Neuer geplanter Online-Marktplatz: Quelle.de - Otto nimmt eBay & Amazon ins Visier

Mich persönlich erinnert die verdeckte Ankündigung der Otto Gruppe eBay & Amazon zeigen zu wollen, wie e-Commerce gemacht wird, an den Start von Quelle bei eBay im Jahr 2003!
Auch Quelle hatte damals laut getönt innerhalb eines Jahres der " größte Powerseller" von eBay Deutschland zu werden.
Was daraus geworden ist, wissen wir alle!
Aber gut- warten wir es ab!

Wie sieht der Otto - Plan aus?

Die aus der Insolvenz gekaufte Quelle soll Anfang 2011 neu belebt werden.
Wie das gehen soll?
Ganz einfach:
Quelle.de soll mit den Schwerpunkten Technik und Living als neuer Online-Marktplatz auferstehen.
Händler & Markenfirmen sollen dann die neue Quelle Plattform - wie bei eBay & Amazon - als Verkaufsplattform nutzen.
Nebenbei wird Otto über diese "Quelle" das Eigenmarkengeschäft ankurbeln und Großelektrogeräte der Marke Privileg & Whirlpool anbieten.

Es ist schon das zweite Mal in diesem Monat, dass mich Otto Ankündigungen verwundern:
Die erste war diese: Otto will bis 2012 Marktführer der Shopping-Clubs werden.
Um diese Ankündigung Wirklichkeit werden zu lassen, müssten sich mehr als 50 % der Bevölkerung in der anvisierten Zielgruppe bei der Otto Tochter Limango anmelden. Ein ehrgeiziges Ziel!

Nun ist Otto aber ein durchaus ernstzunehmendes Unternehmen, das weltweit sehr erfolgreich ist und Otto ist auch kein Newcomer, der völlig unbedarft in den Markt eintritt - auch das darf man natürlich nicht vergessen.
Insofern warte ich die Entwicklung sehr gespannt ab!


Wie die F.A.Z. berichtet, strebt der Otto Konzern mit seiner Tochtergesellschaft Limango bis 2012 die Marktführerschaft unter den Shopping-Clubs an.
Die Zahl der Mitglieder soll von derzeit 1 Million auf 4 Millionen gesteigert werden. Ins Visier genommen hat Otto dabei eine klar definierte Zielgruppe: Frauen zwischen 30 und 40.
Das ist ein ziemlich ehrgeiziges Ziel, denn Limango müsste dann über 50% aller deutschen Frauen in dieser Altersgruppe zur Anmeldung bewegen.

Trend oder ein Geschäftsmodell mit Zukunftsaussicht?

Shopping-Clubs liegen im Moment voll im Trend. Aktueller Marktführer in Deutschland ist Brands4Friends.
Grundsätzlich werden in Shopping-Clubs über einen begrenzten Zeitraum Artikel - vorzugsweise von Markenherstellern- zu besonders günstigen Preisen angeboten.
Kaufen kann nur wer sich vorher registriert hat.
Ich persönlich sehe die Gefahr, dass Shopping-Clubs sich gegenseitig die Luft abschnüren.
Fast täglich werden es mehr und die Zeit und Lust täglich einen Rundgang durch x verschiedene Shopping-Clubs zu machen wird vielen vergehen. Dann ist der Hype vorbei und man muss sehen wer übrig bleibt. Viele werden es nicht sein.


brands4friends - Shopping Club mit Top Markenangeboten

Eine aktuelle Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt steigende Imagewerte für eBay an.
Mit 61 BrandIndex-Punkten liegt eBay in Deutschland zwar hinter Google ( 88 Punkte ) und Amazon ( 87 Punkte) , aber z.B. deutlich vor Otto mit 40 Punkten.
Punkten kann ein Unternehmen u.a. mit dem " Preis-Leistungs-Verhältnis" , sowie mit der Qualitätswahrnehmung der Verbraucher.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte eBay das Image verbessern.
Grund dafür sollen die Änderungen des Bewertungssystems und die Abschaffung von Versandkosten in einigen Kategorien sein.
Hier ein entsprechender Artikel aus der Wirtschaftswoche.



OTTO Logo 80x32
hatte gestern versehentlich Laptops von Apple, die normalerweise bis zu 2000 Euro kosten für 29,99 Euro bzw. 49,99 Euro angeboten.
Innerhalb kürzester Zeit gingen von 2565 Bestellern 6534 Bestellungen ein.
Otto hat den Fehler umgehend korrigiert und den Kunden, die dieses Angebot bestellt haben einen Warengutschein von 100 Euro angeboten. Zusätzlich sollen unter den Bestellern 50 Apple Macbooks verlost werden.
Wie zu erwarten war gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen darüber, ob die Kunden einen Anspruch auf die Bestellung juristisch durchsetzen können.
Ich denke, dass einige Besteller sicher rechtliche Schritte einleiten werden und das Urteil dürfte dann für alle Onlinehändler interesssant sein, denn Fehler machen wir schließlich alle einmal.
Die Frage wird sein, was uns ein solcher Fehler kosten kann.

Auch zeigt dieses Beispiel wieder einmal, wie unterschiedlich die juristischen Einschätzungen in Deutschland sind.
Pro Besteller
Contra Besteller



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