Zentrale Geschäftszahlen von eBay für das 4. Quartal 2010

– Am Mittwoch, den 19. Januar 2011, hat eBay die Geschäftszahlen für das 4. Quartal 2010 sowie das Gesamtjahr 2010 veröffentlicht.
– Der Umsatz von eBay Inc. betrug 2,5 Mrd. US-Dollar, dies entspricht einer Steigerung um 5% im Vergleich zu Q4 2009.
– Der Nettogewinn von eBay Inc. lag bei 559 Mio. US-Dollar.
– Der Umsatz aus dem Marktplatzgeschäft lag mit 1,524 Mrd. US- Dollar 4% über dem Vorjahreswert.
– Das Handelsvolumen des Marktplatzgeschäfts (der Wert der gehandelten Waren und Dienstleistungen) lag bei 16,96 Mrd. US-Dollar, ein Anstieg um 4% im Vergleich zum Vorjahresquartal.
– Das internationale Marktplatzgeschäft außerhalb der USA war für 59% des Umsatzes verantwortlich.
– Die Anzahl der registrierten eBay-Nutzer stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5% auf 94,5 Mio.
– Verkäufe zu Festpreisen machten global 62% des erzielten Handelsvolumens aus.
– Für das Gesamtjahr 2010 lag der Umsatz von eBay Inc. bei 9,156 Mrd. US-Dollar (+5% gegenüber 2009) und der Nettogewinn bei 1,801 Mrd. US-Dollar (-25% gegenüber 2009, bedingt durch Verkauf von Skype in 2009).
– Der Umsatz aus dem Marktplatzgeschäft lag in 2010 bei 5,721 Mrd. US-Dollar (+8% gegenüber 2009) und das Handelsvolumen betrug 61,8 Mrd. US-Dollar (+8% gegenüber 2009).

eBay in Deutschland im 4. Quartal 2010

– Am 20. Dezember hat eBay die Übernahme von brands4friends, Deutschlands größtem Online-Shopping-Club für Mode und Lifestyle, bekanntgegeben. Mit diesem Schritt zielt eBay darauf ab, seine Position als eine der führenden Online-Plattformen für Mode in Europa weiter zu stärken.
Im 4. Quartal 2010 konnte eBay eine Reihe weiterer Markenhersteller und Händler für die Eröffnung eigener Markenshops bei eBay gewinnen. So startete frontlineshop.com im November den Verkauf von Off-Season Markenware aus dem Streetwear- und Fashionbereich bei eBay.de. Bereits im Oktober eröffnete zeilenreich, die Buchhandelsmarke der Bertelsmann-Tocher Direct Group Germany, eine Verkaufspräsenz für Medienprodukte, insbesondere Bücher und DVDs, bei eBay. Insgesamt haben mehr als 50 Hersteller und Händler mittlerweile eigene Markenshops auf dem deutschen eBay-Marktplatz eröffnet.
– Im November startete eBay zwei neue Marketing-Kampagnen und schaltete dazu erstmals seit drei Jahren wieder Printanzeigen in Deutschland. Im Mittelpunkt standen die Themenwelten „Mode“ und „Weihnachten“. Die integrierten, bundesweiten Kampagnen setzten neben Print auch auf die Kanäle Online-, Direct- und Onsite-Marketing mit dem Ziel, übergreifend zum Online-Shopping bei eBay anzuregen.
– Das „WOW! Angebot des Tages“, das im 4. Quartal 2010 den höchsten Umsatz erzielte, war ein Toshiba 40 SL 733 G LED TV. Am 2. Dezember wurden bei eBay.de Exemplare des Geräts im Wert von mehr als 460.000 Euro verkauft. Das meistverkaufte „WOW! Angebot des Tages“ war im 4. Quartal ein 5er Pack Fruit of the Loom T-Shirts, das am 10. November mehr als 17.500 Mal verkauft wurde.
– Seit der Einführung der Auszeichnung „eBay Verkäufer mit Top-Bewertung“ im Herbst 2009 konnten top-bewertete Händler ihren Umsatz um bis zu 15 Prozent steigern. Die Anzahl der mit dem Top-Status ausgezeichneten Verkäufer hat sich seit Start des Programms mehr als verdoppelt.
– Die Kategorien mit den am meisten verkauften Artikeln bei eBay.de in 2010 waren: 1. Kleidung & Accessoires, 2. Möbel & Wohnen, 3. Auto- & Motorradteile, 4. Sammeln & Seltenes, 5. Sport.
– In 2010 wurden bei eBay.de unter anderem verkauft: 8,7 Mio. Bücher, 4,7 Mio. Paar Damenschuhe, 2,4 Mio. Jeans, 350.000 Sofas & Sessel und 290.000 Fernseher.

Branchentrends: Mobile Commerce mit rasantem Wachstum

Fast Facts zum Mobile Commerce bei eBay
– Starker Bereich Mobile Commerce bei eBay: Im Jahr 2010 hat sich bei eBay der Handel über mobile Applikationen weltweit mehr als verdreifacht. Das Handelsvolumen betrug knapp 2 Mrd. US-Dollar.
– Mehr als die Hälfte des eBay Mobile-Handelsvolumens 2010 kam von außerhalb der USA. Hier sind Deutschland und Großbritannien die führenden eBay Mobile-Märkte mit zusammen fast einem Drittel des eBay Mobile Handelsvolumens 2010.
– Die eBay-Apps verzeichneten im Jahr 2010 mehr als 30 Millionen Downloads weltweit.
Weltweit wird jede Sekunde über eine mobile Anwendung bei eBay etwas gekauft. Auch in Deutschland stieg die Zahl der mobilen Käufe beim Online-Marktplatz eBay in den vergangenen Monaten merklich an: 2009 kauften die Deutschen noch alle 35 Sekunden mit dem iPhone bei eBay ein. Heute wird bereits alle 10 Sekunden in Deutschland bei eBay mobil geshoppt.

Mobile Commerce in Deutschland
– Die rasante Verbreitung von Smartphones bietet der deutschen Wirtschaft enorme Potenziale für den Ausbau des mobilen Handels. Laut den aktuellen Ergebnissen der „In-App-Sales Studie“ der Managementberatung Mücke, Sturm & Company entfallen bei einem E-Commerce-Umsatz in Deutschland von 17,1 Milliarden Euro 2010 bereits jetzt 2,5 Prozent auf mobile Umsätze mit Smartphones. In den nächsten fünf Jahren rechnen die Berater mit einem deutlichen Wachstum von rund 45 Prozent jährlich.
– Die im aktuellen Online Business Barometer von eBay (eine regelmäßig veröffentlichte Studie von eBay über Online-Händler in Deutschland) befragten Händler bestätigen das Potenzial des M-Commerce: 51% der Händler rechnen mit einem stärkeren Wachstum des Online-Handels durch die zunehmende Nutzung von Handys zum Einkaufen. 36% gehen derzeit davon aus, dass Mobile Commerce die eigenen Umsätze positiv beeinflussen wird.

Expertenmeinung: Steve Yankovich, verantwortlich für M-Commerce bei eBay
„Der E-Commerce wird in den nächsten Jahren besonders stark durch Tablet- Computer wie das iPad beflügelt werden“, so Steve Yankovich, Vice President of Platform Businesss Solutions & Mobile bei eBay. „Wir haben festgestellt, dass die Menschen auf dem iPad länger auf der eBay-Seite verweilen als am PC. Wegen der einfachen Navigation schauen sie sich auch mehr Produkte an. Folgerichtig geben sie auch mehr Geld aus als beim Einkauf auf der Internetseite oder irgendeinem anderen mobilen Gerät. (…) Kein technisches Gerät hat sich so schnell so gut verkauft wie das iPad. (…) Wir erwarten, dass viele Menschen, die auf einem Computer nicht eingekauft haben, direkt auf das iPad übergehen.“ (aus: Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7.12.2010)