Immer wieder beklagen sich Käufer über PayPal.
Oft auch unberechtigt, wie z.B. in einer aktuellen PayPal Geschichte, die der Guardian veröffentlicht hat.

Was ist passiert?
Ein Verkäufer hatte einen Fernseher & Blu-Ray Player bei eBay für £750 verkauft.
Der Käufer wollte den Fernseher gerne abholen und hatte bereits per PayPal bezahlt.
Der Verkäufer händigte den Fernseher aus und musste kurz danach feststellen, dass der Betrag zurückgebucht worden war.
PayPal Begründung: Das Konto des Käufers war gehackt worden und die Zahlung wurde unrechtmäßig ausgeführt. Der Käufer, der den Fernseher abgeholt hatte, war also nicht der rechtmäßige Inhaber des PayPal Kontos.
Das Ende der Geschichte. Geld weg, Fernseher weg!

Für den Verkäufer eine bittere Erfahrung, die er sich hätte sparen können, wenn er die PayPal AGB aufmerksam studiert hätte:

In Punkt 2 der PayPal Verkäuferschutzrichtlinie steht klar und deutlich:

Folgende Artikel sind nicht ( vom Verkäuferschutz) abgedeckt:
....
2. Artikel, die nicht versendet werden, z.B. Fahrzeuge, einschließlich Autos, Motorräder, Boote und Flugzeuge sowie Artikel bei Selbstabholung durch den Käufer

( In UK ist die Formulierung eine etwas andere, aber im Ergebnis bleibt es dabei, dass der Verkäufer den Artikel nicht hätte persönlich aushändigen dürfen.)

Denken Sie immer daran und lassen Sie Selbstabholer nicht per PayPal zahlen!

Lothar Matthäus füllt im Moment auf mehreren Ebenen das Sommerloch in den Medien.
Nun steht er auch noch im Verdacht als Schwarzhändler für WM Tickets bei eBay aktiv geworden zu sein.
Wie verschiedene Medien heute berichten, soll er während der WM in Südafrika Tickets des Fernsehsender Al Jazeera unter der Hand über eBay verkauft haben.

Angeblich wollte ein Spielerberater für Freunde vier Karten für das Finale zwischen Spanien und Holland erstehen und erhielt bei eBay für 5000,00 Euro den Zuschlag.

Dann wird es etwas kompliziert:
Erst sollte der Käufer vorab überweisen, dann einigte man sich auf eine persönliche Übergabe der Tickets.
Allerdings seien dem Käufer nur zwei der vier ersteigerten Tickets sicher gewesen, über die beiden anderen hätte man vor Ort noch einmal nachverhandeln müssen.
Aufgedruckt war ein Preis von 600 Dollar, Matthäus verlangte dann jedoch für die ersten beiden Tickets 2500,00 Euro ( also die Hälfte des Endpreises bei eBay für die angebotenen vier Tickets) und für die anderen beiden wollte er noch einmal 4000,00 Euro - obwohl der Zuschlagspreis bei eBay bei 5000,00 Euro für alle vier Tickets lag.
Vermutlich war das auch der Grund, warum die Sache nun an die Öffentlichkeit kam.
Wer solche Deals macht und damit gegen alle Regeln und die guten Sitten verstößt und dann auch noch im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht, muss einfach damit rechnen, dass die Sache auffliegt.

Lothar Matthäus hat eingeräumt nichts an dem Deal verdient zu haben- er hätte die Transaktion für einen Freund abgewickelt, dennoch hat der Ticket-Handel möglicherweise ein juristisches Nachspiel für ihn.
Der Weiterverkauf von Tickets ohne Genehmigung der Fifa kann mit Geldstrafen von umgerechnet bis zu 20.000 Euro oder Gefängnis bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Ein 23-jähriger aus Koblenz wird sicher bei eBay nie wieder Faxen mit einem Käufer machen.
Er hatte bei eBay für 126,30 Euro ein Mischpult verkauft und es dem Käufer nicht zugeschickt.
Der betrogene Käufer sah dunkelrot, setzte sich ins Auto,fuhr 370 Kilometer nach Koblenz, überfiel den Betrüger, bedrohte ihn mit einem Schreckschussrevolver und zwang ihn mit ihm zur Bank zu fahren, in der Hoffnung so wieder an sein Geld zu kommen.
Der Betrüger hatte jedoch nur noch 85 Euro auf dem Konto, glücklicherweise hatte sich der betrogene Käufer offensichtlich etwas beruhigt und brachte den Betrüger trotz der fehlenden Euros unversehrt zurück in seine Wohnung.
Der Betrüger wurde vor Gericht nun wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt, der ausgerastete Käufer bekam wegen erpresserischen Menschenraubs eine Bewährungsstrafe von 16 Monaten.
Da haben sich ja die Richtigen getroffen...!

Via: Rhein-Zeitung

Auch die Stiftung Warentest setzt sich mit dem Urteil von St.Pölten auseinander.
Das Landesgericht St. Pölten hatte eBay dazu verurteilt, einem eBay Käufer wegen grob fahrlässiger Verletzung der Sorgfaltspflicht einen Schadenersatz in Höhe von 16.463 Euro zu zahlen.

Stiftung Warentest sieht nach dem Urteil jedoch keine Prozesslawine auf eBay zukommen.

Wann haben eBay-Opfer Recht auf Entschädigung?
Nur wenn die Versäumnisse von Ebay minutiös dokumentiert sind, besteht nach Ansicht von Stiftung Warentest überhaupt Aussicht auf Erfolg einer Klage gegen eBay bei ähnlich gelagerten Fällen.
So scheiterte ein weiteres Opfer der ML-Agentur aus Niedersachsen mit seiner Schadenersatzklage gegen Ebay beim Landgericht Aurich.
Der Anwalt hatte zwar Foreneinträge mit Warnungen vor ML-Agentur präsentiert, aber Burkhard Müller war nicht als Zeuge aufgetreten.
Und Burkhard Müller ( bubu.m ), war in St.Pölten als einziger in der Lage die entscheidenden Beweise vorzulegen. Ohne ihn als Zeugen hätte wohl auch der Kläger von St.Pölten keinen Erfolg gehabt.
Der Richter war eBay offensichtlich auch nicht wohl gesonnen.
Seine Notizen " Die Aussage der Zeugin erschöpft sich in mehr oder weniger unbestimmten Formulierungen und Floskeln" und die zusammenfassende Feststellung: "Die Darstellung der Zeugin zur internen Kommunikation bei Ebay erinnere an die Trägheit sowjetischer Beamtenapparate" lassen daran wenig Zweifel.

70 rumänische eBay-Betrüger, die insgesamt ca. 800 eBaykunden betrogen haben und damit einen Schaden von fast einer Million Euro verursacht haben sollen, wurden jetzt in Rumänien verhaftet.
Die 70 Personen werden beschuldigt weltweit bei eBay Luxusgüter verkauft zu haben, die sie gar nicht hatten.
Über Phishing-Mails hatten sie sich Zugriff zu Konten ahnungsloser eBay-Verkäufer beschafft und dann über diese Accounts ihre fiktiven Artikel angeboten.
Bei der Operation "Tal der Könige" wurden mehrere hundert Polizisten in verschiedenen Städten des Landes eingesetzt, um 101 Durchsuchungsbefehle auszuführen.
Verhaftungen gab es auch in Tschechien und in den USA.
Auf Youtube gibt es sogar ein Polizeivideo einer Hausdurchsuchung.

SEO Powered by Platinum SEO from Techblissonline