Ich hatte gerade eine interessante Diskussion mit einem eBay Verkäufer, dem ich keinen Vorsatz unterstellen wollen würde, aber er handelt noch meiner Einschätzung ganz klar gewerblich – über 2700 Bewertungen, 110 Angebote online, fast ausschließlich Neuware. Ich hatte ihm den gut gemeinten Ratschlag gegeben, seine Angebote auf gewerblich umzustellen, bin dabei aber auf Verständnisschwierigkeiten gestoßen. Die Begründung ist einfach und für den Laien sicher auch nachvollziehbar. eBay selbst bietet privaten Verkäufern an, monatlich bis zu 300 Angebote kostenlos einzustellen, bzw. bis zu 2500! Auktionen mit einem Startpreis von 1 Euro.
Nun kann man sagen, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, aber ich glaube ihm, dass er sich sicher war, hier auf der sicheren Seite zu stehen, weil eBay das so anbietet. Weil seine Auffassung ihm besser gefallen hat als meine, hat er sich bei eBay telefonisch rückversichert und eBay hat ihm bestätigt, dass er sich keine Gedanken machen muss.
Ich hätte mir an dieser Stelle von eBay mehr Aufklärung gewünscht – auch um die wirklich unwissenden Verkäufer- und die gibt es! zu schützen.

Manchmal ist es nicht einfach, oder sogar fast aussichtslos gegen Markenrechtsverletzungen vorzugehen. In manchen Fällen haben die Webseiten, auf denen die gefälschten Produkte angeboten werden, gar kein Impressum und sind nicht greifbar, in anderen Fällen reagieren die Plattformen nicht oder nur sehr langsam.
Hier gibt es eine Lösung, die sehr erfolgversprechend ist: PayPal oder auch andere Zahlungsanbieter wie Payoneer über die Markenrechtsverletzung zu informieren. PayPal reagiert in solchen Fällen sehr schnell.

Hier ist der Link, um eine Markenrechtsverletzung bei PayPal zu melden, Payoneer kann man über das Kontaktformular kontaktieren.