Gute Kundenbewertungen sind nicht nur bei eBay von existenzieller Bedeutung und nicht selten müssen Anwälte oder gar Gerichte bemüht werden, um abschließend zu klären, ob eine negative Bewertung gerechtfertigt gewesen ist.
Wie sehr sich Verkäufer in ihrer Ehre verletzt fühlen, wenn ein Kunde eine negative Bewertung ins Netz stellt - und vor allem welche Konsequenzen daraus entstehen können, zeigt der aktuelle Fall eines Pizzabestellers, der beleidigt, bespuckt und schließlich über Stunden eingesperrt wurde, weil er im Netz eine negative Bewertung hinterlassen hatte.
Der Kunde litt nach dem Verzehr der Pizza an einem Brechdurchfall und ließ die Netzgemeinde mit seiner vernichtenden Kritik an dem Pizzadienst an seinem Leid teilhaben.
Bei dem Pizzabäcker brannten darauf die Sicherungen durch.
In Mafia-Manie entführte er den Kunden, sperrte ihn stundenlang in einen Lagerraum ein und verlangte 800 Euro Schadenersatz für die durch seine Bewertung rückläufigen Bestellungen.
Ein Fluchtversuch scheiterte und erst als der geschädigte Kunde versprach das geforderte Geld zu besorgen ließ man ihn frei.
Auch diese Bewertungs-Arie landete vor Gericht.
Der Pizzabäcker wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt.
Ein an der Freiheitsberaubung beteiligter Mitarbeiter erhielt eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 15 Euro.

Quelle: HNA

Chris Dawson von Tamebay hat auf ein Yahoo Pipe Tool hingewiesen, das sicher auch für einige meiner Leser interessant ist:
Das Bewertungsbeobachtungstool, mit dem Sie sich per RSS über Ihre eBay-Bewertungen informieren lassen können - interessant vielleicht auch um die Bewertungen eines Mitbewerbers per RSS zu überwachen.
Geben Sie einfach den Mitgliedsnamen und als Plattform ebay.de an und lassen Sie sich die neuesten Bewertungen anzeigen oder per RSS schicken:
Bewertungsbeobachtung
Sie finden den Link zu diesem Tool ab sofort auch permanent in der Sidebar unter "nützliche Tools".

Das Wochenende steht vor der Tür und hier kommen die Links und die Leseempfehlungen der Woche:

e-Commerce

Kennen Sie die shopinfo.xml und die info.xml?
Onlineshop in Webkataloge eintragen – die shopinfo.xml
Blog-rundum

Persönlicher Kontakt besänftigt unzufriedene Kunden mehr als nur ein Gutschein:
Bei Anruf Conversion – echter Kontakt schlägt Volldigitalisierung
Via: Konversionskraft

Zehn Online-PR-Tipps für E-Commerce-Unternehmen:
So kommt ihr Webshop in Fahrt
Via: Internetworld
Marketing

Eine hohe Anzahl von Bewertungen weckt Vertrauen in den Shop und hilft somit der Konversionsrate auf die Sprünge:
6 Möglichkeiten Kunden zur Bewertung aufzufordern
Via: Shopbetreiber-Blog

Erfolgreich mit SEM:
Entwickeln Sie gute Landing Pages
Via: Internetworld

Social Media

Wie baut man mit Social Media nachhaltige Präsenz auf und stärkt dadurch bestehende Kundenbeziehungen und Brandingeffekte?
9 Tipps für erfolgreiches Social Media Marketing
Via: Kedekmedien

Serie: Der große Guide zu Google+
Teil 1:
Erste Schritte
Teil 2:
Profilmanagement
Teil 3:
Tipps & Tricks
Teil 4:
nützliche Browser-Addons
Via: SMO14

Das neue suchradar 31 ist live gegangen: Social Media – ganz unaufgeregt
Via: Suchradar

Wie geht ein Unternehmen bei Facebook mit Kritikern, Trollen und Spammern um?
Facebook: Störenfriede durch Verhaltensregeln eindämmen
Via: SMO14

E-Commerce auf Facebook
Tipps für Einsteiger
Via: Internetworld

Twitter erweitert Werbemöglichkeiten
Via: Internetworld

Einsteiger-Leitfaden für das US-amerikanische Business Network:
LinkedIn: Erste Schritte & nützliche Funktionen, die Sie kennen sollten
Via: SMO14

Groupon

Rund 52 Prozent der Amerikaner mit der großen Anzahl verfügbarer Schnäppchen schlicht überfordert:
Groupon verliert die Hälfte seines Traffics
Via: Zdnet

Dies & Das

Peter Thiel will seine eigenen Staaten auf riesigen Flößen in internationalen Gewässern gründen:
Paypal-Gründer will auf hoher See neue Staaten gründen
Via: Dnews

Recht

Gekaufte Kundenrezensionen: Rabatte für positive Bewertungen sind wettbewerbswidrig
Via: IT-Recht-Kanzlei

Spielzeugkennzeichnung: Erste Händler werden wegen angeblicher Verstöße abgemahnt
Via: IT-Recht-Kanzlei

Schönes Wochenende!

Wie Ina Steiner von Auctionbytes berichtet, hat eBay in USA begonnen, Verkäufer anzumahnen, die in ihren Angebotstexten um eine 5-Sterne Bewertung bitten.

Werden Artikel wieder eingestellt, bei denen im Angebotstext Formulierungen wie:

- Wir tun alles für Ihre Zufriedenheit und freuen uns daher über Ihre 5-Sterne-Bewertung
- Bitte nehmen Sie Kontakt auf, bevor Sie eine neutrale oder negative Bewertung geben
- Bitte helfen Sie uns weiterhin unsere Preise niedrig zu halten, indem Sie uns eine volle positive Bewertung abgeben.

aber auch Formulierungen wie:
- Wir bewerten, wenn Sie uns eine positive Bewertung gegeben haben

verwendet werden, erscheint ein Pop-Up, das den Verkäufer darauf hinweist, dass es nicht gestattet ist, den Käufer zu entmutigen eine ehrliche Bewertung abzugeben, oder auch mögliche Sanktionen zu erwähnen, die mit einer schlechten Bewertung verbunden sind.

Verstößt ein Verkäufer gegen diese Regel, riskiert er den Verlust des Top-Verkäufer Status.

Eigentlich ist die Regel überflüssig.
Heute ist es fast schon die Norm, dass Verkäufer einen entsprechenden Hinweis mit der Bitte um eine 5-Sterne Bewertung mit ins Paket legen.
Insofern werden die Käufer nach wie vor gebeten werden, ihre Bewertungen zu überdenken.
Und wenn ein Käufer dann doch einmal negativ bewertet, greifen einige Verkäufer gerne auf ihren Anwalt zurück, der die Bewertung löschen lässt, nur damit sie ihren Top-Verkäufer Status und die damit verbundenen Vorteile nicht verlieren.
Dagegen ist ein freundlicher Hinweis auf den Angebotsseiten eher harmlos, aber eBay ein Dorn im Auge.

Bis heute habe ich noch nicht gehört, dass entsprechende Hinweise auch bei uns eingeblendet werden, aber ich könnte mir vorstellen, dass das in Zukunft auch in Deutschland eingeführt wird.

Eine Verlinkung zu den eigenen eBay-Produkten kann für Onlineshops durchaus sinnvoll sein.

Viele - auch viele der großen Platinseller - sind zwar bei eBay relativ bekannt und ihre Galeriebilder und Artikelbeschreibungen haben einen gewissen Wiedererkennungseffekt, aber "draußen" in der weiten Webwelt sind sie nahezu unbekannt.
Ein Top eBay-Bewertungsprofil kann ohne weiteres den Kaufimpuls auch im Onlineshop geben.
Ich habe mir gerade einige Onlineshops der größten deutschen Verkäufer angesehen und folgendes ist mir dabei aufgefallen:

Bei einem der größten deutschen eBay-Verkäufer hätte ich es nicht geschafft spontan im Onlineshop zu bestellen - dieser Shop ist vorsintflutlich und hat keinerlei Ähnlichkeit mit den eBay Angeboten dieses Sellers.
Wer sich in diesen Shop verirrt und den Seller nicht kennt bzw. nicht erkennt, dass er bei diesem Verkäufer bereits einige Male bei eBay & Amazon eingekauft hat und sicher zufrieden war, der verlässt den Shop ganz schnell wieder.
Auf der Startseite dieses Onlineshops liest man zwar, dass der Verkäufer über 600.000 eBay Bewertungen hat ( das stimmt auch), eine Verlinkung zu eBay gibt es jedoch nicht.
Würde ich den Shopbetreiber nicht von eBay kennen, hätte ich Zweifel an der Aussage, dass hinter diesem Shop ein professioneller Verkäufer mit mehr als 600.000 positiven Bewertungen steckt.
Schreiben kann man schließlich alles. ( Wie gesagt - in dem Fall stimmt es, auch wenn man es kaum glauben mag, wenn man nur den Onlineshop betrachtet)
Eine Verlinkung zu eBay wäre in diesem Fall also hilfreich, schon um Vertrauen zu schaffen.
Vertrauen, das dieser Onlineshop nicht zu vermitteln vermag.

Bei einigen der Top-Verkäufer ( alle weit mehr als 100.000 Bewertungen) habe ich gar keine Erwähnung von eBay gefunden.
Wenn der Onlineshop einen sehr guten Traffic hat, mag das auch Sinn machen, weil viele eBay-Verkäufer ihre Produkte außerhalb von eBay in ihren Shops teurer anbieten.
Insofern wollen sie eBay Käufer und Onlineshop-Käufer gar nicht mischen.
Die Shops, die ich mir angesehen habe, haben aber keinen nennenswerten Traffic und vermutlich liegen die Umsätze sehr deutlich unter den eBay-Umsätzen- insofern kann es nicht schaden eine Verlinkung zum eigenen eBay-Account einzubauen und das positive und aussagekräftige Bewertungsprofil herauszustellen.
Das schafft Vertrauen bei den Käufern.

Ein Shop eines Platinseller der obersten Liga hat mich ganz in Erstaunen versetzt:
Zunächst hat der Onlineshop einen anderen Namen als der ( bekannte) eBay Account, ist aber fast ähnlich ( fast!) mit dem eBay-Shopnamen, den vermutlich kaum ein Kunde kennt. ( Die Kunden merken sich den eBay Account Namen, nicht den eBay Shop-Namen, daher sind diese beiden Namen idealerweise identisch).
Nun kommt also mit dem Webshop der 3.Name ins Spiel, der sich von der Schreibweise vom eBay-Shopnamen unterscheidet.
Auch dieser Verkäufer verweist in seinem Onlineshop auf die eindrucksvolle Anzahl an eBay-Bewertungen.
Dieser Hinweis ist auch verlinkt, allerdings Shopintern und hier kommt dann der 4. Name ins Spiel, nämlich der offizielle Firmenname, den man bei eBay allerdings nicht findet. ( Weil der eBay Account & Shop jeweils andere Namen haben).
Der Shop unterscheidet sich im Design zudem vollkommen von dem eBay-Shop, insofern wird ein Kunde, der in den Onlineshop kommt und die verwirrenden Verflechtungen nicht kennt, den ( sehr zuverlässigen) eBay Händler nicht erkennen und eher stutzig werden, wenn er bei eBay nach dem Account sucht und ihn nicht findet.
Dieser Onlineshop hat einiges an Traffic, könnte vielleicht sogar auf die Erwähnung des eBay Bewertungsprofils verzichten- wenn er es aber erwähnt, dann besser richtig und nachvollziehbar.

Bei einigen Platinsellern habe ich in ihren Onlineshops eine Verlinkung zum eBay-Bewertungsprofil gefunden.

Und hier kommt dann mein Tipp:
Wenn Sie schon zu eBay verlinken ( und es gibt gute Gründe für viele Shopbetreiber es zu tun), dann sollten Sie das eBay Partnerprogramm nutzen und sich als eBay Affiliate anmelden.
So verdienen Sie an dem Traffic, den Sie eBay schicken, mit und können einen Teil Ihrer eBay Gebühren refinanzieren.
Das eBay Partnerprogramm bezahlt die Affiliates nach dem "Quality Click Pricing" Modell.
Je hochwertiger der Traffic ist, den sie zu eBay schicken, desto höher ist Ihre Vergütung.
Um Ihre eigenen eBay-Angebote in Ihrem Onlineshop zu integrieren, stellt eBay Ihnen verschiedene Tools zur Verfügung, die unkompliziert und intuitiv zu benutzen sind.

Einige Top-Verkäufer haben gar keinen eigenen Onlineshop.
Auch für diese Verkäufer ist es eine Überlegung wert, eine Seite ins Netz zu stellen, die zusätzlich Traffic in den eBay-Shop bringt und nebenbei Geld durch das eBay-Partnerprogramm verdient. Es muss nicht unbedingt ein Shop es kann z.B. auch ein Blog sein.

Hier wäre ein schönes Beispiel für die Verknüpfung der Webseite mit dem eBay Partnerprogramm - leider eine amerikanische Seite, aber in Deutschland habe ich keine Seite gefunden, die ich gerne empfehlen würde:
www.fashionphile.com und hier die eBay Verknüpfung.
So könnte ein Onlineshop mit eBay-Verlinkung aussehen.



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