Wie Tamebay heute berichtet, schließt Rakuten in Großbritannien seine Pforten.
Große Worte, viel dahinter, aber in der Luft verdampft - auch in Deutschland wollte Rakuten bis 2017 "größer werden als Amazon":
"Our goal is to become the No. 1 e-commerce marketplace in Germany. We know that Tradoria is still small, but we are very longterm-oriented. We believe that if we can improve the organization, help Rakuten Germany create new functions and put lots of new products in, we will be bigger than Amazon.de in five years". So hoch waren die Ziele zum Rakuten Deutschlandstart 2012 und so sah es dann 2014 aus: Weit abgeschlagen noch hinter Hood und nicht einmal in Sichtnähe von Amazon.
Wen würde es wundern, wenn Rakuten Deutschland sich vielleicht ausnahmsweise still und leise auch vom deutschen Markt verabschieden würde? Mich nicht!

Update: Rakuten zieht sich laut Internetworld auch aus Spanien und Österreich zurück und will sich verstärkt auf die Marktplätze Deutschland und Frankreich konzentrieren.
Ich bleibe bei meiner Meinung: Mit dem Background von Rakuten ist unheimlich viel Potential vorhanden, aber nach wie vor glaube ich nicht an Rakuten Deutschland. Auch die neuen Pläne "Price Club zur Kundenbindung in Frankreich" oder "Rakuten Pro in Deutschland" zeigen, dass Rakuten in den letzten 5 Jahren nicht viel gelernt hat.

Der eine geht, der andere kommt: Willkommen Allegro!

Für eine positive Überraschung am deutschen Markt könnte dafür ein anderer Player sorgen: Ohne großes Tamtam hat der polnische Marktführer Allegro seine Tore in Deutschland geöffnet. Allegro gibt es in Europa bereits seit 1999 und mit 14 Millionen Mitgliedern haben sie eine tolle Basis, auf der sich aufbauen lässt!