Offiziell heißt es, dass die Versandzentren, die Amazon in Tschechien und Polen aus dem Boden gestampft hat, keine Reaktion auf die nicht enden wollenden Verdistreiks sind.
Beschleunigt worden sind die Pläne durch die Verdi Blockaden vermutlich aber doch.
Am Ende hat Amazon durch den Druck von Verdi profitiert, denn in Tschechien zahlt Amazon umgerechnet nur noch knapp 4 Euro Stundenlohn für einen Lagerarbeiter und umgerechnet 5,45 Euro für einen Schichtleiter und hat keine Probleme damit, Mitarbeiter zu finden, wie die Frankfurter Rundschau berichtet.
Verdi bleibt wie üblich unbeeindruckt und macht weiter bis Amazon auch den nächsten Schritt geht, der ganz sicher kommen wird: Die Umstellung auf Roboter.
Schon 2012 hat Amazon den Lagerroboterhersteller Kiva Systems gekauft und es ist eine Frage der Zeit, wann die Lagerroboter in Deutschland zum Einsatz kommen.
Ein Roboter ist zwei-bis dreimal produktiver als ein Lagerarbeiter und er schwenkt weder Banner noch Fähnchen mit Streikparolen.
In den USA sollen die Lagerroboter laut Focus Schätzungen bis zu 25.000 Arbeitsplätze ersetzen. In Deutschland ist der Einsatz von Lagerrobotern bisher offiziell noch nicht geplant, aber das kann sich schneller ändern, als Verdi es sich vorstellen kann.