Jeder Händler kennt das Problem: Der Kunde bestellt ein Produkt, das sich später als nicht lieferbar herausstellt. Darf er dann die Bestellung stornieren, oder muss er vielleicht Schadensersatz zahlen? Tanya Stariradeff, Legal Consultant bei Trusted Shops, erklärt, welche Pflichten Händler in einem solchen Fall treffen.

Lieferpflicht nur beim vorherigen Vertragsschluss
Der Händler ist zur Lieferung des bestellten Produkts nur dann verpflichtet, wenn der Kaufvertrag mit dem Kunden zustande gekommen ist. Hat sich der Händler vorbehalten, die Bestellung des Kunden per E-Mail anzunehmen und stellt er bereits vor Versendung dieser E-Mail fest, dass die Ware nicht mehr verfügbar ist, dann muss er den Kunden hierüber nur unverzüglich informieren. Dies gilt jedoch nur, wenn die Vertragsschlussklausel des Händlers insofern wirksam ist und er den Vertragsschluss nicht bereits vorher „versehentlich“ herbeigeführt hat.

Kann sich der Händler vom Vertrag lösen?
Was passiert aber, wenn das Problem erst nach Vertragsschluss erkannt wird? Es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass der Händler die Bestellung ohne weiteres stornieren kann. Dem ist nicht so. Anders als dem Verbraucher, steht dem Händler kein Widerrufsrecht zu. Ein Rücktritt gemäß § 323 Abs. 1 BGB scheidet ebenfalls aus, da dieser nur bei einer Pflichtverletzung der Gegenseite (zum Beispiel im Fall der Zahlungsverweigerung) möglich ist. Es bleibt nur die Möglichkeit, den Vertrag anzufechten.

Von den gesetzlich geregelten Fällen kommt nur ein sogenannter Erklärungsirrtum gemäß § 119 Abs. 1 2. Alt. BGB in Betracht. Dieser liegt dann vor, wenn sich der Händler bei der Abgabe seiner Erklärung (also bei der Annahme der Bestellung) verschreibt oder sonst vertut.

Beispiel: Erfolgt die Annahme der Bestellung manuell per E-Mail, so ist ein Erklärungsirrtum möglich, wenn der Händler versehentlich seine „Annahme“-Vorlage statt der „Ablehnungs“-Vorlage benutzt. Das versehentliche Eintragen der Ware als lieferbar in das Shop-System reicht hingegen nicht aus, da der Fehler im Vorfeld und nicht bei der Abgabe der Erklärung erfolgt. Das gleiche gilt, wenn das System den falschen Status selbst zieht und die Mail automatisch verschickt. Nimmt der Händler den Vertrag bewusst an – wie so häufig in der Annahme, die Bestellung im Fall der Nichtlieferbarkeit „stornieren“ zu können – liegt nur ein unbeachtlicher Motivirrtum vor.

Im Regelfall dürfte es also an einem Anfechtungsgrund fehlen. Kann der Händler einen solchen trotzdem nachweisen, muss er den Kunden unverzüglich informieren. Dies führt zur Nichtigkeit des Vertrags und seine Lieferpflicht entfällt.

Wann darf der Kunde auf Lieferung bestehen?
Kann sich der Händler vom Vertrag nicht lösen, bleibt er grundsätzlich zur Lieferung verpflichtet. In besonderen Ausnahmefällen erlischt seine Leistungspflicht jedoch trotzdem, zum Beispiel wenn die Lieferung unmöglich ist (§ 275 Abs. 1 BGB). Dies kommt in Betracht, wenn etwa die bestellte Ware untergegangen oder bereits einem Dritten, der nicht zur Herausgabe bereit ist, veräußert wurde. Unproblematisch ist dies beim Verkauf von Gebrauchtwaren, Kunstgegenständen oder sonstigen Unikaten (sog. Stückschuld). Bei dem Verkauf von Serienartikeln, die auch von der Konkurrenz verkauft werden (sog. Gattungsschuld), dürfte Unmöglichkeit regelmäßig ausschieden. Besteht der Kunde auf Lieferung, müsste sich der Händler das gewünschte Produkt gegebenenfalls bei einem anderen Händler besorgen und es dem Kunden liefern.

Beispiel: Zerstört ein Händler versehentlich die bestellte antike Vase, wird die Lieferung unmöglich. Würde es sich bei der zerstörten Vase hingegen um eine serienmäßig produzierte Ware handeln, tritt Unmöglichkeit nur ein, wenn der gesamte Bestand untergegangen ist. Dies kommt naturgemäß sehr selten vor.

Wann darf der Kunde Schadensersatz verlangen?
Informiert der Händler den Kunden darüber, dass die bestellte Ware zurzeit nicht mehr lieferbar ist, verlangen Kunden häufig Schadensersatz. Wenn Händler die Forderung nicht zum Zwecke der Kundenbindung aus Kulanz erfüllen wollen, müssen sie dem nur nachkommen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Diese richten sich nach der einschlägigen Rechtsgrundlage:

Auch wenn der Händler den Vertrag aufgrund eines Erklärungsirrtums wirksam angefochten hat, ist er nach § 122 BGB in einem bestimmten Umfang schadensersatzpflichtig. Auf sein Verschulden kommt es dabei nicht an. In den anderen Fällen – und somit auch im Fall der Unmöglichkeit – muss der Händler jedoch die unterlassene Lieferung zu vertreten haben. Ist das Leistungshindernis bereits vor Vertragsschluss eingetreten, kommt es auf die Kenntnis des Händlers hiervon (§ 311a Abs. 2 BGB), im Übrigen auf das Leistungshindernis selbst an (§ 280 Abs. 1 BGB). Beides wird allerdings zulasten des Händlers gesetzlich vermutet, so dass er das Gegenteil nachweisen muss.

Beispiel: Stellt der Händler erst nach Vertragsschluss fest, dass er das letzte Mountainbike aus seinem Vorrat bereits veräußert hat, kommt es darauf an, ob er bei Anwendung der üblichen Sorgfalt dies bereits vor Vertragsschluss erkennen konnte. Dies wäre in aller Regel zu bejahen. Passiert dies jedoch nach Vertragsschluss, kommt es auf die Veräußerung selbst an, die der Händler ohne weiteres zu vertreten hat. Nicht pauschal lässt sich hingegen der in der Praxis häufige Fall der Nichtbelieferung durch den Großhändler beurteilen. Diese bedarf aufgrund der komplexen Kriterien der Rechtsprechung stets einer Einzelfallprüfung.

Ein Schadensersatzanspruch des Kunden besteht nur, wenn ihm überhaupt ein Schaden entstanden ist. Dies muss er dem Händler gegenüber nicht nur behaupten, sondern auch nachweisen. Zudem ist auch bei der Frage, welche Schäden überhaupt ersatzfähig sind, zu differenzieren:

Im Fall der Anfechtung hat der Händler dem Kunden denjenigen Schaden zu ersetzen, den der Kunde dadurch erleidet, dass er auf die Gültigkeit der Erklärung vertraut. In den sonstigen Fällen (zum Beispiel wenn der Händler die bestellte Ware nicht liefert, weil er sie nicht mehr vorrätig hat) kann der Kunde Schadensersatz statt der Leistung verlangen. Er ist so zu stellen, wie er im Fall einer ordnungsgemäßen Lieferung stehen würde.

Beispiel: Der Kunde bestellt beim Händler eine Markentasche im Wert von 400 Euro zum Preis von 250 Euro. Hätte der Kunde das Angebot des Händlers nicht gesehen, so hätte er dieselbe Tasche beim Konkurrenten für 300 Euro gekauft.

Im Fall der Anfechtung beträgt der ersatzfähige Schaden 50 Euro. Er ist so zu stellen, als ob der Vertrag nicht zustande gekommen ist, andernfalls – 100 Euro, da er bei einer ordnungsgemäßen Lieferung 100 Euro „Gewinn“ gemacht hätte.

Fazit
Kann der Händler trotz Vertragsschluss die bestellte Ware nicht liefern, schuldet er im Regelfall zumindest Schadensersatz. Vor solchen Konstellationen kann er sich in erster Linie durch den Einsatz eines funktionierenden Warenwirtschaftssystems schützen, das gerade die Bestellung von ausverkauften Waren verhindert. Vertragsrechtliche Absicherungen in den AGB sind hier nur sehr bedingt möglich: Insbesondere können Händler sich nicht pauschal vorbehalten, vom Vertrag zurückzutreten, wenn die Ware anders als im Shop angegeben, doch nicht verfügbar ist. Neben der Auseinandersetzung mit dem Kunden, besteht das Risiko einer Abmahnung durch den Mitbewerber. Das OLG Hamm hat die Werbung mit nicht verfügbaren Waren für wettbewerbswidrig erklärt (Urteil vom 11.08.2015, 4 U 69/15).

Quelle: Trusted Shops

Aktuell steht eine neue Abzockmasche im Fokus der Polizei: Betrüger versenden Pakete an Personen, die gar nichts bestellt haben – per Nachnahme. Das Problem: Vermeintliche Empfänger nehmen die Pakete unbedarft an und bezahlen in dem Vertrauen, dass der Ehepartner bestellt hat und alles seine Richtigkeit hat. Ist das Paket erst einmal bezahlt, ist der Schaden nicht mehr abzuwenden, denn die Logistikdienstleister stehen nicht in der Haftungspflicht, sondern der Absender. Und dieser ist bei einer Betrugsmasche häufig nicht mehr nachvollziehbar. Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, gibt Tipps, wie Verbraucher sich schützen können.

1) Annahme verweigern

Dr. Carsten Föhlisch: Wer nichts bestellt hat oder eine Lieferung nicht zu 100 Prozent einer konkreten Bestellung zuordnen kann, sollte das Paket gar nicht erst annehmen. Ist das Paket erst bezahlt, haben Verbraucher den Schaden. Im Betrugsfall muss der Logistikdienstleister Ihnen das Geld nicht zurückerstatten. Hier steht der Absender in der Pflicht. Dieser wird aber mit großer Warscheinlichkeit nicht erreichbar bzw. unbekannt sein. Das Geld ist deshalb mit hoher Sicherheit verloren.

2) Absender überprüfen

Dr. Carsten Föhlisch: Der Zusteller ist nicht verpflichtet, Ihnen das Paket vor Zahlung auszuhändigen, damit Sie den Inhalt überprüfen können. Aber: Überprüfen Sie das Etikett des Paketes. Wer steht dort als Absender? Findet sich zum Beispiel keine Adresse des Absenders auf dem Paket, ist das ein deutliches Warnsignal. Ist Ihnen das Unternehmen unbekannt, verweigern Sie besser die Annahme.

3) Klare Vereinbarungen treffen

Dr. Carsten Föhlisch: Das klingt banal, aber häufig funktioniert die Betrugsmasche, weil Empfänger irrtümlicherweise den Schluss ziehen, dass der Ehepartner etwas bestellt haben muss. Deshalb: Tauschen Sie sich in Ihrem Haushalt aus, wenn Sie Pakete per Nachnahme erwarten. Und treffen Sie eine klare Vereinbarung, dass Pakete im Zweifel nicht angenommen werden sollen.

4) Paket in der Filiale hinterlegen bzw. neu zustellen lassen

Dr. Carsten Föhlisch: Gibt es keine klaren Absprachen und Sie sind unsicher, ob Ihr Ehepartner bzw. Mitbewohner eine Bestellung erwartet, sind Sie nicht verpflichtet das Paket sofort anzunehmen. Bitten Sie den Zusteller – je nach Logistikdienstleister – einen weiteren Zustellversuch zu unternehmen oder es direkt bei der für Sie zuständigen Filiale zu hinterlegen. Das verschafft Ihnen Zeit zu klären, ob eine Lieferung erwartet wird. Notieren Sie sich am besten schon einmal den Absender, der auf dem Paketetikett steht, um eine Zuordnung zu einer Bestellung zu erleichtern.

5) Warnsignale bei Bestellungen erkennen

Dr. Carsten Föhlisch: Ein mögliches Szenario ist es, dass Verbraucher gar nichts bestellt haben und mit einer Nachnahme-Lieferung überrascht werden. Darüber hinaus kann es natürlich auch passieren, dass Online-Shopper bei einer konkreten Bestellung in die Falle tappen. Hier gilt: Bietet ein Online-Händler als alleinige Zahlungsoption „Nachnahme“ an, sollten Sie misstrauisch werden. Kaum ein seriöser Händler wird sich entscheiden, seinen Kunden nur eine Zahlungsoption anzubieten. Bei unseriösen Shop-Betreibern sind Informationen zu Widerruf, Versandkosten und Zahlungsmethoden zudem oft fehlerhaft oder schwer zu finden. Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot eines Shops geben unter anderem Kundenbewertungen. Trusted Shops stellt die Unabhängigkeit und Echtheit der Bewertungen in seinem Portal über eine mehrstufige Überprüfung sicher.

Via: Trusted Shops

Ein Amazon Hausverbot bedeutete in der Konsequenz bisher, dass der Kunde, der von Amazon ausgeschlossen wurde, auch keinen Zugriff mehr auf seine digitalen Inhalte, wie z.B. Kindle Books hatte.
Das könnte sich in Zukunft ändern.
Das Oberlandesgericht Köln (AZ: OLG Köln 6 U 90/15) hat eine Klausel in den Nutzungsbedingungen von Amazon gekippt, die es Amazon gestattete, Kunden „Services auf der Website vorzuenthalten, Mitgliedskonten zu schließen oder Inhalte zu entfernen oder zu verändern“ für den Fall, dass Kunden „gegen anwendbare Gesetze, diese Nutzungsbedingungen oder andere anwendbare Vertragsbedingungen oder Richtlinien verstoßen.“
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Verbraucherzentrale NRW rät Kunden, denen Amazon den Zugang zu den digitalen Inhalten verwehrt, sich dagegen zu wehren und stellt für Betroffene einen Musterbrief zum Download zur Verfügung.
Amazon selbst gibt den Tipp, Inhalte, die Sie noch nicht heruntergeladen, beziehungsweise dauerhaft auf einem Gerät gespeichert haben, noch einmal herunterzuladen und zu speichern, um auch nach Kontoschließung Zugriff auf diese Inhalte zu behalten.

Mars hat einige Schokoladenprodukte wegen gesundheitlicher Risiken zurückgerufen.

Vom Rückruf betroffen sind folgende Produkte:
– Alle Produktformate der Marken MARS® und SNICKERS®
– MILKY WAY® Minis und Miniatures
– diverse Produktformate von CELEBRATIONS®
Betroffenes Mindesthaltbarkeitsdatum: von 19/06/2016 bis 08/01/2017.
Die vollständige Liste finden Sie hier.

eBay hat bereits damit angefangen, betroffene Angebote zu löschen.
eBay Verkäufer sollten die von der Rückrufaktion betroffenen Produkte schnellstmöglich beenden, wenn sie noch nicht durch eBay beendet worden sind.

Die „Links der Woche“ hatte ich für einige Zeit ausgesetzt.
Nun habe ich festgestellt, dass es doch viele wichtige Themen gibt, über die ich keinen Artikel schreiben möchte, die aber dennoch hier Erwähnung finden sollen.
Und deshalb sind sie wieder da, hier kommen die Links der Woche:

e-Commerce

Der Schlüssel zum Erfolg von Amazon, über den niemand spricht
Via: Wallstreet-Online

Retouren senken: Haben Sie die richtigen Lösungen parat?
Via: etailment

Lieferoptionen: Was Kunden wollen und was das für den Handel bedeutet
Via: etailment

eBay will Suche nach GTINs ermöglichen
Via: Internetworld

Otto, Zalando und Metro gehören zu den Top-Onlinehändlern der Welt
Via: etailment

Social Media Marketing

5 Fehler, die du auf Social Media unbedingt vermeiden solltest
Via: Internetworld

SEO

Amazon SEO – kostenloser Ratgeber mit konkreten Praxistipps
Via: Shopanbieter

14 SEO-Tools, die Sie kennen sollten
Via: etailment

11 kostengünstige und nützliche SEO-Tools
Via: Internetworld

Recht

Ebay-Verkäufer: Für Erstattung einer Fehlüberweiung von Bank verklagt
Via: Onlinehändler-News

Dropshipping für Online-Händler – rechtliche Hürden?
Via: IT-Recht-Kanzlei

Werbende aufgepasst: Vor Werbung Vorräte überprüfen
Via: IT-Recht-Kanzlei

BGH zur rechtsmissbräuchlichen Nutzung des Widerrufsrechts
Via: IT-Recht-Kanzlei

Alternative Streitbeilegung: Wie sollten Händler auf Beschwerden über die OS-Plattform reagieren?
Via: IT-Recht-Kanzlei

Schönes Wochenende!

Betritt ein Kunde einen Laden, weiß jeder gute Verkäufer, was zu tun ist: freundlich begrüßen, auf persönliche Wünsche eingehen, Komplimente machen, stets ansprechbar sein und im richtigen Moment die Kaufentscheidung unterstützen. Genauso sollten sich auch Online-Händler verhalten, wenn ein Kunde ihren Web-Shop besucht – nur eben digital. Trusted Shops gibt sechs Tipps, wie Online-Händler ein gutes Gefühl bei ihren Kunden beim Online-Shopping erzeugen.

1. Persönliche Begrüßung
Eine persönliche Begrüßung schafft eine wichtige Voraussetzung für einen Kauf in einem Online-Shop: Der Kunde fühlt sich willkommen. Ideal ist, eingeloggte Kunden mit dem Namen zu begrüßen – das klingt simpel, hat jedoch einen großen Einfluss auf die Conversion Rate. Aber auch Neukunden oder nicht eingeloggte Kunden sollten berücksichtigt werden und sich auf den Seiten willkommen fühlen.

2. Produktempfehlungen
Bieten Sie Kunden anhand ihrer Suchbegriffe weitere passende Artikel an. Denn individuelle Produktempfehlungen treffen häufig ins Schwarze und geben Kunden das Gefühl, einen guten und persönlichen Service zu genießen. Der Trend geht genau da hin: „Curated Shopping“ – die persönliche Shopping-Beratung für Kunden. Hilfreich für möglichst treffende Vorschläge (und auch für den Kunden eine hilfreiche Funktion): die Möglichkeit, im Shop einen Wunschzettel anzulegen.

3. Kleine Geschenke
Einem Online-Kunden Komplimente zu machen ist schwierig. Jedoch sind kleine Geschenke ein guter Ersatz dafür: zum Beispiel ein 10%-Rabatt als Willkommensgeschenk oder für die Treue als wiederkehrender Käufer. Wichtig ist, dass der Kunde eine kleine, für ihn bestimmte Aufmerksamkeit vom Online-Händler erhält.

4. Kontaktmöglichkeiten
Kunden möchten bei Fragen die Möglichkeit haben, schnell und unkompliziert den Online-Händler zu kontaktieren. Wenn er dafür im Laden durch die Gänge laufen müsste, um jemanden zu finden, wird er das Produkt im Zweifel in irgendein Regal legen und den Laden verlassen. Ähnlich verhält er sich im Online-Shop: Kann der Kunde nicht direkt auf kurzem Weg fragen, klickt er auf „Seite schließen“ und ist weg. Direkte Ansprechmöglichkeiten, ohne dass der Kunde lange nach Kontaktmöglichkeiten suchen muss, sind daher sehr von Vorteil. Eine E-Mail-Adresse mit einer klar definierten Antwortfrist oder besser eine Telefonnummer (unter der zu Geschäftszeiten immer jemand erreichbar ist) beziehungsweise ein Live-Chat, sind optimale Kontaktmöglichkeiten.

5. Produktergänzungen und einfache Bestellprozesse
Produkte, die mit zusätzlichen Informationen versehen werden, können Kunden zu einem zusätzlichen Kauf motivieren: „Unser Tipp: Wussten Sie, dass Produkt X auch für XYZ geeignet ist?“. Ein durchdachter Service, der Kunden den Weg zur Kasse erleichtert, ist enorm wichtig: übersichtliche Warenkörbe, kurze und klare Bestellprozesse, vorausgefüllte Formulare.

6. Service nach dem Kauf
Nach dem Kauf ist vor dem nächsten Einkauf. Online-Händler sollten Kunden auch nach dem Klick auf „Kaufen“ einen guten und persönlichen Service bieten. Dazu gehören beispielsweise eine ansprechende Bestellbestätigung, eine Lieferankündigung sowie ein Link zur Sendungsverfolgung und die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Service und einer Bewertung.

Via: Trusted Shops

Wenn Amazon einen Bestseller Artikel wie die Logitech MK330 schnurlose Tastatur mit Maus nur noch an Prime Kunden verkauft, dann wirft das Fragen auf.
PrimeExklusive
Ist das Angebot limitiert? Hat Amazon keine ausreichend hohe Stückzahl am Lager und will Amazon die letzten Exemplare bevorzugt an Primekunden liefern,oder sollen solche Angebote das Primeprogramm stützen und die Kunden mit sanftem Zwang zu Primekunden machen?
Geht Amazon in Deutschland einen anderen Weg als bei Amazon.com? Dort wurde gerade der Mindestbestellwert von 35 Dollar auf 49 Dollar für Gratislieferungen bei Nicht-Prime-Mitgliedern angehoben. Diese Maßnahme soll Prime in den USA ankurbeln – in Deutschland hat Amazon sich offensichtlich einen anderen Weg ausgedacht.
AmazonPrime1
Aktuell kann man die Logitech Tastatur mit Maus nur dann direkt bei Amazon bestellen, wenn man Prime Kunde ist.
AmazonPrime2
Nicht Primekunden können die Tastatur nur über Marketplacehändler kaufen, die sich vielleicht über diese Neuerung? freuen werden.

Produktbewertungen gehören heute zu den unverzichtbaren Marketingmaßnahmen und das hat auch eBay erkannt.
Bei eBay.com wurden die Produktbewertungen schon vor einiger Zeit eingeführt, in Deutschland werden Produktbewertungen demnächst (vermutlich noch vor dem Sommer) eingeführt werden.
Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt, denn Produktbewertungen sind heute als Kaufkriterium nicht mehr wegzudenken.
Bisher klaffte hier bei eBay eine Lücke, die nun geschlossen werden soll.

eBay Rabatte für Empfehlungen

Es ist ein sehr positives Signal, dass eBay sich offensichtlich mit dem Thema sehr intensiv auseinandersetzt.
So ist z.B. bei eBay Mexico das neue Programm „eBay Social“ angelaufen, bei dem sich Mitglieder mit Produktbewertungen und Empfehlungen eBay-Rabatte verdienen können, wenn ein anderes Mitglied über ihre Empfehlung bei eBay einkauft.
Das „kleine Partnerprogramm“ für Mitglieder wird einen starken Anreiz schaffen und dabei helfen, die Plattform zu verbessern und ihr auch wieder etwas mehr Traffic zuzuführen.
„eBay Social“ würde ich fast als eine gelungene Mischung aus dem „alten“ und dem „neuen“ eBay bezeichnen wollen.
Mit Programmen wie „eBay Social“ könnte der Communitygedanke wieder aufleben, den viele in den letzten Jahren vermisst haben.
Die User können ihre Empfehlungen über die Kollektionen teilen und in sozialen Netzwerken verbreiten und bekommen dafür sogar eine kleine Belohnung in Form eines eBay-Rabattes,d.h. anders als bei den jetzt bekannten eBay-Kollektionen werden sie ein starkes Interesse an einer Verbreitung ihrer Lieblingsprodukte haben.

Chancen für Verkäufer

Auch für Verkäufer ist das eine interessante Entwicklung, denn wenn man einen der gut vernetzten „eBay Social User“ von seinem Produkt überzeugen kann, wird er dieses Produkt gerne bewerben.

GLS betreibt in Osteuropa jetzt über 70 Paketautomaten – als erster Paketdienstleister in der Region. Die europaweit tätige Gruppe bietet Verbrauchern so eine weitere praktische Option, Pakete zu empfangen.

GLS ist mit eigenen Paketautomaten in Ungarn, der Slowakei und Rumänien gestartet. Den Auftakt hatte GLS Slovenia im Oktober 2014 gemacht. Über 70 Service-Stationen gibt es nun in diesen Ländern, weitere sind geplant. GLS Czech Republic bereitet derzeit die Einführung vor.

In Osteuropa wächst der Online-Versand von GLS-Kunden an Privathaushalte besonders schnell – bei GLS Hungary zum Beispiel um fast 40 Prozent in 2015. „Wer tagsüber nicht zuhause ist oder eine vertrauliche Zustellung wünscht, kann über die GLS ParcelLocker rund um die Uhr an sein Paket kommen“, sagt Gergely Farkas, Managing Director GLS Europe East. „Diese Lösung passt gut zu einem modernen Lifestyle.“

Code eintippen, öffnen, Paket entnehmen

Der Empfänger entsichert das Fach mit dem hinterlegten Paket über einen Zugangscode, den er per SMS, E-Mail oder Benachrichtigungskarte erhält. Auch Nachnahme-Sendungen können abgeholt und mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden. Die massiv konstruierten, mehrfach gesicherten und überwachten Service-Automaten ermöglichen es darüber hinaus, Pakete zu versenden.

Die Lieferung in den ParcelLocker ist eine neue, zusätzliche Zustelloption des FlexDeliveryService von GLS in Osteuropa. Dabei kann der Verbraucher sein Paket unter anderem in einen GLS PaketShop oder an einem Wunschtag in einem Zeitfenster bringen lassen. Der Automat steht dem Empfänger auch als alternative Zustelladresse offen, wenn er nicht zuhause war. Das setzt voraus, dass ein Gerät in der Nähe ist und er vorher zugestimmt hat.

So geht’s – der GLS ParcelLocker im Video:
https://www.youtube.com/watch?v=vbHsSVKqHcU

Quelle: GLS

Aussagekräftige Fotos und detaillierte Artikelbeschreibungen können den eBay-Verkaufspreis entscheidend beeinflussen.
Für Gelegenheitsverkäufer ist es jedoch nicht immer leicht, den Verkaufswert zu bestimmen, den sie für ihre Schätze bei eBay erzielen könnten. Wird der Preis zu hoch angesetzt, bleibt der Artikel möglicherweise ein Ladenhüter, setzt man den Verkaufspreis zu niedrig an, ärgert man sich später vielleicht.
Für Berliner bietet eBay am Sonntag, den 13. März 2016 einen besonderen Service an:
Auf dem Flohmarkt am Fehrbelliner Platz kann jeder den Verkaufswert seiner aussortierten Gegenstände bestimmen lassen. In einer Fotobox werden außerdem professionelle Bilder der Produkte geschossen, die später für den Online-Verkauf verwendet werden können.
Ort: Flohmarkt Fehrbelliner Platz
Datum: Sonntag, 13. März 2016
Zeit: 10:00 – 16:00 Uhr