Für 106,5 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 82 Millionen Euro, ist bei Christie's in New York Picassos Ölgemälde "Nu au plateau de sculpteur" ( Nackte, Grüne Blätter und Büste) versteigert worden.
Der anonyme Telefonbieter bekam nach 9 Minuten bei 95 Millionen Dollar den Zuschlag, mit Aufpreis sind das 106,5 Dollar.
Damit nimmt das Bild den neuen offiziellen Weltrekord als teuerstes Kunstwerk, das jemals bei einer Auktion versteigert wurde, ein.
Erst vor drei Monaten war die lebensgroße Bronzeplastik “L’Homme qui marche I” für umgerechnet 74,2 Millionen Euro bei Sotheby’s versteigert worden und wurde damit zum Rekordhalter.
Diesen Platz nimmt nun Picasso ein.
Picasso hat das 162 mal 130 Zentimeter große Bild 1932 an nur einem Tag gemalt.
Das Bild zeigt Marie-Thérèse Walter, die schlafende Geliebte des Künstlers.
Einige Kunstexperten halten den Preis für gerechtfertigt.
In Zeiten der Wirtschaftskrise würden viele Anleger in Kunst investieren.
Im Angesicht einer Inflation werden Sachwerte wichtiger und gegenüber der klassischen Sachwertanlage Gold sei Kunst nicht so langweilig, würde gesellschaftliches Ansehen garantieren und sei gegenüber der Anlage in Immoblien pflegeleicht.
Vermutlich ist das gar nicht so falsch, wenn auch keine massentaugliche Anlageform.
Banken, Unternehmen, ganze Staaten gehen pleite und werden zerstückelt und verramscht.
Ein Picasso bleibt ein Picasso.