Im Moment sind die geplanten eBay-Neuerungen 2010 offiziell nur für eBay.com und ebay.co.uk angekündigt, aber ich kann mir vorstellen, dass auch wir uns jetzt bereits mit folgenden Themen befassen sollten:
Offiziell gibt es von eBay Deutschland noch keine Ankündigung.

1. Auswirkungen von geöffneten Streitfällen auf die DSR - ab September 2010

Die Anzahl der von Käufern gestellten Käuferschutzanträge wird in Zukunft in die Berechnung der DSR einfließen.
Gemeldete Fälle, in denen der Artikel nicht wie beschrieben ist, bzw. gemeldete Fälle, bei denen die Ware noch nicht eingetroffen ist, werden bei der Berechnung der DSR berücksichtigt.
Sind bei Top Verkäufern mehr als 0,5 % oder 2 Fälle, bei allen anderen Verkäufern mehr als 1 % oder 3 Fälle der Transaktionen als Streitfall gemeldet, droht der Verlust des Top-Verkäufer-Status sowie eine Beschränkung der Verkaufsaktivitäten.
Reagiert ein Verkäufer auf Streitfälle nicht, wird es bereits bei 0,3 % Sanktionen geben.
Im Verkäufer-Cockpit werden die geöffneten Streitfälle bereits ab Mai 2010 angezeigt, ab September 2010 fließen sie in die Berechnung der DSR ein!
Hier würde ich ziemlich sicher vermuten, dass diese Neuerung auch zu uns kommt!

Hier der Link zur eBay.co.uk Infoseite.

2. eBay erinnert Käufer an die Abgabe von Bewertungen

Da das Bewertungssystem für die Berechnung der DSR wichtig ist, hat eBay.com angekündigt, dass eBay die Käufer in Zukunft grundsätzlich automatisch um die Abgabe einer Bewertung bittet.
Auch hier könnte ich mir vorstellen, dass das in Deutschland eingeführt wird.

3. Keine Premiumangebote mehr
Bei ebay.co.uk und ebay.com wird es ab Juli 2010 keine Premiumangebote mehr geben.
Das könnte ( muss aber nicht) regional begrenzt sein.

Insgesamt sind die heute von eBay angekündigten Neuerungen weder eine Überraschung, noch besonders sensationell.
Meinen Beifall findet die Einsicht von eBay, dass der Zwang zum kostenlosen Versand endlich wieder gestrichen werden muss.
Darüber hatten sich Käufer und Verkäufer gleichermaßen geärgert.
Käufer vor allem, weil der Marktplatz in den entsprechenden Kategorien nicht mehr transparent war.
Viele Verkäufer haben die Schlupflöcher genutzt und trotz Pflicht zum kostenlosen Versand in der zweiten Versandart Versandkosten ausgewiesen.
So konnte man die Angebote auf den ersten Blick gar nicht mehr vergleichen.
Ich hatte u.a. hier darüber berichtet.


Viele Verkäufer haben in den betreffenden Kategorien gar nicht mehr bei eBay eingestellt und sind statt dessen gleich zu Amazon abgewandert.
Es war nicht zu übersehen, dass ebay sich damit geschadet hat und für mich war es nur eine Frage der Zeit, wann eBay endlich darauf reagieren wird.

Kein Zwang zum kostenlosen Versand

Der Zwang zum kostenlosen Versand entfällt also und das auch sehr schnell, nämlich bereits ab 08.Februar 2010!
Statt dessen gibt es dann eine Obergrenze für die Versandkosten von 7,00 Euro.
Das ist eine sehr gute und weise Entscheidung!
Für Briefe dürfen in Zukunft maximal 2,50 Euro, für Bücher / Warensendungen 2,00 Euro und für DHL Päckchen, DHL Paket, Hermes Paket, iloxx Transport, Paketversand, Expressversand, Sonderversand, Einschreiben oder Nachnahme (inkl. aller Gebühren), Sonstige dann bis zu 7,00 Euro berechnet werden.

Bessere Positionierung in den Suchergebnissen

Angebote mit kostenlosem Versand erzielen eine bessere Position in den Suchergebnissen.
Der Verkäufer muss also auch in Zukunft abwägen, ob er den kostenlosen Versand anbietet - in einigen Kategorien kann das durchaus sinnvoll sein.

20 % Rabatt auf die Verkaufsprovision für Shopbesitzer

Shopbesitzer erhalten auch in Zukunft einen Rabatt in Höhe von 20 % auf die Verkaufsprovision, wenn sie in ausgewählten Kategorien den kostenlosen Versand anbieten.

Fazit:
Die Entscheidung von eBay ist richtig!
In Zukunft kann wieder jeder Verkäufer die freie Entscheidung treffen, ob und wenn ja bei welchen Angeboten er den kostenlosen Versand anbieten möchte und in einigen Kategorien kann das auch durchaus verkaufsfördernd sein.

Die eBay-Neuerungen - schön und gut. Darauf muss, kann und werde ich mich als Seller einstellen, wie ich mich in der Vergangenheit immer auf eBay-Änderungen eingestellt habe.
Damit kann ich mich erfahrungsgemäß arrangieren und letztendlich auch meine Angebote so ausrichten, dass sie erfolgreich sind.
Was allerdings nicht in meinen Möglichkeiten als Seller steht ist die eBay-Technik am laufen zu halten.
Ich kann die beste Verkaufsstrategie haben, in einigen Monaten Top-Verkäufer sein, um die gestiegenen eBay-Ansprüche zu befriedigen, aber wenn die eBay-Technik mir einen Streich spielt, liegt das außerhalb meines Einflußbereiches und das ärgert mich immer wieder maßlos!
Seit Wochen funktioniert z.B. der Verkaufsmanager Pro und auch das klassiche Verkaufsformular nicht einwandfrei.
Normalerweise müsste bei der Eingabe von mehreren Artikeln bei den Versandoptionen " Zusatzgebühr jeweils" ( also Versand pro weiteren Artikel) ein Feld zum eintragen der Zusatzkosten aufklappen. Tut es aber nicht.
Was dann aber noch schlimmer ist: Sendet man den Artikel - selbst wenn man bei den Versandoptionen "Zusatzgebühr je weiteren Artikel 0,00 Euro" eingegeben hat, zieht eBay sich den Betrag aus den " normalen Versandkosten".
In unserem Fall also 3,95 Euro.
So kostet jeder weitere Artikel - obwohl Kosten je weiterer in den Versandoptionen als 0,00 hinterlegt und ohne die Möglichkeit die 0,00 Euro zur Sicherheit manuell einzugeben, dann weitere 3,95 Euro.
Die Funktion 0,00 Euro bei den Versandoptionen zu hinterlegen hat noch nie funktioniert, man musste trotzdem die 0,00 Euro manuell eingeben und auch das geht nun nicht mehr ohne Umwege.
Man muss tatsächlich Tricks entwickeln, wie man das Feld doch noch zum aufklappen bewegt.
Entweder füllt man allles brav aus und geht zunächst auf die nächste Seite und dann gleich wieder zurück- denn dann ist das Fenster für die zusätzlichen Versandkosten plötzlich da und die nie eingegebenen 3,95 Euro für jeden weiteren auch, oder man macht es wie ich, gibt zunächst etwas falsches ein ( z.B. 2 x Versandoption " Nachnahme" ) klickt auf "weiter" und bekommt dann von eBay die Aufforderung den Fehler zu korrigieren und als Belohnung ist dann auch das Fenster zum ausfüllen der zusätzlichen Versandkosten je weiteren Artikel aufgeklappt, allerdings sind dann auch die 3,95 Euro schon eingetragen.
Also löscht man die und trägt 0,00 Euro ein.
Wer das nicht so macht, bei dem trägt eBay bei den Kosten für weitere Artikel automatisch die Summe ein, die als Versandkosten für den ersten Artikel hinterlegt sind.
Die meisten werden das nicht einmal bemerken, wundern sich vielleicht nur, wenn Käufer etwas zurückhaltender geworden sind. Gerade die, die wie ich bei den Versandoptionen je weiteren 0,00 Euro angegeben haben verlassen sich ja darauf, dass es auch so übernommen wird und zunächst sieht man das Feld ja gar nicht, also sieht man auch nicht den Fehler.
Erst beim überarbeiten wird der Fehler sichtbar, weil dann das Fenster mit den falschen Versandkosten plötzlich da ist.

Es ist seit Wochen so und eBay hat im Moment so viel mit den kommenden Änderungen zu tun, dass solche Sachen eben zurückstehen.
Mir wäre es lieber, wenn das Fundament fest steht, bevor das Dach aufgesetzt wird!
Beim Verkaufsmanager gibt es noch einiges, was nicht funktioniert und dadurch extreme Mehrarbeit für den Verkäufer verursacht, wie z.B. die Artikelmerkmale, die man gerade erst entfernt hat und die bei einem erneuten senden alle wieder da sind, oder auch anders: Artikelmerkmale, die man sendet und die nicht angezeigt werden.
Im Moment überprüfe ich jedes Angebot doppelt und dreifach und muss ständig nachbessern, weil der Verkaufsmanager eine Eigendynaymik entwickelt, die ich nicht kontrollieren kann.
Auch dieser Quatsch, dass in einigen Kategorien bei den Artikelmerkmalen 3x! der Artikelzustand eingegeben werden muss ist noch nicht abgestellt und das Problem besteht seit Monaten!
Die nächste Umstellung bringt wieder Chaos mit sich- das kennt jeder, der schon bei einigen Umstellungen dabei war, und das alte Chaos wird zusätzlich mitgeschleppt.
Heute bin ich wirklich verärgert, weil ich für jeden Artikel, den ich einstelle die doppelte Zeit benötige und das geht nun schon seit Wochen so.
Einige Male schon wollte ich eine größere Anzahl neuer Artikel einstellen, habe es aber immer wieder verschoben, weil ich gehofft habe, dass die Bugs fixiert werden.
Jetzt muss ich aber Artikel nachfüllen und mit jedem Artikel , den ich einstelle, steigt mein Ärgernisspiegel!
Bei eBay werden diese Beschwerden ignoriert und zurückgestellt, daher musste ich heute ich hier meinem Ärger Luft machen!

Zunächst wollte ich erst einmal einen weitgehend unkommentierten Beitrag mit den Infos zu den geplanten eBay-Änderungen schreiben, daher habe ich mich in diesem Artikel mit Kommentaren zurückgehalten- auch wenn es mir teilweise schwer gefallen ist.
Nach und nach werde ich hier meine persönlichen Kommentare zu den geplanten eBay - Neuerungen schreiben.
Heute zunächst zu den Mindeststandards:
Grundsätzlich finde ich die Idee gut, dass eBay hier ansetzt und den Marktplatz säubert.
Das hätte schon vor einigen Jahren geschehen sollen, dann hätte man heute vielleicht nicht so hohe Hürden ansetzen müssen, um das etwas angeschlagene Image wieder aufzupolieren.
Etwas kritisch sehe ich die Anforderungen für " Top-Verkäufer".
Gehe ich einmal von einem Beispielaccount aus den ich betreue, dann hatten wir im letzten Monat 578 Transaktionen und 4 x 1-2 Sterne Bewertungen im Bereich " Artikel wie beschrieben".
Damit lägen wir bei 0,69 % und würden uns nicht als " Top-Verkäufer" qualifizieren.
Nun sind 4 x eine 1 bis 2 Sterne Bewertung im Verhältnis zu den 578 Transaktionen relativ wenig und ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Wettbewerber mit drei / vier Einkäufen dafür sorgt, dass ein " Konkurrenz" Account ins "aus" geschossen , bzw. vom " Top-Verkäufer" zum " überdurchschnittlichen Verkäufer" degradiert wird.
Wenn bei 578 Transaktionen bereits vier niedrige Bewertungen das "aus" bedeuten und mir dadurch als Verkäufer extreme Wettbewerbsnachteile entstehen - als Top-Verkäufer bekommt man deutlich höhere Rabatte, die ich unter Umständen in die Preiskalkulation einfließen lassen kann und mir dadurch wiederum in der Suche eine bessere Positionierung verschaffe - dann könnte ich mir vorstellen, dass Wettbewerber in diesem Bereich sehr kreativ werden. Bei - wie in meinem Beispiel - nur vier benötigten 1-2 Sterne Bewertungen könnte ein Wettbewerber das sogar durchaus offiziell machen, ohne dafür Fake-Accounts einzusetzen.
Natürlich verliere ich auch eine bessere Position in den Suchergebnissen, wenn ich vom " Top-Verkäufer" auf einen " überdurchschnittlichen" Verkäufer herabgestuft werde.
Kritisch also, weil ich als " Top-Verkäufer" sehr angreifbar und leicht verwundbar werde.


Der zweite Punkt, der mir am Herzen liegt ist die Transparenz der 1-2 Sterne Bewertungen.
Möglicherweise habe ich die Funktion noch nicht gefunden, oder eBay hat sie noch nicht veröffentlicht- aber ich fände es als Verkäufer enorm wichtig zu erfahren welcher Artikel die 1-2 Sterne Bewertung bekommen hat.
Gerade bei der Position " Artikel wie beschrieben " hätte ich mit dieser wertvollen Info eine Möglichkeit nachzubessern und mich zu verbessern.
Vielleicht habe ich ja wirklich einen Artikel, der 4 x diese niedrige Bewertung bekommen hat, weil die Artikelbeschriebung möglicherweise für den Käufer unklar ist, aber welcher das ist kann ich im Moment nur raten.
Bei einer Vielzahl von Angeboten etwas schwierig bis fast unmöglich einen einzelnen Artikel herauszufinden, der eventuell diese 1-2 Sterne Bewertung verursacht.
Kritik kann ja durchaus sehr konstruktiv sein, wenn ich die Möglichkeit bekomme etwas zu ändern.
Wenn ich aber nicht weiß, was genau - bzw. welcher Artikel in der Käuferkritik steht- kann ich es nicht ändern.
Und diese Info fehlt mir, würde aber helfen!
Das war es für heute zu den Mindeststandards.
Kommentare sind wie immer gerne gesehen und ausdrücklich erwünscht!

SEO Powered by Platinum SEO from Techblissonline