Erwartungsgemäß stößt die Amazon Ankündigung, dass Händler in Zukunft keine Produkte auf anderen Online- Plattformen billiger anbieten dürfen als bei Amazon, nicht auf Gegenliebe.
Nach einer ersten Umfrage von Hitmeister sind 90% der befragten ( 100 ) Verkäufer empört von der neuen Amazon-Vorgabe.
Einige Originalaussagen:

„Wo Gebühren anfallen, müssen diese auch in den Preisen einkalkuliert werden, sonst legt man drauf. Amazon hat unverschämt hohe Gebühren. Außerdem beschneidet dies die freie Marktwirtschaft."

„Diese Preisparität ist für uns nicht hinnehmbar."

„Dies ist immer noch ein freies Land, mit einer funktionierenden Marktwirtschaft. Dies werden wir uns ganz sicher nicht von Amazon einschränken lassen, es gibt ja Gott sei Dank viele Marktplätze...."

Von den 100 befragten Verkäufern wollen 45 einen Teil bzw. alle Angebote bei Amazon löschen.

Auch steht schon die Frage im Raum, ob diese Forderung kartellrechtlich überhaupt erlaubt ist.

Ich kann mich nicht erinnern in der Vergangenheit bei eBay-Änderungen, die kontrovers diskutiert wurden, eine derart breite Front an konsequenter Ablehnung erlebt zu haben.
Bei jeder Änderung, selbst bei Gebührenerhöhungen gab es unter den eBay-Powersellern immer auch Befürworter.
Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass Amazon jemals die Gemüter erhitzt hat- jetzt holen sie das allerdings für die letzten Jahre mit einem Schlag nach!

Das Thema wird in den nächsten Tagen sicher noch für Gesprächsstoff sorgen!