Aktuelles

Ich hatte Mark Steier von Wortfilter gebeten, sich des Themas Fulfillment anzunehmen und in seiner Facebook Gruppe zu diskutieren.
Fulfillment ist ein sehr sensibles Thema und es gibt kaum aussagekräftige Erfahrungsberichte über empfehlenswerte Fullfillment-Anbieter im Netz.
Ich hatte bereits 2006 Erfahrungen mit einem Fulfillment Anbieter gesammelt und konnte keine positive Bilanz ziehen, auch wenn dieser Anbieter noch heute aktiv ist - also sicher nicht zu den schlechtesten gehört. Mir war er nicht gut genug, denn als Verkäufer muss ich es ausbaden, wenn das Fulfillment nicht zu 100% professionell arbeitet.
Jetzt war ich 10 Jahre später wieder auf der Suche nach einem leistungsfähigen Fulfillment-Anbieter und habe festgestellt, dass sich seit 2006 nicht viel geändert hat.
Natürlich gibt es Fullfillment-Anbieter wie Sand am Meer und alle versprechen vollmundig die besten Lösungen, nur können sie das halten? Ich habe so meine Zweifel daran.
Für Amazon Verkäufer ist Amazon FBA die erste Anlaufstelle und auch wenn dort nicht alle immer zu 100% zufrieden sind, gibt es für Marketplace Händler, die nach einer Fulfillment Lösung suchen, wohl kaum eine Alternative, schon weil die Prime Kennzeichnung vieles aufwiegt.
Für Multichannel Anbieter kann Amazon jedoch schnell zu teuer werden.
Verkauft man z.B. Artikel, die oft in einer Stückzahl von > 1 verkauft werden, wird bei Amazon pro Artikel eine Pick & Pack Gebühr fällig ( auch nach der Umstellung der Gebühren am 04.08.2015) und gerade bei kleinpreisigen Artikeln rechnet sich FBA dann im Multichannel Versand nicht mehr.
Da das Thema ein Diskussionsthema ist, das für TMTA nicht geeignet ist, habe ich den Staffelstab an Mark Steier übergeben und würde mich freuen, wenn Sie in die Diskussion einsteigen und Ihre Erfahrungsberichte mit Fulfillment Anbietern teilen.

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eBay hat heute die letzten Quartalszahlen vor der PayPal Trennung veröffentlicht:

Zentrale Geschäftszahlen:

EBAY INC.

- Am Donnerstag, den 16. Juli 2015, hat eBay die Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2015 veröffentlicht.
- Der Umsatz von eBay Inc. betrug in Q1-2015 4,4 Mrd. US-Dollar, dies entspricht einer Steigerung um 7 Prozent im Vergleich zu Q2-2014.
- Der Nettogewinn von eBay Inc. lag bei 931 Mio. US-Dollar, eine Zunahme um 5 Prozent im Vergleich zu Q2-2014.

EBAY

- Der Umsatz aus dem Marktplatzgeschäft lag in Q2-2015 bei 2,1 Mrd. US- Dollar.
- Das Handelsvolumen des Marktplatzgeschäfts (der Wert der gehandelten Waren und Dienstleistungen ohne den Bereich Automobile) belief sich auf 20,1 Mrd. US-Dollar.
- Die Anzahl der aktiven eBay-Käufer stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 Prozent auf 157 Mio.

PAYPAL

- Der Umsatz von PayPal lag im 2. Quartal 2015 bei 2,3 Mrd. US-Dollar, ein Wachstum von 16 Prozent im Jahresvergleich.
- Das Nettogesamtvolumen aller PayPal-Zahlungen betrug im 2. Quartal 2015 65,9 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 20 Prozent im Jahresvergleich.
- Die Anzahl der aktiven PayPal-Kundenkonten stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11 Prozent auf 169 Millionen.

Weitere Geschäftszahlen von eBay Inc. finden Sie hier: http://investor.ebay.com

Quelle: eBay

eBay hatte den Verkäufern versprochen, sie vor negativen Auswirkungen des Poststreiks zu schützen und hat Wort gehalten.
Mängel und negative Bewertungen, die im Zusammenhang mit dem Poststreik stehen, werden gelöscht.

Nun gibt es jedoch neben Mängeln und Bewertungen weitere Auswirkungen, die den Verkäufer treffen und ich wollte wissen, wie eBay damit umgeht.
Folgender Fall:
Kunde hat während des Streiks gekauft, die Sendung kam mit deutlicher Verzögerung an.
Kunde sendet die Ware zurück und auch die Rücksendung kommt mit deutlicher Verzögerung an.
Durch den Poststreik sind zwischen Kauf und Eintreffen der Rücksendung mehr als 30 Tage vergangen, so dass ich als Verkäufer die Transaktion nicht mehr abbrechen und mir die eBay Provision nicht mehr gutschreiben lassen kann.
Eigentlich rechne ich nicht mit einer Lösung, aber ich will es trotzdem versuchen, schon weil ich wissen will, wie weit eBay mit dem Versprechen geht, die Verkäufer zu schützen.
Die Kundin hatte per Überweisung bezahlt, ich hatte die Rückerstattung per Überweisung vorgenommen.
Am Telefon erklärt mir die eBay Mitarbeiterin, dass ich eine Mail mit dem Nachweis der Rücküberweisung senden soll, eBay würde mir dann die Provision gutschreiben.
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das so einfach funktionieren soll, aber ich probiere es und schicke die Mail mit dem Screenshot der Rücküberweisung.
Einen Tag später ist die Gutschrift tatsächlich auf meinem eBay Konto verbucht.
eBay hält sich also tatsächlich bis in die letzte Konsequenz an das Versprechen, die Verkäufer zu schützen!

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eBay hat heute noch einmal klar Stellung bezogen, dass Mängel und Bewertungen, die durch verzögerte Zustellungen während des Poststreiks entstanden sind, gelöscht werden:

Die Deutsche Post DHL arbeitet mit Hochdruck daran, die durch den Streik entstandenen Rückstände bei Brief- und Paketsendungen zu bearbeiten.

Wir bitten Käufer darum, die besonderen Umstände der vergangenen Wochen bei der Bewertung des Verkäufers zu berücksichtigen.

Verkäufern versichern wir, dass eBay Sie schützt, falls Ihre Brief- oder Paketsendungen der Deutschen Post DHL von den Streikmaßnahmen betroffen waren.

- Sofern Mängel aufgrund des Streiks ab 8. Juni 2015 entstanden sind, werden diese in der Berechnung des Servicestatus nicht berücksichtigt.
- Mängel werden automatisch und schrittweise entfernt. In den kommenden Tagen können Sie in Ihrem Verkäufer-Cockpit einsehen, welche Mängel entfernt wurden.
- In Ihrem Verkäufer-Cockpit können Sie jetzt auf einen verbesserten Transaktionsmängelbericht zugreifen. Der Bericht wird täglich aktualisiert und mit dem Verkäufer-Cockpit synchronisiert. Klicken Sie im Verkäufer-Cockpit auf "% Ihrer Transaktionen mit Mängeln".
- Der Prozess der automatisierten Mängelentfernung wird vor der nächsten Berechnung Ihres Servicestatus am 20. Juli 2015 abgeschlossen sein. Wir berücksichtigen Mängel, die bis einschließlich 14. Juli 2015 auf Grund des Streiks entstanden sind. Maßgeblich ist das Kaufdatum.

Folgende Mängel werden entfernt:
- Anfragen: Artikel nicht erhalten
- Niedrige detaillierte Verkäuferbewertungen für "Versandzeit"
- Damit in Verbindung stehende neutrale oder negative Bewertungen
Sollten Bewertungen nicht durch den automatisierten Prozess gelöscht werden, wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.
Empfehlung für Widerrufs-Fälle: Wenn Sie Ihren Artikel mit Versandnachweis gesendet haben, entscheiden wir zu Ihren Gunsten. Unsere Käufer, die einen Fall wegen eines nicht erhaltenen Artikels eröffnet haben, haben wir gebeten zu prüfen, ob der Artikel zwischenzeitlich angekommen ist. Wir haben Käufer außerdem gebeten, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen und zu klären, ob der Kaufpreis rückerstattet oder der Artikel zurückgesendet wird. Wenn Sie keine Lösung mit Ihrem Käufer erzielen, wenden Sie sich an unseren Kundenservice.

So können Sie als Verkäufer das Risiko der Nichtlieferung zukünftig verringern

- Verkäufer haben die Möglichkeit, in jedem Angebot bis zu drei Versandoptionen anzubieten. Der Käufer kann die für ihn passende in der Kaufabwicklung bei eBay auswählen.
- Wir empfehlen außerdem, Artikel mit Versandnachweis zu versenden. In vielen Fällen schließen Sie damit gleichzeitig eine Versicherung ab. Über eine Sendungsnummer können Sie außerdem verfolgen, ob der Artikel angekommen ist.
- Wir empfehlen Verkäufern und Käufern außerdem, stets miteinander zu kommunizieren, um auf mögliche Verzögerungen aufmerksam zu machen und eine Nichtlieferung zu vermeiden.

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Der Bundesrat hat das „Gesetz zur Neuordnung des Rechts über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten“ 303/15 (ElektroG2) verabschiedet. Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift von Bundespräsident Joachim Gauck, dann kann das Gesetz verkündet werden und ist rechtskräftig.

„Ein schwarzer Tag für den Onlinehandel, denn das ElektroG verpflichtet den Handel nicht nur zum Umgang mit gefährlichem Schrott, sondern es wird zu einem K.o.-Kriterium für viele Onlinehändler, die Elektrogeräte EU-weit verkaufen wollen oder müssen, um überleben zu können. Um es deutlich zu sagen: Das Gesetz in dieser Form bringt nichts“, sagt Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverbandes Onlinehandel e.V. Zusätzlich zur neu eingeführten Rücknahmepflicht von Elektroschrott muss in Zukunft jeder Onlinehändler, der in EU-Länder verkauft, in jedem dieser Länder eine Niederlassung oder einen Bevollmächtigten nachweisen. Mehr noch: Der Händler wird im Sinne des ElektroG2 in dem jeweiligen Land zum Hersteller und muss je Marke und Geräteart eine aufwändige Registrierung durchführen.

Das ElektroG ist mit heißer Nadel gestrickt. Es gibt weder praktikable Lösungen am Markt, noch haben sich die Regierungsstellen mit der Umsetzung des Gesetzes auseinandergesetzt. „Ich sehe mit großem Bangen massive Probleme im wichtigen Weihnachtsgeschäft auf unsere Onlinehändler zukommen. Das ElektroG kann tatsächlich Existenzen kosten“, sagt Oliver Prothmann.

BVOH-Präsident: Bundesumweltministerin Hendricks handelt unverantwortlich
Das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG2) verlangt von Onlinehändlern, dass sie umweltschädliche, gesundheitsgefährdende oder leicht in Brand geratende Stoffe zurücknehmen. Dazu zählen etwa lithiumhaltige Batterien und Akkus, blei- oder cadmiumhaltige Batterien, ozonschichtschädigende Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), Quecksilberschalter, bleihaltige Bildröhren, asbesthaltige Bauteile, PCB-haltige Kondensatoren oder flammschutzmittelhaltige Leiterplatten. „Das ist unverantwortlich, denn viele dieser Inhaltsstoffe dürfen eigentlich nur unter speziellen Auflagen versendet und vor allem gelagert werden. An den Onlinehändler zurückgesandte Pakete mit E-Schrott können sich als böses Überraschungsei herausstellen. Die Gefahr für den Händler und dessen Mitarbeiter, nicht ordnungsgemäß verpackten Elektroschrott zu öffnen, ohne zu wissen, was im Paket ist, ist nicht zu unterschätzen“, sagt Oliver Prothmann. Außerdem müssen Onlinehändler im Gegensatz zu stationären Geschäften eine Sonderlast schultern: Sie müssen nämlich auch noch die teils immensen Transportkosten für den E-Schrott tragen, wenn ein Endnutzer sein Altgerät beim Onlinehändler abgeben möchte.

Diese unverhältnismäßige Pflicht zur Rücknahme gefährlichen Abfalls und zu dessen Weiterverbringung wäre zur Erfüllung der ökologischen Ziele der WEEE-Richtlinie nach Ansicht des BVOH allerdings gar nicht erforderlich. Der BVOH hatte zusammen mit anderen Wirtschaftsverbänden und den kommunalen Spitzenorganisationen während des Gesetzgebungsprozesses verdeutlicht, dass ein Ausbau der bewährten kommunalen Sammlung besser und verbraucherfreundlicher wäre als eine Zersplitterung der gesamten Rücknahmestruktur.

Befremdlich ist auch, dass das ElektroG-Gesetz die Bemühungen um einen digitalen Binnenmarkt für den kleinen und mittelständischen Handel konterkariert. Der BVOH hofft nunmehr, dass die gröbsten Fehlentscheidungen in absehbarer Zeit korrigiert werden. So wird die angekündigte Revision der europäischen eCommerce-Richtlinie Gelegenheit bieten, den Binnenmarkt für kleine und mittelständische Händler wieder bestreitbarer zu machen.

Reaktion von den Versanddienstleistern
DPD-Unternehmenssprecher Peter Frey erklärt:„Für den Transport von entsorgten Wertstoffen oder Müll gelten besondere gesetzliche Bestimmungen. Derzeit bietet DPD solche Transporte zur Entsorgung von Waren nicht an. Unabhängig davon ist Elektroschrott nicht grundsätzlich Gefahrgut, in vielen Einzelfällen wird dies aber der Fall sein. DPD transportiert zwar auch Gefahrgut, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und innerhalb strenger gesetzlicher Regeln“.

Martin Frommhold, Hermes-Unternehmenssprecher: „Der Versand von Gefahrgut durch private Versender ist derzeit nicht möglich. Generell birgt das Thema „Elektroschrott“ aber einige Herausforderungen. So übernehmen wir im Zwei-Mann-Handling alte/kaputte Elektro-Großgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen etc. für den Transport. Anders sieht das jedoch im Ein-Mann-Handling, also im klassischen Paketbereich, aus. Hier liegt es nun mal in der Natur der Sache, dass wir den Inhalt einer Sendung nicht kennen und auch nicht prüfen können. Die daraus ggf. resultierenden Risiken, beispielsweise durch enthaltene Lithium-Batterien, schadhafte Akkus etc., sind folglich weder für den Verbraucher noch uns absehbar. Folglich führen wir hier auch keinen Transport durch.“

EU-weiter Onlinehandel durch deutsche Anbieter in Gefahr
Der massive bürokratische und organisatorische Aufwand, besonders bei grenzüberschreitendem Handel in Europa, sowie die finanziellen Belastungen für den deutschen Onlinehandel sind von kleinen und mittleren Händlern nicht zu bewältigen. Das wirtschaftliche Aus droht. „Es kann nicht Ziel des Gesetzgebers sein, einen ganzen Bereich des Handels vom Markt zu drängen, insbesondere da sowohl die EU als auch die Bundesregierung mit der Digitalen Agenda den grenzüberschreitenden Handel angeblich fördern wollen“, sagt Oliver Prothmann. Ferner ist nicht nachzuvollziehen, warum das Gesetz, welches seit anderthalb Jahren überfällig ist und bereits von der EU angemahnt wurde, gerade zur wichtigsten Handelszeit des Jahres im Weihnachtsgeschäft rechtskräftig werden muss. Selbst die eingeräumten Fristen von drei Monaten sind nicht einzuhalten und schaden der Handelswirtschaft und damit Deutschland maßgeblich.

ElektroG-Gipfel soll Lösungen aufzeigen
Wie die Reaktion der Versanddienstleister aufzeigen, gibt es aktuell keine einsetzbare Lösung für den Handel. Daher wird der BVOH am 10. September 2015 in Berlin den ElektroG-Gipfel (www.e-gipfel.de) durchführen und den stationären und Online-Händlern zusammen mit der Entsorgungsindustrie und Rechtsanwälten die Pflichten und möglichen Lösungen aufzeigen.

Was bedeutet das ElektroG?
Durch das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) wird der gesamte Handel, stationär und online, dazu verpflichtet wird, Altgeräte zurückzunehmen. Jeder Händler mit einer Ladenfläche bzw. einem Lager von mindestens 400 m2 soll auch eine Annahmestelle von Elektroaltgeräten sein. Im November 2012 veröffentlichte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine Erklärung über Ziele und Inhalte einer nationalen Umsetzung der Richtlinie 2002/96/EG über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (sog. WEEE-Richtlinie), die keine Notwendigkeit für eine Rücknahmepflicht des Handels erkennen konnte und neben der Rücknahme an öffentlichen Entsorgungsstellen durch die Kommunen lediglich eine freiwillige Rücknahme durch Hersteller und Vertreiber vorsah.

Quelle: BVOH

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