Der DGB Nordhessen und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. üben Kritik an Amazon.
Seit 2007 hat es bei Amazon keine Lohnerhöhungen mehr gegeben, der Einstiegsstundenlohn liegt bei 8,57 Euro und viele Arbeitslose, die von der Arbeitsagentur geschickt werden, sind gezwungen zu niedrigeren Verdiensten zu arbeiten.
Die Gewerkschaft fordert eine Anpassung an die Tarifverträge im Einzelhandel.
Dort verdienen sogenannte Kommissionierer 11,59 Euro pro Stunde.

Amazon kontert, dass auch ungelernte Arbeitskräfte bei Amazon die Chance auf einen Arbeitsplatz bekommen und sich viele der Saisonarbeiter auf Empfehlung anderer Mitarbeiter bewerben.
Amazon würde die Mitarbeiter nach Leistung bezahlen und biete zudem Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen.
Der von den Gewerkschaften geforderte Mindestlohn gelte für Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung, da aber Amazon nicht nach Abschluss, sondern nach Leistung bezahlt, sei der Einstiegsstundenlohn von 8,57 Euro völlig okay.
Zwei Drittel der benötigten saisonalen Mitarbeiter wurden bereits eingestellt - Amazon hat also keine Schwierigkeiten Mitarbeiter zu rekrutieren.