Das Brandenburgische Oberlandesgericht hat entschieden, dass Ebay bei Verstößen gegen Ebay-Vorgaben die Konten gewerblicher Verkäufer sperren darf. Das Urteil vom 17. Juni 2009 ist nun rechtskräftig.
Im vorliegenden Fall hatte ein gewerblicher Verkäufer Eigengebote auf seine eingestellten Artikel abgegeben um den Preis in die Höhe zu treiben.
eBay hatte daraufhin alle Mitgliedskonten des betreffenden Händlers gesperrt und das Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung gekündigt.
Der Antrag des Händlers auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zur Freischaltung seiner Konten blieb vor dem Landgericht Potsdam ohne Erfolg.
Auch das Argument, ein Mitarbeiter sei für die Manipulationen verantwortlich, ließ das Gericht nicht gelten. Ein gewerblicher Verkäufer könne sich nicht darauf berufen, dass ein Mitarbeiter unbefugt und ohne seine Kenntnis gehandelt habe.


Auch bei Privatverkäufern greift eBay hart durch und weist darauf hin, dass eBay über Mittel und Wege verfügt herauszufinden, ob ein Anbieter über ein Zweitprofil oder einen Strohmann die Gebote künstlich nach oben treibt.
Alle Mitglieder, die sich des sogenannten " Shill-Biddings" schuldig machen müssen mit einem Ausschluß von der eBay-Plattform rechnen.