Verkäufer, die international versenden, sollten die Entwicklungen in Kanada im Auge behalten, denn ab morgen droht ein Streik der Kanadischen Post:
Public Advisory from Canada Post Regarding a Potential Work Disruption

eBay Kanada hat bereits eine Seite mit Informationen dazu online gestellt.

Wenn Sie mit DHL oder mit der Deutschen Post nach Kanada versenden, sind Sie betroffen. Wenn Sie nicht auf UPS oder FedEx ausweichen können, sollten Sie prüfen, ob Sie den Versand nach Kanada im Moment vorsichtshalber ausschließen.

Der aktuelle Marktplatz-KIX von ECC Köln und eBay nimmt das Thema Versand in den Blick. Die Kernergebnisse zeigen: Ein Drittel der Online-Marktplatzhändler liefert überwiegend innerhalb von ein bis zwei Tagen, Sendungsnachverfolgung wird mehrheitlich angeboten, Retourenabwicklung ist für Marktplatz-KIX-Teilnehmer ein wichtiges Differenzierungsmerkmal.

Welche Versandservices bieten Online-Markplatzhändler ihren Kunden an? Welche Rolle spielt der Versand in andere Länder? Wie blicken Online-Marktplatzhändler auf Retouren? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die aktuelle Ausgabe des Marktplatz-KIX. Das ECC Köln und eBay haben hierfür 240 Onlinemarktplatzhändler rund um das Thema Versand befragt.

Die Kernergebnisse im Überblick:

Lieferzeit: Zustellung meist in bis zu vier Tagen
Jeder dritte Online-Marktplatzhändler beliefert seine Kunden überwiegend innerhalb von ein bis zwei Tagen. Weitere 30 Prozent der Befragten stellen Sendungen größtenteils innerhalb von zwei bis vier Tagen zu. Rund 17 Prozent der Marktplatz-KIX-Teilnehmer können Bestellungen innerhalb von 24 Stunden liefern lassen – in drei bis fünf Jahren will bereits jeder Vierte die überwiegende Lieferung innerhalb eines Tages anbieten.
eBay_Infografik_MARKTPLATZ-KIX_Q2_Schnelligkeit Lieferung Onlinehandel

Lieferservices: Sendungsnachverfolgung weit verbreitet
Bei fast acht von zehn Online-Marktplatzhändlern können Kunden den Status ihrer Bestellung nachverfolgen. Weitere 14 Prozent der Befragten planen, die Möglichkeit zur Sendungsnachverfolgung einzuführen. Die Wahl zwischen verschiedenen Versanddienstleistern bieten nahezu vier von zehn Marktplatz-KIX-Teilnehmern ihren Kunden an. Fast ebenso viele Befragte lassen ihre Kunden einen konkreten Liefertag wählen.

„Online-Shopper sind in puncto Service sehr anspruchsvoll, auch und gerade wenn es um den Versand geht. Kunden wollen ihre Lieferung so individuell wie möglich gestalten, so dass Pakete eintreffen, wann und wo es am ihnen am besten passt“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Grenzüberschreitender Versand wird zunehmen
Drei Viertel der Online-Marktplatzhändler sind der Meinung, dass sie künftig deutlich häufiger Waren ins Ausland verschicken werden. Auf Hindernisse beim grenzüberschreitenden Versand – zum Beispiel Beschränkungen durch Hersteller – ist bisher ein gutes Drittel der Befragten gestoßen.

Retourenabwicklung wichtig bei Shop-Wahl
Mehr als die Hälfte der Befragten hat eine sehr niedrige Retourenquote, die zwischen null und zwei Prozent liegt. Die Retourenabwicklung ist aus Sicht von zwei Dritteln der Online-Marktplatzhändler ein wichtiger Faktor, wenn Konsumenten einen Shop wählen. Jedoch empfindet jeder zweite Befragte die Rückabwicklung von Bestellungen im Vergleich zu Umsatz und Gewinn als zu teuer.

„Für Online-Käufer sind geringe Kosten für raschen Versand sowie kostenloser Rückversand wichtige Kriterien beim Online-Kauf. Händler, die das berücksichtigen, punkten beim Kunden – und das bedeutet Kundenbindung“, betont Stefan Wenzel, Deutschland-Chef von eBay. „Mit eBay PLUS haben wir im Herbst 2015 eine Flatrate für Versand und Rückversand für Online-Shopper eingeführt, die bereits mehr als 100.000 Kunden nutzen. Die Resonanz auf das eBay PLUS Programm ist positiv: Von guten Versand-Services profitieren Kunden und Händler gleichermaßen.“

eBay_Infografik_MARKTPLATZ-KIX_Q2_Retourenquote und Retourenmanagement

Konjunktur: Prognosen optimistischer als zu Jahresbeginn
Sowohl die lang- als auch die kurzfristige Prognose zur Entwicklung der Online-Marktplatzumsätze fällt optimistischer aus als im zurückliegenden Quartal. Rund 47 Prozent der Marktplatz-KIX-Teilnehmer rechnen damit, dass sich ihre Marktplatzumsätze in den kommenden drei Monaten positiv entwickeln. Der Index steigt damit auf 131,1 Punkte. Gut zwei Drittel der Befragten gehen von einer positiven Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten aus.

Quelle: eBay

DHL Freight knüpft jetzt sein multimodales Netz noch enger und verbindet die Land- und Intermodal-Verkehre in Asien mit Europa und Nordafrika. Dies gab DHL im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Duisburger Hafen AG (duisport) auf dem logport-Areal in Duisburg-Rheinhausen bekannt. Mit dem Schienenverkehrsangebot für Stückgutverkehre baut DHL sein Angebot über Duisburg weiter aus. Insbesondere bietet der Logistiker Unternehmen, die nicht unbedingt alleine einen ganzen Container füllen können, die Konsolidierung von Sendungen im DHL Freight Terminal Duisburg an. DHL-Kunden haben dadurch die Möglichkeit interkontinentale Lieferketten unkompliziert zu gestalten und können darüber hinaus die Zeit- und Kostenvorteile der Schiene gegenüber See- oder Luftfrachtalternativen nutzen. Dabei profitieren Kunden von der guten verkehrsgeografischen Lage Duisburgs, die besonders durch die Nähe zu den europäischen Wirtschaftsräumen, durch hervorragende Logistik-Verbindungen sowie eine exzellente Infrastruktur gekennzeichnet ist.

„Die Nutzung der Schiene als Transportweg zwischen Asien und Europa hat sich bei DHL als Lösung bestens bewährt und wird von unseren Kunden als eine echte Alternative sehr gut angenommen. Der Standort Duisburg spielt dabei als Drehscheibe eine wesentliche Rolle. Kürzere Wege zu den Kunden und exzellente Intermodalanbindungen bieten viele Chancen schneller zu liefern und Kostenvorteile zu erzielen. Wir werden diesen Bereich daher konsequent ausbauen. Durch unsere neuen LCL-Produkte um DHL Railconnect können wir hervorragend die Stärken unserer Landverkehr-Netzwerke im Sinne unserer Kunden nutzen“, sagt Amadou Diallo, CEO DHL Freight. „Und das bis nach Nordafrika. Es gibt bereits Kunden, deren Warenströme wir so aus China via Europa nach Tunesien über die multimodale Kombination Straße/Schiene/Short-Sea abwickeln“, ergänzt er.

Seit 2013 baut DHL sein multimodales Netzwerk zwischen China, Russland und Europa kontinuierlich aus und schafft mit den Zugverbindungen und den Hafenzugängen in Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam Verbindungen zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Europas und Asiens. Einhergehend mit der Erweiterung können DHL-Kunden wöchentlich fixe Abfahrten zwischen der Wirtschaftsregion Rhein/Ruhr Duisburg und den chinesischen Wirtschaftszentren in der Küstenregion (Shanghai bis Shenzhen) nutzen. Für Kunden mit Komplettladungen oder Containern bietet DHL in Zusammenarbeit mit der Duisburger Hafen AG zudem die Verknüpfung mit den intermodalen Verbindungen innerhalb Europas an. Die ausgezeichneten Intermodalanbindungen nach und von Süd-, West- und Nordeuropa sorgen neben dem umweltfreundlichen Weitertransport auch dafür, dass in Duisburg nicht Schluss ist mit der Schiene.

„Als wichtigster Hub im europäischen Hinterland verbinden den Duisburger Hafen 400 Züge pro Woche mit über 80 direkten Zielen in Europa und Asien. Durch das breite Angebot an logistischen Dienstleistungen am Standort bietet Duisburg damit die ideale Ausgangsposition, um Bahntransporte direkt vor Ort abzufertigen und einen effizienten Vor- und Nachlauf sicherzustellen“, betont Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Unser umfassendes intermodales Netzwerk trägt wesentlich dazu bei, dass sich Duisburg in den letzten Jahren als zentraler Start- und Zielpunkt für die transkontinentalen Zugverbindungen zwischen China und Europa etabliert hat. Gemeinsam mit Partnern wie DHL leisten wir einen aktiven Beitrag zur weiteren Entwicklung dieser Routen und stärken damit die Funktion Duisburgs als führende Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa“.

Die logistische Infrastruktur bietet damit die Möglichkeit, die Verzollung nach Europa abzuwickeln, auf ein nationales und internationales Palettennetzwerk zurückzugreifen und Komplettladungsverkehre via Straße oder Intermodal sowie Container Trucking anzubieten. Teil des multimodalen Produktportfolios ist auch DHLs dichtes Straßennetzwerk in Europa, inklusive multimodaler Drehscheiben in Hamburg, Warschau und Malascewicze an der polnisch-weißrussischen Grenze, in denen Stückgüter, Teil- oder Komplettladungen direkt von der Straße auf alle existierenden Zugverbindungen verladen werden. Dem Standort Malascewicze, den DHL konsequent als Gateway von und nach Asien ausbaut, kommt aufgrund seiner strategisch wichtigen geografischen Lage dabei eine besondere Bedeutung zu. Der Ausbau des Netzwerkes ermöglicht DHL zusammen mit der flächendeckenden Präsenz in Asien eine Abdeckung der kompletten Transportkette. Mit dem Ausbau des Landweges per Schiene schafft DHL für Kunden einen essentiellen Mehrwert durch Kosten- und Zeitvorteile.

Quelle: DHL

Zur Europameisterschaft verzeichnen Online-Händler wieder einen Anstieg an Bestellungen. Vor allem Waren wie Unterhaltungselektronik stehen hoch im Kurs. Viele Online-Händler locken deshalb mit diversen Schnäppchen-Angeboten. Doch sind die Deutschen zur EM impulsiver und damit leichter zum Kauf im Netz zu animieren? Zudem beklagen Online-Händler immer wieder, dass Artikel wie TVs oder Beamer öfter als sonst innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist zurückgeschickt werden. Steckt sogar Kalkül dahinter? Eine aktuelle Verbraucherbefragung von Trusted Shops gibt Antworten.

Eine Europameisterschaft bedeutet Emotion pur. Doch wer als Online-Händler hofft, dass das Fußballfieber für mehr Impulsivität beim Online-Shopping und damit für mehr Umsatz sorgt, der liegt nur bei einem Teil der Internetkäufer richtig. Eine Befragung von 1.390 Internetkäufern zeigt: Rund jeder Zehnte (9 Prozent) hat während einer EM oder WM schon einmal ganz spontan Waren gekauft, die er eigentlich gar nicht kaufen wollte. Die Retoure ist schon vorprogrammiert: 41 Prozent der Spontankäufer geben an, dass sie bei einem Teil der Käufe ihr Widerrufsrecht nutzen und die Waren wieder zurück an den Händler senden. Dabei geben 6 Prozent der Spontankäufer im Durchschnitt mehr als die Hälfte der Käufe zurück.

Bestellt, benutzt und ab zurück zum Händler – für manche Online-Kunden legitimes Kalkül

„Auch zur laufenden EM erwarten Online-Händler wieder einen Anstieg der Retourenquoten“, erläutert Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung bei Trusted Shops. 6 Prozent der Befragten gaben zu, schon einmal oder sogar mehrmals Waren im Internet bestellt zu haben mit der Absicht, diese nur kurzfristig nutzen, aber nicht behalten zu wollen. Weitere 6 Prozent verneinen zwar ein derartiges Vorgehen, finden es aber legitim. „Nimmt man das Beispiel TV-Geräte, so kann jede einzelne Retoure ein Verlustgeschäft für den Online-Händler bedeuten. Denn diese Geräte werden häufig nicht wieder in den Neuwaren-Verkauf zurückgeführt“, erläutert Dr. Föhlisch.

„Per Gesetz ist der Widerruf ohne Angabe von Gründen möglich. Das gewährt dem Käufer einerseits Freiheit und Sicherheit, führt andererseits aber in Einzelfällen zu einem Missbrauch des Widerrufsrechts, der viel zu häufig ohne Folgen für den Kunden bleibt“, so Föhlisch weiter. So darf der Online-Händler einen sogenannten Wertersatz fordern, wenn die Ware sich zum Beispiel aufgrund von Kratzern oder Gebrauchsspuren verschlechtert hat und diese Verschlechterung auf einen Umgang mit der Sache zurückzuführen ist, der über die Prüfung der Eigenschaften und der Funktionsweise hinausgeht. „Aber davon machen Online-Händler nur selten Gebrauch“, ergänzt Dr. Föhlisch. Doch hier ist auch zu erwähnen: Die große Mehrheit der Verbraucher (87 Prozent) spricht sich dagegen aus, Waren mit dem Kalkül zu bestellen, diese nur für kurze Zeit zu benutzen, um sie dann im Rahmen des Widerrufsrechtes zurückzusenden.

Lockende Angebote der Händler haben nur eine geringe Wirkung

Der Großteil der Internetkäufer lässt sich nicht zum Spontankauf im Netz hinreißen – das behaupten 88 Prozent der Befragten. Lockende Angebote der Shops haben beim Spontankauf nur einen sehr geringen Einfluss. Frust- oder Glückskauf? Auch der Erfolg der Nationalmannschaft spielt beim Spontankauf so gut wie gar keine Rolle – nur für 2 Prozent der Befragten. Umso jünger, umso spontaner: Betrachtet man unterschiedliche Altersgruppen, so zeigt sich, dass die Spontanität mit zunehmendem Alter abnimmt. Bei der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen hat mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) während einer EM oder WM schon einmal ganz spontan Waren gekauft, die er eigentlich gar nicht kaufen wollte – bei der Altersgruppe 55 und älter sind es gerade einmal 4 Prozent.

Hinweis zur Umfrage:
Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland AG bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 17.06. und dem 20.06.2016 nahmen 2.033 Personen teil. Darunter 1.390 Personen, die das Internet zum Einkaufen verwenden. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).

Via: Trusted Shops

Das Onlinehändler Magazin hat ein Porträt von mir veröffentlicht, das perfekt gelungen ist und weil ich mich darüber freue, möchte ich den Artikel hier auf tmta auch gerne verlinken:

Marion von Kuczkowski: Von der Händlerin zur Ebay-Koryphäe
Via: Onlinehändler-News

Selbständige Mütter mit minderjährigen Kindern leisten einen wesentlichen, oftmals unterschätzten Beitrag zur deutschen Wirtschaft. Dieses Jahr werden die sogenannten „Mompreneure“ 42,4 Milliarden Euro Umsatz erzielen. Das zeigt eine von eBay beauftragte Untersuchung des Research- und Analyse-Dienstleisters Statista. Dabei reicht das Spektrum vom Micro-Business im eigenen Haushalt bis zum Geschäft mit einem Multi-Millionen-Umsatz. Vor allem im boomenden Online-Handel wächst der Anteil der „Mompreneure“ und mit ihm auch das Umsatzvolumen. Gemäß der aktuellen Studie steigen allein diese Erlöse in diesem Jahr um 6,1 Prozent auf 505 Millionen Euro.

Stefan Wenzel, Deutschland-Chef von eBay sagt: „Wir freuen uns über den positiven Umsatz-Trend und die Anzahl der „Mompreneure“. Vor allem für kleine Unternehmen, wozu viele der Händlerinnen zählen, bietet eBay einen einfachen und reichweitenstarken Start in den E-Commerce. Die Aussage, dass wir Partner des Handels sind, ist dabei mehr als Semantik – wir bieten einen reinen Online-Marktplatz und stehen nicht in Konkurrenz mit unseren Händlerinnen.“ In den USA ist der Begriff „Mompreneur“, eine Wortschöpfung aus Mom (engl. für Mutter) und Entrepreneur, bereits gut bekannt, mit dem anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg der selbständigen Mütter hält er nun auch immer mehr in Deutschland Einzug.

Mehr als jede dritte selbständige Frau hat heute Kinder. Aktuell sind fast eine halbe Million Mütter (461.000) mit noch minderjährigen Kindern selbständig tätig. Rund die Hälfte von ihnen hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Kind, weitere 50 Prozent haben zwei oder mehr Kinder. Esther Eisenhardt, Gründerin des Netzwerks „MomPreneurs“, betont: „Mütter sind in der Arbeitswelt eine Ressource, die extrem unterschätzt wird.“ Die mit Abstand beliebteste Branche der „Mompreneure“ ist den Statistikern zufolge das Gesundheits- und Sozialwesen. Die Zahl selbständiger Mütter verteilt sich wie folgt auf die Top-5-Branchen*(1):

– Gesundheits- und Sozialwesen (99.000 „Mompreneure“)
– Erbringung von freiberufl. wissenschaftl. und techn. Dienstleistungen (69.000)
– Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (58.000)
– Einzelhandel (42.000) – inkl. Online-Handel
– Erziehung und Unterricht (35.000)

Im Einzelhandel, mit insgesamt voraussichtlich 474 Milliarden Euro*(2) Umsatz auch 2016 Schwungrad der deutschen Wirtschaft, machen sich weiter viele Mütter selbständig, hier wächst insbesondere der E-Commerce-Anteil zusehends. Aktuell gibt es rund 5.200 „Mompreneure“ im Online-Handel*(3), bei vielen von ihnen steckt auch die Businessidee noch in den Kinderschuhen, aber sie bringen es immerhin schon auf einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz von 97.141 Euro im Jahr. Bis 2020 wird der Wert weiterhin stark, um fast ein Drittel (31,6 Prozent), auf 127.857 Euro zulegen. Seit 2010 wäre damit dann ein Wachstum der Pro-Kopf-Erlöse im E-Commerce von fast 200 Prozent zu beobachten*(4).

eBay_Mompreneure-im-Online-Handel_Infografik_Facts-Deutschland

Eine erfolgreiche „Mompreneur“-Story bietet Annedore Linder. 1999 fand die Landwirtin ohne Berufserfahrung mit ihrem eBay Shop „anndora“ den Einstieg in die Arbeitswelt. „Zu Beginn habe ich gebrauchte Babybekleidung verkauft, heute beschäftige ich in meinem ‚Baumarkt ohne Baustoffe‘ 19 Mitarbeiter.“ Der Verkauf von Artikeln aus dem Bereich Haus, Garten und Freizeit bringt ihr einen Platz unter den umsatzstärksten eBay Shops aus Sachsen-Anhalt ein.

Karrieretechnisch bedeutet die Schwangerschaft für viele Frauen eine Zäsur. Wenn sie als Mütter in den Beruf zurückkehren, geraten manche in eine Sackgasse: Die Aufgaben haben sich verändert, das Arbeitsumfeld hat wenig Verständnis für den Organisationsaufwand in der Kinderbetreuung und die notwendige Flexibilität in den Arbeitszeiten. Esther Eisenhardt sagt: „Teilzeit ist oft ein Abstellgleis und bedeutet nicht selten das Karriere-Aus.“ Schuld sei die immer noch starke Präsenzkultur. „Viele Manager übertragen ungern Verantwortung, wenn man nach 16 Uhr nicht mehr an Meetings teilnehmen kann.“ Für viele Mütter wird die „Notlösung“ Selbständigkeit daher zur verheißungsvollen Alternative. Dabei gilt: Je mehr Kinder, desto größer der Anteil der „Mompreneure“ an den arbeitenden Müttern.*(5) Der eigene Chef zu sein, von Zuhause aus zu arbeiten und selbst zu entscheiden, wie viel Arbeit die Familie verträgt, ist für sie das ideale Arbeitsmodell.

Eine Auswahl von Mompreneur-Erfolgsstorys:

eBays „Schirmherrin“, Annedore Linder mit anndora

– Seit 1999 als Verkäuferin bei eBay
– Verkauf von Artikeln für Haus, Garten und Freizeit
– 19 Mitarbeiter, 3.000 Artikel im Sortiment
– Einer der umsatzstärksten eBay Shops aus Sachsen-Anhalt

Die Multichannel-Händlerin für die Kleinsten, Bettina Leisten Rodriguez mit Kids-Comfort

– Seit 2005 mit Kids-Comfort bei eBay erfolgreich
– Internationaler Verkauf von Baby- und Kinderartikeln
– 15 Mitarbeiter, 20.000 Artikel im Sortiment
– Bewusstsein für Qualität und Service

Leidenschaft für Garn, Andrea Gönner mit Garnwelt

– Seit 2010 als Händlerin bei eBay
– Verkauf von Strickgarn und Handarbeitszubehör
– 4 Millionen Euro Jahresumsatz, 10.000 Artikel im Sortiment, 30 Mitarbeiter im Sommer, 50 im Winter
– Leidenschaftlicher Einsatz und stetiges Wachstum

Selbständige Mütter und solche, die es werden wollen, finden Tipps zum Start und die ausführlichen Erfolgsgeschichten der Mompreneure bei eBay.

eBay_Mompreneure im Online-Handel_Infografik

*(1) Stat. Bundesamt, Mikrozensus 2014
*(2) HDE (2015)
*(3) Stat. Bundesamt, Mikrozensus 2014
*(4) HDE (2015), Handel Digital, S. 3 i.V.m. Stat. Bundesamt, Mikrozensus 2014
*(5) Eurostat (2014), HWWI

Quelle: eBay

Die Außenkamera eines Hausbesitzers hat gefilmt, wie ein USPS Fahrer sich die effiziente Paketauslieferung vorstellt:

Vor einigen Tagen habe ich bei Ina Steiner wieder einen Artikel gelesen, in dem sie darüber berichtet, dass eBay auf der letzten Top Seller Konferenz chinesische Seller ermutigt hat, weiter in den Markt einzudringen und ich frage mich:

Wo werden wir am Ende stehen?

Ein Beispiel aus der Praxis:
Ich verkaufe bei Amazon einen Artikel ab, der einen VK von 6,98 Euro (Prime) hat.
Täglich werden 5-10 Stück verkauft und mein restlicher Lagerbestand wird in absehbarer Zeit abverkauft sein.
Nun kommt ein Chinese und aus unternehmerischer Sicht würde es reichen, wenn er den Artikel zum Preis von 6,97 Euro verkauft und sich damit die Buy Box sichert. Er aber bietet den Artikel (Prime) sofort für 2,98 Euro an. Die Amazon Kosten betragen 2,77 Euro. Bleiben also satte 0,21 Euro, von denen er den Artikel kaufen und den Versand nach Deutschland organisieren muss. Da China laut Weltpostvertrag als Entwicklungsland eingestuft ist, sind die Versandkosten zu vernachlässigen, da sie subventioniert werden.

Mit der Preissenkung macht der Verkäufer den Artikel zum Plus Produkt und schon dadurch gehen die Verkäufe deutlich nach unten, aber darüber muss ich mir im Moment keine Gedanken machen, weil ich den Artikel erst dann wieder verkaufe, wenn er bei dem Chinesen ausverkauft ist, weil er sein Lager nicht schnell genug aufgefüllt hat.
Ganz naiv würde ich sagen, dass dem deutschen Staat hier doppelter Schaden entsteht: Er zahlt gar keine Steuern und da ich diesen Artikel im Moment auch nicht mehr verkaufe, zahle ich auch keine Steuern auf den Verkauf.
Die Chinesen sollen zwar Steuern zahlen, doch wenn sie es nicht tun, müssen sie keine Konsequenzen fürchten, weil es zwischen Deutschland und China kein Amtshilfe-Abkommen gibt.

Ärgerlich ist es auch, wenn ich als Unternehmer bei Amazon einkaufe und schnell z.B. ein paar Druckerpatronen aus der Buy Box kaufe, um dann später festzustellen, dass der Verkäufer keine Rechnung erstellen kann und ich bei einem deutschen Verkäufer unterm Strich weniger bezahlt hätte, weil er die Umsatzsteuer ausweisen kann. Zwar sollen Verkäufer, die keine Rechnung ausstellen können darauf hinweisen, nur machen sie es nicht und wer schaut schon bei jedem Kauf ins Impressum?

Versand aus Polen / Tschechien

Jetzt sollen deutsche Verkäufer ihre FBA Ware für den Versand aus anderen europäischen Ländern freigeben. Wenn sie sich dafür entscheiden, werden sie in anderen Ländern umsatzsteuerpflichtig und dieser Aufwand kostet. Alternativ bleibt die Ware in Deutschland, kostet dann aber pro Sendung einen Aufschlag von 0,25 Euro. Wieder ein Wettbewerbsvorteil für die Chinesen, weil sie ihre Ware verteilen können, ohne sich um steuerliche Konstrukte Gedanken zu machen.

Produktsicherheit und Umweltrecht?

In der Theorie müssen sich alle an die Gesetze halten, in der Praxis können (und werden) nur deutsche Unternehmen geprüft und müssen bei Verstößen mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Bei chinesischen Firmen können weder Prüfmuster angefordert noch Bußgelder verhangen werden.

Entsorgungsgebühren und Verpackungsverordnung?

Deutsche Händler werden an jeder Ecke zur Kasse gebeten, z.B. für Entsorgungsgebühren oder für Lizenzen für die Verpackungsverordnung. Das alles muss den chinesischen Händler gar nicht interessieren,kein Wunder also, dass wir in vielen Produktkategorien gar nicht mehr wettbewerbsfähig sind und die chinesischen Händler dominieren.

Der rote Teppich für die Chinesen

Und wenn ich dann lese, dass eBay noch mehr chinesische Seller an Bord haben möchte, dann mache ich mir Sorgen, wo das langfristig hinführen wird.
Bei eBay.de dominieren mit 70% noch die deutschen Händler, bei Amazon.de sind nur noch 53% der Händler aus Deutschland (Quelle Wortfilter), aber wenn eBay – wie auf dem Seller Summit geschehen, Preise für die chinesischen „Elite Seller“ verleiht, die in den europäischen Markt expandieren, dann werden wir bald in der Minderheit sein.

Amazon senkt die FBA Gebühren, um für die Chinesen attraktiv zu bleiben

Wie Tamebay heute berichtet, wird Amazon.com ab 1. Juli die FBA Gebühren für kleinere Sendungen wie Kabel, Smartphone Cover etc. um 67% senken, um für die Chinesen weiter attraktiv zu bleiben. Durch die Subventionen könnten Chinesen sonst auf die Idee kommen, selbst zu verschicken und da Amazon die chinesischen Verkäufer nicht verlieren möchte, werden die FBA Preise angepasst.

Auswege?

Einige Unternehmen versuchen sich an kreativen Konstrukten und wandern mit dem Unternehmen selbst nach China aus, allerdings ist dieser Weg nicht immer von Erfolg gekrönt, wie ein Artikel der IT-Recht-Kanzlei belegt.
Die Verbände kennen das Problem, sind bisher jedoch nicht (sichtbar) aktiv geworden.

Hilfreich ist es sicher, wenn man eine eigene Marke aufbauen kann und den eigenen Auftritt auf höchstem Niveau professionalisiert.
Das führt dann allerdings nicht zu dem, was sich eBay & Amazon vorstellen, denn wenn jeder seine Produkte selbst labelt, finden wir irgendwann bei ebay & Amazon das identische Produkt in x-facher Ausfertigung – nur unter vielen verschiedenen Markennamen und ob das dann zu einem „Kauferlebnis“ für die Kunden führt darf bezweifelt werden.

Starship Delivery Robot

Starship Delivery Robot

Der Logistikdienstleister Hermes Germany und das europäische Technologie-Start-up Starship Technologies werden in Deutschland den Einsatz von Zustellrobotern testen. Damit ist Hermes der erste Paketdienst Europas, der die Zustellung von Sendungen mittels autonom fahrender Roboter erproben wird. Starship Technologies mit Büros in Tallin und London wurde 2014 von den zwei Skype-Mitgründern Janus Friis und Ahti Heinla gegründet. Hermes unterstützt Starship als exklusiver Logistikpartner in Deutschland finanziell und mit der Bereitstellung von Infrastruktur. Der erste gemeinsame Pilottest ist noch für den Sommer 2016 geplant. Eine entsprechende Kooperation vereinbarten beide Unternehmen in Hamburg.

„Der Einsatz von Robotern kann die Zustellung von Päckchen und Paketen speziell im städtischen Raum nachhaltig revolutionieren. Dass wir ein derart spannendes wie einzigartiges Zustellprojekt in Deutschland als exklusiver Logistikpartner maßgeblich vorantreiben und mitgestalten dürfen, bietet für beide Seiten eine einmalige Chance“, so Frank Rausch, CEO bei Hermes Germany.

„Hermes ist offen für neue Ideen, sehr beweglich am Markt und möchte ebenso wie wir die Entwicklung innovativer Zustellkonzepte vorantreiben. Als europaweit erster Logistikpartner von Starship passt Hermes deshalb ideal zu unserer Vision“, sagt Ahti Heinla, CEO von Starship Technologies.

Fünf Kilometer großer Lieferradius

Der von Starship Technologies entwickelte Zustellroboter ist ein Fahrzeug mit sechs Rädern, wird elektrisch betrieben und bewegt sich im Schritttempo, also mit maximal 6 km/h. Ein Roboter ist 50 Zentimeter hoch, 70 Zentimeter lang und verfügt im Inneren über ein gesichertes Fach, in dem Sendungen mit einem Gesamtgewicht von maximal 15 Kilogramm transportiert werden. Ausgehend von einem „Roboter-HUB“ – etwa einem Hermes PaketShop, in dem die Fahrzeuge beladen und mit Energie versorgt werden – können die Roboter in einem Umkreis von bis zu fünf Kilometer eingesetzt werden. Auf diese Weise sind automatisierte Zustellungen innerhalb von 30 Minuten ab Beauftragung durch den Kunden möglich. Die Kommunikation zwischen Roboter und Kunde wird später per Smartphone-App erfolgen. Die Zustellung erfolgt bis zur Haustür.

Sicherer Betrieb durch Operator

Obwohl die Roboter vollkommen autonom fahren können, ist jedes Fahrzeug via Internet und GPS permanent mit einem menschlichen Operator verbunden, der mehrere Roboter parallel überwacht und bei Bedarf auch fernsteuern kann. Der Operator wird zudem automatisch alarmiert, sobald unvorhergesehene Hindernisse im Fahrweg auftauchen oder es anderweitige Störungen im Betriebsablauf gibt. Das schafft maximale Sicherheit im Straßenverkehr. Befahren werden ausschließlich Fußgängerwege und andere für Passanten vorgesehene Bereiche wie Fußgängerzonen oder innerstädtische Plätze. Radwege und Straßenfahrstreifen nutzt der Roboter lediglich partiell und nach Rücksprache mit dem Operator, etwa beim Kreuzen von Straßen. Zebrasteifen und Ampelsysteme erkennt das System automatisch. Dafür sorgen Sensoren und neun Kameralinsen, die die empfangenen Bilddaten in Echtzeit vollautomatisch in entsprechende Handlungsanweisungen umrechnen.

Sendungen im Transportfach sind per Sicherheitsschloss, Überwachungskamera und PIN-Code-Abfrage vor unbefugtem Zugriff gesichert. Wird eine gewaltsame Öffnung des Transportfachs versucht, löst der Roboter umgehend Alarm aus und verständigt den Operator. Dank konstantem GPS-Signal lässt sich die Position des Fahrzeugs jederzeit zurückverfolgen.

Bisherige Tests ohne Komplikationen

Ein erster Pilottest von Hermes und Starship Technologies in Deutschland wird bereits im Sommer starten, der Einsatzort ist noch offen. Verschiedene, bereits laufende Feldtests der Zustellroboter in London, Tallinn (Estland) sowie in den USA verliefen erfolgreich und ohne Zwischenfälle. Eingesetzt wurden die Roboter dabei u.a. für Lebensmittellieferungen.

Quelle: Hermes

Gut einen Monat nach erfolgreicher Inbetriebnahme hat DHL Express Deutschland heute seinen neuen Betriebsstandort am Hannover Airport in Langenhagen unter Beteiligung zahlreicher Gäste offiziell eröffnet. Auf einer Gesamtfläche von rund 30.000 m² wurden zwei bisher getrennte Produktionsstätten unter einem Dach vereint: die ehemals in der Bayernstraße gelegene Servicestation, in der DHL Express zeitsensible Sendungen über das nationale Straßen- und internationale Luftnetzwerk abgefertigt hat, und das bisher in der Stelinger Straße befindliche Gateway für taggenaue Express-Sendungen, die über das europäische Straßennetzwerk transportiert werden.

„Mit dem neuen hochmodernen Standort verfügen wir jetzt über eine Produktionsfläche von rund 6.000 m². Das entspricht einer Verdopplung der bisherigen Fläche. Darüber hinaus haben wir eine vollautomatisierte Sortieranlage integriert, die 6.000 Sendungsstücke pro Stunde bearbeiten kann.“, beschreibt Wolfgang P. Albeck, Vorsitzender des Bereichsvorstands von DHL Express Deutschland, die operativen Vorzüge des 32,5 Millionen Euro schweren Investitionsobjektes. „Dies ermöglicht uns, die Produktionsprozesse für die drei Verkehrsträger so zu harmonisieren, dass alle drei Sendungsströme zeitgleich über dasselbe System abgewickelt werden können.“ Vorteilhaft für die Umwelt wirke sich zudem aus, dass nun die Transitverkehre zwischen beiden Häusern entfallen. „Insgesamt erreichen wir effizientere Bearbeitungsprozesse und eine bessere Servicequalität für unsere Kunden in der Region“, so Albeck weiter.

Neubau in Hannover ist Teil eines umfangreichen Infrastrukturprogramms

Auch die rund 200 Beschäftigen am neuen Standort profitieren von der modernen Betriebsstätte, denn die Arbeitsplätze wurden gemäß aktuellen Ergonomiestandards ausgestattet. So verfügt das Logistikzentrum über vier sogenannte Finger mit direkten Be- und Entlademöglichkeiten für die Zustellfahrzeuge. Die Express-Sendungen werden unmittelbar über die Sortieranlage bis zum entsprechenden Tor befördert, so dass sie die Kuriere rückenfreundlich in ihr Fahrzeug verladen können. Deutlich moderner und komfortabler sind auch die Büro- und Sozialräume ausgestattet. Des Weiteren wurde bei dem Neubau auf den Einsatz energiesparender Materialien Wert gelegt und zum Beispiel für die gesamte Hallenbeleuchtung LED-Technik verwendet. Überdies erfüllt er die Sicherheitsanforderungen der Transported Asset Protection Association (TAPA) und erhält damit die weltweit anerkannte TAPA Klasse A-Zertifizierung.

Der Neubau von DHL Express in Hannover ist Teil eines umfangreichen Infrastrukturprogramms. Neben dem Standort in der niedersächsischen Landeshauptstadt wurden bereits mehrere Produktionsstätten in Deutschland – darunter Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, Freiburg und Mannheim – grundlegend modernisiert und erweitert.

Quelle: DHL