Bei Internetworld habe ich gerade einen aufschlussreichen Artikel entdeckt, der für eBay Verkäufer, deren Auktionen gestern zu Dumpingpreisen ausgelaufen sind, sehr interessant sein könnte.
Normalerweise sehen die eBay AGB vor, dass Auktionen bei einem Systemausfall von mehr als zwei Stunden verlängert werden.
Wie viele User berichten, war das nicht immer der Fall und so sind viele Angebote ohne die letzten wichtigen Gebote ausgelaufen.
Rechtsanwalt Christian Solmecke aus Köln macht in dem Artikel zunächst klar, dass der gestrige Systemausfall nicht dazu führt, dass die Verträge mit den Höchstbietern zum Angebotsende unwirksam werden.
Aber - und das dürfte interessant werden:
Wenn die Auktionen nicht wie vorgesehen verlängert wurden, ist eBay laut Solmecke zum Ersatz des Schadens verpflichtet.
Betroffene Verkäufer sollten sich hier von einem Anwalt beraten lassen.

Sri Shivananda, der Verantwortliche des eBay Technik Teams hat eine Erklärung zum gestrigen Ausfall abgegeben. Hier die Erklärung im Original:

A Message From Sri Shivananda, VP of eBay’s Global Platform & Infrastructure Group:

As the person responsible for managing eBay’s technology team, I would like to take this opportunity to address the technical issues that occurred early Sunday morning Pacific Time.

First, on behalf of the company and our team, I apologize to the eBay customers affected by this incident. As a marketplace, we understand how important it is that we maintain a reliable platform for our buyers and sellers. We regret that today we didn’t meet the high expectations our customers have for us.

We are currently examining the details around today’s disruption. Based on our investigation so far, we believe it may have been the result of unexpected power issues with storage arrays linked to some of our databases. These issues caused a limited number of databases to go offline, interrupting site functionality for some users.

Over the years, eBay has enjoyed an excellent track record for system uptime and reliability. But we recognize that we’ve experienced multiple issues in recent months related to our infrastructure. As a technology company, we take these issues very seriously.

We are working now to put in place additional measures to keep disruptions to an absolute minimum. Also, in recent months, we have been working to implement additional layers of security and improvements to site performance to make our marketplace more robust than ever. We’re confident we are making the right changes to ensure we have the people, process and infrastructure in place to lead in commerce.

Nothing is more important than the trust of our customers. We are committed to making sure our infrastructure maintains that trust every day.

Gestern hat es also offensichtlich in einigen Speichersystemen unerwartete Stromversorgungsprobleme gegeben, die nun genauer untersucht werden.
Sri Shivananda spricht davon, dass einige Nutzer Probleme hatten - bei einem Ausfall von diesem Ausmaß kann man wohl kaum noch von "einigen" Nutzern sprechen.
Er entschuldigt sich und verspricht, Maßnahmen zu ergreifen, um die technischen Probleme der jüngsten Vergangenheit in Zukunft auf ein Minimum zu reduzieren.
Vielen Nutzern wird das nicht mehr ausreichen.

Update

Jetzt gibt es die Erklärung auch auf Deutsch:
Liebe eBay-Mitglieder,

ich bin für das eBay-Technologie-Team verantwortlich und möchte Ihnen gerne an dieser Stelle die technischen Probleme, die am Sonntagnachmittag aufgetreten sind, erklären.

Als Erstes entschuldige ich mich im Namen des Unternehmens und unseres Teams bei unseren eBay-Nutzern für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Wir wissen, wie wichtig es für unsere Verkäufer und Käufer ist, dass sie auf unserem Online-Marktplatz vertrauensvoll handeln können. Wir haben die Erwartungen unserer Nutzer dieses Mal nicht erfüllt. Dies bedauern wir sehr.

Derzeit prüfen wir die Details der gestrigen technischen Ausfälle unserer Website. Momentan vermuten wir, dass es unvorhergesehene Probleme bei der Stromversorgung einiger mit Datenbanken verbundener Speicherbereiche gab. Dies hatte zur Folge, dass einige Datenbanken vorübergehend offline waren und unsere Website nicht in vollem Umfang nutzbar war. Gegen 19:45 Uhr war die überwiegende Mehrheit der Funktionen wiederhergestellt.

Im Laufe der Jahre ist es eBay gelungen in Bezug auf Systemverfügbarkeit und Zuverlässigkeit Herausragendes zu leisten. Allerdings registrieren wir in den letzten Monaten, dass es vermehrt zu Problemen im Zusammenhang mit unserer Infrastruktur kam. Als Technologieunternehmen nehmen wir diese Probleme sehr ernst.

Wir arbeiten daran, derlei technische Störungen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. In den letzten Monaten haben wir zusätzliche Sicherheitssysteme und Verbesserungen der Site-Performance umgesetzt, um unseren Marktplatz so wenig anfällig wie irgend möglich zu machen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die nötigen Änderungen vornehmen, um sicherzustellen, dass wir über die Mitarbeiter, Prozesse und Infrastruktur verfügen, um im E-Commerce eine führende Rolle zu spielen.

Nichts ist für uns wichtiger als das Vertrauen unserer Nutzer. Mit der Verbesserung unserer Infrastruktur setzen wir alles daran, dieses Vertrauen jeden Tag aufs Neue zu rechtfertigen.

Herzliche Grüße
Sri Shivananda,
Vice President eBay Global Platform & Infrastructure

eBay scheint schon wieder mit technischen Problemen zu kämpfen.
Bei mir funktioniert eBay aktuell nicht.
Egal, welche eBay Seite ich aufrufe- die Verbindung kommt nicht zustande und endet mit der Fehlermeldung "Verbindung unterbrochen".
Da alle anderen Seiten einwandfrei funktionieren, muss es wohl wieder einmal an eBay liegen.

Ich war zunächst etwas verunsichert, weil normalerweise hier bei tmta bei eBay Störungen die entsprechenden Suchanfragen aufschlagen und obwohl eBay bei mir schon länger als 30 Minuten nicht erreichbar war, hatte ich noch keine einzige Suchanfrage zum eBay Ausfall.
Das hat sich nun geändert - die Suchanfragen trudeln jetzt ein und bestätigen mir, dass nicht nur ich betroffen bin und eBay offensichtlich für viele User nicht erreichbar ist.

Screenshot allesstoerungen.de

Screenshot allesstoerungen.de

Bei allesstoerungen.de ist dokumentiert, dass die Störungen seit 12.25 Uhr auftreten.

In den USA und in Großbritannien gibt es auch Meldungen, dass eBay aktuell nicht erreichbar ist - die Störung scheint also wieder ein globales eBay Problem zu sein.

In diesem Zusammenhang ist es fast schon ein Hohn,dass eBay Verkäufer rauswirft, die die Mindeststandards nicht erreichen, weil sie den Käufern kein positives Kauferlebnis bieten können.
Grundvoraussetzung und damit Mindeststandard für ein postives Kauferlebnis wäre aber zunächst einmal eine durchgängig erreichbare Seite und mit der Erfüllung dieses Standards hat eBay in letzter Zeit immer häufiger zu kämpfen. Der heutige Ausfall ist bereits der 12. größere Ausfall in diesem Jahr.

Update: Es gibt eine eBay Meldung von 15:12 Uhr

aufgrund eines technischen Problems haben einige eBay-Mitglieder Schwierigkeiten mit wichtigen Bereichen der eBay-Website. Wir arbeiten an der Lösung des Problems und möchten uns für möglicherweise entstehende Unannehmlichkeiten entschuldigen. Bitte versuchen Sie zu einem späteren Zeitpunkt, Ihre Transaktion abzuschließen...

Update 17:25 Uhr
Die Störung dauert nun bereits seit 5 Stunden an und das ausgerechnet an einem Sonntag, an dem traditionsgemäß sehr viele Auktionen auslaufen.
Im Netz kursieren Aufforderungen bei eBay anzurufen und Druck zu machen - das wird nur leider nichts bringen. Die armen Mitarbeiter an der Hotline können dieses Problem nicht beheben. Sie haben sich ihren Sonntag sicher auch anders vorgestellt und können auf wüste Beschimpfungen gut verzichten.

Update 18:20 Uhr
eBay scheint wieder da zu sein.

Update 15.09.2014
eBay teilt mit:
für einige Stunden war es einigen eBay-Nutzern am gestrigen Sonntag, dem 14. September 2014, nicht möglich, die eBay-Website in vollem Umfang zu nutzen. Die Probleme bestanden weltweit und betrafen auch die Erreichbarkeit des Kundenservices.

Gegen 19:45 Uhr war die überwiegende Mehrheit der Funktionen auf der Seite wiederhergestellt.

Wir möchten nicht, dass unsere Nutzer mit technischen Problemen konfrontiert werden. Wenn trotzdem etwas nicht läuft, wie wir es uns alle wünschen, tun wir alles dafür, es wieder gutzumachen. Wir entschuldigen uns bei Ihnen vielmals für die entstandenen Unannehmlichkeiten. In den nächsten ein bis zwei Tagen werden wir uns mit weiteren Informationen direkt an die betroffenen Verkäufer wenden.

Ganz so einfach wir das für eBay dieses Mal wohl nicht. Spätestens seit dem Hackerangriff hängt das Vertrauen der eBay Nutzer an einem seidenen Faden, dazu kommen mehrere massive Ausfälle, eine schlechte Kommunikation und das Antreiben der Verkäufer zu teilweise absurden Höchstleistungen ( so können neutrale Bewertungen den Verkäufern schon das Genick brechen) , die eBay selbst nicht bringt.
Selbst eher eBay-Pro gesinnte Blogger wie Ina Steiner von eCommecebytes und Dan Wilson von Tamebay üben sehr harsche Kritik und fordern Konsequenzen.
Dear eBay: you’ve lost your TRS. Your defect rate is too high. Since the start of September, the product you’re selling isn’t as described, you have failed to communicate and also failed to deliver on time. How will you be raising your game?

Erneut gibt es bei eBay technische Probleme und das offensichtlich weltweit.
eBay hat in den Marktplatz Mitteilungen bereits gepostet, dass die Techniker an dem Problem arbeiten.
Betroffen sind "wichtige Bereiche der eBay-Webseite". Einige Mitglieder können sich nicht einloggen ( und damit nicht kaufen) , andere können nicht auf verschiedene Bereiche in "mein eBay" zugreifen.
Das ist heute bereits der 2. eBay Ausfall.

Update:
Die technischen Probleme wurden laut eBay behoben.

Erneut gibt es technische Probleme bei eBay, die selbst eBay ausnahmsweise offiziell kommuniziert:

Aufgrund eines technischen Problems haben einige eBay-Mitglieder möglicherweise Schwierigkeiten mit wichtigen Bereichen der eBay-Website. Wir arbeiten an der Lösung des Problems und möchten uns für möglicherweise entstehende Unannehmlichkeiten entschuldigen. Bitte versuchen Sie zu einem späteren Zeitpunkt, Ihre Transaktion abzuschließen.

Die technischen Probleme betreffen auch eBay Großbritannien.
Seit ca. 10.00 Uhr sind viele Seiten schwer bis gar nicht erreichbar.

UPDATE
eBay hat mitgeteilt, dass die technischen Probleme behoben sind.

Eigentlich ist die eBay Versandlösung eine gute Sache - wenn alles funktioniert kann man direkt aus dem eBay Account das Porto ausdrucken und die Sendung versandfertig machen.
Nur leider ist das in der Praxis nicht immer ganz so einfach.

Aktuell kommt es bei der eBay Versandlösung zu Fehlermeldungen. Leider habe ich keinen Screenshot gemacht, aber sinngemäß erscheint der Hinweis, dass der Kauf von Versandmarken derzeit nicht möglich ist und man es zu einem späteren Zeitpunkt erneut versuchen soll.

Update 1: Hier ist ein Screenshot:

dhl_bug

Ich habe nicht lange gewartet und direkt erneut versucht, die ausgewählte Marke auszudrucken und das hat auch im zweiten Anlauf wunderbar funktioniert.
Die Überraschung kam dann per Mail:
Obwohl mir beim ersten Versuch angezeigt wurde, dass der Kauf einer Versandmarke zur Zeit nicht möglich ist - und ich auch gar nicht auf die nächste Seite weitergeleitet wurde, auf der ich die Marke ausdrucken kann, wurde sie von meiner Portokasse abgebucht.
Nun habe ich also eine Marke doppelt bezahlt und muss mich mit der Post auseinandersetzen, um eine Rückerstattung zu erhalten.
Bei einer zweiten Marke habe ich zwei Kaufbestätigungen erhalten, allerdings unter der gleichen Rechnungsnummer, so dass ich hier davon ausgehe, dass diese Marke nur einmal berechnet wurde.
Leider gibt es keine ( ich lasse mich hier gerne eines Besseren belehren) Möglichkeit, sich die einzelnen Transaktionen der Portokasse auf einen Blick anzeigen zu lassen.
Man muss also mühsam die letzte Einzahlung prüfen und dann die gekauften Marken zusammenrechnen, um einen Überblick zu bekommen, ob eine Marke eventuell doppelt abgebucht worden ist.
In meinem Fall war es einfach, weil ich die Portokasse gerade frisch aufgeladen hatte und für die doppelt berechnete Marke zwei Zahlungsbestätigungen mit unterschiedlichen Rechnungsnummern erhalten habe.
Solche Fehler sind immer wieder ärgerlich, weil sie Zeit kosten, aber noch ärgerlicher wäre es, wenn man nicht bemerkt, dass die Post doppelt kassiert - daher: prüfen Sie die Rechnungen über die gekauften Internetmarken.

Update 2
Die Post hat sehr schnell reagiert - das muss in diesem Fall positiv erwähnt werden:
Die von Ihnen reklamierten Marken wurden zur Erstattung eingereicht.
Das Guthaben wird nach positiver Prüfung auf Ihrer Portokasse gutgeschrieben.

Geduld gehört zu den Dingen, die ein eBay-Verkäufer in jedem Fall mitbringen muss, wenn die eBay Technik wieder einmal an ihre Grenzen stößt.
Ein Fehler der seit Jahren auftaucht und von eBay offensichtlich nicht behoben werden kann, ist die Fehlermeldung Bitte geben Sie einen gültigen Wert ein, wenn ein Artikel neu eingestellt oder überarbeitet wird.

gueltiger_wert_ebay

Geht man dann zurück, um den Artikel zu bearbeiten, findet man dort nicht den geringsten Hinweis darauf, welcher Wert ungültig sein könnte.
Man kann ändern, streichen, hinzufügen was man möchte, die Fehlermeldung bleibt bestehen und der Artikel kann nicht eingestellt werden.

In der Googlesuche taucht das Problem bereits seit 2008 auf und eBay versichert auch seit 2008, das Problem zu kennen und daran zu arbeiten.
Heute, sechs Jahre später ist es der eBay Technik offensichtlich noch immer nicht gelungen, dieses Problem in den Griff zu bekommen und auch alle Tipps, die in den Foren genannt werden, helfen nicht.
Cookies löschen, einen anderen Browser wählen, ausloggen und wieder einloggen, den PC ausschalten und wieder einschalten - das alles ist keine Option. Wenn die Fehlermeldung einmal auftaucht, bleibt sie bestehen.
Will man einen Artikel erneut einstellen, kann es helfen, statt auf "wiedereinstellen" auf" ähnlichen Artikel verkaufen" zu gehen, allerdings verliert man dann das Ranking.
Im Zweifelsfall muss man den Artikel neu anlegen und hoffen, dass der Artikel im zweiten Anlauf von eBay angenommen wird.

Gut Ding will eben Weile haben und eBay kennt das Problem und arbeitet daran...Geduld bitte!

Es war fast nicht anders zu erwarten, auch wenn es sich wieder einmal unglaublich anhört.
Morgen müssen alle eBay Verkäufer ihre neue Widerrufsbelehrung zur Verfügung stellen und weil die Angst groß ist, dass die eBayserver ab Mitternacht dem Ansturm nicht standhalten, haben die ersten Verkäufer bereits jetzt damit begonnen, die neue Widerrufsbelehrung einzupflegen.
Wer dachte, dass das in jedem Fall unproblematisch funktioniert, der irrt sich leider.
Offensichtlich sind die Händler bestens vorbereitet, aber eBay wieder einmal nicht, denn die Widerrufsbelehrungen vom Händlerbund passen nicht in das vorgegebene eBayfeld.
eBay und der Händlerbund sind bereits informiert, der Händlerbund will morgen eine überarbeitete Widerrufsbelehrung zur Verfügung stellen.

Man fragt sich, warum eBay das nicht im Vorfeld mit bekannten Anbietern, zu denen auch der Händlerbund gehört, testet und das Feld dann rechtzeitig entsprechend anpasst?

Mögliche Abhilfe
Es gibt offensichtlich eine Möglichkeit, die Widerrufsbelehrung so zu kürzen, dass sie in das Feld passt: Einfach den zur Verfügung gestellten Text in ein Word Dokument kopieren und alle Formatierungen löschen. Bei einigen scheint das zu funktionieren, leider nicht bei allen.

UPDATE 21:53 Uhr

Angeblich soll bei eBay die Begrenzung der Zeichenzahl für die Widerrufsbelehrung heute um 23.59 Uhr aufgehoben werden.
Es bleibt also spannend!

UPDATE
Das Feld für die Begrenzung der Zeichenzahl für die Widerrufsbelehrung wurde natürlich nicht erweitert und auch sonst hängt erwartungsgemäß einiges bei eBay.
Das gebündelte Überarbeiten funktioniert nicht in allen Fällen ( Systemproblem wird angezeigt).

UPDATE 13.06.14
Von eBay kam gerade die Information, dass eBay keine Absicht hatte, das Feld für die Widerrufsbelehrung zu vergrößern. Das war also offenbar ein Gerücht.
Auch kann eBay die hier beschriebenen Probleme nicht nachvollziehen - selbst die längeren Fassungen sollen laut eBay problemlos passen.
Dem stehen leider die praktischen Erfahrungen vieler Händler gegenüber, bei denen es eben nicht passt.
eBay rät, die angepassten Mustertexte aus dem eBay Rechtsportal einzusetzen.

UPDATE 13.06.14
eBay hat sich zu dem Thema offiziell geäußert:

Die Zeichenanzahl der neuen Musterwiderrufsbelehrung und des Musterwiderrufsformulars liegt auch bei Verwendung der jeweils längsten Textoptionen jeweils unter 5.000 Zeichen. Wenn Sie einen längeren Text verwenden wollen, können Sie den zusätzlichen Text in Ihre Artikelbeschreibung aufnehmen und in der Widerrufsbelehrung darauf hinweisen. Bei Fragen zur konkreten Umsetzung Ihrer Widerrufsbelehrung wenden Sie sich bitte an Ihren Rechtsanwalt oder eine andere Rechtsberatungsstelle.

Vor einigen Tagen haben ich bei ebay.com einen Artikel verkauft und nicht schlecht gestaunt, als ich gesehen habe, dass der Artikel bei eBay versandkostenfrei eingestellt war.
Zunächst dachte ich natürlich, dass mir ein Fehler bei der Erstellung der Versandkosten unterlaufen war und ich versehentlich den kostenlosen Versand angeboten hatte. Als ich den Artikel jedoch überarbeiten wollte, habe ich gesehen, dass eindeutig 5,90 Dollar Versandkosten hinterlegt waren.
Da ich einen deutschen eBay Account habe, habe ich den deutschen eBay Support angerufen, der konnte aber nicht helfen, weil der Artikel direkt bei eBay.com eingestellt war. Ich sollte mich also an den ebay.com Support wenden.
Nun ist es bei eBay.com unmöglich, den Kundendienst per eMail zu kontaktieren. Es gibt - auch wenn man Google bemüht - keine Möglichkeit mit dem eBay.com Kundenservice per Mail Kontakt aufzunehmen.
Und auch bei der telefonischen Kontaktaufnahme scheitert der deutsche eBay Kunde, der gerne einmal von eBay aufgefordert wird, international zu handeln.
Der Rückrufservice steht nur für Mitglieder in den USA, in Kanada, in Australien und in Neuseeland zur Verfügung - Europa hat eBay.com nicht auf dem Schirm.
Es gibt zwar eine Telefonnummer, die ich anrufen könnte, aber ich möchte nicht unbedingt ein Überseegespräch führen und dann in der eBay Warteschleife landen. Zudem müsste ich zunächst einmal herausfinden, welche Vorwahl ich wählen muss.

Also habe ich wieder den deutschen Kundenservice kontaktiert. Dort konnte man mein Problem auch nachvollziehen, aber nicht helfen. Angeblich hat selbst eBay Deutschland keine Telefonnummer der amerikanischen Kollegen - sämtliche Kommunikation wird per Mail abgewickelt, man versprach mir aber, den Fehler an die technische Abteilung bei eBay.com weiterzuleiten.

Ich hatte Glück im Unglück und der Käufer hat die Versandkosten freiwillig bezahlt.
Damit dachte ich, dass das Thema erledigt sei.

Nun hatte ich aber einige Tage später mit einem anderen Account exakt das gleiche Problem bei eBay in Deutschland.
Ein Artikel, der mit 1,45 Euro Versandkosten eingestellt war, wurde verkauft und der Käufer bekam den kostenlosen Versand angezeigt.
Geht man bei dem verkauften Artikel auf "wiedereinstellen", sieht man klar und deutlich, dass 1,45 Euro Versandkosten hinterlegt sind.
Nun habe ich also alle Artikel überprüft und bei einem weiteren Artikel wurde statt der 2,40 Euro Versandkosten, die eindeutig hinterlegt waren, ebenfalls der kostenlose Versand angezeigt.
Bei beiden Artikeln handelte es sich um eine Auktion - den zweiten Artikel habe ich beendet, weil ich keine Möglichkeit hatte, statt "versandkostenfrei" die richtigen Versandkosten in Höhe von 2,40 Euro anzeigen zu lassen, denn die waren ja korrekt hinterlegt und wurden nur von eBay falsch angezeigt.
Also habe ich wieder den eBay Support angerufen und die Mitarbeiterin konnte den Fehler auch sehen und versprach, sich um eine Regelung zu kümmern. Schließlich hat der Käufer, der den ersten Artikel gekauft hat, keine Versandkosten bezahlt, obwohl ich sie mit 1,45 Euro eingegeben hatte.
Also wollte sie sich darum kümmern, dass eBay - schließlich ist es eBays Fehler - mir die Versandkosten gutschreibt und für die zweite Auktion, die ich beendet habe, die Angebotsgebühr erstattet.
Nun ging es mir weniger um die Gebühren, als um die Behebung des offensichtlich vorhandenen technischen Fehlers.
Ich sollte abwarten, was die technische Abteilung herausfindet.

Einen Tag später meldete sich zunächst die Rechnungsstelle:
Sie könnten " trotz zahlreicher Versuche mit den verschiedensten Internetbrowsern und Betriebssystemen das von Ihnen beschriebene Anliegen nicht nachvollziehen. Auch liegen uns keine gleichlautenden Meldungen von anderen eBay-Mitgliedern vor." Sie müssten also davon ausgehen, dass ich den Artikel mit kostenlosen Versand eingestellt habe und können daher keine Gutschrift vornehmen.
Mit dieser Ignoranz hatte ich nicht gerechnet.

Geht man auf " Artikel wiedereinstellen", sieht man die ursprünglich hinterlegten Versandkosten - ich als Verkäufer habe bei beendeten Angeboten keine Möglichkeit, die ursprünglichen hinterlegten Versandkosten zu manipulieren - und dort sieht man genau, dass im ersten Fall 1,45 Euro und im zweiten Fall 2,40 Euro Versandkosten hinterlegt waren. Und das mit jedem Browser und jedem Betriebssystem.
Vermutlich haben sich die Mitarbeiter in der Rechnungsabteilung nur die Angebotsseite angesehen und ja, dort steht kostenloser Versand - aber genau das ist ja das Problem, denn das ist falsch!
Und was bedeutet, dass andere Mitglieder ähnliche Probleme nicht gemeldet haben? Existieren bei eBay Probleme nur dann, wenn eine bestimmte Anzahl an Mitgliedern Meldung macht?

Also musste ich wieder zum Telefon greifen. Der Support Mitarbeiter, den ich dieses Mal am Telefon hatte, konnte das Problem auch wieder sofort erkennen und nicht nachvollziehen, warum es der Rechnungsabteilung nicht gelingt, das offensichtliche Problem zu sehen.

Und auch hier wieder das Phänomen - er konnte keinen telefonischen Kontakt mit der Rechnungsabteilung herstellen - die Kommunikation untereinander läuft bei eBay offensichtlich ausschließlich per Mail.
Er versprach aber, das Problem noch einmal zu beschreiben und hoffte, dass die Rechnungsabteilung es dann auch verstehen würde.
Heute nun hat eBay mir die Angebotsgebühren der beiden Auktionen gutgeschrieben - aus Kulanz und gleich mit dem Hinweis, dass diese Kulanzgutschrift einmalig sei.
Mit anderen Worten - wenn eBay das technische Problem nicht lösen kann, bleibe ich auf den Kosten für die von eBay falsch eingestellten Artikel sitzen.
Und auch die Kosten für den Versand - der ja mit 1,45 Euro angegeben war und auch tatsächlich 1,45 Euro kostet - bleibe ich sitzen, weil eBay den Artikel fälschlicherweise kostenlos angeboten hat.
In Ordnung ist das nicht.

Mich würde interessieren, ob andere ein ähnliches Problem haben - für mich ist es kaum vorstellbar, dass ich tatsächlich das einzige eBay Mitglied bin, bei dem ( auf zwei verschiedenen Plattformen mit zwei verschiedenen eBay Accounts - einmal bei eBay.com und einmal in Deutschland) dieses Problem aufgetreten sein soll.

Meldungen bitte gerne per Kommentar oder auch per Mail.

Wie Heise heute meldet, berichten mehrere eBay Käufer von ungültigen Zertifikaten im eBay Checkout-Prozess.
Offensichtlich hat eBay die Zertifikate nicht rechtzeitig aktualisiert, so dass den Kunden angezeigt wird: "Not valid after: Nov 3 23:59:59 2013 GMT".
Bleibt zu hoffen, dass eBay den Fehler bemerkt und schnellstmöglich behebt.