Kommentar zum kostenlosen Versand in den Medienkategorien

//Kommentar zum kostenlosen Versand in den Medienkategorien

Kommentar zum kostenlosen Versand in den Medienkategorien

Die Ausweitung der Kategorien, in denen der kostenlose Versand Pflicht wird, hatte ich befürchtet und das ist eine Entwicklung, die mich wirklich ärgert.
Zunächst möchte ich als Verkäufer die unternehmerische Freiheit haben selbst zu entscheiden, ob und wenn ja in welcher Höhe ich die Versandkosten ansetze. Letztendlich muss ich mich an marktüblichen Preisen orientieren um wettbewerbsfähig zu bleiben, dennoch möchte ich diese Entscheidungsfreiheit haben.
Als Käufer möchte ich von eBay nicht für so dumm gehalten werden, dass ich Artikelpreis und Versandkosten nicht addieren und dann den für mich attraktivsten Artikel aussuchen kann.
Auch die Argumentation, den Markt dadurch für die Käufer transparenter zu machen schlägt bei mir fehl.
Letztendlich ist es nichts weiter als eine Gebührenerhöhung, die unter dem Deckmäntelchen, dass der Marktplatz Käuferfreundlich werden soll, von eBay vermarket wird.
Unterm Strich kann es für mich als Käufer von Mehrfachangeboten sogar teurer werden- ich hatte hier darüber berichtet.
Versandkosten entstehen nun einmal und müssen in der Kalkulation berücksichtigt werden.
So erhöht sich der Artikelpreis und damit die eBay-Provision.
Im Internet ist es überall üblich Versandkosten zu zahlen - warum also nicht bei eBay und vor allem, warum nicht beruhend auf der individuellen Entscheidung des Verkäufers.
Gerade in den Medienkategorien gibt es Kategorien, in denen der Versand ziemlich teuer werden kann, z.B. bei Sammlungen & Paketen. Da macht sich die Erhöhung der Provision für eBay durch den inkludierten Versandpreis schon bemerkbar.
Schon heute gehen viele Verkäufer in der Medienkategorie " Sammlungen & Pakete " dazu über ausschließlich die Abholung anzubieten.
Hier sind Großstädter natürlich im Vorteil. Wer auf dem platten Land wohnt wird wohl kaum viele Bieter finden, die sich für eine Kiste Bücher auf den Weg machen.
Ich bin kosequent darin keine Artikel in Kategorien einzustellen, in denen der kostenlose Versand Pflicht ist.
In vielen Kategorien hat man ( noch) Alternativen- für die Medienkategorien gilt das nicht.
Würde ich als gewerblicher Anbieter gebrauchte Bücher anbieten, wäre spätestens jetzt für mich der Startschuss für den Wechsel zu Amazon gefallen.
Als privater Anbieter würde ich auch entweder zu Amazon wechseln oder wieder " back to the roots" - nämlich auf den Flohmarkt gehen oder in regionalen Anzeigenblättern die für private Verkäufer meist kostenlosen Anzeigen schalten.

Mit solchen Maßnahmen vergrault eBay sich natürlich nicht nur Verkäufer, sondern auch Käufer, die künftig vielleicht bei eBay nicht mehr fündig werden und dann anfangen vermehrt auf anderen Marktplätzen einzukaufen.
Ich befürchte allerdings, dass das noch nicht die letzten Kategorien gewesen sind, in denen die Pflicht zum kostenlosen Versand eingeführt wird.

Von | 2009-12-27T01:14:32+00:00 August 5th, 2009|Aktuelles|6 Kommentare

6 Kommentare

  1. […] war wie angekündigt konsequent und habe gestern alle in Frage kommenden Artikel gelöscht- wie schon damals als ebay in […]

  2. Marion von Kuczkowski 27/08/2009 um 19:13 Uhr

    @Eva- wenn Verkäufer in den Beschreibungen doch Versandkosten berechnen wird eBay das sicher nicht sehr lange dulden.
    Aber am Anfang wird es chaotisch- da stimme ich zu. Ich habe auch schon einige sehr kreative Ideen von Verkäufern gehört, wie sie gedenken, die Pflicht zu umgehen.
    Ob das dann funktionieren wird steht auf einem anderen Blatt.
    Ich liste die Medienkategorien vollständig aus, aber ich habe zum Glück dort auch kaum Artikel, insofern ist das kein nennenswerter Verlust.

  3. Eva 27/08/2009 um 16:57 Uhr

    Wenn man einen höheren Startpreis ansetzt, dann werden aber auch mehr Gebühren fällig und wenn das keiner haben will…

    Davon abgesehen bedeutet es für die Käufer nun erheblich weniger Transparenz, da viele Anbieter zwar kostenlosen Versand in das Formular eingeben (geht ja nicht anders), in der Beschreibung aber dann die Versandkosten verlangen.

    Vorher konnte man bereits in der Liste mit den Suchergebnissen die Preise vergleichen. Jetzt muss man jedes Angebot einzeln besuchen, sich die Kosten rausschreiben und dann vergleichen.

    Für mich als Käufer ist das erheblich mühsamer als vorher!

  4. Marion von Kuczkowski 12/08/2009 um 14:18 Uhr

    @Anthem – die Aufregung kann ich schon verstehen- nur muss man ja die Artikel nicht für 1 Euro anbieten. Im Gegenteil – jetzt erst recht nicht mehr, weil das Risiko einfach zu hoch ist.
    Dennoch stimme ich zu! Versandkosten müssen extra berechnet werden können, denn sie haben mit dem Artikel selbst nichts zu tun!
    Und es gibt auch keinen Grund, dass eBay dafür Gebühren kassiert und den Artikel dadurch ja eigentlich sogar teurer für den Käufer macht, denn auch die Gebühren die nun für die berechneten Versandkosten anfallen müssen ja umgelegt werden.
    Selbst wenn ich zu Reichelt offline einkaufen gehe muss ich eine Tüte für den Transport kaufen. Und auch die wird extra berechnet.
    Warum also soll ich als eBay-Verkäufer den Versand nicht extra berechnen dürfen?

  5. Anthem 12/08/2009 um 14:09 Uhr

    Warum sich jeder aufregt? Weil es eine Unverschämtheit ist privaten Verkäufern auch noch die Versandkosten aufzuhalsen. Nun darf man nicht nur die überteuerten Verkaufsprovisionen bezahlen sondern man wird auch noch gezwungen den Versand zu übernehmen.
    Es ist kein Problem Ware für einen Euro zu verkaufen- dieses Risiko nimmt man in Kauf wenn man es als Auktion laufen lässt, jedoch scheinen manche Leute zu vergessen, dass es z.Bsp. durchaus Bücher gibt die als Päckchen zu 3,90€ verschickt werden müssen. Bei einem 1€ – Verkauf macht man ganze 2,90€ minus. Wer soll das bitte tragen?
    So gut wie überall im Internet hat man Versandkosten zu bezahlen, so ist das nun mal, möchte ich eine Ware haben muss ich nunmal den Preis plus Versandkosten bezahlen, schließlich möchte ich das der Artikel zu mir kommt.Warum sollte es bei Ebay anders sein.
    Diese neue Regelung ist einfach ein erneuter Griff ins Klo und ein weiterer erfolgreicher Zug um Privatkunden von der Platform zu vergraulen.

  6. gezu 07/08/2009 um 08:10 Uhr

    Ich weiß gar nicht warum sich jeder aufregt. Das ist kein Flohmarkt und wollte nie einer sein. Es ist als Auktionsplattform gegründet und so verhält es sich auch.
    Wenn sich jemand darüber ärgert, dass er nur 1 Euro für einen Gegenstand bekommen hat, dann soll er gefälligst bei der nächsten Auktion den Mindespreis eingeben, den er auch mindestens haben möchte.

    Die Verpflichtung zur Versandübernahme durch den Verkäufer schafft meiner Meinung nach eine deutlich größere Transparenz und Vergleichbarkeit.

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