Marke Semikolon
Bei etsy.com und Amazon.com gibt es im Bereich „Jewelry“ zur Zeit Probleme bei der Verwendung des ; ( Semikolon) Zeichens, denn dieses Zeichen ist als Marke geschützt und der Inhaber meldet bei etsy und Amazon eine Markenrechtsverletzung an.
Betroffen sind auch Verkäufer, die das Semikolon lediglich als Satzzeichen in den Bullet Points verwenden.

Wie Tamebay heute berichtet, hat Amazon ein „Unterwasser Storage“ Patent angemeldet.
FBA und eigene Amazon Ware soll in wasserfesten Containern unter Wasser gelagert werden und je nach benötigter Tagesmenge geborgen werden. Die Idee ist nicht so abwegig, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint und könnte in ferner Zukunft durchaus Gestalt annehmen.
Ich würde wetten, dass Jeff Bezos längst im Hinterkopf plant, das erste Lager auf dem Mond zu errichten – das wäre dann ein weiteres Patent.

Der chinesische Markt ist für Onlinehändler ein ganz interessanter Markt, aber bisher ist es relativ schwierig, in China Fuß zu fassen. Das könnte sich im Herbst ändern!
Wie tamebay heute berichtet, wird Newegg im Herbst die Eintrittsbarriere erleichtern.
Die Strategie hört sich vielversprechend an:
Die Artikel werden über den US Marktplatz von Newegg angeboten und sollen über diese Plattform die Chinesen erreichen. Das wäre erst einmal nichts besonderes, denn Chinesen können auch bei eBay.com und Amazon.com einkaufen.
Was jedoch anders sein wird: Newegg wird chinesische Zahlmethoden anbieten und den Versand und den Support übernehmen. Damit wird es um einiges leichter, in den chinesischen Markt einzutreten. Das dürfte spannend werden!

Eigentlich wollte ich mit neuen Posts warten, bis tmta ein neues Outfit bekommen hat und das steht auf meiner Prioritätenliste ganz oben – aber nun gibt es Neuigkeiten von eBay, die nicht warten können:
In den amerikanischen eBay Foren ist zu lesen, dass eBay ohne Ankündigung die Frist für die Beantwortung offener Fälle z.T. von 3 Tage auf 24 Stunden gekürzt hat.
Ein Verkäufer hatte einen 99 Cent Artikel -natürlich ohne Tracking- nach Japan verschickt. Der Kunde hat einen „Artikel nicht erhalten“ Fall eröffnet und eBay hat den Fall innerhalb von 24 Stunden zu Gunsten des Käufers entschieden.
Obwohl das eindeutig gegen die eBay Policies ist, in denen steht, dass der Verkäufer 3 Werktage Zeit hat, um dem Käufer zu antworten, zeigt eBay sich unerbittlich und erklärt die Entscheidung für endgültig.( In Deutschland beträgt diese Frist z.Zt. offiziell 10 Tage, nur verlassen kann man sich darauf offensichtlich nicht mehr).
Ein eBay-Moderator erklärt dazu:
Wenn ein Artikel länger als 5 Tage nach dem voraussichtlichen Liefertermin nicht eingetroffen ist,kein Tracking hinterlegt wurde und der Verkäufer nicht innerhalb von 24 Stunden antwortet, wird der Fall aktuell innerhalb von 24 Stunden zu Gunsten des Käufers entschieden. (Auch entgegen der eBay AGB). eBay testet diese neue Schikane aus, um am Ende die Ergebnisse auszuwerten (die da lauten werden – die Frist wird offiziell auf 24 Stunden verkürzt)

Verkäufer, die international verkaufen, müssen sich dem bewusst sein! Gerade durch Verzögerungen beim Zoll kann die von eBay errechnete Lieferzeit oft nicht eingehalten werden. Öffnet ein Käufer dann einen Fall, ist Eile geboten – auch am Wochenende!

Es ist wieder soweit – in der nächsten Woche öffnet die Canton Fair in Guangzhou die Pforten.

Wie schon im letzten Jahr wird es sowohl in Guangzhou als auch in Hongkong einen Tmta/ Wortfilter Seller-Stammtisch auf Selbstzahler-Basis geben. Die Teilnahme ist kostenlos.

Stammtisch Guangzhou 25.04.2017
Der erste Stammtisch findet am 25.4.17 ab 20.00 Uhr auf dem Rooftop der Zapata’s Bar in Guangzhou statt.
Hier geht es zur Veranstaltung.

Stammtisch Hongkong 28.04.17
Der zweite Stammtisch findet am 28.04.17 ab 20.00 Uhr auf der P4 Terrasse der IFC Mall statt. Dort gibt es mehrere Restaurants und je nach Anzahl der Zusagen werden wir das passende Restaurant reservieren und die endgültige Location rechtzeitig bekanntgeben.
Hier geht es zur Veranstaltung.

Jeder eCommerce Seller, der Lust auf einen Erfahrungsaustausch mit Kollegen hat, ist herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Lesen Sie auch meinen Erfahrungsbericht zur Canton Fair und die FAQ zur Canton Fair.

Noch diskutieren die Verkäufer über die neuen eBay Gebühren, da kommt bereits die nächste Gebührenerhöhung ins Haus geflattert. Dieses Mal trifft es die Amazon FBA Verkäufer.

Erhöhung der Versandgebühren
Amazon FBA erhöht die Versandgebühren für Nicht-Medienprodukte und Produkte in Übergröße: Ab dem 1. Juni 2017 werden die Versandgebühren für Nicht-Medienprodukte in Standardgröße und Übergröße erhöht. Medienprodukte folgen dann ab dem 1. August 2017.

Erhöhung der Lagergebühren
Zusätzlich werden die monatlichen Lagergebühren ab 1.Juni 2017 erhöht.

Einführung der Gebühr für Warenrücksendungen in den Kategorien „Bekleidung“ und „Schuhe“
Den größten Schock werden Verkäufer in den Kategorien „Bekleidung“ und „Schuhe“zu verdauen haben:
Ab dem 23. Oktober 2017 wird eine Bearbeitungsgebühr für von Kunden zurückgesendete Produkte der Kategorien „Bekleidung“ und „Schuhe“ berechnet, für die Amazon die kostenlose Warenrücksendung anbietet. Diese Gebühr entspricht den Versandgebühren für eine einzeln versendete Einheit. Darüber hinaus wird für Produkte, die (ggf.) für den kostenlosen Versand qualifiziert waren, eine Bearbeitungsgebühr für Warenrücksendungen berechnet.
Die Bearbeitungsgebühr für Rücksendungen wird nicht berechnet, wenn der Grund für die Rücksendung ein Grund ist, für den Amazon die Verantwortung übernimmt.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Für diejenigen, die viel bei Amazon.com recherchieren, habe ich heute eine Empfehlung:
Mit der kostenlosen DS Amazon Quick View Extension sieht man schon bei der Suche auf den ersten Blick den Best Seller Rank in den Kategorien und die Anzahl der Verkäufer. Das spart bei der Recherche viel Zeit, weil man nicht jeden einzelnen Artikel aufrufen muss, um diese Informationen zu erhalten.

Zusätzlich sieht man die wichtigsten Artikelinformationen bereits in der Übersicht:

Amazon gibt heute bekannt, dass vier Monate nach dem Start von Amazon Business über 50,000 Geschäftskunden in Deutschland Zeit und Geld sparen, indem sie den neuen Service nutzen. Amazon Business ist im Dezember 2016 auf Amazon.de gestartet und richtet sich an gewerbliche Kunden. Außerdem profitieren bereits mehr als 10.000 Händler von den Amazon Business Verkäuferfunktionen, um ihre Produkte an Geschäftskunden zu verkaufen – sie vergrößern die Auswahl für Kunden täglich und bearbeiten mehr als die Hälfte der Amazon Business Kundenbestellungen.

Amazon Business bietet die Auswahl, den Komfort und alle weiteren Vorteile, die Kunden an Amazon lieben. Ob Selbstständige, professionelle Einkäufer in mittelgroßen Firmen, Universitäten, Krankenhäuser oder Verantwortliche für den Einkauf in großen multinationalen Konzernen – alle profitieren von den auf Unternehmen zugeschnittenen Funktionen, die sie bei der Deckung ihres Beschaffungsbedarfs unterstützen.

Amazon Business startet heute auch in Großbritannien und bietet Geschäftskunden auch dort zugeschnittene Funktionen, um Zeit und Geld zu sparen. Verkäufer, die bereits Amazon.de nutzen, können somit ganz einfach Geschäftskunden in Großbritannien erreichen und ihre Verkaufschancen steigern, indem sie ihre Produkte auch auf Amazon.co.uk/business anbieten.

Lars Hoffmann, IT Manager und verantwortlich für die Beschaffung bei der Hanseatische Immobilien Treuhand GmbH + Co. mit Sitz in Stade, Niedersachsen, sagt: „Wir sind gerade erst auf Amazon Business gestartet und kaufen Laptop- und Drucker-Zubehör, Fachbücher sowie Schutzhüllen für Geschäftshandys. Die Funktion `Kauf auf Rechnung‘ gibt uns außerdem mehr Flexibilität bei der Bezahlung.“

„Amazon führt kontinuierlich neue Features ein, die Geschäftskunden dabei helfen, Geld und Zeit zu sparen – etwa den Umsatzsteuer-Berechnungsservice für Verkäufer, der automatisch Rechnungen für Geschäftskunden erstellt oder auch Business-Preise und Mengenrabatte“, sagt Florian Böhme, Senior Manager bei Amazon und verantwortlich für Amazon Business in Deutschland.

Amazon Business war mit Funktionen wie kostenlosem Premiumversand für viele Bestellungen über 29 Euro, Kauf auf Rechnung, Darstellung von Netto-Preisen und Rechnungsstellung gestartet. Zu den kürzlich hinzugefügten Features gehören:

– Erweiterte Netto-Preisanzeige und Rechnungstellung: Mit dem Start des Umsatzsteuer-Berechnungsservices für Verkäufer erhalten Geschäftskunden automatisch Rechnungen, wenn sie etwas von einem Verkäufer auf Amazon erwerben. Der Service bietet Verkäufern außerdem eine ganze Reihe an weiteren Funktionen, die sie dabei unterstützen, ihre Kunden auf Amazon zu bedienen, und erlaubt es Unternehmen, sich bei den Produkten von Verkäufern Netto-Preise anzeigen zu lassen und zu diesen einzukaufen.
– Erweiterte Business-Preise und Mengenrabatte: Geschäftskunden profitieren von einer erweiterten auf Geschäftskunden zugeschnittenen Preisgestaltung und Rabatten auf den Erwerb größerer Mengen.
– Prime Sharing: Prime Mitglieder können die Prime Versandvorteile ihres privaten Accounts auf ihren Geschäftsaccount übertragen – ohne zusätzliche Kosten. Die Versandvorteile von Prime werden bei der Registrierung automatisch auf neue Geschäftsaccounts ausgeweitet, wenn sich zahlende Prime Mitglieder entschließen, ihren persönlichen Account zu behalten und einen separaten Geschäftsaccount anzulegen.
– Verbesserter Bestellprozess: Genehmiger von Bestellungen können jetzt während des Genehmigungsprozesses Auftragsnummern hinzufügen und ändern. Sowohl der Genehmiger als auch der Besteller können jetzt mehr Informationen zur Zustimmung oder Ablehnung geben und erhalten, was mehr Transparenz und einen optimierten Workflow ermöglicht.
– Multi-User-Registrierung: Das neue Tool erlaubt es Geschäftskunden, mit einer einfachen Tabelle bis zu 10.000 Nutzer in einem einzigen Schritt zu registrieren, bei Bedarf Untergruppen mit benutzerdefinierten Ausgabengrenzen zu erstellen, Nutzer mit unterschiedlichen Rechten auszustatten und ganz einfach Nutzer wieder einzuladen.
– eProcurement Integration: Amazon Business bietet eine Schnittstelle zu vielen verschiedenen Einkaufssystemen wie Ariba, Coupa, Onventis, Pool4Tool, SAP SRM, SciQuest und Wallmedien/WPS. Das Onboarding kann leicht über amazon.de/eprocurement gestartet werden.

Amazon Business startete im April 2015 in den USA und hat im ersten Jahr mehr als 400.000 Unternehmen bedient und über eine Milliarde US-Dollar Umsatz gemacht – Amazon Händler bearbeiteten dabei mehr als die Hälfte der Bestellungen. Inzwischen profitieren mehr als 45.000 Händler von den Amazon Business Verkäuferfunktionen.

Auf www.amazon.de/business können sich Kunden für einen kostenlosen Amazon Business-Account anmelden. Verkäufer, die ihre Produkte über Amazon verkaufen möchten, finden auf www.amazon.de/business-seller mehr Informationen.

Quelle: Amazon

Ab 1.Mai bzw. 1.Juli 2017 wird es bei eBay Veränderungen bei den Shop-Abonnements geben.

Hier die wichtigsten Vorteile in der Übersicht:

– je nach Shopabonnement wird eine bestimmte Anzahl von Angeboten im Auktionsformat inklusive sein
– je nach Shopabonnement wird es Rabatte auf Anzeigen geben
– Premiumshop-Abonnementen werden in Zukunft optional einen Account-Manager buchen können
– mit Einführung des Platinshops wird es ein neues Shopabonnement für allerhöchste Ansprüche geben
– die Rabatte auf die Verkaufsprovision für eBay Plus Angebote werden erhöht
– zusätzlich werden Wachstumsrabatte eingeführt, die Wachstum belohnen
– es wird individuelle Analysen und Tipps zur Angebotsoptimierung geben

Hier die Änderungen im Detail:

eBay Plus statt eBay Garantie
Die eBay Rabatte für eBay-Garantie-Angebote entfällt. Dafür werden die Rabatte bei eBay Plus Angeboten von bisher 15% auf 20% erhöht. Diese Änderung betrifft alle Verkäufer.

Auktionen inklusive
eBay stärkt die Auktionen und das ist gut so, denn Auktionen stellen ein Alleinstellungsmerkmal für eBay dar.
Angebote im Auktionsformat mit 7 bzw. 10 Tagen Laufzeit sind ab 1.Mai 2017 in den Shopgebühren inkludiert. ( 40 Auktionen im Basisshop, 100 im Topshop, 200 im Premiumshop und 200 im neuen Platinshop)

Rabatte auf Anzeigen
Top-und Premiumshop-Abonnementen erhalten 10% bzw. 20% Rabatte auf die Verkaufsprovisionen bei Anzeigen ( Versandkosten ausgenommen)

Wachstumsrabatte ab Juli 2017
Ab Juli 2017 werden Top-und Premiumshop-Abonnementen Wachstumsrabatte von bis zu 20% auf die Verkaufsprovision erhalten. Ein Premiumshop-Abonnement, der ein Wachstum von 15% generiert, erhält z.B. einen Wachstumsrabatt von 5%.

Account-Manager buchbar
Ab Herbst 2017 wird es für Premiumshop-Abonnementen möglich sein, einen Account-Manager zu buchen.Dieser Service kostet 999,95 Euro netto im Monat. Ab einer gewissen Größenordnung kann sich dieser Service schnell auszahlen.

Neue Stufe: Platinshop
Für die allerhöchsten Ansprüche wird es ab Mai 2017 ein weiteres Shopabonnement geben: Den Platinshop
Hier sind die größten Vorteile:
– Zugang zum WOW Programm
– Account-Manager inklusive
– Anzeigen im Wert von 2500 Euro monatlich
– 10% Rabatt auf die Verkaufsprovision

Der Platinshop kostet im Monat 4999,95 Euro – gilt dann jedoch für alle Accounts. Wenn Sie also z.B. 10 Accounts haben, dann können Sie die 2500 Euro für Anzeigen auf 10 Accounts verteilen und Sie genießen für jeden Ihrer Accounts die Betreuung durch den Account-Manager.
Die Einführung dieser Abonnementstufe ist für große Händler gedacht und macht für diese auch Sinn.

Neue Preisstruktur:
– Der Basishop wird ab 1. Mai 2017 39,95 Euro kosten ( bisher 29,95 Euro)
– Der Topshop wird ab 1. Mai 2017 79,95 Euro kosten ( bisher 54,95 Euro)
– Der Premiumshop wird ab 1. Mai 2017 299,95 Euro kosten ( bisher 254,95 Euro)
– Der Platinshop wird ab 1. Mai 2017 4999,95 Euro kosten.

Im Mai 2017 wird zudem ein neues Portal gelauncht,in dem Shopabonnementen Tipps zur Angebotsoptimierung erhalten.
Premiumshop-und Platinshopabonnementen erhalten zusätzlich Preis-und Inventaranalysen.

Hier erklärt Denis Burger die Neuerungen in einem Video: https://youtu.be/h3BBhAPq-vo

Hier finden Sie die Übersicht bei eBay:
http://verkaeuferportal.ebay.de/verkaeufer-news/2017-fruehling/details-aenderungen-gebuehren-shops

Hier finden Sie alle Informationen zum neuen Platinshop:
http://verkaeuferportal.ebay.de/verkaeufer-news/2017-fruehling/platin-shop

Buchungsbelege, Geschäftsbriefe, Faxe – auch für Onlinehändler gelten die allgemeinen Aufbewahrungspflichten. Doch nicht selten herrscht Unsicherheit darüber, welche Unterlagen in welcher Form und wie lange aufzubewahren sind. Warum der Ausdruck einer E-Mail manchmal nicht reicht, welche Vorteile eine elektronische Archivierung bringt und worauf Händler sonst noch achten sollten, verrät Tanya Stariradeff, Rechtsexpertin bei Trusted Shops.

Die Aufbewahrungspflichten sind im Wesentlichen – aber nicht abschließend – in § 147 Abgabenordnung (AO) und § 257 Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Aufbewahrungspflichtig sind danach unter anderem Bücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Eröffnungsbilanzen, Handels- und Geschäftsbriefe sowie Buchungsbelege.
Für den Online-Versandhandel sind vor allem die Handels- bzw. Geschäftsbriefe und Buchungsbelege von Bedeutung, und zwar unabhängig von ihrer Form. Erfasst werden:

• Papierdokumente wie zum Beispiel Briefe und Faxe
• Elektronische Nachrichten, zum Beispiel E-Mails oder Nachrichten über ein Online-Kontaktformular
• Listen und Protokolle im Rahmen eines EDV-Systems

Buchungsbelege
Unter Buchungsbelegen werden alle Unterlagen erfasst, die einzelne Geschäftsvorfälle dokumentieren. Den Buchungsbeleg für die Zahlung des Kaufpreises bei einer Online-Bestellung stellt die Rechnung dar. Eine Kopie hiervon unterliegt der Aufbewahrung und zwar unabhängig davon, ob sie elektronisch oder auf Papier erteilt und übermittelt wird (§ 14b Abs. 1 UstG).

Geschäfts- beziehungsweise Handelsbriefe
Jede Korrespondenz, die der Vorbereitung, dem Abschluss, der Durchführung und Rückabwicklung eines Geschäfts dient, gilt als Handels- bzw. Geschäftsbrief. Aufbewahrungspflichtig sind sowohl die empfangenen als auch Wiedergaben der abgesandten Briefe. Dazu zählen unter anderem:

• die Wiedergabe der Eingangsbestätigung (§ 312i Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BGB) und gegebenenfalls der Auftragsbestätigung. Diese geben Auskunft über den Gegenstand (Leistung und Gegenleistung) des Kaufvertrags.
• die Kopie des Lieferscheins und des Frachtbriefes nach § 407 HGB, falls solche der Warensendung beigefügt werden.
• die Wiedergabe der Versandanzeigen. Sie enthalten Informationen über die Durchführung des Vertrags (beispielsweise Auskunft über die versendeten Waren).
• Schreiben, die die Vertragsabwicklung betreffen (zum Beispiel Mahnungen, Reklamationsschreiben, eingehende Widerrufserklärungen des Kunden).

Wann besteht keine Aufbewahrungspflicht?
Nicht jede Bestellung des Kunden führt zum Abschluss eines Vertrags. So ist es denkbar, dass die Annahme einer Bestellung wegen mangelnder Bonität abgelehnt wird oder der Kunde seine Bestellung widerruft, noch bevor die Annahme erklärt wurde. In diesem Fall besteht keine Aufbewahrungspflicht für die entstandenen Unterlagen.
Ebenfalls nicht aufzubewahren sind Nachrichten mit einem reinen Werbecharakter, wie zum Beispiel ein Newsletter. Das Gleiche gilt für Unterlagen ohne Bezug zu einem konkreten Handelsgeschäft oder ohne Bedeutung für die Besteuerung. Ein Beispiel hierfür ist die Dokumentierung der Eröffnung eines Kundenkontos.

Wie und für welchen Zeitraum sind Unterlagen aufzubewahren?

• Buchungsbelege sind zehn Jahre lang aufzubewahren.
• Die Aufbewahrungspflicht für Handels- und Geschäftsbriefe beträgt sechs Jahre. Solche Briefe können jedoch gleichzeitig externe Buchungsbelege (wie Rechnungen) darstellen. In diesen Fällen ist die zehnjährige Aufbewahrungsfrist zu beachten.
• Die Unterlagen sind so aufzubewahren, dass sie während der gesamten Aufbewahrungszeit lesbar bleiben. Wer Papierunterlagen im Original aufbewahrt, muss sicherstellen, dass die Schrift nicht verblasst und die Dokumente beispielsweise vor Feuer, Wasser und Feuchtigkeit geschützt sind.
• Eine Aufbewahrung im Original ist jedoch für Rechnungen sowie Handels- und Geschäftsbriefe nicht zwingend. Die bildliche Wiedergabe, zum Beispiel in Form einer gescannten Kopie reicht aus, das heißt die Wiedergabe muss bildlich mit dem Original übereinstimmen. Wenn diese bereits digital erstellt worden sind, muss ihr Inhalt maschinell ausgewertet werden können. Es reicht also nicht aus, eine digital erstellte Rechnung auszudrucken und den Ausdruck dann aufzubewahren.

Experten-Tipp:
Handels- und Geschäftsbriefe beziehungsweise Buchungsbelege erstellen Online-Händler in der Regel digital. Diese bereits im Original zu speichern, ist wenig aufwändig. Aber auch im Zusammenhang mit Papierunterlagen empfiehlt es sich, auf eine elektronische Archivierung umzustellen, wo es zulässig ist. Diese ist vor allem kostengünstig, da keine Lagerkosten anfallen, und effektiv, da die benötigte Dokumente schnell auffindbar sind.

Via: Trusted Shops