Allgemein

eBay News vom 03.07.zum Thema "identische Angebote bei eBay":

eBay bemüht sich, unseren Nutzern hervorragenden Service beim Kaufen und Verkaufen auf einem fairen Marktplatz zu bieten. Die große Mehrheit unserer Mitglieder hält sich an unsere Grundsätze und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Wenn Angebote jedoch irreführende Informationen enthalten oder manchen Verkäufern einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Verkäufern verschaffen, unternehmen wir etwas dagegen.

Ab Mitte Juli 2015 werden wir daher für die wenigen Verkäufer, die gegen den Grundsatz zum Einstellen von mehreren identischen Angeboten verstoßen, die Sichtbarkeit ihrer Angebote in "Beste Ergebnisse" verringern. Damit wollen wir erreichen, dass die Artikelsuche bei eBay für unsere Nutzer nicht durch identische Angebote erschwert wird. Das gilt auch für Angebote, die über verknüpfte eBay-Konten eines Verkäufers eingestellt wurden. Die Verringerung der Sichtbarkeit dauert an, bis die identischen Angebote entfernt werden.

Beachten Sie als Verkäufer bitte, dass jedes Angebot für Käufer ein deutlich von anderen unterscheidbares sein sollte. Angebote gelten als identisch, wenn sie sich auf Artikel beziehen, zwischen denen keine erheblichen Unterschiede bestehen, oder wenn sich in den Suchergebnissen herausstellt, dass sie sich auf denselben Artikel beziehen.

Überprüfen Sie daher Ihre Methoden zum Einstellen von Angeboten, um sicherzugehen, dass Sie den Grundsatz zum Einstellen von mehreren identischen Angeboten erfüllen.

Beachten Sie beim Erstellen von identischen Angeboten folgende Richtlinien:

- Festpreisangebote für identische Artikel dürfen jeweils nur einmal eingestellt werden. Außerdem ist es nicht zulässig, für identische Artikel ein Festpreisangebot und ein Auktionsangebot mit Sofort-Kaufen-Option einzustellen.
- Auktionsangebote dürfen von Ihrem eBay-Konto aus mehrfach für identische Artikel eingestellt werden. Es wird allerdings nur eines der identischen Angebote ohne Gebote bei eBay angezeigt. Sobald ein Gebot für dieses Angebot vorliegt, wird ein weiteres der identischen Angebote angezeigt. Es ist nicht gestattet, für einen identischen Artikel ein Auktionsangebot mit Sofort-Kaufen-Option und ein Auktionsangebot ohne Sofort-Kaufen-Option einzustellen.
- Angebote mit Varianten, sofern sie identisch sind, dürfen nicht in zwei verschiedenen Angeboten mit Varianten eingestellt werden.
- Angebote auf internationalen eBay-Websites, die sich auf ein und denselben Artikel beziehen, dürfen mehr als einmal eingestellt werden, solange die internationalen Versandoptionen nicht zu mehreren identischen Angeboten auf einer der Websites führen und damit die Sucherergebnisse wieder unübersichtlich werden.

Beispiele dazu, wie diese Regeln sich auf verschiedene Angebotsszenarien auswirken, finden Sie in unserem Grundsatz zum Einstellen von mehreren identischen Angeboten, insbesondere auch die Anwendung des Grundsatzes über verschiedene eBay-Konten hinweg. Außerdem ist es wichtig, zu beachten, dass es aus Kompatibilitätsgründen einige Ausnahmen in den Kategorien "TV, Video & Audio" sowie "Auto & Motorrad: Teile" gibt.

Quelle: eBay

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Es fällt mir schwer, diesen Artikel so sachlich und emotionslos wie möglich zu schreiben, daher werde ich versuchen, nur die Fakten aufzuzählen.

eBay Betrüger ist Gott, Verkäufer bleiben bei eBay auf der Strecke

- Australischer Käufer kauft am 27.5.2015
- der erwartete Liefertermin ist der 22.06.
- Paket wurde nachweislich am 10.06. ausgeliefert,der Empfang wurde persönlich von dem Käufer quittiert.
- Käufer hinterlässt am 26.06. ( 16 Tage NACH nachweisbarer Auslieferung) negatives Feedback - größter eBay Betrüger, keine Ware, keine Trackinginfo!
- Käufer eröffnet am 30.06. ( 20 Tage NACH nachweisbarer Auslieferung) einen PayPal Fall " Artikel nicht erhalten"
- PayPal Fall wird zu meinen Gunsten entschieden, denn ich kann in der Zwischenzeit sogar die Auslieferung am 10.06. nachweisen
- die negative Bewertung und der Mangel wird von eBay als berechtigt?! angesehen und nicht gelöscht


Und hier etwas ausführlicher:

- Käufer aus Australien kauft am 27.05. einen Artikel für 179,97 Dollar bei eBay.com - als Bearbeitungsdauer sind 2 Tage angegeben
- Am 29.05. wurde der Artikel nachweislich verschickt ( Einschreiben Deutsche Post)
- Am 17.06. fragt der Käufer per Mail nach, warum er seinen Artikel noch nicht erhalten hat.
Laut eBay ist der zu erwartende Liefertermin der 22.06.!
- Ich stelle sofort einen Nachforschungsantrag bei der Deutschen Post und zusätzlich auch bei der Australischen Post.
- Der Käufer bombardiert mich in den Folgetagen mit Mails - er will sein Geld zurück. Er kann noch keinen Fall eröffnen, weil die Lieferfrist noch nicht abgelaufen ist.
- Das Problem ist, dass die Deutsche Post bei Sendungen nach Australien nur schreibt "Die Sendung wurde am 29.05.2015 eingeliefert". In Australien ist kein Onlinetracking von Einschreibebriefen der Deutschen Post möglich, hier kommt die Anzeige " Item not trackable" - ABER natürlich wird die Sendung nur gegen Unterschrift ausgeliefert und bei einer Nachforschung ist die Auslieferung dann auch nachweisbar.
- Der Käufer zweifelt die Richtigkeit der Trackingnummer an - ich sende ihm eine Kopie des Original Versandaufklebers zusammen mit dem Einlieferungsbeleg und einen Screenshot der Nachforschung bei der Australischen Post.
- Er will sein Geld zurück, hat aber noch immer keinen Fall bei eBay / PayPal eröffnet.
- Am 26.06. hinterlässt er ein vernichtendes Feedback, das meinen Account sofort in die Knie zwingt und die Verkäufe gegen Null fährt: Übersetzt in etwa: Der größte eBay Betrüger, keine Ware, kein Versandnachweis.
- Am 26.06. rufe ich bei eBay.com an und versuche, dieses Feedback löschen zu lassen, denn es stimmt so nicht. Die Tracking Nummer ist hinterlegt und ich kann den Versand nachweisen, insofern kann der Kunde mich nicht als Betrüger bezeichnen.
- eBay.com bleibt hart und löscht das Feedback nicht, denn ich kann zwar den Versand, aber nicht die Auslieferung nachweisen.
Mein Einwand, dass man wohl niemanden als Betrüger bezeichnen kann, der den Versand nachweisen kann, zählt bei eBay nicht.
Auch nicht, dass die Trackingnummer hinterlegt ist und nachweislich stimmt.
Wie immer kommt die Aussage von eBay : "Macht doch nichts, sie bleiben ja trotzdem ein Top Rated Seller,kommentieren Sie die Bewertung und alles wird gut"
- Ich telefoniere mit verschiedenen Anwälten, aber da es ein eBay.com Fall ist und der Käufer in Australien sitzt, machen sie mir keine Hoffnung, dass ich die Bewertung auf rechtlichen Wegen löschen lassen kann.
- Am 30.06. eröffnet der Käufer einen PayPal Fall
- Am 01.07. bekomme ich von der Australischen Post die Nachricht, dass die Ware am 10.06. ausgeliefert wurde und der Empfang von dem Käufer persönlich quittiert wurde!
- Daraufhin entscheidet PayPal den Fall sofort zu meinen Gunsten
- Ich telefoniere wieder mit eBay, denn nun kann ich nachweisen, dass der Käufer der Betrüger ist:
Er hat das Paket am 10.06. in Empfang genommen, am 26.6. ein Feedback hinterlassen, in dem er behauptet, die Ware nicht erhalten zu haben und er hat sogar noch versucht, sich das Geld über PayPal zurückzuholen.
- Und eBay löscht diese Bewertung nicht, denn sie sehen die Bewertung und den Mangel als berechtigt an?!

Der Käufer darf weiter bei eBay handeln, als wäre nie etwas gewesen. Die Tatsache, dass er versucht hat, sich Geld zu erschleichen, obwohl die Ware längst ausgeliefert war und dann auch noch die Unverschämtheit besitzt, einen Verkäufer Account mit einer vernichtenden Bewertung, die nachweislich nicht stimmt, zu zerstören - all das interessiert eBay nicht.
Der Käufer ist der liebe Gott und wenn er dabei ein wenig betrügt, dann drückt eBay beide Augen zu - Hauptsache der Käufer ist glücklich.

Ich vermute, dass der Käufer diese Geschichte abziehen wollte, nur hat er nicht auf die Fristen geachtet:
So öffnet eBay internationalen Betrügern Tür und Tor
So habe ich in diesem Fall wenigstens nicht mein Geld verloren.

Mir fehlen die Worte!

Shop Kündigung nur mit finanziellen Verlusten möglich

Ich wollte übrigens nach der (und vielen anderen Betrüger-Stories) meinen Shop bei eBay.com kündigen, denn dieser Account ist jetzt nicht mehr nutzbar und ich habe offen gestanden auch keine Lust mehr auf eBay. Mein Lager muss ich noch abverkaufen, aber ich habe keine neue Ware für den Verkauf auf eBay.com mehr bestellt.
Natürlich bin ich Profi genug, um die Black Hat Methoden zu kennen, mit denen ich den Account in ein paar Tagen wieder aufbauen und die Bewertung neutralisieren kann, aber will ich das? Ist das das eBay, das ich als meinen Geschäftspartner möchte? Nein!
International direkt auf eBay.com zu handeln ist bei eBay mit so vielen Hürden verbunden und eBay ist in diesem Bereich einfach noch immer nicht professionell aufgestellt.
So stehe ich seit August 2014 mit eBay in Kontakt, weil das Tracking für DHL bei eBay falsch verlinkt ist, und eBay hat es in 11 Monaten nicht geschafft, diesen einen Link ( der statt zu DHL zu DHL Express geht) auszutauschen. Dieser Bug bedeutet extreme Mehrarbeit für jeden Seller, für eBay wäre das in 1 Minute lösbar, denn es muss nur ein einziger Link ausgetauscht werden - das könnte jeder Praktikant, aber eBay hat es auch nach 11 Monaten noch nicht geschafft.
Das ist eine von vielen, vielen Hürden und mir ist die Lust auf eBay nun endgültig vergangen.

Leider müsste ich eine "Strafgebühr" für die vorzeitige Kündigung zahlen.
Darüber kann ich mich nicht aufregen,weil eBay das klar kommuniziert, aber das muss man sich überlegen, wenn man bei eBay ein Jahresabo abschließt.

Update
Es war ein zähes Ringen mit endlosen Telefonaten und unzähligen Mails, aber die Bewertung wurde nun gelöscht.
Ein ausführliches Update mit einer Handlungsanleitung für solche Fälle reiche ich spätestens am Montag nach.
Für diese Woche ist mein Kommunikationsbedarf in Sachen eBay mehr als gedeckt.

2014 hatte eBay die Option "Kauf auf Rechnung" schrittweise eingeführt, ab dem 29.Juni 2015 steht sie allen Verkäufern* zur Verfügung.
Verkäufer, die Kauf auf Rechnung nicht anbieten wollen, können diese Funktion ab dem 29.Juni deaktivieren:
Gehen Sie zu: Mein eBay > eBay-Konto > Verkäufereinstellungen > Zahlungseinstellungen für Käufer > "Auf Rechnung" anbieten > Nein.
Bei einigen Verkäufern ist der Pfad > "Auf Rechnung anbieten" bereits sichtbar, andere müssen bis zum 29. Juni warten, wenn Sie die Funktion deaktivieren möchten, weil sie im Konto noch gar nicht angezeigt wird.
Leider gibt es keine Möglichkeit die Funktion auf einzelne Artikel anzuwenden und andere auszuschließen.
Ist die Funktion aktiviert / deaktiviert, dann gilt das für alle Artikel.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass es bei eBay Rankingvorteile für Verkäufer gibt, die Kauf auf Rechnung anbieten, insofern sollten Verkäufer sich gut überlegen, ob sie die Funktion deaktivieren wollen.

Auch für das geplante eBay Prime Programm würde ich nicht ausschließen wollen, dass die Zahlungsoption "Kauf auf Rechnung" eines Tages vorausgesetzt wird, wenn Verkäufer daran teilnehmen wollen.

Die Erfahrung zeigt, dass Optionen, die von Käufern gut angenommen werden, langfristig auch in das Ranking einfließen. So wird das zum Start noch keine Auswirkungen haben, aber da ich davon ausgehe, dass Käufer die Option "Kauf auf Rechnung" gerne annehmen werden, ist es denkbar, dass diese Option dann auch eines Tages ein Rankingsfaktor sein wird.
Das also muss man im Hinterkopf behalten.

Kritische Stimmen gibt es vor allem von Verkäufern, die ohne Trackingnummer versenden und Angst davor haben, dass noch mehr Kunden behaupten könnten, die Ware sei nicht angekommen.
In diesen Fällen bleibt der Verkäufer nicht nur auf der offenen Rechnung sitzen, er kassiert zusätzlich auch noch einen Mangel bei eBay.
Die Angst ist sicher berechtigt, aber auf der anderen Seite verfügt eBay über Mechanismen, die faule Eier auch entlarven können und werden.

Ich persönlich denke, dass es beim Kauf auf Rechnung vermehrt zu Rückgaben kommen wird. Ein Widerruf bei Artikeln, die man noch nicht bezahlt hat, ist sehr viel schneller eingeleitet, als ein Widerruf bei bereits bezahlten Artikeln.

Auf der anderen Seite muss man sicher sehen, dass viele Käufer "Kauf auf Rechnung" bevorzugen und darunter gab es auch Käufer, die eBay gemieden haben, weil sie dort nicht auf Rechnung kaufen konnten und so werden viele Verkäufer auch profitieren.

*Update Startzeitpunkt

eBay schreibt die Verkäufer gerade alle nach und nach an und schaltet sie für den "Kauf auf Rechnung" frei.
Weil ich eine Mail für die Freischaltung ab dem 29.06.2015 erhalten habe und andere Verkäufer, mit denen ich gesprochen habe, auch ab dem 29.06.2015 freigeschaltet werden, bin ich davon ausgegangen, dass dieser Termin für alle gilt.
Offensichtlich werden jedoch einige Verkäufer erst zu einem späteren Zeitpunkt freigeschaltet und es wird auch Verkäufer geben, die noch gar nicht freigeschaltet werden.
Bei dem "Kauf auf Rechnung" übernimmt PayPal das Risiko des Zahlungsausfalls und so ist zu erwarten, dass Verkäufer, die keine aussagekräftige PayPal Historie aufgebaut haben, noch nicht freigeschaltet werden.

In einer aktuellen Studie des Händlerbundes zur Verbraucherrechterichtlinie, die vor einem Jahr in Kraft trat, wird deutlich: die Richtlinie brachte für Online-Händler einen enormen Aufwand mit sich und hat kaum Vorteile. Der Händlerbund befragte hierzu in einer Studie 184 Online-Händler.

Kaum Erleichterungen für Online-Händler

Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie sollten die bestehenden nationalen Verbraucherschutzvorschriften in der EU angeglichen werden – Ziel war es, eine Erleichterung der Geschäftsbeziehungen für Verbraucher und Unternehmen zu erreichen. In der Studie des Händlerbundes wird allerdings deutlich, dass 66 Prozent der Händler kaum Auswirkungen bemerkten und ganze 11 Prozent der Online-Händler gaben an, dass die Verbraucherrechterichtlinie sogar negative Auswirkungen für sie hatte; lediglich für 19 Prozent der Händler brachte die Richtlinie positive Auswirkungen mit sich. Mehr als die Hälfte der befragten Online-Händler (54 Prozent) gaben an, dass die Richtlinie einen Mehraufwand für sie brachte.

Rücksendekosten werden mehr und mehr auf Kunden umgelegt

Waren es in der Händlerbund Studie 2014 noch drei Viertel der Händler, die die Angabe machten, die Retourenkosten auf ihre Kunden umzulegen, gaben 2015 vier von fünf Händlern an, dies zu tun. Auch die Zustimmung zur Einführung der einheitlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen wurde noch einmal bekräftigt: Der Wert der Zustimmung liegt nun bei 95 Prozent. 38 Prozent der Händler gaben sogar an, dass sie ihren Kunden eine längere Frist anbieten – im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Wert damit fast verdreifacht.

Umsätze entwickeln sich besser als 2014 erwartet

2014 rechneten nur 13 Prozent der Händler mit höheren Umsätzen durch die Verbraucherrechterichtlinie. In der aktuellen Studie gaben immerhin 28 Prozent an, dass sich ihre Umsätze durch die Richtlinie erhöht haben. Auch sehen rund zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) Vorteile in den einheitlichen Regelungen der Verbraucherrechterichtlinie. Die Erreichung des Ziels der Richtlinie, zum grenzüberschreitenden Handel zu ermutigen, wird noch auf Motivation angewiesen sein: Nur jeder Fünfte (21 Prozent) fühlt sich in der Studie zum grenzüberschreitenden Handel ermutigt.

Bundesvorsitzender Andreas Arlt zu den Ergebnissen der Studie: „Die aktuelle Befragung der Händler zur Verbraucherrechterichtlinie zeigt uns, dass noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Die Händler müssen bei gesetzlichen Neuerungen mitgenommen und das Neue einfach erklärt werden. Wir freuen uns daher, dass wir als Händlerbund mit unserem Engagement im Dachverband Ecommerce Europe die Chance haben, als einziger deutscher Verband auch auf europäischer Ebene die Interessen unserer Händler zu vertreten.“

Die komplette Händlerbund Studie kann als PDF heruntergeladen werden.

Quelle: Händlerbund

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Nach eingehender Prüfung der in der sechsten Runde der Tarifverhandlungen von der Gewerkschaft ver.di als Angebot übergebenen Forderungen hat die Deutsche Post diese heute als völlig unzureichend zurückgewiesen.

"Der ver.di-Vorschlag leistet keinen Beitrag zur Zukunftssicherung für Mitarbeiter und Unternehmen. Mit der Forderung nach Abschaffung der seit Monaten schon tätigen Regionalgesellschaften für die Paketzustellung stellt die Gewerkschaft ihre eigenen regionalen Tarifverträge für die Speditions- und Logistikbranche in Frage. Nun werden 130.000 Beschäftigte bei der Deutschen Post AG zum Streik aufgefordert, um gegen Regionalgesellschaften vorzugehen, in denen 6.000 Mitarbeiter nach ver.di-Tarifverträgen bezahlt werden.", sagt Melanie Kreis, Konzernpersonalvorstand und Arbeitsdirektorin der Deutsche Post DHL Group. "Dieses sogenannte Angebot, das durch die ultimative Forderung nach umgehender Annahme nicht einmal verhandelbar war, löst keines unserer Probleme. Mit einer Mehrbelastung von rund 300 Mio. Euro wäre es sogar eine spürbare Verschärfung unseres bestehenden Wettbewerbsnachteils", so Kreis.

Das Unternehmen hatte ver.di bereits im vergangenen Jahr Gespräche über eine grundlegende Modernisierung der bestehenden Tarifstruktur vorgeschlagen. Hintergrund ist das rasante Paketwachstum, das auch in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen erfordert, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Kundenanforderungen gerecht werden zu können. Das im Vergleich zum Wettbewerb doppelt so hohe Lohnniveau verhindert aber auf mittlere Sicht, dass die Deutsche Post dauerhaft im Wettbewerb mithalten kann. Daher schlug sie vor, für zukünftige Mitarbeiter markgerechtere Löhne einzuführen, die sich an den von ver.di vereinbarten Regionaltarifen für die Logistik orientieren. Diese Gespräche hatte ver.di grundsätzlich abgelehnt. Daraufhin hatte das Unternehmen eigene Tochtergesellschaften gegründet und angekündigt, bis 2020 mindestens 10.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Inzwischen arbeiten bereits 6.000 Menschen für die neuen Gesellschaften, darunter bereits mehr als 2.000 vom externen Arbeitsmarkt, die alle nach den ver.di-Branchenlöhnen bezahlt werden. "Diese neue Struktur ist unverzichtbar, um auch den heute bereits bei der Deutschen Post AG beschäftigten Mitarbeitern ihre Anstellung zu den heutigen überdurchschnittlichen Konditionen zu sichern", sagt Kreis.

Die aktuellen Forderungen von ver.di greifen zu kurz und verhindern eine nachhaltige Lösung. Die vorgeschlagenen Verbesserungen bei den Sonderzahlungen und den altersbedingten automatischen Lohnsteigerungen entsprechen in keiner Weise den regionalen ver.di-Tarifverträgen. Zudem sind die Vorschläge zeitlich bis 2020 ohne Nachwirkung befristet. Eine Regionalisierung zur Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenshaltungskosten fehlt völlig. Die Forderung nach fünf Jahren Kündigungsschutz geht deutlich über alle bisherigen Regelungen und die von ver.di in anderen Branchen erreichten Vereinbarungen hinaus. Mit der Forderung nach vollständiger Eingliederung der Paketzustellung in den Haustarifvertrag bleibt das sogenannte Angebot sogar hinter dem zurück, was seit Jahren schon als bestehende Sonderregelung vereinbart war.

Der Katalog beinhaltet darüber hinaus Forderungen, die überhaupt nicht tariffähig sind, sondern als schuldrechtliche Verträge geregelt werden, wie z.B. der Verzicht auf Fremdvergabe in der Paketzustellung.

Die Androhung unbefristeter Streiks bewertet die Deutsche Post als unverhältnismäßig und in Bezug auf die laufende inhaltliche Auseinandersetzung als destruktiv. Es würden Mitarbeiter zum Streik aufgerufen, die gar nicht von den Regionalgesellschaften betroffen seien. Das Unternehmen kündigte an, wie auch schon bei den Warnstreiks der vorangegangenen Wochen alles zu tun, um die Auswirkungen für seine Kunden so gering wie möglich zu halten.

"Niemand verliert durch die DHL Delivery seinen Arbeitsplatz. Niemand hat dadurch Lohneinbußen oder den Verlust seines Besitzstandes zu befürchten. Aber nur durch eine dauerhaft wettbewerbsfähige Lohnstruktur können wir uns auch zukünftig erfolgreich am Markt behaupten. Wir appellieren an ver.di, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und im Interesse der Beschäftigten und ihrer Zukunft zu handeln", fordert Melanie Kreis.

Quelle: DHL

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