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Erwartungsgemäß hat das Arbeitsgericht Bonn gestern in einem erneuten Verfahren bestätigt, dass die Deutsche Post AG Beamte nicht als Streikbrecher einsetzt. Das Gericht wies den Antrag der Gewerkschaft Verdi auf einstweilige Verfügung gegen einen angeblich unzulässigen Einsatz von Beamten auf bestreikten Arbeitsplätzen bei der Deutschen Post AG zurück. Damit gingen alle gegen die Post angestrengten Verfahren zugunsten der Deutschen Post aus.

In dem jüngsten Verfahren hatte die Gewerkschaft mehr als 35 Einzelfälle als Beleg angeführt, dass die Deutsche Post während der Streiks der vergangenen Wochen angeblich rechtswidrig Beamte auf bestreikten Arbeitsplätzen eingesetzt habe. Das Unternehmen hatte diesen Vorwurf stets zurückgewiesen und dagegen betont, dass alle geltenden rechtlichen Regeln eingehalten und in jedem Einzelfall geprüft würde, ob ein Beamter während einer Arbeitskampfmaßnahme auf einem anderen Arbeitsplatz eingesetzt werden dürfe.

Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel der Deutsche Post DHL Group, begrüßte die Entscheidung: "Die Entscheidung bestätigt erneut unsere Rechtsauffassung. Wir handelten und handeln rechtskonform und hoffen nun, dass die Gegenseite dies endlich akzeptiert."

Quelle: DHL

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Der Poststreik zeigt Wirkung auf den deutschen Onlinehandel: 76,6 Prozent aller Onlinehändler sind stark bis „extrem“ stark vom aktuellen Streik der Postangestellten betroffen. Das belegt eine Umfrage, die der Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH) unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat. „Insbesondere der mittelständische Onlinehandel ist stark durch den Poststreik belastet. Der enorme Mehraufwand in der Kundenkommunikation sowie der Einbindung neuer Versanddienstleister bzw. der Versand zu höheren Gebühren als kalkuliert belastet die Unternehmen außerordentlich. An den Folgen des Streiks mit zig Millionen liegengebliebenen Paketen wird aber auch die Marktstellung des Onlinehandels deutlich“, sagt BVOH-Präsident Oliver Prothmann.

Der Poststreik hat massive Auswirkungen auf die Verbraucher. Daran gewöhnt, online bestellte Ware schnell und zuverlässig binnen weniger Tage bequem ins eigene Heim geliefert zu bekommen, müssen sich die Onlinekunden nun auf einen, teilweise wochenlangen, Lieferverzug einrichten. Über 40 Prozent der befragten Onlinehändler geht davon aus, dass etwa die Hälfte der bei ihnen georderten Ware verspätet ausgeliefert wird. „Jetzt, wo die bestellte Ware nicht am Folgetag beim Verbraucher ist, wird den Kunden klar, wie reibungslos und schnell Onlinehandel in Deutschland funktioniert. Ein Service, der jetzt schmerzlich vermisst wird“, sagt BVOH-Präsident Oliver Prothmann.

Zweidrittel der Onlinehändler hat angegeben, dass sie Umsatzeinbußen durch den Poststreik haben. Fast ein fünftel der Händler gehen sogar von einem Umsatzeinbruch über 25 Prozent aus. Onlinehändler sind in mehrfacher Hinsicht betroffen. Der Verbraucher mahnt an, dass die bestellte Ware nicht ankommt, aber auch die Ware, die der Verkäufer einkauft, kommt aktuell teils stark verspätet an und verursacht so ein Loch im Warenbestand. Ein weiterer Punkt sind häufiger auftretende schlechte Bewertungen durch die Kunden. Fast 60 Prozent haben aufgrund der Lieferverzögerungen durch die Post schlechtere Bewertungen bei Amazon oder eBay bekommen. Da viele Kunden sich von den Bewertungen eines Händlers bei ihrer Kaufentscheidung leiten lassen, führt eine negative Bewertung oft zu einem merklichen Reputationsverlust mit spürbaren Auswirkungen auf den Umsatz. Inzwischen hat etwa eBay reagiert und den Händlern mitgeteilt, dass negative Bewertungen, die auf den Poststreik zurückzuführen sind, wieder entfernt werden.

Natürlich machen sich die Händler Gedanken, wie sie mit der Misere umgehen können. 40 Prozent der Händler sind dabei, weitere Versanddienstleister einzubinden um das eigene Risiko zu minimieren. Das bedeutet einen starken Kundenverlust für die Deutsche Post und DHL. Erstaunlich ist, dass trotz der negativen Auswirkungen des Streiks über 70 Prozent der Befragten mit der Deutschen Post bzw. DHL zufrieden sind.

Der Markt schaut erstaunt auf Amazon und die bevorzugte Abwicklung der Pakete. Über 40 Prozent bestätigen diese besondere Behandlung für Amazon-Pakete. Hier kann der Branchenprimus wieder einmal seine Marktstellung zu Lasten der kleinen und mittelständigen Händler ausnutzen.
An der Umfrage haben über 250 Onlinehändler teilgenommen und sie lief vom 19. bis 25. Juni 2015.

Quelle: BVOH

Ebay erinnert heute noch einmal daran, dass ab 29. Juni in bestimmten Kategorien Produktkennzeichnungen verpflichtend sind:

Bald können gewerbliche Verkäufer neue oder vom Hersteller generalüberholte Markenartikel in bestimmten Kategorien nur noch mit Produktkennzeichnung einstellen. Dies soll Käufern dabei helfen, genau den Artikel zu finden, den sie suchen.

Innerhalb der betroffenen Kategorien gilt diese Anforderung für:

- neue Angebote
- Angebote, bei denen bestimmte Felder überarbeitet wurden, bevor sie wiedereingestellt wurden
- Festpreisangebote und Auktionen, die manuell wiedereingestellt wurden
- Festpreisangebote und Auktionen, die automatisch wiedereingestellt wurden - bearbeiten Sie die Angebote nachträglich

Diese Änderung gilt ab 29. Juni 2015 für Angebote mit Einzelartikel und ab 1. September 2015 für Angebote mit Varianten. In den nächsten Wochen wird die verpflichtende Angabe Kategorie für Kategorie eingeführt. Sie verhindert, dass ein Angebot ohne Produktkennzeichnung erstellt werden kann.

Ihre bestehenden, automatisch wiedereingestellten "Gültig bis auf Widerruf"-Angebote müssen nicht angepasst werden. Wir empfehlen Ihnen dennoch, Produktkennzeichnungen zu allen entsprechenden Angeboten hinzuzufügen, damit diese in den Suchergebnissen eine bessere Sichtbarkeit haben.

In unserem Verkaufsformular werden fehlende Angaben hervorgehoben. Wir geben Ihnen außerdem Tipps zur Bearbeitung Ihrer Angebote.

Wenn Sie keine Markenartikel oder Artikel ohne Produktkennzeichnungen verkaufen, wählen Sie im Verkaufsformular "Nicht zutreffend" aus, um Ihr Angebot zu erstellen.

Mehr zum Thema, welche Kategorien und Felder betroffen sind.

Quelle: eBay

Kaum ist ein neues Handy gekauft, bringt der Hersteller ein aktuelleres auf den Markt. Oft stellt sich aber die Frage, ob es bei der Vielzahl an Geräten immer das neueste Modell sein muss. Mit dem heutigen Start des „B-Ware Centers“ verlängert eBay den Produktlebenszyklus von elektronischen Geräten und bietet Käufern, für die es nicht das aktuellste Modell sein muss, eine günstige Alternative. Das Angebot umfasst unbenutzte B-Ware, generalüberholte Geräte und geprüfte Gebrauchtware. Die Auswahl reicht von Handys, Computern und Kameras bis hin zu Haushaltsgeräten und Fernsehern mit einem Preisvorteil von bis zu 50 Prozent.

Der BVOH hat eine Umfrage zum Poststreik gestartet.
Hier geht es zur Umfrage

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