Für das Powersellerprogramm werden ab April 2010 einige Neuerungen eingeführt.

Folgende Kriterien müssen Verkäufer ab April 2010 erfüllen, um Powerseller werden zu können:

  • Mindestens 100 Transaktionen mit Käufern in Deutschland, Österreich und der Schweiz innerhalb von 12 Monaten
  • Mindestens 2.500 Euro Bruttoumsatz aus Verkäufen an Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz innerhalb von 12 Monaten
  • DSR von mindestens 4,40 %
  • Maximale Anzahl von 1-2 Sterne Bewertungen - Artikel wie beschrieben höchstens 1,2 % oder 4, bei den restlichen Punkten ( Kommunikation, Bearbeitungszeit ( neuer Begriff) , Versandkosten) höchstens 2,4 % oder 4
  • Angemeldet als gewerblicher Verkäufer
  • Mindestens 100 Bewertungen, davon mindestens 98 % positiv (aus weltweiten Transaktionen)
  • Seit mindestens 90 Tagen bei ebay.de, ebay.at oder ebay.ch angemeldet und den Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz
  • Keine Kontoaußenstände bei eBay
  • Keine allgemeinen Grundsatzverstöße in den letzten 90 Tagen und keine schwerwiegenden Grundsatzverstöße in den letzten 180 Tagen


In Zukunft wird es also deutlich leichter sein den Powersellerstatus zu bekommen.
Vor allem die Umsatzgrenze wurde deutlich abgesenkt ( vorher mindestens 3000 Euro im Monat, jetzt 2500 Euro im Jahr!).
Grundsätzlich ist der Powersellerstatus nur wichtig um in den Genuß der Rabatte zu kommen.
Powerseller Bronze erhalten je nach Status - "Top-Verkäufer" oder " Überdurchschnittlicher Verkäufer" 5 % - 20 % Rabatt auf die Verkaufsprovision.
Durch die Neuregelung wird die Zahl der " Bronze-Powerseller" explosionsartig nach oben gehen.

Insgesamt sind die heute von eBay angekündigten Neuerungen weder eine Überraschung, noch besonders sensationell.
Meinen Beifall findet die Einsicht von eBay, dass der Zwang zum kostenlosen Versand endlich wieder gestrichen werden muss.
Darüber hatten sich Käufer und Verkäufer gleichermaßen geärgert.
Käufer vor allem, weil der Marktplatz in den entsprechenden Kategorien nicht mehr transparent war.
Viele Verkäufer haben die Schlupflöcher genutzt und trotz Pflicht zum kostenlosen Versand in der zweiten Versandart Versandkosten ausgewiesen.
So konnte man die Angebote auf den ersten Blick gar nicht mehr vergleichen.
Ich hatte u.a. hier darüber berichtet.


Viele Verkäufer haben in den betreffenden Kategorien gar nicht mehr bei eBay eingestellt und sind statt dessen gleich zu Amazon abgewandert.
Es war nicht zu übersehen, dass ebay sich damit geschadet hat und für mich war es nur eine Frage der Zeit, wann eBay endlich darauf reagieren wird.

Kein Zwang zum kostenlosen Versand

Der Zwang zum kostenlosen Versand entfällt also und das auch sehr schnell, nämlich bereits ab 08.Februar 2010!
Statt dessen gibt es dann eine Obergrenze für die Versandkosten von 7,00 Euro.
Das ist eine sehr gute und weise Entscheidung!
Für Briefe dürfen in Zukunft maximal 2,50 Euro, für Bücher / Warensendungen 2,00 Euro und für DHL Päckchen, DHL Paket, Hermes Paket, iloxx Transport, Paketversand, Expressversand, Sonderversand, Einschreiben oder Nachnahme (inkl. aller Gebühren), Sonstige dann bis zu 7,00 Euro berechnet werden.

Bessere Positionierung in den Suchergebnissen

Angebote mit kostenlosem Versand erzielen eine bessere Position in den Suchergebnissen.
Der Verkäufer muss also auch in Zukunft abwägen, ob er den kostenlosen Versand anbietet - in einigen Kategorien kann das durchaus sinnvoll sein.

20 % Rabatt auf die Verkaufsprovision für Shopbesitzer

Shopbesitzer erhalten auch in Zukunft einen Rabatt in Höhe von 20 % auf die Verkaufsprovision, wenn sie in ausgewählten Kategorien den kostenlosen Versand anbieten.

Fazit:
Die Entscheidung von eBay ist richtig!
In Zukunft kann wieder jeder Verkäufer die freie Entscheidung treffen, ob und wenn ja bei welchen Angeboten er den kostenlosen Versand anbieten möchte und in einigen Kategorien kann das auch durchaus verkaufsfördernd sein.

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