Amazon

Die Hamburger Verbraucherzentrale hat Amazon abgemahnt, weil bei 12 exemplarisch ausgesuchten Lebensmittel aus dem Amazon Angebot Zusatzstoffe der Lebensmittel nicht angegeben werden.
Lebensmittel mit Konservierungsstoffen, Farbstoffen oder Geschmacksverstärkern müssen im Versandhandel besonders gekennzeichnet werden. Die Käufer müssen vor Abschluss des Vertrages in den Angebotslisten auf die Verwendung der Zusatzstoffe mit einer Formulierung wie “mit Konservierungsstoff” oder “mit Farbstoff” hingewiesen werden.
Die Verbraucherzentrale bemängelt auch, dass bei Amazon glutenhaltige Lebensmittel als glutenfrei beworben werden.
Bis zum 21. September hat Amazon Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben und die Kennzeichnungen nachzubessern, sonst droht eine Klage.

Ab 07.Oktober gibt es die “Heidi Klum for New Balance” Modekollektion exklusiv bei Amazon USA, Großbritannien, Deutschland und Japan.
Die kombinierfähige Activewear-Kollektion umfasst T-Shirts, Leggings, Tuniken, Blusen und Outerwear aus Baumwolle und Seide, die Verkaufspreise werden zwischen 25 und 132 Euro liegen.

Erwartungsgemäß führt das Buch Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen von Tilo Sarrazin die Amazon Bestseller-Liste an und setzt Amazon unter Stress.
Aktuell wird in der Republik kaum ein anderes Thema so kontrovers diskutiert wie das Buch von Tilo Sarrazin und einer der Diskussionstreffpunkte im Netz ist Amazon.
Amazon sah sich gestern gezwungen eine Vielzahl von Rezensionen zu löschen, teilweise Rezensionen, die schon mehr als 1000 positive Bewertungen erhalten hatten und gerät damit mitten in die Diskussion um Demokratie.
Bei vielen der aktuellen Rezensionen geht es gar nicht mehr um das Buch, sondern um die Löschpraxis von Amazon, die schon in gewagte Verschwörungstheorien münden.
Einige Amazon Kunden beschweren sich, dass ihre Rezensionen erst gar nicht veröffentlicht werden und werfen Amazon Zensur vor.
Auch Amazon bleiben die Diskussionen, die landauf – landab geführt werden – also nicht erspart, nur wird Amazon durch die Löschpraxis gleich in die politische Diskussion mit einbezogen und muss aktuell einen schwierigen Drahtseilakt vollziehen.

Für das Weihnachtsgeschäft sucht Amazon wieder Arbeitskräfte in den Bereichen Wareneingang, Wareneinlagerung, Verpackung, und Kommissionierung.
Folgende Anforderungen werden an die Bewerber gestellt:

- hohe Motivation,
- Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendarbeit (Früh- und Spätschicht; in den letzte Wochen vor Weihnachten auch Nachtschicht möglich)
- Fähigkeit zu körperlicher Arbeit

Für Interessenten findet am 27.08.10 um 10.00 Uhr bei der Agentur für Arbeit Leipzig, Georg-Schumann-Straße 150, BIZ Raum 1 eine Amazon-Informationsveranstaltung statt.

Hier weitere Informationen: Amazon sucht Arbeitskräfte im Leipziger Logistikzentrum

Am 31.März traten bei Amazon die neuen Regelungen zur Preisgestaltung in Kraft:
Amazon vs. eBay: Amazon fordert Preisparität – Verkäufer dürfen bei eBay nicht günstiger verkaufen!
Viele haben sich gefragt wie Amazon die Preise kontrollieren will.
Die naheliegende Vermutung der Verkäufer war, dass Amazon auf Meldungen der jeweiligen Wettbewerber hofft, die ja auch bei eBay oft nicht zimperlich miteinander umgehen.
Eine Idee habe ich gar nicht gehört, aber genau die setzt Amazon jetzt zunächst bei Amazon.com um:
Die Meldung von Käufern.
Auf den Angebotsseiten von Amazon.com haben die Käufer ( auch die Wettbewerber) jetzt die Möglichkeit schnell und unkompliziert Meldung zu machen, wenn sie den Artikel im Netz aber auch im stationären Handel günstiger gesehen haben.

In Deutschland habe ich das bis heute nicht entdeckt, aber das bedeutet nicht, dass es nicht kommen wird.
Abzuwarten bleibt natürlich auch wie Amazon die übermittelten Daten einsetzt.

Es ist kein Geheimnis, dass ich zu den absoluten eBay Fans der ersten Stunde gehöre, allerdings ertappe ich mich in letzter Zeit immer öfter, dass ich als Käufer Amazon vorziehe.
Es fängt damit an, dass ich Artikel, die ich schnell geliefert haben möchte, bei Amazon bestelle – bei Amazon direkt, nicht bei Marketplace Verkäufern.
Immer mehr eBay Händler gehen durch den Versandkostendruck dazu über Warensendungen zu schicken und das dauert mir zu lange.
Bei Amazon bin ich sicher, den Artikel spätestens am übernächsten Werktag zu haben.

Was mir aktuell bei Amazon aber auch sehr positiv auffällt ist, dass bei Amazon offensichtlich kaum Keyword-Spamming betrieben wird.
Wenn ich bei Amazon einen Artikel suche, finde ich ihn und zwar exakt diesen Artikel und nicht – wie bei eBay – 1000 andere Artikel, die unter falschen oder irreführenden Keywords eingestellt sind.
Amazon kommt ohne eine immer länger werdende Liste von zusätzlichen Artikelmerkmalen aus, die meine Suche bei eBay zwar erleichtern, aber eben leider nicht die Angebote ausfiltern, die mit falschen Keywords hinterlegt sind.
So komme ich bei Amazon schneller zum Ziel – auch das schätze ich mit der Zeit immer mehr.

Eine gute Testkategorie ist z.B. Boss
Suche ich bei eBay nach Boss, bekomme ich bei Damenkleidung erst einmal Bosse ( was nicht annährend meinem Suchebgriff entspricht) Artikel angezeigt. Dann folgen Überschriften wie ” für Business & Boss”, ” f.d. Boss”, ” für Frau vom Boss” u.ä.
Bei Amazon bekomme ich zwar ( noch) deutlich weniger Treffer, diese Treffer passen aber zu 100% und das ohne weitere Filteroptionen oder den Ausschluß von Keywords.


Mir fällt das aktuell wieder extrem auf, weil ich an einer neuen Seite arbeite, die ursprünglich nur bestimmte eBay Produkte bewerben sollte.
Die Liste meiner auszuschließenden Keywords wird immer länger, aber nur so kann ich gewährleisten, dass in der Tat nur Produkte gezeigt werden, die zu 100% passen.
Dabei fallen der Ausschlußliste dann auch “passende” Artikel zum Opfer, weil der überwiegende Anteil einiger spezieller Keywords im Zusammenhang mit Spam stehen.
Unterm Strich müsste ich so viel ausschließen, dass fast keine Treffer mehr kommen.
Versuchsweise habe ich bei dem Thema Amazon getestet- die Liste mit den auszuschließenden Keywords wäre leer.
Zwei Parameter reichen bei Amazon aus, um eine Trefferquote von 100% zu bekommen: Keyword & Kategorie- fertig!

Trotz Umsatz- und Gewinnanstieg enttäuscht Amazon die Analysten.

Das Nettoergebnis für das 2. Quartal 2010 stieg von 142 Millionen Dollar ( 32 Cents je Aktie) auf 207 Millionen Dollar ( 45 Cents je Aktie). Die Analysten hatten ein EPS von 54 Cents erwartet.
Die Umsatzerlöse konnten um 41 Prozent auf 6,57 Milliarden Dollar gesteigert werden.
Der operative Gewinn kletterte um 71 Prozent auf 270 Millionen Dollar und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten, die mit 320 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Auch Amazon leidet unter dem starken Dollar.
Entsprechend vorsichtig sind auch die Prognosen für das derzeit laufende 3. Quartal.
Amazon erwartet für das 3. Quartal einen Umsatz zwischen 6,9 Milliarden Dollar und 7,6 Milliarden Dollar.

Hier finden Sie den vollständigen Report.

Bei Amazon.com gibt es ab sofort eine Liste mit stark nachgefragten, aber aktuell ausverkauften Artikeln.
Diese Liste soll Marketplace-Händlern helfen, hohe Nachfrage zu identifizieren und wenn möglich passende Angebote einzustellen.
Bei eBay.com gibt es ein vergleichbares Angebot: eBay in demand, allerdings ist diese Liste öffentlich nicht einsehbar und nur Top-Verkäufern zugänglich.

Grundsätzlich gewinnen mit solchen Listen alle:
Der Marktplatz, weil Kunden finden, was sie suchen.
Die Verkäufer und natürlich auch die Kunden.

Ich persönlich würde jedoch davon abraten, extra Produkte zu ordern.
Bis die Lieferung da ist, kann das Produkt längst nicht mehr nachgefragt sein.
Hat man die Artikel auf Lager – wunderbar- dann sollte man sie natürlich schnellstmöglich einstellen.

Für Deutschland gibt es meines Wissens nach solche Listen bisher nicht.
Weder von eBay noch von Amazon.
Schade!

Bei Amazon gibt es jetzt auch Lebensmittel im Angebot.
Noch ersetzt Amazon weder den Supermarkt um die Ecke, noch die klassischen Lebensmittel-Lieferdienste, die sich bereits im Netz etabliert haben, aber ich denke es ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Im Bereich Lebensmittel gibt es im Netz noch viele Kunden zu erobern- einen wirklich perfekten Lebensmittel-Lieferservice habe ich im Netz noch nicht gefunden – gesucht schon oft!
Auch Otto will in Zukunft in das Online-Lebensmittelgeschäft einsteigen, bei eBay gibt es die Kategorie ” Feinschmecker” schon lange und schaut man sich die Abverkaufszahlen einiger Produkte bei eBay an, ist es verständlich, dass auch andere den Markt entdecken.
Den Kunden wird es freuen!

Erstaunt war ich bei Amazon über die Top Besteller des Tages:
1. Bananen Dole 180g ( aktuell schon ausverkauft!)
2. Bananen Chiquita 180g ( aktuell auch schon ausverkauft!)
3. Nescafé Dolce Gusto Caffè Crema Grande, 3er Pack (48 Kapseln)
4. Nescafé Dolce Gusto Latte Macchiato, 3er Pack (48 Kapseln)
5.Tassimo Jacobs Latte Macchiato, 5er Pack (40 Portionen, 80 Discs)
6. Kopfsalat
7. Nescafé Dolce Gusto Latte Macchiato ungesüßt, 3er Pack (48 Kapseln)
8. Bio Möhren lose 100g
9. Nescafé Dolce Gusto Chococino, 3er Pack (48 Kapseln)
10.Nescafé Dolce Gusto Chococino, 3er Pack (48 Kapseln)

Kaffee, Obst & Gemüse!

Für einen ” Hyundai voller Zwanziger” ( so der glücklicher “Vorbesitzer” Matt Rutledge) hat Amazon.com Woot gekauft.
Woot ist eine DailyDeal Seite- die DailyDeal Seite in USA.
Woot ist ein Restposten Großhändler, dessen größtes Standbein die DailyDeal Webseite Woot.com ist.
Über Woot können aber auch On-und Offline Händler Ware beziehen, darunter bekannte Ketten in USA und Woot bietet zusätzlich Fulfillment über Dropshipping an.
Auch Amazon gehörte zu den Woot Kunden.

Möglicherweise wird Amazon Woot nutzen um Retouren zu vermarkten, bekommt durch Woot aber auch weitere Kontakte zu Herstellern und wird diese Kontakte sicher für den eigenen Marktplatz nutzen.
In jedem Fall stärkt Amazon durch den Kauf seine Stellung im Bereich Großhandel und Retouren und vermutlich werden einige Marketplace Händler darüber nicht sehr erfreut sein.


Fast schon komisch ist die Feststellung von Matt Rutledge:
Grundsätzlich ist Amazon daran interessiert größtmögliche Kundenzufriedenheit zu bieten.
Das war damals mit ein Grund für den Kauf von Zappos.
Auch Zappos setzt extrem hohe Service – Maßstäbe an und passte damit gut zu Amazon.
Matt Rutledge steht ganz offiziell für das genaue Gegenteil:
” ...works hard to keep expectations low…” was soviel bedeutet wie: “Wir arbeiten hart daran, die Erwartungen gering zu halten”. Woot bietet den Kunden günstige Preise und Entertainment – der Servicegedanke ist dem von Amazon diametral entgegengesetzt.
Trotzdem passt Woot wohl in das Amazon Konzept.
Aber auch dafür hat Matt Rutledge eine Erklärung:
Amazon ist vor allem an gut aufgestellten und schnell wachsenden Unternehmen interessiert.
Dann dürfen wir wohl gespannt sein, was als nächstes folgt!

Bleibt allerdings noch die Frage offen, wie viele Zwanziger in einen Hyundai passen?!

Hier der Link zum Blogeintrag von Woot über den Verkauf an Amazon und ganz besonders schön ist das YouTube Video über den Verkauf.
Man freut sich wirklich richtig mit!

Via: Auctionbytes