Der Händlerbund hat Ratepay als weiteres Zahlungssystem für das Käufersiegel zertifiziert. So können sich Kunden auf die sichere Zahlungsmethode des Payment-Anbieters verlassen, wenn sie in einem Käufersiegel-zertifizierten Online-Shop einkaufen.

Mit Ratepay können Kunden beim Online-Einkauf frei entscheiden, welche Zahlungsmethode sie nutzen wollen. Ratepay ermöglicht Kunden die Zahlung in Raten, per Rechnung oder per Lastschrift. Für Händler übernimmt der Payment-Anbieter dabei das komplette Risiko bei einem Zahlungsausfall. Des Weiteren übernimmt Ratepay auch die Organisation und Abwicklung der Bezahlung, wodurch eine weitere Erleichterung für den Händler geschaffen wird.

Im Zuge der Käufersiegel-Zertifizierung wird ein Online-Shop auf 130 von den Juristen des Händlerbundes erstellte Qualitätskriterien überprüft. Zentrale Voraussetzung dabei ist der Käuferschutz, der über ausgewählte Zahlungsdienstleister abgewickelt wird. Durch diesen Käuferschutz brechen weniger Kunden ihren Einkauf ab – ein klarer Vorteil für die Händler.

Durch die von Ratepay angebotenen Zahlungsmethoden wird ein solcher Käuferschutz automatisch gewährleistet: Bei der Ratenzahlung oder dem Rechnungskauf muss der Kunde erst zahlen, nachdem er die Ware erhalten hat.

„Ratepay sorgt mit seinen angebotenen Zahlungsoptionen für die Sicherheit der Händler und Kunden“, erklärt Andreas Arlt, Vorstandsvorsitzender des Händlerbundes. „Mit der Auszeichnung von Ratepay als zertifiziertes Zahlungssystem arbeiten wir gemeinsam für mehr Vertrauen und Sicherheit im Online-Handel.“ Neben der Sicherheit spielen auch Qualität und Service eine wichtige Rolle: „Beim Online-Shoppen sollen alle Beteiligten zufrieden sein: Die Kunden, die vertrauensvolle Zahlungsmethoden nutzen, als auch die Händler, die dabei kein Risiko tragen und sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.“

Quelle: Händlerbund

Am Dienstag, den 29. April 2014, hat eBay die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2014 veröffentlicht.
Der Umsatz von eBay Inc. betrug in Q1-2014 4,3 Mrd. US-Dollar, dies entspricht einer Steigerung um 14% im Vergleich zu Q1-2013.
Der Nettogewinn von eBay Inc. (Non-GAP) lag bei 899 Mio. US-Dollar, eine Zunahme um 8% im Vergleich zu Q1-2013.
Im 1. Quartal 2014 bewegte eBay Inc. im Handel ein Volumen von 58 Mrd. US-Dollar, dies sind 24% mehr als im Vorjahresquartal (das im Handel bewegte Volumen umfasst das Handelsvolumen aus dem Marktplatzgeschäft, das Nettovolumen aller PayPal-Zahlungen sowie den E-Commerce-Handelsumsatz von eBay Enterprise).

eBay

Der Umsatz aus dem Marktplatzgeschäft lag in Q1-2014 mit 2,2 Mrd. US- Dollar 10% über dem Vorjahreswert.
Das Handelsvolumen des Marktplatzgeschäfts (der Wert der gehandelten Waren und Dienstleistungen ohne den Bereich Automobile) lag bei 20,5 Mrd. US-Dollar, ein Anstieg um 12% im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Das internationale Marktplatzgeschäft außerhalb der USA war für 58% des Umsatzes verantwortlich.
Die Anzahl der aktiven eBay-Käufer stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14% auf 145 Mio.

PayPal

Der Umsatz von PayPal lag im 1. Quartal 2014 bei 1,8 Mrd. US-Dollar, ein Wachstum von 19 Prozent im Jahresvergleich.
Das Nettogesamtvolumen aller PayPal-Zahlungen betrug im 1. Quartal 2014 52 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 27% im Jahresvergleich.
Die Anzahl der aktiven PayPal-Kundenkonten stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16% auf 148 Millionen.

eBay Enterprise

Der Umsatz von eBay Enterprise lag im 1. Quartal 2014 bei 269 US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 8% gegenüber dem Vorjahresquartal.
Das durch eBay Enterprise bewegte Handelsvolumen lag bei 936 Mio. US-Dollar, ein Anstieg um 16% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Quelle: eBay

Auctionata ist ein noch sehr junges, aber attraktives Portal für Käufer und Verkäufer, die Kunst und Antiquitäten kaufen oder verkaufen wollen.
Auctionata wurde 2012 von Alexander Zacke, einem international erfolgreichen und erfahrenen eBay Powerseller der 1. Generation gegründet.
Als Kunstexperte und eBay-Profi hatte er den Anspruch, ein Portal zu schaffen, das das Internet für den Kunst- und Antiquitätenmarkt öffnet und mit Auctionata ist ihm das in eindrucksvoller Weise gelungen.

Wie bei einem traditionellen Auktionshaus können Kunden ihre Raritäten vom Steiffteddy über Schmuck, Gemälde, Möbel oder Briefmarken bis hin zu seltenen Weinraritäten einliefern und erhalten dann von erfahrenen Experten eine Wertschätzung.

Oft hat man schon gelesen, dass vermeintlich unscheinbare Gegenstände, die über Jahrzehnte vergessen auf dem Dachboden geschlummert haben, Rekordpreise bei Sammlern erzielen – durch die Bewertung der Experten von Auctionata wird verhindert, dass die wertvollen Gegenstände aus Unwissenheit zum Spottpreis angeboten werden.

Die ersten fünf Schätzungen sind kostenlos, wobei die Ersteinschätzung online vorgenommen werden kann. Nach der Schätzung kann der Eigentümer entscheiden, ob er sein Objekt verkaufen möchte.

Bei Auctionata gibt es zwei verschiedene Verkaufsmöglichkeiten. Zum einen den Verkauf über den Online-Shop, zum anderen den Verkauf über die regelmäßig stattfindenden Online-Live-Auktionen.
Hier können auch Käufer echte Schnäppchen machen und sich dabei sicher sein, dass die gekaufte Ware auch der angebotenen entspricht und weder eine Fälschung, noch ein wertloses Fundstück ist.
Auctionata steht dafür mit einer 25 Jahre geltenden Echtheitsgarantie ein.

Anders als bei anderen eBay Alternativen, die in der Regel keine wirklichen Alternativen zu eBay sind, kann Auctionata in den ersten zwei Jahren auf mehr als eindrucksvolle Zahlen hinweisen.

So wurde 2013 bei Auctionata ein Aquarell von Egon Schiele aus dem Jahr 1916, das fast im Altpapier gelandet wäre, für 1,83 Millionen Euro versteigert.
Ebenfalls 2013 wurde für eine Patek Philippe Referenz 2499 Armbanduhr aus dem Jahr 1953 ein Rekordpreis von 470.000,00 Euro erzielt, der bei eBay vermutlich nicht zu realisieren gewesen wäre.
Weitere Auktionsrekorde finden Sie hier und vermutlich werden Sie über einige Ergebnisse staunen.
Die durchschnittliche Verkaufsquote bei Live-Auktionen liegt bei 77% – ein beachtlicher Wert!

Für den direkten Vergleich zu eBay habe ich mir einmal die Verkaufserlöse von eBay und Auctionata im Bereich Uhren angesehen.

So lag z.B. der Auctionata Schätzpreis für eine Tag Heuer Monaco Steve McQueen bei 2.000,00 Euro, der Startpreis bei 1.000,00 Euro und der Verkaufspreis bei 1.900,00 Euro.
Bei eBay wurde eine vergleichbare Uhr für 1.610,00 Euro verkauft.
Eine Hublot MDM Geneve wurde bei eBay zu einem Durchschnittspreis von nur 484,50 Euro verkauft, der Schätzwert bei Auctionata lag bei 1.000,00 Euro – erzielt wurden zwar nur 700,00 Euro, aber das ist deutlich mehr als bei eBay.
Eine Tissot World Time wurde bei eBay für 400,00 Euro verkauft, bei Auctionata brachte sie 550,00 Euro.

Die Verkäufer hätten also bei Auctionata höhere Preise erzielt, die Käufer auf der anderen Seite können sich sicher sein, ein Original erworben zu haben und manchmal gibt es bei Auctionata auch richtige Schnäppchen.
Hier finden Sie eine Übersicht über die einzelnen Auktionsergebnisse der letzten Luxusuhrenversteigerung vom 25.04.2014.

Wer also wertvolle Gegenstände kaufen oder verkaufen möchte, sollte sich unbedingt bei Auctionata umsehen und nicht aus alter Gewohnheit ausschließlich bei eBay kaufen und verkaufen. Anders, als bei den anderen eBay-Alternativen finden hier auch Verkäufe statt.

Auctionata ist international aktiv und neben den bestehenden Büros in Berlin, New York, London und Zürich soll demnächst eine Dependance in Hongkong eröffnet werden.

Insgesamt sieht die Zukunft von Auctionata rosig aus. So wurde gerade vor wenigen Tagen bekannt, dass Auctionata erneut eine weitere Rekordfinanzierung in Höhe von 21,5 Millionen Euro einfahren konnte. Die Tatsache, dass alle Altinvestoren mitgeboten haben, zeigt, dass sie auch zwei Jahre nach dem Start fest an den Erfolg von Auctionata glauben.

Um das Verkaufen noch flexibler zu gestalten, können verschiedene Bereiche eines Festpreisangebots nachträglich bearbeitet oder hinzugefügt werden – selbst dann, wenn bereits ein Artikel aus dem Angebot verkauft wurde oder ein Preisvorschlag vorliegt.

Folgende Bereiche in Festpreisangeboten können geändert oder hinzugefügt werden:

– Artikelbezeichnung
– Kategorie (Haupt- oder Unterkategorie)
– Status des Preisvorschlags
– Bilder

Der Käufer sieht in Mein eBay die Version des Angebots zum Zeitpunkt des Kaufs, also vor der Änderung.

Das Bundeskartellamt untersucht derzeit Regelungen, die die Unternehmen ASICS und Adidas getroffen haben, um ihre autorisierten Händler davon abzuhalten oder darin zu beschränken, ihre Waren den Konsumenten über offene Marktplätze wie eBay.de zum Kauf anzubieten. „Wenn Händler davon abgehalten werden, ihren Online-Kunden das volle Sortiment ihrer Ware anzubieten, werden sowohl Verkäufer als auch Verbraucher durch geringere Auswahlmöglichkeiten und höhere Preise geschädigt. Händler und Konsumenten aus Deutschland haben ein Recht darauf, die Vorteile des E-Commerce in vollem Umfang nutzen zu können“, so Dr. Stephan Zoll, Vice President eBay Germany.

Das Bundeskartellamt hat nun eine Pressemitteilung veröffentlicht, die zusammenfasst, in welchem Umfang ASICS und andere Hersteller in der Möglichkeit beschränkt sein sollten, Online-Verkäufe zu behindern. „Eine finale Entscheidung ist zwar noch nicht veröffentlicht worden, aber eBay möchte schon jetzt die Gelegenheit nutzen, die klaren Grenzen, die das Bundeskartellamt für die Beschränkung von Verkäufen über das Internet im Allgemeinen und über offene Online-Marktplätze aufstellt, ausdrücklich zu begrüßen“, sagt Stephan Zoll.

eBay setzt sich für eine größtmögliche Auswahl für Konsumenten und das Recht von Händlern ein, innovative Online- und mobile Services zu ihrem Vorteil nutzen zu können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt zu stärken. Eine Beschränkung des Verkaufs von Markenware auf offenen Marktplätzen untergräbt diese beiden Ziele in beträchtlicher Weise.
eBay ist Partner von Herstellern und Händlern und ermöglicht es ihnen, ihre Ware einem riesigen zusätzlichen potenziellen Kundenkreis anzubieten – nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern in der ganzen Welt. Ebenso bringt eBay als ein führender Mobile Commerce-Anbieter die Produkte der Hersteller und Händler auf die Smartphones und Tablet PCs der Konsumenten und ermöglicht es ihnen so, am Boom des Mobile Commerce zu partizipieren. eBay bietet Herstellern und Händlern eine große Anzahl an Möglichkeiten, sich und ihre Produkte in eigenen flexiblen Markenshops bei eBay zu präsentieren. „Wir freuen uns darüber, dass immer mehr Hersteller und Händler das Potenzial erkennen, das eBay als Verkaufskanal und Partner bietet. In der Zusammenarbeit mit Markenherstellern ist uns besonders wichtig, Partnerschaften so umzusetzen, dass sie den Herstellern eine für sie jeweils markengerechte Nutzung des eBay-Marktplatzes ermöglichen“, so Stephan Zoll. eBay hat in der Vergangenheit zahlreiche Neuerungen wie das Autorisierte-Händler-Programm und die Markenwelten eingeführt, um noch besser auf die Bedürfnisse von Markenherstellern eingehen zu können.

eBay wird auch weiterhin proaktiv die Zusammenarbeit mit Herstellern und Händlern suchen, die den neuen Technologien und Vertriebsmöglichkeiten offen gegenüberstehen und die das Potenzial erkennen, das der eBay-Marktplatz Konsumenten und ihnen als zusätzlicher Vertriebskanal bietet.

Quelle: eBay

Das Bundeskartellamt hat nach vorläufiger Prüfung des Sportartikelherstellers Asics schwerwiegende Wettbewerbsbeschränkungen festgestellt. Asics hatte schon im Jahr 2012 versucht, den Vertrieb der eigenen Marke insbesondere auf Online-Marktplätzen und Preis-Suchmaschinen zu beschränken. Laut Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt „schießt Asics damit über das Ziel hinaus“. Der BVOH geht davon aus, dass die Einschätzung auch für ähnliche Klauseln von anderen Markenherstellern gilt.

„Dies ist ein guter Tag für den Online-Handel“, sagt BVOH-Präsident Oliver Prothmann, Gründer der Initiative Choice in eCommerce, die sich gegen Beschränkungen des Online-Handels wehrt. „Vertriebsverbote, also das Verbot Online-Marktplätze wie Amazon, eBay oder Rakuten zu verwenden, schaden insbesondere den kleinen Händlern massiv“, so Prothmann. Der BVOH wird jetzt den Wortlaut der Kartellamtsentscheidung juristisch prüfen und entsprechende Maßnahmen für den Handel erarbeiten. Ferner behält sich der BVOH weitere Schritte gegen Verbot-führende Hersteller vor.

„Damit entscheidet das Bundeskartellamt im Sinne der Forderung unserer Petition nach der Aufhebung von Handelsbeschränkungen“, erklärt Oliver Prothmann. Dass dieses Thema für den Online-Handel extrem wichtig ist, zeigt die 2013 gestartete Online-Petition, die über 14.000 Händler unterzeichnet haben. Ende des letzten Jahres konnten die Unterschriften in Brüssel von Prothmann an den Vize-Präsidenten der Europäischen Kommission, Olli Rehn, übergeben wurde. Mittlerweile interessiert sich auch die Europäische Kommission für das Thema Vertriebsbeschränkungen. Im Dezember hatte es etwa Durchsuchungen im Bereich des Elektronikhandels gegeben.

Die Entscheidung des Bundeskartellamts sorgt für mehr Rechtssicherheit. Nun können sich Händler unter Verweis auf die Einschätzung des Kartellamtes gegen Beschränkungen wehren. „Ich kann nur jedem Händler raten, sich so etwas nicht mehr gefallen zu lassen, sondern den Herstellern, die den Internetvertrieb beschränken, die rote Karte zu zeigen – so wie es das Kartellamt heute getan hat“, sagt Oliver Prothmann.

Quelle: BVOH

Nach vorläufiger Prüfung durch das Bundeskartellamt enthält das selektive Vertriebssystem von ASICS Deutschland, in dem Laufschuhe nur über autorisierte Händler an Endkunden verkauft werden, eine Reihe von schwerwiegenden Wettbewerbsbeschränkungen. Diese Bedenken treffen vor allem die weitgehende Behinderung des Internetvertriebs. ASICS Deutschland wurden die Bedenken des Bundeskartellamtes heute schriftlich mitgeteilt. Dem Unternehmen ist eine Frist zur Stellungnahme bis zum 10. Juni 2014 eingeräumt worden.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „„Es ist allgemein anerkannt, dass Hersteller ihre Händler nach bestimmten Kriterien auswählen dürfen und Qualitätsanforderungen aufstellen können. ASICS untersagt den Händlern allerdings den Vertrieb über Online-Marktplätze und die Unterstützung von Preisvergleichsmaschinen und schießt damit über das Ziel hinaus. Nach unserer vorläufigen Einschätzung dient das ASICS-Vertriebssystem in der jetzigen Form vorrangig der Kontrolle des Preiswettbewerbs im Online- sowie im stationären Vertrieb. Durch die umfangreichen Vorgaben des Herstellers wird der Wettbewerb unter den Händlern beim Vertrieb von ASICS-Laufschuhen beeinträchtigt. Zudem schränkt ASICS den Wettbewerb im Markt für Laufschuhe insgesamt stark ein, weil ASICS über eine starke Marktposition verfügt und auch andere große Laufschuhhersteller das Onlinegeschäft in ähnlicher Weise beschränken.““

Das Bundeskartellamt kritisiert insbesondere, dass den Händlern die Nutzung von Online-Marktplätzen wie eBay oder Amazon ohne Ausnahme untersagt wird. Die Behörde bemängelt auch, dass ASICS seinen Händlern die Unterstützung von Preisvergleichsmaschinen verbietet. Ferner dürfen die Markenzeichen von ASICS nicht auf Internetseiten Dritter verwendet werden, auch nicht um Kunden auf den Online-Shop des autorisierten ASICS-Händlers zu leiten. Das Bundeskartellamt sieht jedes dieser drei pauschalen Verbote für sich genommen als eine unzulässige Kernbeschränkung an. Zusammen begründen diese Verbote sogar ein de-facto-Verbot des Internetvertriebs.

Kritisch sieht das Bundeskartellamt über die Beschränkungen des Online-Vertriebs hinaus auch die sehr detaillierte Ausdifferenzierung des Vertriebssystems in über 20 Händlerkategorien, denen teilweise ein unterschiedliches Produktsortiment zugewiesen wird. Hieran sind die Händler auch bei Querlieferungen an andere zugelassene ASICS-Händler gebunden. Außerdem können viele der zugelassenen Händler nur ein eingeschränktes Produktsortiment an Endkunden verkaufen.

Viele Markenhersteller sind derzeit damit befasst, ihre selektiven Vertriebssysteme umzustellen und an die Gegebenheiten des Online-Vertriebs anzupassen. Das Bundeskartellamt führt in diesem Zusammenhang derzeit auch ein Verfahren gegen den Sportartikelhersteller Adidas.

Soweit Hersteller konkrete Fragen zur wettbewerbskonformen Ausgestaltung ihrer Selektivsysteme haben, steht das Bundeskartellamt grundsätzlich auch für Gespräche und eine Prüfung dieser Vorschläge bereit.

Quelle: Bundeskartellamt

Der Onlinehandel wächst und wächst, hat im Jahr 2013 laut Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) ein Rekordvolumen von 39,1 Milliarden Euro erreicht. Doch wer erfolgreich sein will, muss sich anstrengen: Mangelhafte Technik, obskure Internetadressen, Designschnitzer oder fehlende Kenntnisse zur Selbstvermarktung sind nur einige der Hürden, die Einsteigern immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Frank Hümmer ist Leiter des E-Commerce-Consultants-Teams des Onlinemarktplatzes Rakuten, auf dem in Deutschland inzwischen über 7.000 Händler ihre Produkte vertreiben. Er nennt die sieben häufigsten Anfängerfehler und gibt Tipps, wie sie vermieden werden können.

1. Sparen bei Technik und Service: Ein Onlineshop, der nicht online ist, verdient kein Geld. Einsteiger, die keine Erfahrung mit der Erstellung und Pflege von Webseiten haben, sollten sich einen Hostinganbieter mit gutem technischem Support suchen. Auch bei der Shop-Software sollte auf die Verfügbarkeit von Support geachtet werden – Open Source-Systemen fehlt dieser in der Regel.

2. Eine URL, die niemand kennt: Kreative Namen machen sich in der Fußgängerzone gut, doch im Internet zählt Suchmaschinenoptimierung (SEO). Eine Internetadresse (URL) sollte sprechend gewählt sein und Begriffe enthalten, die das Sortiment charakterisieren. Achtung: Markennamen sind hier aus rechtlichen Gründen tabu. Wer sich einen Shop auf einem Onlinemarktplatz einrichtet, hat den Vorteil, dass dieser bereits eine hohe Relevanz für Suchmaschinen besitzt.

3. Jeder kann Design: Das Vertrauen möglicher Kunden hängt stark von einem seriösen Auftritt ab. Dazu gehören zum Beispiel professionelle Farbschemata und Typografie sowie Produktbilder, die pro Artikel aus verschiedenen Perspektiven vorliegen sollten. Für das Shop-Layout bieten Shop-Systeme in der Regel Vorlagen zur Auswahl. Full-Service-Partner passen ihre Templates laufend nach Design- und Conversion-Gesichtspunkten an und sind damit besonders erfolgversprechend.

4. Das große Warten auf den Kunden: Erfolg im E-Commerce erfordert eine aktive Bewerbung des eigenen Shops. Schlüsselelemente sind zum Beispiel die Anbindung an Preis- und Produkt-suchmaschinen und die Pflege des Kundenbestands durch Aktionsangebote und E-Mail-Marketing. Wie bei der Pflege des Shops selbst sind hier Spezialwissen und die richtigen Tools notwendig – auch hier können Partner helfen, die solche Services im Paket anbieten.

5. Die Rechtslage habe ich im Griff: Der Online-Handel unterliegt besonderen rechtlichen Anforderungen, denen Händler gerecht werden müssen. Mitte 2014 wird beispielsweise das Widerrufsrecht europaweit geändert. Die Geschäftsbedingungen eines Shops müssen damit fortlaufend angepasst werden. Entweder Händler setzen hier auf eine verlässliche Rechtsberatung oder arbeiten mit Partnern, die solche Anpassungen automatisch vornehmen.

6. Ziel Kaufabschluss: Ist der Warenkorb der Kunden voll, sind Händler noch nicht am Ziel. In 24 Prozent aller Fälle brechen Kunden laut Institut für Handelsforschung Köln den Kauf ab, wenn sie nicht ihre bevorzugte Bezahlmethode vorfinden. Händler müssen deshalb von Anfang an eine Reihe von Zahlungsoptionen anbieten – die bei Shoppern beliebtesten Wege sind laut der jüngsten bvh-Erhebung Rechnungskauf und Bankeinzug. Gegen Zahlungsausfälle beim Rechnungskauf können sich Händler absichern.

7. Abwicklung ist nur Formalität: Auch mit der Bestellung ist der nachhaltige Erfolg eines Shops noch nicht sichergestellt – nur wenn es mit der Logistik klappt, kommen Kunden wieder. Beim Warenversand hat sich inzwischen ein hoher Grad an Transparenz für den Kunden etabliert: Bestätigungen für Kauf, Zahlungseingang und Versand mit Tracking-Code sind nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Die Zahlungsabwicklung muss zuverlässig organisiert sein, die gewählte Shop-Software sollte Schnittstellen für Logistik und Kundenkommunikation bieten.

Quelle: Rakuten

Eine kurze Woche geht vorüber und damit kommen hier an diesem Freitag nur einige wenige Links und Leseempfehlungen für das Wochenende:

e-Commerce

Ärgernis Kaufabbruch: 10 Gründe für verwaiste Warenkörbe
Via: e-Commerce-Lounge

Alibabas atemberaubender Auftritt – Doppelt so groß wie Amazon und dreimal größer als Ebay
Via: e-Commerce-Lounge

Lachend ins Wochenende

Heiratsanträge, Pizzabestellungen und Gute-Nacht-Geschichten: Die skurrilsten Support-Anfragen von Amazon
Via: T3N

Recht

LG Kiel: Verbot des Handels auf Online-Marktplätzen durch Hersteller ist unzulässige Wettbewerbsbeschränkung
Via: IT-Recht-Kanzlei

Neue Rechte und Pflichten für Händler angesichts der EU-Initiative zur alternativen Konfliktlösung bei Verbrauchergeschäften
Via: IT-Recht-Kanzlei

Schönes Wochenende!

Die Augsburger Allgemeine berichtet aktuell über eine fast unglaubliche Geschichte: Weil ein Käufer ihm eine negative Bewertung bei Amazon gegeben hat, hat der Verkäufer ihn nun auf 70.000 Euro Schadensersatz verklagt.
Was war passiert?

Der Käufer hat bei Amazon ein Fliegengitter für 22,51 Euro bestellt und hatte Schwierigkeiten, das Gitter nach beiliegender Anleitung zu montieren.
Nach seiner Einschätzung war die Anleitung missverständlich formuliert, was zur Folge hatte, dass das Fliegengitter nach dem Zuschnitt zu klein geraten war und nicht mehr passte.

Es folgten Telefonate und ein Mailaustausch, aber Käufer und Verkäufer waren nicht in der Lage, eine gütliche Einigung zu erzielen.

Der Käufer gab schließlich eine negative Bewertung ab :“Die Lieferung erfolgte schnell. Das war das positive. In der Anleitung steht ganz klar Mann muss den Innenrahmen messen das ist falsch. Damit wird das ganze zu kurz! Die Ware selbst macht guten Stabilen Eindruck, Der Verkäufer nie wieder!“ ( Quelle Augsburger Allgemeine)

Als der Verkäufer die Löschung der Bewertung verlangte, beschwerte sich der Käufer direkt bei Amazon und dann nahm die Angelegenheit Fahrt auf.

Zunächst schaltete der Verkäufer einen Anwalt ein und der unter Druck gesetzte Käufer entschied sich, die negative Bewertung zu löschen, weigerte sich jedoch, die Anwaltskosten in Höhe von 800 Euro zu übernehmen. ( Zur Erinnerung: Es ging um ein Fliegengitter für 22,51 Euro!)

Einige Monate später kam für den Käufer der nächste große Schock:
Der Fliegengitterhändler forderte nun die Zahlung von knapp 70.000 Euro, weil er wegen der negativen Bewertung bei Amazon gesperrt worden war und keinen Zugriff auf sein Händlerkonto hatte, das mit 13.000 Euro gefüllt war.
Zusätzlich führte er einen Umsatzverlust von 39.000 Euro an, der ihm durch die negative Bewertung entstanden sei und weitere 20.000 Euro verlangte er für „weitere Schäden“.

Der Händler meint diese Forderung durchaus Ernst, denn er hat bereits einen Gerichtskostenvorschuß in Höhe von 2000 Euro eingezahlt.
Im Juli soll verhandelt werden.