Stiftung Warentest testet soziale Netzwerke

//Stiftung Warentest testet soziale Netzwerke

Stiftung Warentest testet soziale Netzwerke

Fast jeder, der im Netz unterwegs ist, ist auch bei mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet.
Manche nutzen die Netzwerke regelmäßig, andere sporadisch.
Fakt ist, dass die Macht der Netzwerke immer mehr zunimmt.
So hat Facebook in den USA in der vergangenen Woche erstmalig mehr Besucher als die Startseite von Google gehabt.
Vergleicht man die zweite Märzwoche 2009 / 2010 hat Facebook bei den Visits um 185 Prozent wachsen können.
In Deutschland ist es noch nicht ganz so weit, aber der Trend ist eindeutig erkennbar.

Erstmalig im Test: Soziale Netzwerke

In der April Ausgabe von Stiftung Warentest können wir schwarz auf weiß lesen, was viele befürchtet haben:

Der Datenschutz sozialer Netzwerke bekommt das zweifelhafte Prädikat: Mangelhaft!

Als offiziell authorisierte Hacker waren die Tester von Stiftung Warentest auf sechs Plattformen - bei Xing, Lokalisten, wer-kennt-wen.de, Stayfriends, studiVZ und schülerVZ - unterwegs.
Facebook, Myspace und LinkedIn haben die Erlaubnis zum Hacker-Angriff nicht erteilt und wurden wegen mangelnder Transparenz abgewertet.
Die besten Bewertungen bekamen SchülerVZ (Note 2,6) und StudiVZ (Note 2,2).

Die größten Probleme, die Stiftung Warentest aufdeckte:

  • schlechter Passwortschutz
  • ungeschützter Zugang für mobile Endgeräte wie Handys
  • Mängel beim Datenschutz - vor allem bei den amerikanischen Netzwerken wie Facebook, Myspace und LinkedIn bei gleichzeitiger Genehmigung weitreichender Rechte bei der Weitergabe von Daten an Dritte
  • Verbraucherfeindliche AGB Klauseln
  • Unzureichender Jugendschutz

Stiftung Warentest rät den Nutzern sozialer Netzwerke dazu selbst aktiv zu werden und die Angabe persönlicher Daten auf das unbedingt Nötige beschränken und sein Profil nur für vertraute Personen sichtbar machen.
Wenn möglich sollte man sich unter einem Pseudonym anmelden und Berufliches und Privates strikt trennen.

Hier der Link zur tabellarischen Übersicht der Testergebnisse.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt:

Daten:
Halten Sie sich zurück bei der Angabe persönlicher Informationen.

Bedingungen:
Erkundigen Sie sich über die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Netzwerks und die Bestimmungen zum Datenschutz.

Freunde:
Seien Sie wählerisch bei Kontaktanfragen - Kriminelle „sammeln“ Freunde, um Personen zu schaden.

Passwort:
Verwenden Sie für jede Internetanwendung ein unterschiedliches und sicheres Passwort.

Arbeitgeber:
Geben Sie keine vertraulichen Informationen über Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis.

Links:
Klicken Sie nicht wahllos auf Links - soziale Netzwerke werden verstärkt für Phishing genutzt.

Rechte:
Prüfen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern an den von Ihnen eingestellten Bildern, Texten und Informationen einräumen.

Misstrauen:
Bei „zweifelhaften“ Anfragen sollten Sie sich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit erkundigen.

Aufklärung:
Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Gefahren, die bei der Nutzung sozialer Netze bestehen. Helfen Sie bei der Profileinstellung.

Von | 2010-05-02T01:58:24+00:00 März 26th, 2010|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Stiftung Warentest testet soziale Netzwerke
SEO Powered by Platinum SEO from Techblissonline
%d Bloggern gefällt das: