Eine kurze, stürmische Woche neigt sich dem Ende zu und damit kommen hier die Links und Leseempfehlungen für das Wochenende:

e-Commerce

Zukunft des E-Commerce: Der Handel muss sich neu erfinden
Via: Internetworld

Global E-Tailing 2025:So zieht die Zukunft des E-Commerce aus
Via: Internetworld

Marktforschung für Online-Händler: Eine Einführung
Via: T3N

3 Strategie-Tipps für den erfolgreichen Gang ins Ausland
Via: Shopbetreiber-Blog

Recht

Verkauf von Online-Gutscheinen: Probleme rund um das Widerrufsrecht ab dem 13. Juni 2014
Via: IT-Recht-Kanzlei

Pflicht zur unverzüglichen Bestätigung des Eingangs des Widerrufs
Via: IT-Recht-Kanzlei

Schönes Wochenende!

Am 20. September 2014 trifft sich das Who is Who der eCommerce-Branche zu einer der größten Veranstaltungen für Online-Händler in Deutschland.
Prominente Unterstützung erfährt das Event durch 30 Aussteller auf der angeschlossenen Messe sowie durch einen topbesetzten Fachkongress – u.a. mit hochkarätigen Vorträgen durch Vertreter von eBay, Amazon, PayPal sowie DHL. Über 900 Fachbesucher informieren sich in Krefeld über Neuheiten und Strategien zur Optimierung von Onlinegeschäften. Hauptsponsoren des „Afterbuy BBQ“, welches dieses Jahr zum siebten Mal stattfindet, sind eBay und PayPal.

Schwerpunktthemen des Tages sind Multi-Channel Handel, der mobile Online-Handel, Recht, Zahlungssysteme, Shop- und Suchmaschinen-Optimierung, Online-Marketing sowie Prozesseffizienz im eCommerce. Den ganzen Tag über beraten Mitarbeiter der 30 namhaften Aussteller (wie u.a. Hermes, Hitmeister, Rakuten und easymarketing) die Besucher auf der angeschlossenen Messe.

Ab 10 Uhr liefern hochkarätige Experten in acht Vorträgen und fünf Workshops praxisrelevante Informationen. Der Vormittag bietet neben einer Keynote des neuen Afterbuy Geschäftsführers Christian Siering weitere Vortrags-Highlights zu den Themen SEO, eCommerce Trends, Webshop-Gestaltung und eMail-Marketing. Nachmittags bieten die Vorträge von Andy Lippert (eBay) sowie Daniel Werner (Amazon) den Fachbesuchern Einblicke und Hintergrundinformationen über den erfolgreichen Marktplatzhandel. Rechtsanwalt Max-Lion Keller von der IT-Recht Kanzlei informiert an diesem Tag über die Anforderungen an rechtssichere Internetgeschäfte und gibt Auskunft über die aktuelle Gesetzeslage im Online-Handel.

Verschiedene Workshop-Sessions informieren zu Online-Marketing, Kundenservice, der Automatisierung typischer Arbeitsprozesse von Online-Händlern sowie den Anforderungen an einen mobilen bzw. internationalen Internethandel.

Das traditionelle, rustikale Barbeque-Grillbuffet und ein unterhaltsames Abendprogramm mit Live-Musik bieten den Teilnehmern zum Abschluss zwischen 18 und 22 Uhr viel Raum für Gespräche und Erfahrungsaustausch.

Tickets zum All In Tarif
All Inklusive Tickets sind für 59,00 Euro* erhältlich, Afterbuy-Kunden erhalten die Eintrittskarten zum Vorzugspreis von 40,00 Euro*.

Weitere Informationen zum Event, den Ausstellern, Referenten sowie dem Ticketverkauf finden Sie unter: www.afterbuy.de/bbq

* Preise inkl. 19% MWSt.

Das All Inklusive Ticket zum eCommerce Event „Afterbuy BBQ 2014“
beinhaltet das gesamte Tages- und Abendprogramm:

– Zutritt zur gesamten Veranstaltung
– Teilnahme an allen Vorträgen und Workshops
– Warmes und kaltes Buffet sowie Heiß- und Kaltgetränke während der gesamten Veranstaltung
– Großes Buffet mit Grillstation und Getränken während der Abendveranstaltung
– Zugang zur gesamten Abendveranstaltung inkl. Rahmenprogramm
– Kinderprogramm
– Kostenfreie Parkmöglichkeiten mit Shuttleserivce

Auf dem Weg zum papierlosen Büro macht Deutschland weiter Fortschritte. Das „Forum elektronische Rechnung Deutschland“ (FeRD) mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden hat den Standard ZUGFeRD für die E-Rechnung erarbeitet. Der Hightech-Verband BITKOM empfiehlt Unternehmen, den neuen Standard für ihr Rechnungswesen zu übernehmen. „Die elektronische Rechnungslegung spart viel Zeit und Geld: Kosten für Papier, Porto und Lagerung können drastisch reduziert werden“, sagt BITKOM-Hauptvorstand Jürgen Biffar. „Viele manuelle Arbeitsschritte fallen dadurch weg, Zahlungen werden schneller abgewickelt.“

Der neue Standard basiert auf dem PDF-Format und beschreibt, wie Informationen einer Rechnung, also der Text und alle graphischen Elemente, in einer Datei gespeichert werden. Diese Datei kann das Papier ersetzen und damit für den Versand, die Bearbeitung und die Aufbewahrung einer Rechnung genutzt werden. Zusätzlich zu den normalen PDF-Daten werden alle Nutzdaten der Rechnung in einem standardisierten XML-Format in einem Bereich der PDF-Datei gespeichert, der bei der normalen Anzeige nicht sichtbar ist. Dank dieser Standardisierung können die Rechnungsdaten von jedem Programm automatisch weiterverarbeitet werden. Das ZUGFeRD-XML-Format basiert auf dem internationalen Standard UN-CEFACT und ist damit auch international kompatibel.

Im Rahmen der europäischen Gesetzgebung tritt am 26. Mai eine EU-Richtlinie in Kraft, die künftig elektronischen Empfang und Verarbeitung der Rechnung bei öffentlichen Aufträgen vorsieht. Die europäischen Standardisierungsbehörden sind damit aufgefordert, eine eRechnungsnorm zu entwickeln. BITKOM empfiehlt, den neu erarbeiteten ZUGFeRD-Standard bei dieser Entwicklung zu berücksichtigen. Biffar: „ZUGFeRD setzt auf international etablierten Standards auf und ist daher sehr gut für die Umsetzung der EU-Richtlinie geeignet.“

Alle Informationen rund um den neuen Standard zur elektronischen Rechnungslegung hat BITKOM in der Broschüre „ZUGFeRD – Standard für elektronische Rechnungen“ zusammengefasst. Sie steht zum kostenlosen Download zur Verfügung: http://www.bitkom.org/de/publikationen/38337_79446.aspx.
Quelle: BITKOM

Heute zu später Stunde, aber noch rechtzeitig vor dem Wochenende, kommen hier die Links und Leseempfehlungen der Woche:

e-Commerce

Bepados Zukunftsaussichten: Der brandneue Marktplatz für Lieferanten, Händler und Endkunden
Via: T3N

Internationalisierung im E-Commerce: So klappt’s auch mit dem Nachbarn
Via: T3N

Tipps für Händler: Preissuchmaschinen erfolgreich einsetzen
Via: Internetworld

Payment: 3 einfache Wege, um Vertrauen zu gewinnen und die Abbruchquote zu senken
Via: etailment

SEO

SEO: Welche eisernen Regeln auch nach dem Panda Update gelten
Via: etailment

Recht
Das Anbieten von Gewinnspielen auf Facebook nach neuen Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben
Via: IT-Recht-Kanzlei

Kein Widerrufsrecht bei entsiegelten Hygieneartikeln & Co?
Via: IT-Recht-Kanzlei

AG Stuttgart-Bad Cannstatt: elektronische Werbung in automatisierter Eingangsbestätigung grundsätzlich verboten
Via: IT-Recht-Kanzlei

EU-Verbraucherrechte: Zehn Hausaufgaben für Online-Händler
Via: Internetworld

Schönes Wochenende!

Erst laufen eBay die Partner in Scharen davon, dann muss eBay zugeben, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichend waren und Hacker sich Zugriff auf wichtige Nutzerdaten verschaffen konnten und nun kommt auch noch Google mit dem neuesten Panda Update und beschert eBay massive Rankingverluste.
Laut Sistrix gehört eBay zu den großen Verlierern des neuen Google Algorithmus-Updates und verzeichnet in absoluten Zahlen gemessen starke Einbußen im Google Ranking.
Häme ist in diesem Fall nicht angebracht, denn hier geht es nicht um eBay, sondern auch – und vor allem – um die Händler, die von eBay leben. Rankingverlust bedeutet auch Umsatzverlust und den müssen die Händler letztendlich verbuchen.
Wenn ehemalige eBay Partner statt eBay Amazon bewerben, fehlen hier schon wichtige Unterstützer. Wenn als nächstes Mitglieder durch den Hackerangriff verunsichert sind und eBay in Zukunft meiden, brechen weitere Käufer weg und wenn eBay in den Google Ergebnissen nicht mehr auf den vorderen Plätzen landet, kaufen die Kunden möglicherweise auf anderen Plattformen ein.
Wenn eBay verliert, sitzen viele mit im Boot, die auf eBay gesetzt haben und das kann schon einmal recht ungemütlich werden.

Fazit: Es ist immer gut, wenn man sich neben eBay weitere Verkaufskanäle erschließt und sich nicht ausschließlich auf eBay verlässt.

eBay.com hat eine Pressemeldung veröffentlicht und mitgeteilt, dass eBay gehackt wurde.
Noch heute sollen Mitglieder aufgefordert werden, die Passwörter zu ändern.
eBay teilt auch mit, dass es keinen Fremdzugriff auf sensible Konto- und Kreditkartendaten gegeben hat, da diese separat gespeichert werden.
Die Cyberkriminellen haben sich zwischen Ende Februar und Anfang März über Mitarbeiter- Anmeldedaten Zugang auf das Unternehmensnetzwerk von eBay verschafft und konnten so an die Namen der eBay Kunden, das verschlüsselte Passwort, die E-Mail-Adresse, die Postanschrift, die Telefonnummer und das Geburtsdatum der eBay Mitglieder gelangen.
eBay hat den Angriff das erste Mal vor zwei Wochen festgestellt und ist heute damit an die Öffentlichkeit gegangen.
Bisher gäbe es jedoch keine Hinweise auf eine erhöhte betrügerische Kontoaktivität auf eBay und auch keine Hinweise auf unberechtigte PayPal Zugriffe. PayPal Daten werden getrennt in einem sicheren Netzwerk gespeichert und alle PayPal Finanzinformationen sind verschlüsselt.
eBay wird heute im Laufe des Tages die Mitglieder per Mail auffordern, ihr Passwort zu ändern.

Durch die Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie müssen sich alle Online-Händler auf umfangreiche rechtliche Änderungen einstellen. Damit sie sich auf das Inkrafttreten des Gesetzes am 13. Juni 2014 vorbereiten und vor teuren Abmahnungen schützen können, haben Händler nun die Möglichkeit Ihre Internetpräsenz vom Händlerbund in einem Quick Check ganz unkompliziert prüfen zu lassen.

Beim Quick Check wird die Internetpräsenz in einem persönlichen Telefongespräch mit einem Experten innerhalb von 15 bis 20 Minuten in rechtlicher Hinsicht geprüft! So erfahren Händler, wo Sie bis zum Stichtag am Freitag, den 13. Juni 2014 noch nachbessern müssen und bekommen von einem Fachjuristen des Händlerbundes eine Handlungsempfehlung.

Der Quick Check kostet nur 50 Euro (zzgl. MwSt.) und ist ein unverbindliches Angebot für Händler, die den umfassenden Abmahnschutz des Händlerbundes nicht nutzen. Händler, die sich anschließend für eine Händlerbund-Mitgliedschaft entscheiden, bekommen den Betrag auf ihren ersten Mitgliedschaftsbeitrag für eines der drei Leistungspakete gutgeschrieben.

Alle, die den Quick Check zur Verbraucherrechterichtlinie nutzen wollen, können jetzt schnell und unkompliziert einen Telefontermin für Ihre persönliche Prüfung vereinbaren.

Jetzt Termin vereinbaren!

Whitepaper zur neuen Widerrufsbelehrung

Der Händlerbund bietet zusätzlich zum Quick Check ausführliche Informationsmöglichkeiten für Online-Händler rund um die Verbraucherrechterichtlinie an. Neben kostenlosen Webinaren, stellt der Händlerbund auch Hinweisblätter und Whitepaper zur Umsetzung des Gesetzes bereit. Neu erschienen sind Whitepaper mit Gestaltungshinweisen für die Widerrufsbelehrung für den Verkauf von Waren sowie den Verkauf von Dienstleistungen.

Quelle: Händlerbund

Eine Woche ist wieder ins Land gegangen und damit kommen hier die Links und Leseempfehlungen für das Wochenende!

e-Commerce

EU-Verbraucherrechte: Was sich für Online-Händler ändert
Via: Internetworld

5 Gründe, warum du einen mobil-optimierten Onlineshop brauchst
Via: T3N

Gute Erfahrungen mit dem Shop erzeugen viele treue Kunden
Via: e-Commerce-Lounge

Social Media

Social-Media-Marketing: So rocken Wettbewerbe auf Facebook
Via: Internetworld

Recht

Das neue Widerrufsrecht 2014 bei eBay – Was kommt auf eBay-Händler zu?
Via: IT-Recht-Kanzlei

Rücksendekosten im Widerrufsfall bei nicht paketversandfähiger Ware nach neuem Verbraucherrecht
Via: IT-Recht-Kanzlei

Schönes Wochenende!

Vor einigen Tagen haben ich bei ebay.com einen Artikel verkauft und nicht schlecht gestaunt, als ich gesehen habe, dass der Artikel bei eBay versandkostenfrei eingestellt war.
Zunächst dachte ich natürlich, dass mir ein Fehler bei der Erstellung der Versandkosten unterlaufen war und ich versehentlich den kostenlosen Versand angeboten hatte. Als ich den Artikel jedoch überarbeiten wollte, habe ich gesehen, dass eindeutig 5,90 Dollar Versandkosten hinterlegt waren.
Da ich einen deutschen eBay Account habe, habe ich den deutschen eBay Support angerufen, der konnte aber nicht helfen, weil der Artikel direkt bei eBay.com eingestellt war. Ich sollte mich also an den ebay.com Support wenden.
Nun ist es bei eBay.com unmöglich, den Kundendienst per eMail zu kontaktieren. Es gibt – auch wenn man Google bemüht – keine Möglichkeit mit dem eBay.com Kundenservice per Mail Kontakt aufzunehmen.
Und auch bei der telefonischen Kontaktaufnahme scheitert der deutsche eBay Kunde, der gerne einmal von eBay aufgefordert wird, international zu handeln.
Der Rückrufservice steht nur für Mitglieder in den USA, in Kanada, in Australien und in Neuseeland zur Verfügung – Europa hat eBay.com nicht auf dem Schirm.
Es gibt zwar eine Telefonnummer, die ich anrufen könnte, aber ich möchte nicht unbedingt ein Überseegespräch führen und dann in der eBay Warteschleife landen. Zudem müsste ich zunächst einmal herausfinden, welche Vorwahl ich wählen muss.

Also habe ich wieder den deutschen Kundenservice kontaktiert. Dort konnte man mein Problem auch nachvollziehen, aber nicht helfen. Angeblich hat selbst eBay Deutschland keine Telefonnummer der amerikanischen Kollegen – sämtliche Kommunikation wird per Mail abgewickelt, man versprach mir aber, den Fehler an die technische Abteilung bei eBay.com weiterzuleiten.

Ich hatte Glück im Unglück und der Käufer hat die Versandkosten freiwillig bezahlt.
Damit dachte ich, dass das Thema erledigt sei.

Nun hatte ich aber einige Tage später mit einem anderen Account exakt das gleiche Problem bei eBay in Deutschland.
Ein Artikel, der mit 1,45 Euro Versandkosten eingestellt war, wurde verkauft und der Käufer bekam den kostenlosen Versand angezeigt.
Geht man bei dem verkauften Artikel auf „wiedereinstellen“, sieht man klar und deutlich, dass 1,45 Euro Versandkosten hinterlegt sind.
Nun habe ich also alle Artikel überprüft und bei einem weiteren Artikel wurde statt der 2,40 Euro Versandkosten, die eindeutig hinterlegt waren, ebenfalls der kostenlose Versand angezeigt.
Bei beiden Artikeln handelte es sich um eine Auktion – den zweiten Artikel habe ich beendet, weil ich keine Möglichkeit hatte, statt „versandkostenfrei“ die richtigen Versandkosten in Höhe von 2,40 Euro anzeigen zu lassen, denn die waren ja korrekt hinterlegt und wurden nur von eBay falsch angezeigt.
Also habe ich wieder den eBay Support angerufen und die Mitarbeiterin konnte den Fehler auch sehen und versprach, sich um eine Regelung zu kümmern. Schließlich hat der Käufer, der den ersten Artikel gekauft hat, keine Versandkosten bezahlt, obwohl ich sie mit 1,45 Euro eingegeben hatte.
Also wollte sie sich darum kümmern, dass eBay – schließlich ist es eBays Fehler – mir die Versandkosten gutschreibt und für die zweite Auktion, die ich beendet habe, die Angebotsgebühr erstattet.
Nun ging es mir weniger um die Gebühren, als um die Behebung des offensichtlich vorhandenen technischen Fehlers.
Ich sollte abwarten, was die technische Abteilung herausfindet.

Einen Tag später meldete sich zunächst die Rechnungsstelle:
Sie könnten “ trotz zahlreicher Versuche mit den verschiedensten Internetbrowsern und Betriebssystemen das von Ihnen beschriebene Anliegen nicht nachvollziehen. Auch liegen uns keine gleichlautenden Meldungen von anderen eBay-Mitgliedern vor.“ Sie müssten also davon ausgehen, dass ich den Artikel mit kostenlosen Versand eingestellt habe und können daher keine Gutschrift vornehmen.
Mit dieser Ignoranz hatte ich nicht gerechnet.

Geht man auf “ Artikel wiedereinstellen“, sieht man die ursprünglich hinterlegten Versandkosten – ich als Verkäufer habe bei beendeten Angeboten keine Möglichkeit, die ursprünglichen hinterlegten Versandkosten zu manipulieren – und dort sieht man genau, dass im ersten Fall 1,45 Euro und im zweiten Fall 2,40 Euro Versandkosten hinterlegt waren. Und das mit jedem Browser und jedem Betriebssystem.
Vermutlich haben sich die Mitarbeiter in der Rechnungsabteilung nur die Angebotsseite angesehen und ja, dort steht kostenloser Versand – aber genau das ist ja das Problem, denn das ist falsch!
Und was bedeutet, dass andere Mitglieder ähnliche Probleme nicht gemeldet haben? Existieren bei eBay Probleme nur dann, wenn eine bestimmte Anzahl an Mitgliedern Meldung macht?

Also musste ich wieder zum Telefon greifen. Der Support Mitarbeiter, den ich dieses Mal am Telefon hatte, konnte das Problem auch wieder sofort erkennen und nicht nachvollziehen, warum es der Rechnungsabteilung nicht gelingt, das offensichtliche Problem zu sehen.

Und auch hier wieder das Phänomen – er konnte keinen telefonischen Kontakt mit der Rechnungsabteilung herstellen – die Kommunikation untereinander läuft bei eBay offensichtlich ausschließlich per Mail.
Er versprach aber, das Problem noch einmal zu beschreiben und hoffte, dass die Rechnungsabteilung es dann auch verstehen würde.
Heute nun hat eBay mir die Angebotsgebühren der beiden Auktionen gutgeschrieben – aus Kulanz und gleich mit dem Hinweis, dass diese Kulanzgutschrift einmalig sei.
Mit anderen Worten – wenn eBay das technische Problem nicht lösen kann, bleibe ich auf den Kosten für die von eBay falsch eingestellten Artikel sitzen.
Und auch die Kosten für den Versand – der ja mit 1,45 Euro angegeben war und auch tatsächlich 1,45 Euro kostet – bleibe ich sitzen, weil eBay den Artikel fälschlicherweise kostenlos angeboten hat.
In Ordnung ist das nicht.

Mich würde interessieren, ob andere ein ähnliches Problem haben – für mich ist es kaum vorstellbar, dass ich tatsächlich das einzige eBay Mitglied bin, bei dem ( auf zwei verschiedenen Plattformen mit zwei verschiedenen eBay Accounts – einmal bei eBay.com und einmal in Deutschland) dieses Problem aufgetreten sein soll.

Meldungen bitte gerne per Kommentar oder auch per Mail.

Mit Urteil vom 19.12.2013 (Az. 1 K 1939/12) hat der 1. Senat entschieden, dass umsatzsteuerpflichtige Versteigerungen über eBay, die von mehreren Personen unter Verwendung eines gemeinsamen Pseudonyms (eines sog. „Nickname“) ausgeführt werden, im Regelfall allein von demjenigen zu versteuern sind, der gegenüber eBay als Inhaber des Nutzerkontos aufgetreten ist.

Im Streitfall hatten Eheleute über ein vom Ehemann auf seinen Namen angelegtes Nutzerkonto in dreieinhalb Jahren über 1.200 Verkäufe verschiedenster Gebrauchsgegenstände abgewickelt, die teils dem einen, teils dem anderen Ehegatten und teils beiden Eheleuten gemeinsam gehörten. Das Finanzamt hatte diese Verkäufe als umsatzsteuerpflichtig angesehen und als Steuerschuldner beide Eheleute gemeinschaftlich herangezogen.

Dem ist der 1. Senat des Finanzgerichts nun nicht gefolgt: Zwar hatte der Senat bereits mit Urteil vom 22.09.2010 (Az. 1 K 3016/08 entschieden, dass die eBay-Auktionen aufgrund der Vielzahl der Verkaufsvorgänge, der Höhe der dabei erzielten Erlöse und des dafür betriebenen Organisationsaufwands der Umsatzsteuer unterlegen haben. In seiner jetzt ergangenen Entscheidung weist das Finanzgericht jedoch darauf hin, dass der leistende Unternehmer nach den dafür maßgeblichen Grundsätzen des Zivilrechts nach dem sog. „objektiven Empfängerhorizont“ des Meistbietenden zu bestimmen ist. Das ist bei der Verwendung eines Pseudonyms (also des „Nickname“) derjenige, der sich diesen Nutzernamen von eBay bei der Kontoeröffnung hat zuteilen lassen. Handlungen, die der eigentliche Verkäufer erst nach Ablauf der Bieterphase vornimmt (wie etwa der Versand von Bestätigungsschreiben oder der Ware selbst), sind demgegenüber für die zivilrechtliche und umsatzsteuerrechtliche Bestimmung des leistenden Unternehmers in der Regel ohne Belang. Da die Verkäufe allein dem Ehemann zuzurechnen waren, war die Klage der beiden Eheleute gegen die ihnen gegenüber gemeinschaftlich ergangenen Umsatzsteuerbescheide erfolgreich.

Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

Quelle: FG Baden-Württemberg