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Es fällt mir schwer, diesen Artikel so sachlich und emotionslos wie möglich zu schreiben, daher werde ich versuchen, nur die Fakten aufzuzählen.

eBay Betrüger ist Gott, Verkäufer bleiben bei eBay auf der Strecke

– Australischer Käufer kauft am 27.5.2015
– der erwartete Liefertermin ist der 22.06.
– Paket wurde nachweislich am 10.06. ausgeliefert,der Empfang wurde persönlich von dem Käufer quittiert.
– Käufer hinterlässt am 26.06. ( 16 Tage NACH nachweisbarer Auslieferung) negatives Feedback – größter eBay Betrüger, keine Ware, keine Trackinginfo!
– Käufer eröffnet am 30.06. ( 20 Tage NACH nachweisbarer Auslieferung) einen PayPal Fall “ Artikel nicht erhalten“
– PayPal Fall wird zu meinen Gunsten entschieden, denn ich kann in der Zwischenzeit sogar die Auslieferung am 10.06. nachweisen
– die negative Bewertung und der Mangel wird von eBay als berechtigt?! angesehen und nicht gelöscht


Und hier etwas ausführlicher:

– Käufer aus Australien kauft am 27.05. einen Artikel für 179,97 Dollar bei eBay.com – als Bearbeitungsdauer sind 2 Tage angegeben
– Am 29.05. wurde der Artikel nachweislich verschickt ( Einschreiben Deutsche Post)
– Am 17.06. fragt der Käufer per Mail nach, warum er seinen Artikel noch nicht erhalten hat.
Laut eBay ist der zu erwartende Liefertermin der 22.06.!
– Ich stelle sofort einen Nachforschungsantrag bei der Deutschen Post und zusätzlich auch bei der Australischen Post.
– Der Käufer bombardiert mich in den Folgetagen mit Mails – er will sein Geld zurück. Er kann noch keinen Fall eröffnen, weil die Lieferfrist noch nicht abgelaufen ist.
– Das Problem ist, dass die Deutsche Post bei Sendungen nach Australien nur schreibt „Die Sendung wurde am 29.05.2015 eingeliefert“. In Australien ist kein Onlinetracking von Einschreibebriefen der Deutschen Post möglich, hier kommt die Anzeige “ Item not trackable“ – ABER natürlich wird die Sendung nur gegen Unterschrift ausgeliefert und bei einer Nachforschung ist die Auslieferung dann auch nachweisbar.
– Der Käufer zweifelt die Richtigkeit der Trackingnummer an – ich sende ihm eine Kopie des Original Versandaufklebers zusammen mit dem Einlieferungsbeleg und einen Screenshot der Nachforschung bei der Australischen Post.
– Er will sein Geld zurück, hat aber noch immer keinen Fall bei eBay / PayPal eröffnet.
– Am 26.06. hinterlässt er ein vernichtendes Feedback, das meinen Account sofort in die Knie zwingt und die Verkäufe gegen Null fährt: Übersetzt in etwa: Der größte eBay Betrüger, keine Ware, kein Versandnachweis.
– Am 26.06. rufe ich bei eBay.com an und versuche, dieses Feedback löschen zu lassen, denn es stimmt so nicht. Die Tracking Nummer ist hinterlegt und ich kann den Versand nachweisen, insofern kann der Kunde mich nicht als Betrüger bezeichnen.
– eBay.com bleibt hart und löscht das Feedback nicht, denn ich kann zwar den Versand, aber nicht die Auslieferung nachweisen.
Mein Einwand, dass man wohl niemanden als Betrüger bezeichnen kann, der den Versand nachweisen kann, zählt bei eBay nicht.
Auch nicht, dass die Trackingnummer hinterlegt ist und nachweislich stimmt.
Wie immer kommt die Aussage von eBay : „Macht doch nichts, sie bleiben ja trotzdem ein Top Rated Seller,kommentieren Sie die Bewertung und alles wird gut“
– Ich telefoniere mit verschiedenen Anwälten, aber da es ein eBay.com Fall ist und der Käufer in Australien sitzt, machen sie mir keine Hoffnung, dass ich die Bewertung auf rechtlichen Wegen löschen lassen kann.
– Am 30.06. eröffnet der Käufer einen PayPal Fall
– Am 01.07. bekomme ich von der Australischen Post die Nachricht, dass die Ware am 10.06. ausgeliefert wurde und der Empfang von dem Käufer persönlich quittiert wurde!
– Daraufhin entscheidet PayPal den Fall sofort zu meinen Gunsten
– Ich telefoniere wieder mit eBay, denn nun kann ich nachweisen, dass der Käufer der Betrüger ist:
Er hat das Paket am 10.06. in Empfang genommen, am 26.6. ein Feedback hinterlassen, in dem er behauptet, die Ware nicht erhalten zu haben und er hat sogar noch versucht, sich das Geld über PayPal zurückzuholen.
– Und eBay löscht diese Bewertung nicht, denn sie sehen die Bewertung und den Mangel als berechtigt an?!

Der Käufer darf weiter bei eBay handeln, als wäre nie etwas gewesen. Die Tatsache, dass er versucht hat, sich Geld zu erschleichen, obwohl die Ware längst ausgeliefert war und dann auch noch die Unverschämtheit besitzt, einen Verkäufer Account mit einer vernichtenden Bewertung, die nachweislich nicht stimmt, zu zerstören – all das interessiert eBay nicht.
Der Käufer ist der liebe Gott und wenn er dabei ein wenig betrügt, dann drückt eBay beide Augen zu – Hauptsache der Käufer ist glücklich.

Ich vermute, dass der Käufer diese Geschichte abziehen wollte, nur hat er nicht auf die Fristen geachtet:
So öffnet eBay internationalen Betrügern Tür und Tor
So habe ich in diesem Fall wenigstens nicht mein Geld verloren.

Mir fehlen die Worte!

Shop Kündigung nur mit finanziellen Verlusten möglich

Ich wollte übrigens nach der (und vielen anderen Betrüger-Stories) meinen Shop bei eBay.com kündigen, denn dieser Account ist jetzt nicht mehr nutzbar und ich habe offen gestanden auch keine Lust mehr auf eBay. Mein Lager muss ich noch abverkaufen, aber ich habe keine neue Ware für den Verkauf auf eBay.com mehr bestellt.
Natürlich bin ich Profi genug, um die Black Hat Methoden zu kennen, mit denen ich den Account in ein paar Tagen wieder aufbauen und die Bewertung neutralisieren kann, aber will ich das? Ist das das eBay, das ich als meinen Geschäftspartner möchte? Nein!
International direkt auf eBay.com zu handeln ist bei eBay mit so vielen Hürden verbunden und eBay ist in diesem Bereich einfach noch immer nicht professionell aufgestellt.
So stehe ich seit August 2014 mit eBay in Kontakt, weil das Tracking für DHL bei eBay falsch verlinkt ist, und eBay hat es in 11 Monaten nicht geschafft, diesen einen Link ( der statt zu DHL zu DHL Express geht) auszutauschen. Dieser Bug bedeutet extreme Mehrarbeit für jeden Seller, für eBay wäre das in 1 Minute lösbar, denn es muss nur ein einziger Link ausgetauscht werden – das könnte jeder Praktikant, aber eBay hat es auch nach 11 Monaten noch nicht geschafft.
Das ist eine von vielen, vielen Hürden und mir ist die Lust auf eBay nun endgültig vergangen.

Leider müsste ich eine „Strafgebühr“ für die vorzeitige Kündigung zahlen.
Darüber kann ich mich nicht aufregen,weil eBay das klar kommuniziert, aber das muss man sich überlegen, wenn man bei eBay ein Jahresabo abschließt.

Update
Es war ein zähes Ringen mit endlosen Telefonaten und unzähligen Mails, aber die Bewertung wurde nun gelöscht.
Ein ausführliches Update mit einer Handlungsanleitung für solche Fälle reiche ich spätestens am Montag nach.
Für diese Woche ist mein Kommunikationsbedarf in Sachen eBay mehr als gedeckt.
Hier geht es weiter:
eBay Kundenservice: Lassen Sie sich nicht abwimmeln!

Folgender Fall zeigt, wie eBay internationalen Betrügern Tür und Tor öffnet und als Sahnehäubchen den Verkäufern die Mängelquote in die Höhe treibt:

Ein Käufer aus Saudi-Arabien hat bei mir am 27.Januar 2015 einen Artikel für 119 Dollar (auf eBay.com) gekauft.
Am 09.März 2015 hat er einen Fall eröffnet „Artikel nicht erhalten“ und mir damit einen Mangel beschert.
Das Tracking stoppte am 12.Februar mit dem letzten Eintrag „Out for delivery“ und aus meiner Erfahrung bedeutet das eigentlich fast immer, dass die Ware ausgeliefert wurde, aber der letzte Schritt „delivered“ nicht gescannt wurde.
Beweisen kann ich die Auslieferung damit natürlich nicht, also muss ich einen Nachforschungsantrag stellen.
Der Käufer fackelt nicht lange, schaltet eBay ein und lässt sich die 119 Dollar erstatten.

Nun habe ich von der Post den Nachweis erhalten, dass die Ware tatsächlich am 12.Februar – also lange BEVOR er behauptet hat, die Ware nicht erhalten zu haben, ausgeliefert worden ist.

Und nun kommt eBay ins Spiel:
Ich kann keinen Einspruch mehr einlegen, weil die 30 Tages Frist (nach Fallschließung) verstrichen ist.
Die Post beruft sich laut Weltpostvertrag grundsätzlich darauf, dass sie 8 Wochen Zeit hat, die Ergebnisse einer Nachforschung vorzulegen.
Kommt also eine Nachforschung ins Spiel, kann ich die Frist nicht einhalten und der kriminell ambitionierte Käufer weiß das.
Was er auch weiß, denn das zeigt die recht lange Frist, in der er sich entschlossen hat, einen Fall zu melden:
90 Tage nach dem Kauf kann ich ihn nicht einmal mehr an eBay melden.
Und so funktioniert die Masche, die eBay deckt:

Der Käufer sieht im Tracking, dass der letzte Schritt „delivered“ fehlt. Er schöpft die Frist aus – das ist wichtig, damit ich ihn später nicht melden kann – und eröffnet recht spät einen Fall, in dem er behauptet, die Ware nicht erhalten zu haben.
Er weiß, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht das Gegenteil behaupten kann und er weiß auch, dass es dauert, bis ein internationaler Nachforschungsauftrag Ergebnisse liefert. Er schließt den Fall schnell, weil er vorher schon genug Zeit geschunden hat, damit ich ihn später nicht mehr melden kann.

Am Ende hat er die Ware und das Geld zurück, kann als Käufer wegen Fristüberschreitung nicht mehr gemeldet werden und so auch nicht auffällig werden und als Krönung hat der Verkäufer auch noch einen Mangel im Cockpit.

Positiv muss ich in diesem Konflikt PayPal erwähnen. PayPal kann natürlich gar nichts unternehmen, weil der Fall über eBay geöffnet wurde, aber PayPal hat mir aus Kulanz die PayPalgebühren gutgeschrieben, während eBay nicht einmal aus Kulanz den Mangel entfernt, obwohl ich jetzt mit dem Ergebnis der Nachforschung nachweisen kann, dass der Käufer eBay und mich betrogen hat.

Diese Masche würde so immer wieder funktionieren und der Verkäufer hat absolut keine Chance das abzuwehren.
Der Tipp von eBay an dieser Stelle: Gehen Sie gegen den Käufer zivilrechtlich vor…( das wäre sicher ein Heidenspaß in Saudi-Arabien).

Die Märkische Allgemeine berichtet von einer Frau, die versucht hat einen eBay Verkäufer zu schädigen und dabei glücklicherweise von einem pfiffigen Polizeibeamten überführt werden konnte.
Sie hatte bei eBay ein Brautkleid ersteigert und dann behauptet ein leeres Paket erhalten zu haben.
Ihre PayPalzahlung ließ sie zurückbuchen und erstattete ( auf Bitten des Verkäufers) sogar Anzeige bei der Polizei.
Allerdings hat sie wohl nicht damit gerechnet, dass auch Polizisten manchmal ungewöhnliche Ermittlungsmethoden haben, denn als sie kurz danach in genau diesem Hochzeitskleid, das sie angeblich nie bekommen hatte, das Ja-Wort hauchte, hatte sich ein Trauzeuge der besonderen Art unter die Hochzeits-Gesellschaft gemischt: Der ermittelnde Beamte!
Dieser erkannte die Bilder des angeblich verschwundenen Hochzeitskleides und überführte die Braut.
Mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je fünf Euro ist sie nach meinem Empfinden viel zu glimpflich davongekommen – bedenkt man, welche Konsequenzen dieser Betrug für den gewerblichen eBay Verkäufer hätte haben können, wenn der Fall nicht aufgeklärt worden wäre.

Ein Amerikaner hat mit rund 280 gefälschten Picasso und Chagall Gemälden eBay-Käufer um bis zu 2,5 Millionen Euro betrogen.
Ihm droht nun eine Haftstrafe.
Ganz billig waren seine Fälschungen nicht.
So musste er z.B. für die Herstellung von acht Porträt-Falsifikaten von Marc Chagall einen Stückpreis von 20.000 Euro bezahlen. Kassiert hat er bei eBay dann das Dreifache.
Hatte er einen Kunstkenner erwischt, der die Fälschung erkannte, nahm er das Gemälde zurück, wartete einige Monate und bot es bei eBay dann erneut zum Kauf an.
Laut Staatsanwaltschaft ist er einer von sieben Händlern, die ihren Kunden Fälschungen von Picasso, Liechtenstein, Chagall, Joan Miro und Salvador Dali angeboten haben.
Die Verfahren gegen die anderen “ Kunsthändler “ laufen noch.
Wenn es nach dem Willen des Staatsanwalts ginge, müsste der Fälscher für mindestens 20 Jahre ins Gefängnis und zusätzlich eine Geldbuße von 250.000 Dollar zahlen.