Preisvergleiche stellen eine beliebte Verkaufsförderungsmaßnahme dar. Indem das eigene Angebot als besonders günstig dargestellt wird, soll der Verbraucher zum Kauf angeregt werden. Allerdings besteht hier auch ein erhebliches Irreführungspotential und bei Verstößen gegen das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) drohen Abmahnungen. Madeleine Pilous, Legal Consultant bei Trusted Shops, erläutert die fünf größten Stolpersteine bei der Werbung mit Preisvergleichen.

1. Werbung mit „Statt“-Preisen
Viele Onlinehändler heben preisliche Vorteile hervor, indem Sie ihrem günstigen Preis einen anderen, höheren Preis gegenüberstellen („70 EUR statt 100 EUR“). Dies kann auch geschehen, indem der höhere Preis neben dem niedrigen durchgestrichen wird, um so den gewährten Preisnachlass zu verdeutlichen (Streichpreise). Solche Preisgegenüberstellungen sind grundsätzlich zulässig, solange sie nicht irreführen.

Der BGH hat hierzu entschieden (Urteil v. 17.03.2011, I ZR 81/09 – Original Kanchipur), dass der durchgestrichene Preis dem Verbraucher zu erklären ist, da dieser sonst nicht wisse, worauf sich der dieser höhere Preis beziehe. Im Falle der Werbung mit einem Einführungspreis kämen sonst neben dem Preis nach Beendigung der Verkaufsaktion auch der Preis des Produktes auf anderen Märkten oder der Preis für Ware vergleichbarer Qualität in Betracht. Das bedeutet: Bei Preisvergleichen darf der Vergleichsmaßstab also nicht unklar bleiben. In der Praxis wird es sich bei Streichpreisen häufig um den zuvor vom Händler geforderten Preis oder die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP) handeln.

2. Zuvor geforderter Preis
Wird bei dem Preisvergleich auf die eigenen, zuvor geforderten Preise Bezug genommen, ist dies in der Werbung zu verdeutlichen. Hierfür genügt im Allgemeinen ein Begriff wie „früher“. Teilweise wird in Literatur und Rechtsprechung vertreten, dass die Verwendung eines gegenübergestellten „Statt“-Preises genüge, um klarzustellen, dass auf einen früheren Preis des Werbenden Bezug genommen wird (so OLG Düsseldorf zu „Statt 49,95 EUR Nur 19,95 EUR“). Wer allerdings auf der sicheren Seite sein will, sollte durch einen entsprechenden Zusatz jede Irreführungsgefahr ausräumen.

3. Keine Mondpreise verwenden
Nach § 5 Abs. 4 UWG wird vermutet, dass es irreführend ist, mit der Herabsetzung eines Preises zu werben, sofern der Preis nur für eine unangemessen kurze Zeit gefordert worden ist. Ist streitig, ob und in welchem Zeitraum der Preis gefordert worden ist, so trifft die Beweislast denjenigen, der mit der Preisherabsetzung geworben hat. Die Frage, wie kurz eine „unangemessen kurze Zeit“ ist, kann nicht pauschal beantwortet werden und ist etwa von der Warenart und der Marktsituation abhängig. Bei dem Verkauf von Markenspirituosen im Einzelhandel seien z.B. zwei Monate ausreichend. Ein Preis sollte also nicht nur deshalb erhöht werden, um im direkten Anschluss mit höheren Rabatten werben zu können.

4. Werbung mit der UVP
Eine weitere Möglichkeit, den eigenen Preis hervorzuheben, bietet die UVP. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Unverbindlichkeit der Preisempfehlung nicht verschleiert werden darf. Im Rahmen der Preisgegenüberstellung ist die unverbindliche Preisempfehlung daher als solche zu bezeichnen, wobei die Abkürzung „UVP“ ebenfalls zulässig ist. Auch die Bezeichnungen „empfohlener Verkaufspreis” oder „empfohlener Verkaufspreis des Herstellers” wertete der BGH als zulässig (BGH, Urteil v. 7.12.2006, I ZR 271/03 – UVP).

Wird auf die UVP Bezug genommen, ist darauf zu achten, dass diese auch aktuell ist. Ist die UVP zum Zeitpunkt der Werbung nicht mehr gültig, weil sie keinen Bestand mehr hat und der Werbende auf diesen Umstand nicht hinweist, ist dies irreführend (BGH, Urteil v. 29.1.2004, I ZR 132/01 – Fortfall einer Herstellerpreisempfehlung). Die Werbung mit einer nicht mehr aktuellen Herstellerpreisempfehlung kann allerdings dann zulässig sein, wenn auf diesen Umstand hingewiesen wird (z.B. durch die Bezeichnung „ehemalige UVP“), da dies ebenfalls eine Orientierungshilfe für den Verbraucher darstellt (BGH, Urteil v. 15.09.1999, I ZR 131/97 – Ehemalige Herstellerpreisempfehlung). Etwas anderes kann allerdings dann gelten, wenn die Preisempfehlung so lang zurückliegt, dass sie für den Verbraucher keine Rückschlüsse mehr erlaubt.

5. Weitere Preisgegenüberstellungen
Mehrdeutige Angaben wie z.B. „Normalpreis“ oder „Katalogpreis“ sollten erläutert werden, um einen klaren Vergleichsmaßstab für den Verbraucher zu schaffen. Auch Vergleiche mit Preisen der Konkurrenz sind zwar grundsätzlich zulässig, müssen aber wahr und vollständig sein. Insbesondere sollten sich die Preisvergleiche hier nur auf identische Produkte beziehen.

Auch wenn kein direkter Preisvergleich stattfindet, ist auf die genaue Formulierung zu achten. Der Hinweis „Jetzt nur je 5 EUR“ wird von den angesprochenen Verkehrskreisen als Hinweis auf eine Preisherabsetzung aufgefasst, sodass dann auch eine solche stattgefunden haben muss (BGH, Urt. v. 15.12.1999, I ZR 159/97 – Preisknaller).

Abschließender Tipp:
Preisgegenüberstellungen bieten großes Werbepotential, allerdings sollte hier stets auf die genaue Ausgestaltung geachtet werden. Ist sie irreführend, besteht Abmahngefahr. Insbesondere ist darauf zu achten, dass für Verbraucher ohne Weiteres erkennbar ist, bei was es sich um den zweiten, höheren Preis handelt. Bei Preisvergleichen mit zuvor geforderten Preisen müssen diese zuvor auch ernsthaft gefordert worden sein. Erfolgt ein Preisvergleich mit der UVP, muss diese auch noch aktuell sein.

Via: Trusted Shops

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Wie eBay am Freitag mitgeteilt hat, werden ab Ende August Angebote, die kostenlos versandt und innerhalb von 3 Werktagen geliefert werden, nicht mehr mit dem "Kostenlos & Schnell"-Logo gekennzeichnet.

Der Grund dafür ist, dass eBay im Herbst ein neues Treueprogramm für Käufer einführt: Angebote mit kostenlosem Versand und Lieferung innerhalb von 1 bis zu maximal 2 Werktagen, welche auch die weiteren Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllen, werden dann durch ein neues Logo hervorgehoben.

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Die Einführung des Warenkorbes wurde von eBay groß gefeiert und nun wird er bei eBay.com in einigen Kategorien schon wieder abgeschafft.
In der geschlossenen "Erwachsenenkatgorie", die es in Deutschland gar nicht erst gibt, können die Käufer die Einkäufe nicht mehr kombinieren und verlieren so ihre Versandkostenrabatte.
Die Verkäufer müssen für jeden einzelnen Kauf PayPal-Provisionen zahlen und sind auch nicht begeistert.
Probleme sind vorprogrammiert, denn die Käufer möchten natürlich den Versandkostenrabatt erhalten, aber durch die zusätzlichen PayPalgebühren haben die Verkäufer höhere Kosten, die sie einkalkulieren müssen.
Erstatten die Verkäufer die zuviel gezahlten Versandkosten, bleiben sie auf den höheren Paypalgebühren und auf den eBay Gebühren sitzen. Erstatten sie nicht, riskieren sie, Käufer zu verlieren und zusätzlich riskieren sie negative Bewertungen und schlechte DSR.
Das scheint kein Bug zu sein, sondern ist - aus welchem Grund auch immer - tatsächlich so von eBay gewollt.
Eine Ankündigung über diese Änderung gab es im Vorfeld nicht.

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Diese Woche ist die Liste mit den Links und Leseempfehlungen für das Wochenende mal wieder recht lang geworden:

e-Commerce

Eigenmarken: Abheben von der Konkurrenz
Via: Internetworld

Karstadt kapituliert vor dem E-Commerce
Via: Shopbetreiber-Blog

Logistik bleibt das A und O im Online-Handel
Via: Shopbetreiber-Blog

Amazon strukturiert sich um und testet Abholdienst
Via: Internetworld

Organische Suchergebnisse werden wichtiger für Webshops
Via: Internetworld

Amazon - Wenn einem Unternehmen alles egal sein kann
Via: Süddeutsche Zeitung

Amazon unterstützt chinesische Händler bei Internationalisierung
Via: Onlinehändler-News

Intelligente Suche: eBay optimiert Suchergebnisse
Via: Internetworld

Marketing

Facebook löst Google als Traffic-Lieferant ab
Via: Internetworld

Recht

Neue Pflichten des Onlinehändlers auf Grund des novellierten Elektro- und Elektronikgesetzes
Via: IT Recht Kanzlei

9,90 Euro Zuschlag für Kreditkartenzahlung ist zu viel
Via: Shopbetreiber-Blog

Niederländische Behörde droht mit hohen Bußgeldern in Sachen Widerrufsrecht
Via: Shopbetreiber-Blog

TIPP der Woche: Akzeptierte Zahlungsmittel und Gebühren: Was ist zulässig?
Via: Trusted Shops

Vollständige Widerrufsbelehrung in Printwerbung erforderlich
Via: Shopbetreiber-Blog

Wettbewerbsrecht: Irreführende Werbung durch Produktbilder
Via: Internetworld

Ebay Rechnungskauf: Rechtstexte in vielen Shops noch nicht aktuell
Via: Onlinehändler-News

Schönes Wochenende!

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Am 21. August startet eBay Kleinanzeigen eine neue TV-Kampagne, die das umfassende Angebot auf Deutschlands reichweitenstärkstem Kleinanzeigenportal und dessen Vorteile für Verkäufer in den Mittelpunkt rückt. Ziel der Kampagne ist es, neue Nutzer für eBay Kleinanzeigen zu gewinnen.

„In den vergangenen sechs Jahren hat sich eBay Kleinanzeigen zum Synonym für den Online-Kleinanzeigenhandel entwickelt: Ein Viertel der deutschen Onliner nutzt das Portal mindestens einmal im Monat (Comscore). Das ist vor allem dem großen Angebot und der Einfachheit geschuldet, mit der man hier kaufen und verkaufen kann“, erklärt Nina Falk, Head of Marketing bei eBay Kleinanzeigen. „Schließlich können Verkäufer bei uns die unterschiedlichsten Dinge ohne Verkaufsprovision oder Zwischenhändler verkaufen und ihnen damit eine zweite Chance geben. Das ist nachhaltig, schont den Geldbeutel der Käufer und nützt natürlich auch den Verkäufern.“

Während eBay Kleinanzeigen zuletzt mit Protagonist Ben für seine Immobilienkategorie warb, präsentiert nun ein Duo die Vorteile des Kleinanzeigenmarkts. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen zwei 20-Sekünder, die von der für ihren unkonventionellen Stil bekannten Berliner Werbeagentur DOJO kreiert wurden. „In jedem Produkt steckt das Potential, etwas aus ihm machen und damit Geld verdienen zu können – selbst in einer alten Waschmaschine. Von den teils abenteuerlichen Geschäftsideen, die manchen dabei in den Sinn kommen, wollten wir zusammen mit eBay Kleinanzeigen erzählen und dabei deutlich machen, dass es auch viel einfacher geht“, stellt DOJO-Kreativgeschäftsführer Joachim Bosse klar.

Die Spots, die von e+p films realisiert wurden, lassen tief blicken – und zwar in die rege Phantasie der Protagonisten. Denn diese inszeniert Regisseur Hans Knaapen äußerst anschaulich: Strippende Kleiderschränke schwingen das Tanzbein und Waschmaschinen helfen im Zweikampf dabei, die Haushaltskasse ihrer Besitzer aufzubessern. Tatsächlich geht es aber um die Frage nach dem Wohin und dem Wie – wohin mit nicht mehr gebrauchten Alltagsgegenständen? Und wie lassen sie sich zu Geld machen? Das Fazit des Spots: Bei eBay Kleinanzeigen geht das kostenlos, einfach, lokal und außerdem ganz schnell.

Die Spots sind bis zum 4. Oktober in zwei Flights auf verschiedenen privaten Sendern, darunter ProSieben, RTL und Kabel1, zu sehen. Dabei konzentriert sich die Ausstrahlung auf die reichweitenstarken Zeiten am Vorabend und zur Primetime. Zusätzlich werden die Spots in die Video-on-Demand-Angebote von SevenOne Media und IP Deutschland eingebunden. Um die junge Zielgruppe bestmöglich zu erreichen, kommt auch ein umfassendes Targeting zum Einsatz. Ergänzt wird die Online-Präsenz der Spots durch Bannerwerbung und eine Social-Media-Kampagne, die das Thema der Spots aufgreift.

Beide Spots sind bei YouTube verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=gnyWEzx8gHc und https://www.youtube.com/watch?v=vu-Ylhz-59s

Quelle: eBay

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