Die Aufregung, dass “ kleine Verkäufer“ mit weniger als 50 Bewertungspunkten in Zukunft PayPal als Zahlungsoption anbieten müssen, hat sich noch nicht gelegt, da kommt schon der nächste Hammerschlag!

In den eBay News heißt es heute:

Liebe eBay-Mitglieder,

ab Anfang Februar werden wir auf unserer Seite eine neue Kaufabwicklung testen. Diese Tests betreffen zunächst nur eine kleine Käufergruppe und werden in den darauf folgenden Wochen schrittweise ausgeweitet. Unser Ziel ist, dass ab Ende April alle Käufer die neue Kaufabwicklung nutzen können.

Was ist anders an der neuen Kaufabwicklung?

Nach einer erfolgreichen Transaktion startet der Käufer die Kaufabwicklung wie gewohnt mit einem Klick auf „Jetzt bezahlen“. Auf der folgenden Seite kann er seinen Einkauf überprüfen sowie die Lieferadresse auswählen.

Käufer, die sich in der Testgruppe befinden, werden danach direkt zu PayPal weitergeleitet, um dort beispielsweise eine der folgenden Zahlungsmethoden auszuwählen:

* PayPal
* Überweisung
* Kreditkarte
* Lastschrift

Zahlungen per Lastschrift und Kreditkarte werden von PayPal durchgeführt. Sie brauchen dafür aber kein PayPal-Konto, sondern können ohne Anmeldung bezahlen.

Nach Auswahl der gewünschten Zahlungsmethode gelangt der Käufer wieder zurück in die eBay-Kaufabwicklung und sieht hier die übliche Zusammenfassung des Einkaufs. Falls die Option „Überweisung“ ausgewählt wurde, werden an dieser Stelle, wie gewohnt, die Bankdaten des Verkäufers angezeigt.

Warum eine neue Kaufabwicklung?

Bequeme und sichere Zahlungsmethoden wie PayPal, Lastschrift und Kreditkarte werden immer beliebter und zählen mittlerweile zu den klassischen Zahlungsmethoden im Internet. Die verbesserte Kaufabwicklung ermöglicht eine noch einfachere und bequemere Bezahlung auf eBay.

Herzliche Grüße
Ihr eBay-Team

Der Käufer muss ab April also zunächst einmal zu PayPal gehen – ob er das nun will oder nicht!
So wird PayPal dann weiter gepusht.

Den traurigen Phishing Rekord im Januar 2010 hält PayPal.
Laut Sicherheits-Spezialist Avira richteten sich 62% aller im Januar 2010 gesendeten Phishing Mails an PayPal Nutzer.
Platz 5 und 6 belegen eBay und Facebook.
Positiv ist, dass die eBay Phishing Mails gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind.
Die Phisher verlagern ihre Aktivitäten immer mehr in Richtung Finanzdienste.
Glücklicherweise sind Phishing Mails noch immer oft an der unüblichen und sehr schlechten Formulierung zu erkennen.
Dennoch fallen viele darauf rein und geben sensible Informationen wie Zugangsdaten zum Onlinebanking samt ungenutzer TAN – Nummern preis.
Durch Phishing entsteht jährlich ein Schaden im Millionen-Bereich!
Falls Sie von PayPal oder eBay eine Mail erhalten, bei der Sie nicht sicher sind, ob sie wirklich von eBay oder PayPal stammt, leiten Sie die Mail unverändert an spoof@ebay.de / bzw. spoof@paypal.de weiter.
eBay bzw. PayPal teilt Ihnen dann mit ob es sich um eine gefälschte eMail handelt.

Jetzt wird es bei PayPal und eBay ganz verrückt:

In den neuen Grundsätzen zum professionellen Verkaufen bei eBay findet sich folgendes:

Falls PayPal für einen von Ihnen verkauften Artikel eine Transaktion überprüft und dadurch verzögert gutschreibt, ist es Ihnen nicht gestattet, die Lieferung bis zur Gutschreibung des Zahlungsbetrags (max. 21 Tage) hinauszuzögern.

Jetzt lesen wir Punkt 10.6.a und b der aktuellen PayPal AGB:

a. PayPal kann eine Zahlung, die Sie für einen Verkauf auf eBay erhalten vorübergehend einbehalten, wenn nach unserer Einschätzung bei dieser Zahlung ein höheres Risiko besteht. Wir halten die Zahlung dann solange in Ihrem Reservekonto, bis unserer Einschätzung nach dieses Risiko nicht mehr besteht. Wenn eine Zahlung vorübergehend einbehalten wird, wird Ihnen dies in Ihrem PayPal-Konto angezeigt.
b. Spätestens nach 21 Tagen geben wir die Zahlung frei, so dass Sie in Ihrem Zahlungskonto zur Verfügung steht. Die gilt nur dann nicht, wenn zwischenzeitlich für diese Zahlung eine Rücklastschrift, Kreditkartenrückbuchung oder ein Antrag auf Käuferschutz eingegangen ist. PayPal kann die Zahlung auch vor Ablauf von 21 Tagen freigeben, wenn der Käufer auf eBay eine positive Feedbackbewertung abgibt.

Und zum Abschluß lesen wir die Verkäuferschutzrichtlinie in den aktuellen PayPal AGB zum Thema:

Zahlungen für alle anderen Artikel sind vom Verkäuferschutz umfasst.
3. Voraussetzungen. PayPal schützt den Verkäufer, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind.
3.1. Der Status eines Zahlungseingangs wurde dem Verkäufer von PayPal als „abgeschlossen“ angezeigt.

Was also bedeutet das konkret?

Erhalten Sie von einem Käufer eine Zahlung, die PayPal als “ Risikozahlung“ einstuft, erscheint in Ihrem PayPalkonto der Status:
Offen
Die Zahlung ist noch offen. Bitte warten Sie mit dem Versand Ihrer Ware, bis
die Zahlung abgeschlossen ist.

Laut Verkäuferschutzrichtlinie 3.1. ist die Zahlung durch PayPal auch nicht abgesichert, falls sie nicht bestätigt wird.

Und nun kommt eBay und sagt uns in den neuen Grundsätzen, die wir alle einhalten müssen, dass es nicht gestattet ist, die Lieferung bis zur endgültigen Gutschrift der Zahlung zurückzuhalten!

Mit anderen Worten: eBay lässt die Verkäufer ins offene Messer rennen.
PayPal selbst stuft den Käufer als “ kritisch“ ein, aber der eBay-Verkäufer hat trotzdem zu versenden, auch wenn die Zahlung weder von PayPal freigegeben ist, noch ein eventueller Ausfall durch PayPal abgesichert wird und das bei als “ kritisch“ geltenden Käufern.


Ab 25.Februar müssen Verkäufer, die weniger als 50 Bewertungspunkte haben, PayPal als Zahlungsoption anbieten.
In der eBay Pressemitteilung liest sich das wunderbar!
Die Initiative unterstützt gleichermaßen Käufer und Verkäufer bei ihrem Handel auf eBay: Haben Käufer mit PayPal bezahlt, erhalten sie den Kaufpreis in voller Höhe von PayPal erstattet, wenn ein Artikel nicht verschickt oder unzutreffend beschrieben wurde.
In der Praxis sieht das leider anders aus.
Ich hatte dazu gerade bei akademie.de einen Artikel zum Thema “ PayPal- Käuferschutz – trügerische Sicherheit „ veröffentlicht.
Es ist bei weitem nicht so, dass alle Artikel, die mit PayPal bezahlt werden auch durch den PayPal Käuferschutz abgesichert sind!

Glücklicherweise geht eBay mit dieser Neueinführung nicht so weit, dass ausschließlich PayPal als Zahlungsoption angeboten werden muss. Neben PayPal können auch in Zukunft weitere Zahlungsoptionen angeboten werden.

Grundsätzlich bin ich ein PayPal Fan und suche auch gezielt nach Angeboten,die Paypal als Zahlungsoption anbieten.
Aber ich bin mir auch darüber im Klaren, dass eben nicht wie von eBay suggeriert alle Einkäufe, die mit PayPal bezahlt werden über den PayPal – Käuferschutz abgesichert sind.
Insofern bringt diese Regelung vor allem eBay etwas- nämlich weitere Umsätze für das Tochterunternehmen PayPal- verkauft wird es aber als zusätzliche Sicherheit für Käufer.

Ab und zu schreibe ich für andere Plattformen Artikel, z.B. für akademie.de
Heute habe ich dort einen Artikel zum Thema:PayPal-Käuferschutz – trügerische Sicherheit: Worauf Sie als eBay-Käufer achten sollten veröffentlicht, auf den ich hier gerne hinweisen möchte.

Mit der Ankündigung der Änderung der AGB zum 17.02.2010 hat PayPal auch die Preise für die neue Möglichkeit des “ Micropayments “ veröffentlicht.
Was sind eigentlich Micropayments und wofür werden sie eingesetzt?
Micropayments sind Zahlungen in Kleinstbeträgen, die nach vorherrschender Definition zwischen 0,01 und 5,00 Euro liegen. Bei Paypal. com sind Summen von bis zu 10 Dollar als Micropayment definiert.
In Zukunft werden Micropayments den Einzug ins Internet halten.
So hat gestern z.B. der Springer Verlag als erster den Mut gehabt anzukündigen, dass künftig Beiträge anfallen werden, wenn man Inhalte aus dem Netz abruft.
Guter Journalismus kostet Geld und muss finanziert werden.
Die Diskussion schwelt schon lange und es war nur eine Frage der Zeit, bis der erste Verlag sich traut das zu tun, was andere Verlage gerne tun würden.
Nun ist der Anfang gemacht und weitere werden folgen und auch Twitter, Facebook und Co werden Dinge erfinden, die die Möglichkeit einer Bezahlung von Klein – und Kleinstbeträgen im Internet erforderlich macht.
Paypal hat das erkannt und reagiert und mischt dann zukünftig in dem Micropaymentmarkt mit.


Unverständlich nur, warum die Gebühren für Micropayments in Deutschland und USA unterschiedlich sind.
Während für US-Kunden 5 Prozent der Kaufsumme plus 0,034 Euro fällig werden, sind es in Deutschland 10 Prozent der Kaufsumme plus 0,10 Euro. Auch für Spanien und die Niederlande berechnet PayPal jeweils 5 Prozent der Kaufsumme. Dazu kommen in diesen beiden Ländern 0,05 Euro.
In Deutschland ist also die „Micropayment-Zahlung “ am teuersten.
PayPal konnte oder wollte zu der unterschiedlichen Preisstruktur bisher nichts sagen.
Um Micropaymentzahlungen zu senden oder zu empfangen muss man hier einen Antrag stellen und auf die Freischaltung warten.
Bis mir nicht klar ist, ob dann in Zukunft alle Beträge unter 10 Dollar ( ca. 6,70 Euro) als „Micropayment“ abgerechnet werden, melde ich mich noch nicht an.
Bis jetzt ist das nicht erkennbar, aber wäre dem so, dann wäre das eine extreme Gebührenanhebung für Beträge unter 10 Dollar ( 6,70 Euro).
6,70 Euro würden heute bei den meisten PayPalkunden ( bis 5000 Euro Monatsumsatz) knapp 0,48 Euro kosten ( 1,9% + 0,35 Euro), als Micropayment dann 0,77 Euro ( 10% + 0,10 Euro).
Das käme einer Gebührenerhöhung von knapp 62% gleich.

Wie die Financial Times Deutschland ( FTD) berichtet geht PayPal heute mit einem neuen Dienst “ PayPal X “ an den Start.
PayPal ist ein wichtiger Wachstumsfaktor von eBay und entwickelt sich zu einem zweiten Kerngeschäft.
Während PayPal im 3. Quartal 2006 noch einen Umsatz von 350 Millionen Dollar generierte, sind es dieses Jahr im 3. Quartal bereits 688 Millionen Dollar.
Jetzt steigt PayPal in den Micropayment-Markt ein.
„Ich kann im wirklichen Leben 10 Cent für etwas zahlen, online aber nicht“, sagte Paypal-Manager Osama Bedier.
Das soll sich in Zukunft ändern.
1000 Entwickler stehen bereit neue Apps für PayPal X zu programmieren und den neuen – bzw. erweiterten Bezahldienst – voranzutreiben.
Der Zeitpunkt ist perfekt gewählt.
In Zukunft werden die Microbeträge im Internet eine immer größere Rolle spielen.
Sei es für Paid Content, TwitPay, bei dem Twitter Nutzer sich gegenseitig Geld senden können ( im Betatest), zukünftige Facebook-Transaktionen und was das Netz uns in Zukunft noch so bescheren wird!
Sensationell ist auch die neue URL: X.com!

PayPal in USA ist zur Zeit nicht erreichbar.
Der Check-Out über PayPal bei eBay.com funktioniert daher nicht reibungslos.
Hier das offizielle Announcement.

Update: Die Probleme sind behoben.PayPal funktioniert wieder.