Wieder einmal war ich auf Shoppingtour und habe bei Amazon einen Verkäufer entdeckt, dessen Sortiment mir gefallen hat.
Wie immer habe ich zunächst bei eBay gecheckt, ob der Verkäufer dort möglicherweise günstiger anbietet.
Trotz der von Amazon geforderten Preisparität bieten noch immer viele Verkäufer ihre Artikel bei eBay zu geringeren Preisen als bei Amazon an.
Mein Wunschartikel war bei eBay um einiges preiswerter als bei Amazon und wie immer habe ich mich dann auch auf die Suche nach dem passenden Onlineshop gemacht.
Dort war der Artikel noch einmal deutlich günstiger als bei eBay und so wollte ich dort bestellen.
Fehler Nummer 1 - falsche Berechnung der Versandkosten
Die erste Enttäuschung folgte bereits im Warenkorb.
Ab einer bestimmten Bestellsumme, die ich deutlich überschritten hatte, sollte der Versand kostenlos sein. Im Warenkorb wurden dann jedoch 1,99 Euro Versandkosten ausgewiesen.
Nun gehöre ich nicht zu denen, die sich über 1,99 Euro Versandkosten ärgern würden, aber es ist natürlich irreführend und damit wenig professionell, wenn die Versandkosten laut AGB eigentlich gar nicht in Rechnung gestellt werden sollten und dann plötzlich doch auftauchen.
Sicher gäbe es einige Käufer, die hier bereits abbrechen würden, weil sie sich darüber ärgern.
Ein Abbruch, der zu vermeiden wäre.
Fehler Nummer 2 - komplizierter und unlogischer Registrierungsprozess
Nachdem ich den Bestellprozess - inkl. Eingabe meiner persönlichen Daten - durchlaufen hatte, wollte ich bezahlen - wie immer am liebsten mit PayPal.
Nachdem ich auf den Link geklickt hatte, waren alle meine Bestelldaten weg – ich musste bei dem Shop zunächst ein Konto anlegen, mich dann mit meinen Zugangsdaten einloggen und meine komplette Bestellung erneut aufgeben.
Hier wurde meine Geduld dann schon etwas strapaziert und ich hätte mir gewünscht, dass der Händler mich vor der ersten Bestellung darauf aufmerksam gemacht hätte, dass ich nur als registrierter Kunde eine Bestellung aufgeben kann. Das hätte mir Zeit für die unnötige zweite Bestellung gespart.
Unklar ist mir, warum bei der ersten Bestellung schon alle Daten abgefragt wurden, wenn doch eine Registrierung nötig ist und gerade diese Prozedur erlebe ich im Netz nicht zum ersten Mal.
Fehler Nummer 3 - das Aus! Ungültiger Link zur Bezahlseite
Aber ich war noch immer wild entschlossen, meine Bestellung aufzugeben.
Der zweite Versuch endete jedoch mit dem Klick auf PayPal im Nirwana.
Statt zu PayPal wurde ich auf eine PayPal Fehlerseite gelenkt, die verkündete, dass der Link nicht richtig gesetzt wurde.
Kurz danach bekam ich eine Bestellbestätigung –mit dem Link zur PayPal Kaufabwicklung, der auch wieder nur auf die Fehlerseite führte.
Spätestens hier wird wohl der größte Teil der Käufer die Lust verlieren und den Kauf endgültig abbrechen.
Ich habe in diesem Fall eine Mail an den Onlineshopbetreiber geschrieben, der die Fehler dann auch schnell behoben hat, besser wäre es aber sicher gewesen, er hätte seinen Shop vor Inbetriebnahme selbst auf Herz und Nieren geprüft oder noch besser von jemand prüfen lassen, der nicht betriebsblind durchmarschiert.
Testen, testen, testen
Einige Käufer hat er mit Sicherheit verloren und sein Beispiel soll anderen Shopbetreibern den Impuls geben, ausgiebig zu testen, ob der Shop auch wirklich einwandfrei funktioniert, bevor die Käufer den Shop stürmen und den vollen Warenkorb unbezahlt stehen lassen.



