreiben, aber auf der anderen Seite müsste eBay den Markt frei von Produktfälschungen halten und das ist vermutlich nicht umsetzbar – also müssten die betreffenden Marken vielleicht wirklich ganz aus dem Angebot genommen werden.
Und damit hätte LVHM dann auf ganzer Linie gewonnen.