Alibaby steht in den USA kurz vor dem Launch eines eBay-ähnlichen Marktplatzes und damit bekommen eBay und auch Amazon das erste Mal eine wirklich ernstzunehmende Konkurrenz.
Wie Ina Steiner von ecommercebytes berichtet, steht der Launch des neuen Alibaba Ablegers 11Main.com kurz bevor.
Im letztem Jahr hat Alibaba damit begonnen, handverlesene eBay-Verkäufer einzuladen, an der Pre-Launch Phase teilzunehmen.
Die ersten Infos, die jetzt durchsickern, dürften viele Verkäuferherzen höher schlagen lassen:
Beim Verkauf von Büchern, DVDs und Musik sollen gar keine Provisionen anfallen, auf alle anderen Angebote werden nur 3,5% Provision fällig, höchstens jedoch 50 US-Dollar.
Die Verkäufer werden angehalten, die niedrigen Provisionssätze bei der Preisgestaltung zu berücksichtigen und ihre Artikel bei 11Main günstiger anzubieten.
Die Einstellgebühren in Höhe von 5 US-Cent sollen entfallen, wenn der Verkäufer ein professionelles Angebotstool nutzt.
Alibaba hatte 2010 Vendio und Auctiva, zwei eBay Service Anbieter gekauft und sich damit Zugang zu den Daten von aktiven eBay und Amazon Verkäufern verschafft.
Die ersten Verkäufer, die an der Pre-Launch Phase teilnehmen, berichten bereits, dass das Einstellen sehr einfach ist. Nutzer von Auctiva können den gesamten eBay-Artikelbestand zu 11Main importieren.
Wie Ina Steiner berichtet, liegt ihr ein Screenshot vor, der die Kategorien anzeigt, die zum Start dabei sind:
Bekleidung, Wohnen, Schmuck, Baby, Sammlerartikel, Technik, Sport, Spielzeug und Unterhaltung.
Reuters hat erst in der letzten Woche berichtet, dass Alibaba mehr als 80% des chinesisches Online-Shopping Marktes kontrolliert. Im November 2013 hat Alibaba mit einem Umsatz von 4,3 Milliarden Euro, der innerhalb von 24 Stunden generiert wurde, einen Weltrekord eingefahren.
Es besteht kein Zweifel daran, dass Alibaba sowohl das Geld, als auch die Zeit, die Erfahrung und die Vernetzung mitbringt, um für eBay und Amazon eine ernstzunehmende Konkurrenz zu werden.

Bei Alibaba, der weltweit führenden chinesischen B2B Online-Handelsplattform ist heute eine Betrugsserie gewaltigen Ausmaßes öffentlich geworden:
Über 2300 chinesische Händler haben ihre Kunden in den letzten beiden Jahren systematisch betrogen, darunter auch einige als besonders vertrauenswürdig geltende "Gold Supplier".
Nach ersten Medlungen sind 1219 der erst 2009 eingetretenen Gold Supplier in Betrügereien verwickelt.
Besonders tragisch: Unterstützung fanden die Betrüger bei mehr als 100 Mitarbeitern, die die Machenschaften bewusst oder auch durch Nachlässigkeit gedeckt haben.
Die Masche: Beliebte Elektronikartikel wurden in kleinen Stückzahlen zu attraktiven Preisen angeboten und nicht ausgeliefert. Der durchschnittliche Bestellwert lag bei 1200 Dollar.

Alibaba hatte im letzten Jahr angekündigt, einen Fonds aufzulegen, der Betrugsopfer entschädigt.
Hier hatte ich darüber berichtet:
Alibaba zahlt rückwirkend Entschädigung für betrogene Käufer
und es gibt auch eine schwarze Liste “auffälliger” Großhändler.
Wie eine Alibaba Sprecherin gegenüber der Londoner Zeitung "Guardian" bestätigte, sind betrogenen Käufern bisher 1,7 Mio. Dollar (ca. 1,2 Mio. Euro) erstattet worden.

Der Firmenchef David Wei und der für das Tagesgeschäft zuständige Elvis Lee haben bereits die Konsequenzen gezogen und sind zurückgetreten.
Die Führung bei Alibaba übernimmt jetzt Jonathan Lu, der bisher ein weiteres Alibaba Unternehmen Taobao leitete.
Firmengründer Jack Ma beteuerte heute, Vorkehrungen treffen zu wollen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

AliPay, ein Tochterunternehmen von Alibaba, ist weltweit zur Nummer 1 der Online-Bezahldienste aufgestiegen und löst damit PayPal ab.
Täglich werden bei AliPay mehr als sieben Mio. Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 302 Mio. Dollar abgewickelt.
Derzeit sind 500 Millionen Mitglieder registriert, zum Großteil Chinesen. ( zum Vergleich: PayPal verfügt weltweit über 224 Mio. Kundenkonten).
2011 will Alipay seine Expansion auf dem globalen Markt vorantreiben und vor allem die USA ins Visier nehmen.

Wieder schleicht sich Alibaba, der chinesische Riese, wieder ein Stück näher an eBay heran.
Schon im Juni hatte Alibaba mit Vendio einen eBay Service Anbieter gekauft und sich damit Zugang zu den Daten von 80.000 aktiven eBay und Amazon Verkäufern verschafft.
Ich hatte hier darüber berichtet:
Alibaba kauft Vendio
Nun hat Alibaba erneut zugeschlagen und den kalifornischen eBay Service Anbieter Auctiva eingekauft.
Das Geschäftsmodell Auctivas ähnelt dem von Vendio - nur ist Auctivia größer als Vendio.

Alibaba will mit diesem Kauf die Marktposition in USA weiter stärken.
Für dieses Ziel hat Alibaba ein Budget von 100 Mio US Dollar für gezielte Werbemaßnahmen,Übernahmen oder Beteiligungen eingeplant.
Über die finanziellen Details der Auctiva Übernahme wurde bisher nichts bekannt.
David Wei, CEO von Alibaba.com, teilte jedoch mit, dass auch nach dieser Übernahme "noch mehr als genug übrig sei, um die Wachstumsziele in den USA weiter zu unterstützen."

Hier könnte es noch einige Überraschungen geben!

Zu Meg Whitmans Zeiten waren eBay und Alibaba schärfste Konkurrenten in China.
Nach damaliger eBay Einschätzung würde derjenige, der China gewinnt, die Welt gewinnen.
Gewonnen hat Alibaba.
Zunächst in China.
Die erste Annäherung, die viele in Erstaunen versetzt hat, war die PayPal Integration bei AliExpress.

Nun nähern sich die beiden Kolosse noch weiter an:
John Donahoe wird auf der Alibaba Netrepreneur Konferenz in Hangzhou am 10. September 2010, neben Arnold Schwarzenegger in seiner Funktion als Gouverneur von Kalifornien, die Keynote halten und den Teilnehmer seine Sicht des globalen e-Commerce der Zukunft verraten.


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