Mit einem kleinen Seitenhieb auf Amazon und Walmart hat eBay CEO John Donahoe auf der diesjährigen shop.org Konferenz verkündet, dass eBay nicht in Konkurrenz zu seinen Verkäufern treten wird.
John Donahoe gab auf der Konferenz klare Statements ab:
" eBay ist kein Verkäufer, wird nie ein Verkäufer sein und wird nicht mit den eBay-Verkäufern konkurrieren. eBay wird z.B. kein Online-Schuhgeschäft kaufen ( Amazon hatte vor kurzem für rund eine Milliarde Dollar das Online-Schuhgeschäft Zappos gekauft), und eBay wird keine Eigenprodukte entwickeln und verkaufen.
eBay wird auch die Daten der Verkäufer nicht nutzen um mit ihnen zu konkurrieren.
eBay wird ein Marktplatz bleiben, der nicht in Konkurrenz zu seinen Verkäufern steht.
Klare Worte!


Amazon hatte in der letzten Woche mit der Einführung einer Eigenmarke AmazonBasics für Aufsehen gesorgt.
Dabei ist das nicht die erste Eigenmarke, hinter der Amazon selbst steht.
Bereits seit 2004 bietet Amazon unter dem Namen Strathwood Gartenmöbel und Outdoor-Gegenstände an. Strathwood wird auch über andere Online-Händler angeboten, abgewickelt wird jedoch immer über Amazon.
Selbst eBay-Händler, die Strathwood Produkte bei eBay verkaufen, wickeln den Verkauf über Amazon ab.
Auch bereits seit 2004 gibt es die Amazon.com Collection Schmuckkollektion, die mit fast 50.000 Produkten z.Zt. die umfangreichste Produktpalette der Amazon Eigenmarken stellt.
Eine weitere Eigenmarke von Amazon ist Pike Street, eine Billigmarke unter der Bettwaren verkauft werden.
Auch Pinzon ist seit 2005 eine Eigenmarke von Amazon. Unter diesem Label verkauft Amazon u.a. Handtücher, Bettwäsche, Küchenutensiien und Möbel.
Im Bereich " Werkzeug" ist Amazon unter dem Label Denali aktiv.
Hier kann eBay also tatsächlich punkten, denn ich bin sicher, dass die eBay-Verkäufer in absehbarer Zeit wirklich keine Konkurrenz von eBay zu erwarten haben, während Amazon die Geschäfte mit den Eigenmarken weiter ausbauen wird und damit in der Tat mit den externen Marketplace-Anbietern konkurriert.