Wau Holland Stiftung wehrt sich gegen die Sperrung des PayPal Kontos. In einer Pressemitteilung heißt es:

Die gemeinnützige Wau Holland Stiftung hat mit großem Befremden die unangekündigte Sperrung ihres PayPal-Accounts zur Kenntnis genommen.

Durch diese willkürliche Entscheidung der Firma PayPal hat die Stiftung zur Zeit keinen Zugriff auf eingegangene Spenden der letzten Tage; dies betrifft insgesamt rund 10.000 Euro, die von Spendern weltweit vom vergangenen Freitag auf Samstag für das Projekt WikiLeaks gespendet wurden.

Zudem stellt die von PayPal veröffentlichte Behauptung, die Wau Holland Stiftung unterstütze und fördere "illegale Aktivitäten", eine Verleumdung dar, gegen die sich die Stiftung in aller Form verwehrt.

Die Stiftung hat deshalb mittlerweile anwaltliche Schritte gegen die Firma PayPal eingeleitet. Paypal wurde aufgefordert, diese Behauptung von ihrem Firmenblog zu entfernen sowie den berechtigen Zugriff auf das Spendenkonto wiederherzustellen. WikiLeaks und die Wau Holland Stiftung haben die Referenzen auf die Paypal-Zahlungsmöglichkeit von ihren jeweiligen Webseiten entfernt.

Erst letzte Woche hatte PayPal Pressesprecherin Inken Tietz dem ZDF gegenüber mehrmals erklärt, dass Limitierungen von PayPal Konten ausschließlich der Befriedigung von Käuferschutzanträge dienen:
ZDF Reporter klagen über PayPal – PayPal schlägt zurück

Im Fall von Wikileaks gäbe es aber keinen Grund dafür die Spendengelder einzufrieren, denn sie sind vom Käuferschutz ausgeschlossen.

Update:
PayPal hat die Spendengelder von Wikileaks freigegeben und zahlt das Guthaben aus.