Im Blog von Channeladvisor lese ich gerade eine Story, die nachdenklich macht:
Auf dem Cover der Septemberausgabe des Internet Retailer Magazines verkündet Neel Grover, der CEO von Buy.com, lächelnd den Angriff auf eBay und Amazon, während er dabei Schach spielt.
Darüber wurde im Netz nicht großartig diskutiert.

Nun ist Channeladvisor sowohl eBay als auch Amazon sehr nah und hat auch sofort festgestellt, dass es seit gestern nicht ein einziges Angebot mehr von buy.com bei Amazon.com gibt.
Auch Channeladvisor kann im Moment nur spekulieren:
Wer hat die Entscheidung getroffen, die buy.com Angebote zu beenden? Jeff Bezos höchspersönlich?
Unter dem Motto: Warum sollten wir jemanden auf unserer Seite verkaufen lassen, wenn er mit uns in den Wettbewerb treten will?
Bei eBay ist buy.com nach wie vor aktiv und ist bei eBay.com mit mehr als 1 Million Listings der zweitgrößte Anbieter.


Buy.com wurde im Mai von Rakuten, Japans führendes Internetunternehmen, übernommen.
Zusammen bilden die beiden Unternehmen einen der weltweit größten Online-Einzelhandelsmärkte.
Im Juni 2010 hat Rakuten PriceMinister.com, die französiche Abwandlung von eBay, gekauft.
Buy.com ist also vermutlich ein Gegner, den man nicht unterschätzen sollte und falls es wirklich die Entscheidung Amazons war, die Buy.com Angebote zu beenden, dann hat das sicher einen guten Grund.

Update:
Wie Channeladvisor berichtet hat buy.com die Amazon Angebote selbst gelöscht.
Die Entscheidung ging also nicht von Amazon aus!
Nichtsdestotrotz wird es spannend bleiben, ob und wenn ja welche Überraschungen Rakuten/ Buy.com in Zukunft noch bereithalten.