Eindrücke von der Podiumsdiskussion auf der Pressekonferenz zum 3.Online-Business-Barometer

//Eindrücke von der Podiumsdiskussion auf der Pressekonferenz zum 3.Online-Business-Barometer

Eindrücke von der Podiumsdiskussion auf der Pressekonferenz zum 3.Online-Business-Barometer

Im Anschluß an die Bekanntgabe der Studie zum Online Business Barometer fand gestern in Berlin eine Podiumsdiskussion statt, die mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Herausragende Teilnehmer der Diskussionsrunde war zum ersten der eBay Deutschland Chef Dr.Stephan Zoll, der bei mir den Eindruck hinterlassen hat, als würde er tatsächlich die Gratwanderung zwischen den Wünschen und Bedürfnissen der Käufer und Verkäufer schaffen.
In der Vergangenheit gab es bei eBay immer leichte Ungleichgewichte.
Entweder stand der Verkäufer zu sehr im Fokus oder der Käufer.
Richtig zufrieden konnten beide Parteien nie sein.
Dr. Stephan Zoll traue ich es durchaus zu, dass er diese Grätsche schafft.
Er kennt die Probleme der Händler ganz genau, nimmt sie auch ernst und ist offensichtlich auch bereit an ihrer Seite zu stehen, erwartet aber dafür eine professionelle Abwicklung, die wiederum den Käufer zufrieden stellt.
Das scheint mir der Königsweg zu sein, den bisher kein eBay Deutschland Chef in dieser Konsequenz gegangen ist und ich habe das Gefühl, dass eBay mit Dr. Stephan Zoll den richtigen Mann gefunden hat, der seine Ziele glaubwürdig verfolgt.


Der zweite Teilnehmer, der mir sehr positiv aufgefallen ist und dem ich auf ganzer Linie zustimmen konnte, war Andreas Müller, der Mann hinter dem eBay-Account Deltatecc.
So berichtete er unter anderem von den gestiegenen Kundenerwartungen, vor allem im Bereich Versandauer und Kommunikation, beklagte aber auch die steigende Retourenquote und die Problematik des Wertersatzes, die dafür sorgt, dass einige Artikel aus wirtschaftlichen Gründen gar nicht mehr angeboten werden können.
Insgesamt blickt er jedoch sehr positiv und optimistisch in die Zukunft, wird weiter expandieren und begrüßt es, dass bei eBay die Qualitätsstandards für Verkäufer gestiegen sind.
Natürlich muss man ihm zustimmen, wenn er sagt: " Käufer die schlechte Erfahrungen bei eBay gemacht haben, reden von eBay und nicht von Verkäufer xy."
eBay hat das erkannt und ist nun auf dem Weg von seinen Verkäufern hohe Servicestandards einzufordern, was letztendlich allen zugute kommt.
Sein eigener Account gehört in einem schwierigen Bereich mit über 200.000 Bewertungen und einer Quote von 99,8% zu den eBay-Vorzeige-Accounts und in seinen Statements wurde deutlich klar, dass Erfolg bei eBay mit Arbeit verbunden, aber auch heute noch möglich ist!

Spannend waren auch die Ausführungen von Prof. Dr. Gerrit Heinemann, einem Professor für BWL, Management und Handel und Leiter eWebresearch-Center.
Er machte sehr deutlich, dass das Online-Business sich in den nächsten Jahren rasant entwickeln wird.
Zum einen fangen viele stationäre Händler jetzt erst an das Internet für sich zu entdecken.
Die Mehrheit der stationären Händler hat heute noch keinen Onlineshop.
Die " Internet-Analphabeten" , die heute noch 1/3 der Bevölkerung ausmachen, sterben in den nächsten Jahren aus, während die " digital natives", die heute noch gar nicht geschäftsfähig sind, nachrücken.
Auch die Trennung zwischen " Online- und Offline-Käufer" wird durchlässiger.
Während man früher zwischen Online und Offline Käufer unterscheiden konnte, steigt der Anteil der " Multi-Channel-Käufer" unaufhörlich - zugunsten des Online-Einkaufs.
In den nächsten Jahren wird sich also noch einmal vieles ändern und bewegen!

Ein großes Problem, das mir persönlich gar nicht so bewusst war, ist auch heute noch die Infrastrukur des Netzes - ein Problem, das auch Andreas Müller hat.
Wenn bei eBay WOW Tages Deals neben den regulären Artikeln zusätzlich 8000 Artikel verkauft werden und dafür Rechnungen gedruckt werden müssen, während 20 andere Mitarbeiter online sind, Bilder hochladen, Artikel bearbeiten usw. , kann es in den Leitungen durchaus einmal eng werden.
Hier ist unter anderem die Politik gefragt, aber auch hier ist " Land in Sicht" - schon weil auch die Politiker jünger werden und das nötige technische Verständnis aufbringen.

Insgesamt habe ich die Runde als sehr offen und ehrlich wahrgenommen - Probleme wurden klar angesprochen und auch diskutiert, ohne sie zu leugnen oder herunterzuspielen.

Von | 2011-02-20T01:41:16+00:00 November 16th, 2010|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Eindrücke von der Podiumsdiskussion auf der Pressekonferenz zum 3.Online-Business-Barometer
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