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Die adidas AG wird beschränkende Klauseln zum Onlinehandel aus ihren Verträgen mit Online-Händlern streichen. Der Druck ist zu groß geworden: Mehr als 14.000 Händler hatten eine Petition der Initiative Choice in eCommerce unterschrieben, die Medien berichteten in breiter Front, Gerichte in ganz Deutschland untersagen Wettbewerbsbeschränkungen und das Bundeskartellamt ermittelt. In einem Rundschreiben an seine Händler teilt adidas nun mit: „Als Ergebnis dieser Entwicklung und als Teil unserer neuen Strategie haben wir uns deshalb entschieden, künftig den Verkauf unserer Produkte auf offenen Marktplätzen zuzulassen, (…).“

„Wir begrüßen diesen Sinneswandel der adidas-Verantwortlichen und freuen uns für den Onlinehandel. adidas ist ein wichtiger Hersteller mit tollen Produkten, die viele unserer Mitglieder auch auf Online-Marktplätzen vertreiben“, sagt Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverbands Onlinehandel (BVOH). adidas hatte mit strengen Vertragsklauseln eine Vorreiterrolle für die ganze Branche. Diese Klauseln verboten oder beschränkten den
Verkauf von adidas-Produkten auf Marktplätzen wie Amazon, eBay oder Hitmeister. Dieses Vorgehen hatte auch zu Prüfungen des Bundeskartellamtes in Bonn geführt, dessen Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen sind.

Besonders hart haben die Online-Beschränkungen den Sport-Fachhandel getroffen. „Seit über 20 Jahren sind wir als Sport-Fachhandel Kunde bei adidas. Mit der Einführung der eCommerce-Richtlinien am 1.1.2013 hat adidas unsere Kundennummer gesperrt und uns damit von Monat zu Monat in starke wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht“, sagt Geschäftsführer Werner Treinen vom größten Traditions-Sporthaus „Sport-Treinen“ in der Region Hunsrück-Mosel.

Ziel noch nicht erreicht: Wettbewerbsfreiheit im Online-Handel
adidas wird als einer der führenden Sportartikelhersteller der Welt durch seine Neuausrichtung eine wichtige Vorreiterrolle für die Branche bzw. andere Hersteller mit ähnlichen Klauseln haben. Da ist sich Oliver Prothmann sicher. „Aber das Ziel ist noch nicht erreicht, denn es gibt immer noch Hunderte von Herstellern, die Fach-Händlern den Online-Vertrieb verbieten. Hier werden wir als Bundesverband Onlinehandel weiter aktiv bleiben. Wir werden informieren und uns weiter für die Rechte der Online-Händler einsetzen. Ob Hersteller oder Politik in Berlin und Brüssel – der Druck muss bleiben“, sagt Oliver Prothmann.

Insbesondere die vom BVOH geförderte Initiative „Choice in eCommerce“ hat maßgeblich dazu beigetragen, den Druck auf die Hersteller zu erhöhen. Intensive Gespräche auf Bundes- und EU-Ebene hatten Politikerinnen und Politiker für dieses Thema sensibilisiert und durch eine ständige mediale Präsens auch Online-Händler und Öffentlichkeit erreicht. Mehr als 14.000 Unterschriften konnten im Dezember dem EU-Kommissionsvorsitzenden Olli Rehn in Brüssel übergeben werden.

„Entscheidend wird sein, welche Online-Strategie adidas jetzt einnehmen wird. Sollte adidas in Zukunft direkt über Amazon verkaufen, hätte das den selben wettbewerbsbeschränkenden Effekt und würde den einzelnen Sport-Fachhändler wieder aus dem Online-Geschäft nehmen“, resümiert Philipp Puttkammer, Intersport-Händler und Autor eines Fachbuchs über Amazon.

„Wie bei adidas fordern wir alle Hersteller auf in direkten Kontakt mit uns zu treten, um eine adäquaten Strategie für den Onlinehandel zu besprechen. Wir als Bundesverband Onlinehandel sind in der Lage eine erfolgreiche Strategie zwischen Handel, Hersteller und Marktplätzen zu vermitteln“, unterstreicht Oliver Prothmann, Präsident vom BVOH.
Mehr Wettbewerbsfreiheit und ein unbeschränkter Online-Handel führen nicht nur zu einem größeren Angebot, sondern auch zu mehr Innovation. Die in den letzten Jahren immer mehr zunehmenden Verkaufsbeschränkungen bedrohten laut einer Umfrage der Initiative „Choice in eCommerce“ eine steigende Anzahl von Online-Händlern mit Insolvenz.

Beschränkungen – Worum geht es?
2012 lag der Umsatz aller online gehandelten Produkte und Dienstleistungen in Europa bei 311,6 Milliarden Euro. Schätzungen zufolge entstanden durch den Online-Handel in Europa bis zu zwei Millionen Arbeitsplätze. Einseitige Verkaufsverbote durch einzelne Hersteller bedrohen diesen Erfolg, indem sie Händler von ihrem oft wichtigsten Verkaufskanal abschneiden und ihnen damit die Möglichkeit nehmen, preisgünstige und beliebte Online-Plattformen in einem wettbewerbsorientierten Markt zum Vorteil der Kunden zu nutzen. Verbrauchern nimmt man so den Zugang zu transparenten Preisen und der zusätzlichen Auswahl, von der sie im Online-Handel profitieren.

Über Choice in eCommerce
Choice in eCommerce ist eine im April 2013 von Oliver Prothmann gegründete Initiative von Online-Händlern und eine Projekt des BVOH. BVOH-Präsident Prothmann, Gründer des Geschäftsanalyse Tools chartixx, ist seit Jahren eng mit der Online-Handels-Community verknüpft und ist Experte für Handel auf Online-Marktplätzen. Seit zwei Jahren beobachten Prothmann und viele Mitglieder der Händler-Community mit wachsender Sorge die negativen Auswirkungen von Plattformverboten, die besonders kleine und mittelgroße Verkäufer treffen.

Über den BVOH
Der Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH) versteht sich seit 2006 als Interessenvertreter der Unternehmerinnen und Unternehmer, wie auch der Verbraucherinnen und Verbraucher im Online-Handel. Ein weiteres wichtiges Ziel des BVOH ist die Steigerung der Akzeptanz und der Sicherheit im Online-Handel durch Einführung einheitlicher Standards.
Der BVOH ist die starke Stimme der am Internethandel Beteiligten: Verbraucher, Unternehmer, Zulieferer, Ausrüster, Plattformen und Onlinemarktplätze.
Webseite http://www.bvoh.de

Via: BVOH

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Idealo hat wieder eine Infografik veröffentlicht, wie sich das WM Spiel Deutschland vs. USA im eCommerce bemerkbar gemacht hat:

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Mit jedem Spiel sinkt die Desktop Nutzung - die Leute gehen also raus, um das Spiel zu sehen und wenn am Freitag das Wetter mitspielt, wird im Internet wohl gähnende Leere herrschen.

Quelle / Bilder: Idealo

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Fast jeder hat ihn schon einmal zum Geburtstag bekommen und sich über ihn gefreut: den persönlichen Brief mitsamt Glückwünschen und Bargeld, besonders beliebt bei Großeltern als Geschenk für ihre Enkel. Die Sache hat nur einen Haken: Der Transport von Bargeld in Briefen ist nach den Beförderungsbedingungen der Deutschen Post nicht erlaubt. Bei Verlust ist der Inhalt somit weder im Standardbrief noch im Einschreiben versichert. Ab dem 1. Juli 2014 bietet die Deutsche Post dafür eine Lösung: Mit dem neuen Service WERT National können Privatkunden Bargeld und Wertsachen innerhalb Deutschlands als versicherten Brief versenden. Zugleich rundet die Deutsche Post damit ihr E-Commerce-Leistungsangebot ab, denn im Zeitalter des Onlinehandels nimmt die Anzahl der per Post verschickten Wertsachen beständig zu.

Die Sendung wird nur gegen Unterschrift des Empfängers oder eines Empfangsberechtigten ausgeliefert. Zusätzlich beinhaltet der neue Service eine Sendungsverfolgung im Internet, so dass der Weg der Wertsendung jederzeit nachvollziehbar ist. Alternativ gibt auch der Kundenservice der Deutschen Post anhand der Sendungsnummer telefonisch Auskunft über den Status der Sendung (0228 / 4 333 113).

Versand von Bargeld und Wertsachen

Zu den Sachwerten gehören beispielsweise Wertgegenstände wie Schmuck oder Edelmetalle sowie Wertpapiere wie Gutscheine, Konzerttickets oder Schecks. Bei Verlust haftet die Deutsche Post bei Sachwerten bis 500 Euro, bei Bargeld bis 100 Euro.

Der Service WERT National ist mit allen Briefformaten (Standard, Kompakt, Groß, Maxi) kombinierbar und ausschließlich in den Postfilialen erhältlich. Der Preis für den Wertbrief beträgt 3,95 Euro zzgl. Porto (z.B. 60 Cent für den Standardbrief). Wird eine der Zusatzoptionen "Eigenhändig" oder "Rückschein" (Empfangsbestätigung) gewählt, ist jeweils ein Aufpreis von 1,80 Euro fällig.

Auch knapp zwei Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie haben einige Online-Händler das Gesetz noch immer nicht vollständig in ihren Shops umgesetzt. Der Händlerbund hat ein kostenloses E-Book mit allen wissenswerten Fakten rund um die Verbraucherrechterichtlinie veröffentlicht. Damit können Händler sich nochmals umfassend über die Gesetzesänderung vom 13. Juni 2014 informieren und vor Abmahnungen schützen.

Verschiedene Themen, wie beispielsweise die Rechte und Pflichten beim Widerruf, der Wegfall des Rückgaberechts und die Informationspflicht werden in dem E-Book ausführlich behandelt. Des Weiteren können Händler die Ergebnisse der Händlerbund-Studien zur Verbraucherrechterichtlinie und den Retourenkosten einsehen.

Das E-Book steht kostenlos als ePUB und als PDF auf der Händlerbund-Seite zum Download zur Verfügung und ist auch über iTunes erhältlich.

Die Verbraucherrechterichtlinie
Am 13. Juni 2014 ist das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie in Kraft getreten. Mit dem neuen Gesetz wurden Rechtsvorschriften im Handel europaweit standardisiert und Händlern sowie Käufern einheitliche rechtliche Bedingungen zugesprochen. Wichtige Punkte sind dabei unter anderem das Widerrufsrecht und die Informationspflicht im Fernabsatz.

Über den Händlerbund
Als größter Onlinehandelsverband Europas und Anbieter von professionellen E-Commerce-Dienstleistungen stellt der Händlerbund inzwischen mehreren zehntausend Onlinepräsenzen neben abmahnsicheren Rechtstexten für das Internet ein umsatzförderndes Kundenbewertungssystem sowie das Käufersiegel für Online-Shops zur Verfügung.

Quelle: Händlerbund

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Globale Expansion ist eine Kernpriorität für eBay, um Konsumenten mit den Dingen zu verbinden, die sie brauchen und mögen und es Händlern zu ermöglichen, neue Konsumenten in neuen Märkten auf der ganzen Welt anzusprechen. Bereits heute finden 20 Prozent aller Transaktionen bei eBay grenzüberschreitend statt. Jeden dritten Neukunden gewinnt eBay durch eine grenzüberschreitende Transaktion. Dabei ist es nicht überraschend, dass die Mehrheit der Käufer es bevorzugt, Transaktionen in ihrer Muttersprache abzuschließen. Genauso ist es für Markenhersteller und Händler, die ihr Geschäft erweitern möchten, eine besonders wichtige Voraussetzung, dass sie mit Kunden auf der ganzen Welt kommunizieren können.

Um eine bestmögliche internationale Nutzungserfahrung für Käufer und Händler gleichermaßen zu bieten, arbeitet eBay daran, die Sprachbarrieren zu überwinden – sowohl online als auch mobil. Um dieses Ziel zu erreichen, muss eBay eine besondere Herausforderung meistern: Für mehr als 650 Millionen Angebote weltweit müssen korrekte mehrsprachige Übersetzungen über eine Vielzahl an Sprachpaaren hinweg zur Verfügung gestellt werden. Diese Aufgabe ist komplex – und hochinteressant. In Zusammenhang mit dieser Herausforderung hat eBay heute Pläne angekündigt, die maschinelle Übersetzungstechnologie und das Mitarbeiterteam für maschinelle Übersetzung von AppTek zu übernehmen. AppTek ist ein führendes Unternehmen in den Bereichen der maschinellen Übersetzung und der Spracherkennung mit Sitz in Virginia, USA. AppTek hat proprietäre maschinelle Übersetzungstechnologien entwickelt, die es eBay ermöglichen, seine Arbeit im Bereich der maschinellen Übersetzung weiterzuentwickeln und neue Übersetzungslösungen schneller voranzutreiben.

Während die traditionelle maschinelle Übersetzung vor allem auf flüssige Lesbarkeit abzielt, erwarten die eBay-Kunden Übersetzungen, die den Kontext des Einkaufens berücksichtigen. Während der vergangenen zwei Jahre hat eBay ein internes Team und interne Technologien mit dem Ziel aufgebaut, Lösungen zu schaffen, die bei der Übersetzung den Kontext des Handels berücksichtigen, etwa im Hinblick auf Nuancen bei Artikelbezeichnungen und Artikelbeschreibungen. Ziel von eBay ist es, die Arbeit des Unternehmens in diesem Bereich durch die Mitarbeiter und die Technologien von AppTek für maschinelle Übersetzung signifikant zu stärken. Durch eine Integration der maschinellen Übersetzungstechnologogien von AppTek in die eBay-Plattform können die globalen Anstrengungen von eBay im Bereich der Sprachübersetzung skaliert werden und den eBay-Käufern und –Händlern zunehmend bessere Nutzungserfahrungen in ihrer Muttersprache zur Verfügung gestellt werden. AppTek verfügt über ein Büro in Aachen und wird vor diesem Hintergrund mit seinen maschinellen Übersetzungstechnologien und seinen erfahrenen Mitarbeitern im Bereich maschinelle Übersetzung auch eine Rolle für das grenzüberschreitende Geschäft innerhalb Europas spielen, das für eBay ein wichtiger Wachstumsbereich ist. eBay wird an der in Aachen entwickelten Technologie festhalten und erwartet, dass AppTeks Expertise im Bereich der Sprachpaare die künftigen Anstrengungen in Europa ergänzt.

Quelle: eBay

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