Laut 10.4 der PayPal AGB ist es PayPal gestattet, sogenannte " Reserven" zu bilden und den Zugriff des Verkäufers auf sein Konto einzuschränken.
Der Punkt ist nicht neu und gab auch in der Vergangenheit viel Anlaß zu Unmut, wenn Verkäufer-Konten " eingefroren" wurden.
Scot Wingo, der CEO von Channeladvisor, beobachtet nun aber in 2010 einen starken Anstieg der " Reservebildung" und schreibt in seinem Blog dazu.
Fällt Ihr PayPal Account bei PayPal auf, z.B. durch eine deutliche Zunahme der Verkäufe innerhalb einer bestimmten Zeit, kann es passieren, dass PayPal von Ihnen umfangreiche Nachweise über Ihre Geschäftstätigkeit fordert.
Dazu können laut Scot Wingo die Offenlegung der Finanzdaten der letzten 3-5 Jahre, Details zu den Lagerbeständen und zur Kassenhaltung, aber auch die Nennung der Lieferanten! gehören.
Nach der " Risikoeinschätzung" wird dann Ihre Reserve berechnet, die unter Umständen bis zu 20 % des Geldeingangs betragen kann. Die durchschnittliche Reserve beträgt im Moment offensichtlich 5%.
Eine Reserve kann bis zu 180 Tage " eingefroren" bleiben.
Ich möchte jetzt keine Panik verbreiten- 20 % sind sehr hoch und nicht die Norm.
Bei den meisten Verkäufern dürfte die Reserve deutlich niedriger sein, aber jeder Verkäufer sollte sich Gedanken über ein " Was-wäre-wenn-Szenario" machen und einen Alternativplan bereitlegen.