Scot Wingo vom Channeladvisor Blog weiß wovon er spricht, wenn er den Weg vom Wohnzimmer- eBayverkäufer in den Olymp der Top 500 Internethändler beschreibt.

Seine Grafik verdeutlich den Werdegang eines eBay-Sellers vom Wohnzimmer-Verkäufer zum Top 500 Internethändler.
Spätestens wenn der Seller " erwachsen" wird, fängt er an, neben eBay auch bei Amazon und auf anderen Marktplätzen zu verkaufen.
Als nächstes folgt der eigene Onlineshop und nach und nach konzentrieren sich alle Maßnahmen zur Umsatzsteigerung auf die gute Positionierung des Onlineshops.
Will der Händler ganz nach oben, verschiebt sich der Umsatz deutlich : Entfallen in den Anfangstagen noch 100% des Umsatzes auf eBay, sind es in der Oberliga nur noch 10-20%.

Am Beispiel des eBay Verkäufers shoemetro ( eBayname apparelsave, Onlineshop shoemetro.com) zeichnet Scot Wingo einen solchen Aufstieg nach:

Angefangen haben David und Will im Jahr 2004.
Ganz typisch für viele eBayverkäufer von zu Hause aus.
Zunächst haben sie mit verschiedenen Produkten experimentiert und sich dann für Schuhe entschieden.
Ende 2004 sind sie " zu Hause ausgezogen" und haben ein kleines Lager mit ca. 230qm angemietet.
Durch eBay haben sie viel gelernt- die richtigen Produkte zu finden und wie man sie am besten verkauft.
2006 zogen sie in ein neues Lager mit ca. 740qm ein.
Ende 2006 lag ihr eBay Jahresumsatz bereits bei 3 Mio Dollar.
In 2007 fingen sie an bei Amazon zu verkaufen und eröffneten ihren eigenen Onlineshop.
Zu dem Zeitpunkt war eBay noch ihre absolute Nummer 1 und sowohl Amazon als auch der Onlineshop zweitrangig.
2008 wurde das Lager wieder zu klein und sie zogen in ein 1300qm großes Lager um.
Jetzt fingen sie auch an, ihre Aktivitäten bei Amazon stärker zu forcieren und der Onlineshop erhielt ein neues Design.
2009 wurde dann wieder ein neues Lager bezogen - dieses Mal mit einer effektiv nutzbaren Fläche von 4400qm.
2010 haben sie dann intensiv an ihrer Webseite gearbeitet:
Die Produktauswahl erhöht, mit dem eMail und Suchmaschinen-Marketing begonnen, ein Affiliate Programm aufgesetzt und sich im Social Media Bereich engagiert.

Jetzt schreiben wir das Jahr 2011 und die Geschichte ist natürlich nicht vorüber.
Bis jetzt sind sie sehr gesund gewachsen, haben sich Zeit genommen, die einzelnen Bereiche professionell aufzustellen und sie werden Schritt-für-Schritt weiter wachsen!

Ihr Umsatzwachstum beträgt 35 % im Jahr.
Aktuell haben sie 45 Mitarbeiter ( + 10 in der Hochsaison - so haben sie z.B. am Cyber Monday 2800 Paar Schuhe verkauft).
Der eBay Anteil am Umsatz liegt heute bei nur noch 65%.
Noch gehören sie nicht zu den Top 500 Internethändlern, aber vermutlich werden sie es schaffen!



In der letzten Woche habe ich einen Artikel über die Möglichkeiten für Onlinehändler geschrieben, sich beim eBay-Partnerprogramm anzumelden und als eBay Affiliate einen Teil der Kosten zu refinanzieren.
Tipp für eBay Händler mit Onlineshops – Werden Sie eBay Affiliate.

Ich hatte mir einige Onlineshops von großen eBay-Händlern angesehen und war ziemlich erstaunt über die Diskrepanz zwischen Onlineshop und eBay-Auftritt.
Mit einem der Händler habe ich darüber gesprochen, warum er seinen Onlineshop nicht professionalisiert und die Antwort war: " Keine Zeit."
Während er bei eBay & Amazon am Tag durchaus Stückzahlen im 4-stelligen Bereich verkauft, liegen die verkauften Stückzahlen im Onlineshop im ganz unteren 2-stelligen Bereich.
Hier ist also durchaus Potential vorhanden!
Nun höre ich diesen Satz "Keine Zeit" nicht zum ersten Mal- im Gegenteil!

Im letzten Jahr habe ich einen Dienstleister betreut, der mehrere große eBay Accounts managt und mich als Beraterin im Hintergrund hatte.
Bei jedem neuen Scan seiner Accounts fiel mir auf, dass er nur Teile meiner Empfehlungen umgesetzt hatte und bei neuen Accounts wieder die gleichen Fehler machte.
Fehler, auf die ich ihn längst hingewiesen hatte.
Die Antwort auf die Frage, warum er meine Empfehlungen nicht umsetzt: "Keine Zeit".
Statt wenige Accounts perfekt aufzustellen, hat er sich dafür entschieden, viele Accounts aufzustellen und nur das Nötigste umzusetzen, damit die Accounts keine Verluste einfahren.
Das Maximum wird er so bei den einzelnen Accounts nicht erreichen.

Aber auch er war nicht der erste von dem ich "Keine Zeit" gehört habe.
Nun macht es natürlich sehr viel Arbeit einen eBay Account professionell zu managen und es ist auch nicht damit getan, einen eBay Account einmal einzurichten und ihn dann laufen zu lassen.
Gerade Strategieplanungen sind sehr zeitaufwändig - sowohl in der Analyse als auch in der Umsetzung und sie müssen ständig an den extrem dynamischen Markt angepasst werden.
In einigen Kategorien mehr, in anderen weniger.
Wenn alles einigermaßen läuft, wird allerdings gerne darauf verzichtet.
Uralte Artikel, die seit Monaten keine Verkäufe mehr generieren werden weder ausgelistet noch optimiert, obwohl sie in einigen Fällen wieder erfolgreich laufen könnten, wenn sie den veränderten Marktbedingungen angepasst werden würden.
Aber das kostet Zeit und die ist nicht vorhanden.
Stattdessen werden dann neue Baustellen eröffnet - das können weitere eBay Accounts, weitere eBay Kategorien, ein Amazon Account, aber auch ein Onlineshop oder ein Facebook Auftritt sein und auch hier wird aus Zeitgründen oft eben nur das nötigste erledigt.
Und solange keine Verluste eingefahren werden, wird der Fokus auf weitere, neue Aktivitäten gelegt, die dann oft auch nur mit "halber Kraft" realisiert werden, weil eben die Zeit fehlt!

So viele eBay und auch Amazonhändler klagen über hohe Gebühren und leben vor allem immer im Bewusstsein von eBay & Amazon abhängig zu sein.
Und wie viele standen wirklich schon plötzlich vor dem Nichts, weil eBay plötzlich den Account geschlossen hat?

Insofern finde ich es fast fahrlässig den Onlineshop zu vernachlässigen.
Es gibt einige Händler, denen es tatsächlich gelungen ist, sich von eBay & Amazon unabhängig zu machen. Händler, die bei eBay angefangen haben, später bei Amazon aktiv wurden und dann Schritt-für-Schritt ihren
Onlineshop professionell gestaltet haben und heute rein theoretisch auf eBay und Amazon verzichten könnten, weil der Hauptumsatz im Shop generiert wird.

Statt immer neue Baustellen zu eröffnen, die dann jeweils nur Kleckerbeträge einfahren, eben weil sie aus Zeitgründen nicht professionell gemanagt werden können, sollte man Prioritäten setzen , die Aktivitäten bündeln und diese dann professionell betreuen, oder einen Dienstleister einschalten, der z.B. ein Shop-Design aufsetzt.

Natürlich läuft auch ein Onlineshop nicht von alleine und auch hier sind ähnlich wie bei eBay und Amazon ständige Optimierungen nötig, aber es kann sich durchaus lohnen, hier Zeit & Geld zu investieren.



Eine Verlinkung zu den eigenen eBay-Produkten kann für Onlineshops durchaus sinnvoll sein.

Viele - auch viele der großen Platinseller - sind zwar bei eBay relativ bekannt und ihre Galeriebilder und Artikelbeschreibungen haben einen gewissen Wiedererkennungseffekt, aber "draußen" in der weiten Webwelt sind sie nahezu unbekannt.
Ein Top eBay-Bewertungsprofil kann ohne weiteres den Kaufimpuls auch im Onlineshop geben.
Ich habe mir gerade einige Onlineshops der größten deutschen Verkäufer angesehen und folgendes ist mir dabei aufgefallen:

Bei einem der größten deutschen eBay-Verkäufer hätte ich es nicht geschafft spontan im Onlineshop zu bestellen - dieser Shop ist vorsintflutlich und hat keinerlei Ähnlichkeit mit den eBay Angeboten dieses Sellers.
Wer sich in diesen Shop verirrt und den Seller nicht kennt bzw. nicht erkennt, dass er bei diesem Verkäufer bereits einige Male bei eBay & Amazon eingekauft hat und sicher zufrieden war, der verlässt den Shop ganz schnell wieder.
Auf der Startseite dieses Onlineshops liest man zwar, dass der Verkäufer über 600.000 eBay Bewertungen hat ( das stimmt auch), eine Verlinkung zu eBay gibt es jedoch nicht.
Würde ich den Shopbetreiber nicht von eBay kennen, hätte ich Zweifel an der Aussage, dass hinter diesem Shop ein professioneller Verkäufer mit mehr als 600.000 positiven Bewertungen steckt.
Schreiben kann man schließlich alles. ( Wie gesagt - in dem Fall stimmt es, auch wenn man es kaum glauben mag, wenn man nur den Onlineshop betrachtet)
Eine Verlinkung zu eBay wäre in diesem Fall also hilfreich, schon um Vertrauen zu schaffen.
Vertrauen, das dieser Onlineshop nicht zu vermitteln vermag.

Bei einigen der Top-Verkäufer ( alle weit mehr als 100.000 Bewertungen) habe ich gar keine Erwähnung von eBay gefunden.
Wenn der Onlineshop einen sehr guten Traffic hat, mag das auch Sinn machen, weil viele eBay-Verkäufer ihre Produkte außerhalb von eBay in ihren Shops teurer anbieten.
Insofern wollen sie eBay Käufer und Onlineshop-Käufer gar nicht mischen.
Die Shops, die ich mir angesehen habe, haben aber keinen nennenswerten Traffic und vermutlich liegen die Umsätze sehr deutlich unter den eBay-Umsätzen- insofern kann es nicht schaden eine Verlinkung zum eigenen eBay-Account einzubauen und das positive und aussagekräftige Bewertungsprofil herauszustellen.
Das schafft Vertrauen bei den Käufern.

Ein Shop eines Platinseller der obersten Liga hat mich ganz in Erstaunen versetzt:
Zunächst hat der Onlineshop einen anderen Namen als der ( bekannte) eBay Account, ist aber fast ähnlich ( fast!) mit dem eBay-Shopnamen, den vermutlich kaum ein Kunde kennt. ( Die Kunden merken sich den eBay Account Namen, nicht den eBay Shop-Namen, daher sind diese beiden Namen idealerweise identisch).
Nun kommt also mit dem Webshop der 3.Name ins Spiel, der sich von der Schreibweise vom eBay-Shopnamen unterscheidet.
Auch dieser Verkäufer verweist in seinem Onlineshop auf die eindrucksvolle Anzahl an eBay-Bewertungen.
Dieser Hinweis ist auch verlinkt, allerdings Shopintern und hier kommt dann der 4. Name ins Spiel, nämlich der offizielle Firmenname, den man bei eBay allerdings nicht findet. ( Weil der eBay Account & Shop jeweils andere Namen haben).
Der Shop unterscheidet sich im Design zudem vollkommen von dem eBay-Shop, insofern wird ein Kunde, der in den Onlineshop kommt und die verwirrenden Verflechtungen nicht kennt, den ( sehr zuverlässigen) eBay Händler nicht erkennen und eher stutzig werden, wenn er bei eBay nach dem Account sucht und ihn nicht findet.
Dieser Onlineshop hat einiges an Traffic, könnte vielleicht sogar auf die Erwähnung des eBay Bewertungsprofils verzichten- wenn er es aber erwähnt, dann besser richtig und nachvollziehbar.

Bei einigen Platinsellern habe ich in ihren Onlineshops eine Verlinkung zum eBay-Bewertungsprofil gefunden.

Und hier kommt dann mein Tipp:
Wenn Sie schon zu eBay verlinken ( und es gibt gute Gründe für viele Shopbetreiber es zu tun), dann sollten Sie das eBay Partnerprogramm nutzen und sich als eBay Affiliate anmelden.
So verdienen Sie an dem Traffic, den Sie eBay schicken, mit und können einen Teil Ihrer eBay Gebühren refinanzieren.
Das eBay Partnerprogramm bezahlt die Affiliates nach dem "Quality Click Pricing" Modell.
Je hochwertiger der Traffic ist, den sie zu eBay schicken, desto höher ist Ihre Vergütung.
Um Ihre eigenen eBay-Angebote in Ihrem Onlineshop zu integrieren, stellt eBay Ihnen verschiedene Tools zur Verfügung, die unkompliziert und intuitiv zu benutzen sind.

Einige Top-Verkäufer haben gar keinen eigenen Onlineshop.
Auch für diese Verkäufer ist es eine Überlegung wert, eine Seite ins Netz zu stellen, die zusätzlich Traffic in den eBay-Shop bringt und nebenbei Geld durch das eBay-Partnerprogramm verdient. Es muss nicht unbedingt ein Shop es kann z.B. auch ein Blog sein.

Hier wäre ein schönes Beispiel für die Verknüpfung der Webseite mit dem eBay Partnerprogramm - leider eine amerikanische Seite, aber in Deutschland habe ich keine Seite gefunden, die ich gerne empfehlen würde:
www.fashionphile.com und hier die eBay Verknüpfung.
So könnte ein Onlineshop mit eBay-Verlinkung aussehen.



Fast unglaubliches, wenn auch logisch nachvollziehbar, berichtet die New York Times:
Ein Händler mit einer denkbar schlechten Web-Reputation wird von Google mit einem guten Ranking belohnt.
Hauptdarsteller der New York Times Story ist ein Onlineshop, der bei Google an exponierter Stelle gelistet ist.
Eine Kundin, die dem Verkäufer schon durch das gute Google Ranking einen Vertrauensbonus gab, erlebte nach dem Kauf die "schlimmste Erfahrung ihres Lebens".
Gekauft hatte sie Kontaktlinsen im Wert von 361,97 Dollar.
Erst hieß es, die gewünschte Marke sei ausverkauft, aber das Geld wollte man ihr nicht zurückzahlen.
Als dann die Lieferung kam, stellten sich die Kontaktlinsen als Fälschung heraus. Als dann auch noch ihre Kreditkarte mit 487 Dollar, statt der vereinbarten 361,97 Dollar belastet wurde, eskalierte die Angelegenheit.
Der Shopbesitzer beschimpfte die Kundin u.a. als Bitch ( Schlampe ) und bedrohte sie: Er wüsste ihre Adresse und sei ganz in der Nähe.
Sie ließ sich nicht einschüchtern und ließ den Betrag über ihre Kreditkartenfirma zurückbuchen.
Es folgten Drohanrufe, dann drohte der Shopinhaber auch noch vor Gericht zu gehen und forderte von ihr (samt Auslagen) 1500 Dollar.
Dieser Ankündigung lag ein Foto ihres Wohnhauses bei - eine klare Drohung!
Fast zeitgleich teilte ihr die Kreditkartenfirma mit, dass der ursprüngliche Betrag ihrer Kreditkarte wieder belastet worden sei.
Es stellte sich heraus, dass " jemand" der Kreditkartengesellschaft mitgeteilt hatte, dass sie sich doch gegen einen Storno entschieden hatte.
An diesem Punkt (erstaunlich spät!) fing sie an im Netz nach Informationen über diese Firma zu suchen und wurde in unzähligen Foren fündig.
Viele Käufer hatten ähnliche Erfahrungen gemacht und sich auf entsprechenden Seiten öffentlich geäußert und auch eindringlich vor Käufen gewarnt.
In einem dieser Foren meldet sich der Verkäufer auch höchstpersönlich zu Wort:
“I just wanted to let you guys know that the more replies you people post, the more business and the more hits and sales I get. My goal is NEGATIVE advertisement.”
Frei übersetzt: Je mehr Leute sich an der Diskussion beteiligen, desto besser läuft sein Geschäft.
Seine Geschäftspraktik würde auf " Negativwerbung" aufbauen. All das sein Teil seiner Geschäftspolitik.
Seit der ersten öffentlichen Beschwerde würde sein Traffic steil nach oben gehen und er hat Recht!


Nicht nett, aber profitabel

In einem Interview mit der New York Times gibt es zu: Sein Geschäftsmodell ist zwar nicht "nett", aber durchaus profitabel.

Wie das "Geschäftsmodell" funktioniert:

Auf Nachfrage erklärt Google das System:
Die Foren und Webseiten auf denen sich die betrogenen Käufer über den Verkäufer auslassen, haben alle einen sehr guten (Google) Ruf.
Werden nun Links von diesen "guten" Seiten auf den Onlineshop des Verkäufers gesetzt, steigt dieser bei Google im Ranking, weil er von dem guten Ruf der verlinkenden Seiten profitiert.
Links gibt es viele und der Verkäufer gibt sich offensichtlich jede Menge Mühe weitere Kunden zu schädigen, um weitere Links zu bekommen.
Sucht man direkt nach dem Firmennamen kommen natürlich Negativ-Schlagzeilen, sucht man jedoch nach Produkten, die in dem Shop angeboten werden, greift das "Linkbuilding" und der Shop erscheint auf den vordersten Plätzen.
Im Grunde ist das nichts Neues, wenn auch in der extremen Form - als Geschäftsmodell - wohl eher ungewöhnlich.
Viele Blogger z.B. nutzen ähnliche " Tricks", um nach oben zu kommen.
Sie polarisieren, terrorisieren, hinterlassen auf anderen Blogs entsprechende Kommentare oder schreiben gleich selber einen Artikel, der für "negativen Aufruhr" sorgt.
Aber - damit bleiben sie in der Tat mehr im Gespräch, als wenn sie dem Mainstream folgen, bekommen kostbare Backlinks und erreichen so ihre Ziele oft schneller als diejenigen, die sich aalglatt und unangreifbar durchs Netz winden.

Warenbeschaffung über eBay

Besagter Onlineshop betreibt - am Rande bemerkt - u.a. ein eBay-Geschäftsmodell:
Er selbst hat gar keine Ware am Lager, sondern ordert diese erst nach dem Kauf bei eBay Verkäufern und auch dort hinterlässt er verbrannte Erde:
Die Ware soll in der Regel direkt an den Kunden geschickt werden.
Ist die Anschrift jedoch nicht PayPal verifiziert, weigern viele eBay-Verkäufer sich, die Ware an den Kunden zu schicken.
Der Onlineshopverkäufer (in diesem Fall der eBaykäufer) quittiert das mit einer negativen Bewertung.
Nun haben viele Verkäufer bei eBay ihn bereits auf die Liste geblockter Bieter gesetzt, aber auch das hilft wenig bei so einem Menschen. Mit einem neuen Account umgeht er diese Sperren.
eBay hat ihn zwar endgültig ausgeschlossen, aber mit seiner Fantasie (oder soll ich besser sagen: kriminellen Energie) ist es ein leichtes, diesen Ausschluß zu umgehen.

Risiken und Nebenwirkungen:

Sorge bereiten ihm einzig Visa und Mastercard:
Bekommt er zu viele Stornos, wird er gesperrt und dann ist sein Geschäftsmodell Geschichte. Aber das weiß er und handelt entsprechend.
Die Frau mit den Kontaktlinsen hat übrigens ihr Geld zurückbekommen, allerdings erst nachdem sich die Presse eingeschaltet hat!
Und dieses Mal hatte die Drohgebärde des Onlineshopinhabers auch Konsequenzen: Wegen Stalkings und aggressiver Belästigung musste er seine Geschäfte kurz unterbrechen und wurde kurzzeitig arrestiert, aber auch das passiert nicht zum ersten Mal und bremst ihn nicht.
Der Erfolg gibt ihm Recht: Bei einem Umsatz von 20.000 Dollar und einem Reingewinn von ca. 3000 Dollar am Tag wird er seine Geschäftspolitik so schnell nicht ändern!

In der kommenden Ausgabe der Computerbild ( (Heft 24/2010, ab Samstag im Handel), stehen die AGB von 60 Online-Shops und Diensten, darunter auch Amazon und eBay, auf dem Prüfstand.
Das Ergebnis ist erschreckend, wenn auch nicht überraschend:
Nur fünf Anbieter - Ikea, C&A, Buecher.de, myToys.de und das Hotelportal HRS bestehen den Test, mehr als 90% der getesten Unternehmen weisen Mängel in den AGB auf.

Die komplette Auswertung finden Sie ab Samstag in der Computerbild.

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