Wer sein Amazon Konto mit seinem Facebook-Profil verbindet, bekommt aktuell bei Amazon eine üppige Gutschrift von 5 Euro, die er ab einem Bestellwert von 25 Euro einlösen kann.
Mich hat diese Aktion spontan an den New Yorker Studenten Federico Zannier erinnert, der im Mai 2013 seine Daten bei Kickstarter angeboten und dafür 2733 Dollar eingesammelt hat.
Zwei Monate hat er sich selbst komplett überwacht und alles, was er im Internet getan hat, aufgezeichnet.
Drei Millionen Zeilen, knapp 21.000 Webcam-Aufnahmen und mehr als 20.000 Screenshots hat er in dieser Zeit angesammelt und er vermutet, dass Google und Facebook eine ähnlich große Datensammlung über ihn angehäuft haben.
Bevor diese Unternehmen nun seine Daten verkaufen, hat er den Verkauf selbst in die Hand genommen. 213 Menschen haben zugeschlagen und ihm insgesamt 2733 Dollar für seine persönliche Datensammlung gezahlt.
Für ihn war diese Aktion vor allem ein Protest: Er wollte sich dagegen wehren, dass Unternehmen mit seinen Daten Geld verdienen, ohne ihn daran zu beteiligen.
Seine Forderung: Jeder Datenvermarkter müsste bereit sein, mindestens 2 Euro für die Datensammlung eines Tages zu zahlen.
Wenn nun jedes Unternehmen, das scharf auf die Daten seiner Nutzer ist, 5 Euro an den Menschen hinter den Daten zahlen würde, wäre das ja schon einmal der Weg in die richtige Richtung.

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