Bei Facebook bin ich gerade über eine Diskussion in der Amazon SEO Gruppe gestolpert, die sich im Kern darum dreht, dass die Chinesen für die neuen Amazon Rezensionsrichtlinien (keine incentivierten Rezensionen mehr) bereits ein neues Schlupfloch gefunden haben: Sie animieren Käufer zum Kauf und zahlen ihnen nach Zusendung des Artikels zunächst 2/3 des Kaufpreises über PayPal (also unsichtbar für Amazon) zurück.
Nach Abgabe der Bewertung gibt es dann das letzte Drittel erstattet, so dass der Käufer den Artikel kostenlos erhalten hat. Bei diesem Vorgehen wird ein verifizierter Kauf vorgegaukelt und die neuen Amazon Rezensionsrichtlinien unterwandert.
Es ist wenig überraschend, dass die ersten Schlupflöcher bereits aktiv genutzt werden, weitere werden folgen.

Amazon Suspendierung - und dann?

Spannend an der Diskussion ist auch das Nebenthema, nämlich wie Chinesen mit einer Amazon Suspendierung umgehen. Kaum suspendiert, wird ein neuer Account eröffnet und der Lagerbestand auf den neuen Account umgebucht, so dass es trotz Suspendierung mit bereits gut gerankten und bewerteten Artikeln nahtlos weitergeht.

eBay kann punkten

In meinen Augen kann eBay hier sehr deutlich punkten, denn bei eBay geht die Artikelhistorie nicht auf einen neuen Account über und auch die Limits, mit denen ein neuer chinesischer Account am Anfang belegt wird, machen dieses Vorgehen schwierig.
Im Oktober 2016 hatte ich in meiner Kolumne im Onlinehändler Magazin geraten, eBay nicht aus den Augen zu verlieren und dieser Tipp gilt nach wie vor.