Am 16.10.2009 hat Amazon in einigen amerikanischen Städten damit begonnen, Artikel noch am Tag der Bestellung auszuliefern.
Hier hatte ich darüber berichtet.
Jetzt startet Amazon damit auch in Deutschland, zunächst nur in einigen Bezirken in Berlin und Frankfurt/ Main.
Die Artikel müssen bis um 11.00 Uhr bestellt werden und der Kunde muss über eine Packstationen-Adresse und -ID verfügen. Expresslieferungen kosten 25 Euro.
Der Artikel wird zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr an die Packstation geliefert.
Der neue Service heißt “ Evening Express „.
Hier die Infos dazu bei Amazon.

Bei eBay.com wurden gerade neue Features eingeführt, unter anderem die Funktion “ weitersagen auf Twitter“.
Hier hatte ich darüber berichtet.
Für Deutschland gibt es diese Funktion noch nicht.
Ich persönlich würde meine Twitterkontakte wenn dann überhaupt nur über wirklich besondere Angebote informieren, alles andere würde ich als Spam ansehen.
Nun hat auch Amazon diesen “ Service “ eingeführt- auch für Teilnehmer am Amazon Affiliate Programm.
Rein theortisch könnte ich also nun Angebote direkt von Amazon zu Twitter übertragen und bekäme eine Provision wenn ein Follower über den Link kauft.
Grundsätzlich finde ich die Idee gar nicht schlecht, aber nur dann wenn sie wirklich dosiert eingesetzt wird.
Heute mache ich einfach einmal einen Test: Keine Sorge- ich werde auch in Zukunft nicht zu denen gehören, die die Follower zuspammen.
Die Funktion ist sehr einfach: Einfach beim Amazon Partnerprogramm anmelden und dann das gewünschte Produkt bei Amazon suchen. Oben befindet sich dann der Link zu Twitter.
twitter
So also würde ein Tweet bei Twitter ausssehen:
twitteramazon

Wie das “ Wall Street Journal “ berichtet, begleicht Amazon seine Lieferantenrechnungen immer später und erhöht auf diese Weise den Cashflow des Unternehmens.
Im 3. Quartal 2009 mussten Lieferanten durchschnittlich 72 Tage auf die Bezahlung warten, während es im Vergleichsquartal 2008 “ nur “ 63 Tage waren.
Während im Jahr 2003 der Durchschnitt bei 49,25 Tagen lag, liegt er heute im Schnitt bereits bei 64,6 Tagen.
Der Free Cash Flow erhöhte sich von 346 Millionen Dollar im Jahr 2003 auf 1,36 Milliarden Dollar für 2008.
Experten warnen bereits: Wenn Amazon die Zahlungsdauer nicht noch weiter ausdehnt wird diese Quelle des Cash-Flow-Wachstums versiegen und dann sehen die Zahlen plötzlich ganz anders aus.

Schon seit 1. Januar 2008 bietet Amazon seinen Händlern einen Fulfillmentservice an.
Bisher war dieser Service an Amazonverkäufe gebunden, so dass Multi-Channel Anbieter ihn gar nicht oder nur bedingt nutzen konnten.
Ab sofort bietet Amazon jedoch den Fulfillment Service auch für Verkäufe auf anderen Plattformen an.
Wie funktioniert das?
Händler lassen ihre Ware an das Amazon-Versandzentrum liefern. Gehen Bestellungen ein werden diese direkt von Amazon an ihre Kunden verschickt.
Der Händler zahlt dafür eine monatliche Lagergebühr, die nach Kubikmeter und Saison berechnet werden.
Von Januar bis September kostet ein Kubikmeter monatlich 12,50 Euro, von Oktober bis Dezember 18,00 Euro.
Das Lagervolumen wird täglich berechnet und monatlich auf Basis der in Anspruch genommenen Lagerkapazität berechnet.
Bestellt ein Kunde über Amazon werden andere Amazon Bestellungen des Kunden kombiniert.
Die Berechnung der Gebühren ist produktabhängig.
Bei einem 300g Buch kostet der Service komplett z.B. 1,05 Euro. ( zzgl. Lagergebühr).

Für Multi-Channel-Anbieter gelten andere Preise. Verkaufen Sie beispielsweise ein Buch über eBay und lassen es über Amazon verschicken, werden Ihnen für ein 300g Buch im Standardversand 2,40 Euro, im Premiumversand ( Zustellung am nächsten Werktag) 6,70 Euro berechnet.
Für Bücher und andere Produkte in den Medienkategorien wird sich das vermutlich für viele durch den Zwang zum kostenlosen Versand nicht rechnen, aber bei anderen Produkten kann es durchaus Sinn machen den kompletten Versand auszugliedern und einen Fulfillmentservice zu nutzen.
Hier die komplette Preisliste.

Wer sich jetzt bei Amazon Fulfillment erfolgreich anmeldet und vom 01.10.2009 bis 31.12.2009 mindestens 50 Artikel an das Amazon Logistikzentrum verschickt, kann sich eine Gutschrift von 50,00 Euro sichern.
High Volume Seller, die über 3000 Artikel einliefern, erhalten eine Gutschrift von 1000,00 Euro.
Hier die Teilnahmebedingungen der Sonderaktion als PDF.

Unter dem Label AmazonBasics
verkauft Amazon.com seit gestern Elektronik-Zubehör wie DVD- und CD-Rohlinge sowie diverse Kabel.
In den kommenden Monaten sollen weitere Artikel folgen und der Verkauf auch auf internationale Amazon- Webseiten ausgedehnt werden.
Damit tritt Amazon in direkte Konkurrenz zu den Herstellern und Händlern, die ihre Produkte bei Amazon anbieten.
Amazon bietet den Käufern ein Verkaufsargument, das für einige Verbraucher kaufentscheidend sein dürfte.
“ Frustrationsfreie Verpackungen“! ( „frustration free“ )
Ich weiß nicht wie oft ich mich schon über die Blisterverpackungen geärgert habe, die zunächst nur meine Nägel ruinieren, ohne dass ich dem Produkt auch nur ein Stück näher gekommen bin!
Ohne Werkzeug bekommt man viele Produkte gar nicht auf und dieses Ärgernis will Amazon bei den Eigenprodukten abschaffen.
Verpackt werden die Produkte in Recycling-Pappe und damit sind sie verbraucherfreundlicher als viele vergleichbare Produkte.

Nach eBay meldet auch Amazon für das 2. Quartal 2009 einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vergleichsquartal 2008.
Allerdings fällt der Rückgang etwas gemäßigter aus als bei eBay.
Während eBay mit 30 % gegenüber dem Vorjahr zurückliegt sind es bei Amazon nur 10%.
Der Nettogewinn von Amazon lag bei 142 Millionen Dollar, gegenüber eBay mit 327 Millionen Dollar.
Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 4,65 Milliarden Dollar, gegenüber eBay mit 2,1 Milliarden Dollar.