Es ist schwer und auch teuer neue Kunden zu gewinnen - insofern sollte man sich alle Mühe geben, einen einmal kaufenden Kunden zu einem Stammkunden zu machen.
Ab und zu läuft dann allerdings doch etwas schief, aber bevor man den Kunden aufgibt und seinen Mitbewerbern überlässt, hat man Möglichkeiten, den unzufriedenen Kunden doch noch umzudrehen und zu einem loyalen Stammkunden zu machen.
Gerade in der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, Kunden grundsätzlich zufrieden zu stellen und zu verhindern, dass andere Menschen ihm auf Blogs, bei Facebook, Twitter & Co zuhören, weil sie es nicht getan haben.
Was er will ist, dass seine Beschwerde oder seine Kritik ernst genommen wird und da kommen wir schon zu Tipp Nummer 1:
1. Machen Sie es dem Kunden leicht ein Feedback abzugeben.
Verstecken Sie Feedbackseiten nicht - im Gegenteil:
Ermuntern Sie den Kunden ein Feedback abzugeben und zeigen Sie ihm, dass Sie ihn ernst nehmen!
Gerade ein kritisches Feedback kann Ihnen durchaus helfen, Ihren Service zu verbessern.
Freuen Sie sich also nicht nur über die positven Feedbacks, sondern auch über kritische Anmerkungen.
2. Hören Sie zu!
Das gehört zu den schwierigsten Dingen, auch wenn es sich so leicht anhört: Hören Sie dem Kunden zu und unterbrechen Sie ihn nicht!
Oft lässt der Kunde hier schon den ganzen Dampf ab und ist am Ende sehr viel gesprächsbereiter, weil er sich "befreit" fühlt.
3. Entschuldigen Sie sich und vermeiden Sie Ausreden!
Der Kunde will nicht wissen, wer außer Ihnen Schuld haben könnte.
Er will keine Ausflüchte oder Ausreden hören - er ist nur daran interessiert befriedigt zu werden und das können nur Sie.
Stärke zeigt derjenige, der Schuld auch auf sich nehmen kann und sie nicht ständig bei anderen sucht.
Eine Entschuldigung kann Wunder bewirken!
Auch hier wieder gilt: Der Kunde fühlt sich ernst genommen, wenn Sie so groß sind, dass Sie sich klein machen und sich auch für Dinge entschuldigen können, für die Sie möglicherweise wirklich nichts können. ( Aber das interessiert den Kunden ja nicht.)
4.Fixieren Sie das Problem
Der Kunde meldet sich nicht bei Ihnen, weil er plauschen möchte, sondern weil er ein Problem hat, für das eine Lösung gefunden werden muss.
Fragen Sie ihn wie er sich die Lösung vorstellt und versuchen Sie das Problem zu lösen, bzw. einen Kompromiss zu finden.
Wie oft habe ich schon gehört, dass wegen einem 10 Euro Artikel gestritten wird.
Das kostet Zeit & Energie!
Vielleicht haben Sie das Gefühl gewonnen zu haben, wenn Sie dem Kunden den Artikel nicht ersetzen- in Wirklichkeit verlieren Sie - vielleicht sogar viel mehr:
Diesen Kunden und je nachdem wie kommunikativ der Kunde ist, vielleicht noch Ihren guten Ruf!
Ein Kräfte messen lohnt hier nicht!
5. Bedanken Sie sich!
Für viele immer noch die Königsdisziplin: Danke sagen zu können.
Dabei ist es so einfach: Es sind nur 5 Buchstaben.
5 Buchstaben, die die entscheidene Veränderung bringen können.
Bedanken Sie sich bei dem Kunden für die Kritik, weil es Ihnen hilft, es in Zukunft besser zu machen.
Fazit: Alle 5 Schritte dienen dazu, dem Kunden das Gefühl zu geben, ihn und sein Anliegen ernst zu nehmen.
Wenn er seine Wut bei Ihnen auslassen kann und sich ernst genommen fühlt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich in diversen Internetforen negativ über Sie und Ihr Unternehmen äußert, deutlich geringer.
Das muss er dann nicht mehr, weil sie ihm bereits zugehört haben!
Als krönenden Abschluß können Sie ihm für den nächsten Einkauf einen Gutschein anbieten.
Gehört Ihr Kunde nicht zu den chronischen Meckerern, von denen es sehr viel weniger gibt, als allgemein behauptet, sollte es Ihnen gelingen, den Kunden zu beschwichtigen und aus einem unzufriedenen Kunden einen zufriedenen zu machen!




